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„Schlacht um Zukunft der Zivilisation“: Twitter-Chef Elon Musk will gegen Apple „in den Krieg ziehen“

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Von: Patricia Huber

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Nachdem Elon Musk Twitter übernommen hat, kriselt es im Unternehmen. Jetzt droht auch noch ein „Krieg“ mit dem Tech-Riesen Apple.

San Francisco – Elon Musk legt sich mit Apple an. Nach seiner Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter heizt er nun den Streit mit dem Tech-Riesen erneut an. In einer Serie von Tweets stellte der Tech-Milliardär am Montag (28. November) erst die Frage in den Raum, ob Apple die Redefreiheit in Amerika hasse. Schließlich habe das Unternehmen seine Werbung bei Twitter nach dem Verkauf der Plattform an ihn weitgehend eingestellt. Dann behauptete der Tesla-Chef, Apple habe ohne Angabe von Gründen gedroht, die Twitter-App aus dem App Store zu entfernen. Von Apple gab es zunächst keine Reaktion auf die Tweets.

Elon Musk: Nach Twitter-Übernahme stoppen Unternehmen ihre Werbung

Musk hatte Twitter Ende Oktober für rund 44 Milliarden Dollar gekauft und verpasst dem Online-Dienst jetzt eine drastische Neuausrichtung. Dazu gehört, dass Twitter aus seiner Sicht in den vergangenen Jahren zu sehr die Redefreiheit eingeschränkt hat. Twitter war in den vergangenen Jahren immer konsequenter gegen Hassrede, Gewaltaufrufe und Falschbehauptungen etwa zum Coronavirus vorgegangen. Musk ließ auch mehrere in der rechten Szene populäre Accounts freischalten, die unter anderem wegen homophober und rassistischer Äußerungen gesperrt worden waren.

Angesichts der angestoßenen Veränderungen halten sich viele große Unternehmen mit Aktivitäten bei Twitter zurück – sie wollen nicht riskieren, dass ihre Marken neben anstößigen Tweets auftauchen. So stoppten unter anderem der Volkswagen-Konzern und der Pharma-Konzern Pfizer ihre Werbung auf der Plattform. Apple ist für Twitter ein besonders wichtiger Werbekunde: Dem Finanzdienst Bloomberg zufolge gab der iPhone-Konzern pro Jahr mehr als 100 Millionen Dollar für Anzeigen aus. Twitter machte 2021 einen Umsatz von gut fünf Milliarden Dollar.

Wegen „geheimer Abgabe“: Musk mit Kampfansage an Apple

Ein Konflikt zwischen Musk und Apple bahnte sich schon seit einiger Zeit an. Musk ist die Abgabe von 15 bis 30 Prozent ein Dorn im Auge, die auf App-Plattformen für innerhalb der App erwirtschaftete Abo-Erlöse fällig wird. Er kündigte an, Twitter stärker auf Abonnement-Einnahmen statt Werbung auszurichten. Am Montag attackierte er erneut eine „geheime Abgabe von 30 Prozent“, die Apple für Käufe im App Store verlange. In einem Foto deutete er an, dass er dagegen „in den Krieg ziehen wolle“. Wie üblich formierten sich nach Musks Tweets seine Fans bei dem Online-Dienst, die ebenfalls auf Apple losgingen.

Twitter könnte den Gebühren der Download-Plattformen ausweichen, wenn die Nutzer die Abos im Web statt in der App abschließen würden. Diesen Weg wählten unter anderem die Streaming-Schwergewichte Netflix und Spotify. Die Spielefirma Epic versuchte dagegen, die Abo-Abgabe mit einem Trick zu umgehen. Apple warf ihre Spiele-App „Fortnite“ aus dem App Store – und ein Gericht erklärte das nach einer Epic-Klage für rechtens.

Elon Musk: „Schlacht um Zukunft der Zivilisation“

Musk versuchte auch, sein Handeln mit einem politischen Motiv zu erklären. „Das ist eine Schlacht um die Zukunft der Zivilisation. Wenn Redefreiheit sogar in Amerika verloren geht, ist Tyrannei alles, was vor uns liegt“, schrieb er in einem weiteren Tweet. Zustimmende Reaktionen darauf kamen hauptsächlich von rechten Nutzern. (ph/dpa)

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