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Ukraine-Krieg: Russland startet Raketenangriffe auf Wohngebäude

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Von: Lucas Maier

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Im Ukraine-Krieg spitzt sich die Lage rund um das AKW Saporischschja weiter zu: der News-Ticker am Montag, 29. August.

Dieser News-Ticker ist beendet: Alle aktuellen Entwicklungen zum Ukraine-Krieg lesen Sie im neuen Ticker.

+++ 09.00 Uhr: Im Norden der Ukraine ist es offenbar zu einem Raketenangriff gekommen. In der Region Riwne nahe der Grenze zu Belarus wurden mindestens 30 Wohngebäude beschädigt, wie das Nachrichtenportal Kyiv Independent unter Berufung auf Witali Kowal, den Gouverneur der Region, berichtet.

Ukraine-Krieg: Russland greift den Norden mit Raketen an.
Russland greift den Norden der Ukraine mit Raketen an. (Symbolfoto) © Alex Chan Tsz Yuk/dpa

Auf die Stadt Sarny seien am Sonntag (28. August) vier Raketen niedergegangen. Dabei wurde den Angaben zufolge auch das Gelände des Krankenhauses getroffen und beschädigt. Über mögliche Opfer des Angriffs ist derzeit noch nichts bekannt. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

News zum Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt Russland

Update vom Montag, 29. August, 08.16 Uhr: Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, warnte Russland erneut. „Auf jeden Angriff folgt eine Antwort“, zitiert die französische Nachrichtenagentur AFP den Politiker. Zuvor war es zu dutzenden Angriffen durch russische Streitkräfte gekommen.

Entlang der rund 2000 Kilometer langen Front sei mit Panzern, Raketen und Artillerie angegriffen worden, heißt es. Im Donbass kam es den Angaben zufolge auch zu Sturmangriffen der Truppen aus Moskau. Auch das Zentrum der Stadt Charkiw im Osten der Ukraine wurde von russischen Raketen getroffen, schreibt AFP.

Erstmeldung vom Montag, 29. August: Saporischschja – Seit dem 24. Februar (2022) führt Russland einen groß angelegten Krieg gegen das Nachbarland Ukraine. Einer der Hauptschauplätze der letzten Wochen ist das Kraftwerk Saporischschja. Das größte Atom-Kraftwerk Europas wird derzeit von Truppen aus Moskau besetzt. Russland und die Ukraine gaben am Sonntag (28. August) zwar bekannt, dass bisher keine Strahlung ausgetreten sei. Die Angriffe haben seit dem jedoch nicht aufgehört.

Experten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sollen in dieser Woche das russisch besetzte Kernkraftwerk Saporischschja in der Ukraine inspizieren. „Ich bin stolz darauf, diese Mission zu leiten, die im Laufe dieser Woche im Kernkraftwerk sein wird“, twitterte IAEA-Chef Rafael Grossi am Montagmorgen. IAEA-Experten sollen Schäden und Sicherheitssysteme des im russischen Angriffskrieg mehrfach beschossenen AKW untersuchen

News zum Ukraine-Krieg: Drohen über Reaktor detoniert

Mehrere Artilleriegeschossen sind nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagabend (28. August) in der Stadt Enerhodar eingeschlagen. Dort leben die Mitarbeitenden in unmittelbarer Nähe zu dem Kernkraftwerk. Die Schuld an dem Angriff schob sowohl die Ukraine als auch Russland jeweils der Gegenseite zu. Die Truppen aus Moskau warfen der Ukraine zudem einen Angriff mit einer bewaffneten Drohne vor.

Das Kriegsgerät sei den Angaben zufolge über einem Reaktor abgeschossen worden und auf dessen Sicherheitshülle gefallen. Dabei sei die Sprengladung an Bord der Drohne detoniert, wie die DPA schreibt. Dabei handelt es sich um eine Darstellungen der russischen Truppen, die bisher nicht unabhängig überprüft werden konnte. Der Vorwurf der Truppen lautete, dass die Drohne ein Lager für Brennstäbe treffen sollte.

News zum Ukraine-Krieg: Neun Menschen bei Angriff verletzt

Durch den Abschuss der Drohne sei kein Schaden entstanden, wie es vonseiten Russlands heißt. Bei dem Angriff auf Enerhodar, seien jedoch 9 neun Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer, das teilte der Wladimir Rogow, Mitglied der russischen Besatzungsverwaltung laut DPA mit. Diese Angaben konnten bisher nicht unabhängig überprüft werden.

Von einer „nuklearen Erpressung“ sprach der ukrainische Bürgermeister von Enerhodar, Dmytro Orlow. Er war aufgrund der russischen Besatzung aus der Stadt geflohen. Orlow warf den russischen Besatzern eine weitere Provokation durch den Beschuss vor. Diese Vorwürfe konnten eben so wenig überprüft werden, wie die der Gegenseite. (lm/dpa)

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