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Schwere Verluste: Russland vor Kollaps in Donezk? Ukraine zerstört Kommandoposten in Cherson

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Von: Karolin Schäfer, Moritz Serif, Constantin Hoppe, Tim Vincent Dicke, Vincent Büssow, Lucas Maier, Jan-Frederik Wendt

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Im Ukraine-Krieg verzeichnet Russland massive Verluste. Auch Putins Zustimmungswerte sinken erstmals seit Kriegsbeginn. Der News-Ticker.

Update vom Freitag, 30. September, 07.35 Uhr: Über der südukrainische Region Mykolajiw wurden nach Angaben des ukrainischen Einsatzkommandos „Süd“ zwei russische Kampfflugzeuge des Typs SU-25 abgeschossen. Daneben meldete das Einsatzkommando laut der Kyiv Independent einen erfolgreichen Angriff auf einen russischen Kommando-Posten bei Beryslaw und die Zerstörung eines Drohnen-Kontrollzentrums in Dawydiw Brid in der Region Cherson. Dabei kamen nach ukrainischen Angaben 43 russische Soldaten ums Leben. Weiterhin wurden demnach vier Panzer, zwei Haubitzen vom Typ Msta-B und Msta-S, zwei Grad-Mehrfachraketenwerfersystem sowie zwei Selbstfahrlafetten vom Typ Giazint-S zerstört.

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Ein ukrainischer Soldat steht neben einem zerstörten russischen Panzer. © Anatolii Stepanov / AFP

Verluste für Russland: 200.000 Menschen fliehen vor Teilmobilisierung

+++ 21.09 Uhr: Die Teilmobilisierung Putins läuft nicht nach Plan. Seit der Ankündigung des russisches Präsidenten am vergangenen Mittwoch (21. September) sind mehr als 200.000 russische Staatsbürgerinnen und -bürger aus Russland geflohen. Allein nach Kasachstan seien rund 100.000 Russinnen und Russen gereist, sagte Marat Kozheyev, stellvertretender kasachischer Innenminister, am Mittwoch (28. September) der Nachrichtenagentur Kazinform.

Mindestens 53.000 Menschen haben zwischen dem 21. und 26. September die Föderation über die georgisch-russische Grenze verlassen, zeigten Daten des georgischen Innenministeriums am Dienstag (27. September). Knapp 66.000 russische Bürgerinnen und Bürger sind dagegen in die EU eingereist, meldete die Grenzschutzbehörde Frontex. Das seien 30 Prozent mehr als in der Vorwoche.

Verluste für Russland: Wende für Putin? Zustimmungswerte sinken erstmals seit Kriegsbeginn

Die Teilmobilisierung zeigte sich nun auch an Putins Zustimmungswerten, wie eine Umfrage des russischen, unabhängigen Meinungsforschungsinstituts Levada-Center andeutete. Die Zufriedenheit mit der Arbeit des Kreml-Chefs ging um sechs Prozentpunkte zurück, damit sanken die Werte erstmals seit März und dem Kriegsbeginn. 34 Prozent der Befragten lehnen die Aktivitäten des Kremls ab.

Schwere Verluste im Ukraine-Krieg: Steht Russland vor Kollaps in Donezk?

+++ 15.25 Uhr: Im ostukrainischen Gebiet Donezk sind die russischen Truppen offenbar weiter in der Defensive. Seit Mittwoch droht ihnen im Norden von Donezk eine Einschließung durch die ukrainische Armee. Russische Kriegsreporter berichteten von erfolgreichen ukrainischen Vorstößen nordöstlich und östlich der Kleinstadt Lyman. Der Kollaps scheint nun nur noch eine Frage der Zeit.

+++ 12.00 Uhr: Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben drei russische Flugabwehrsysteme vom Typ S-300 in der Nähe der Stadt Tokmak im Raum Saporischschja zerstört. Das teilte der Generalstab in seinem Lagebericht am 29. September (Stand: 06:00 Uhr) auf Facebook mit. Zudem schoss die ukrainische Flugabwehr vier Drohnen und vier luftgestützte Raketen vom Typ Ch-59 ab.

News zum Ukraine-Krieg: Die russischen Verluste in Zahlen

+++ 08.45 Uhr: Die Statistik des ukrainischen Generalstab zu Russlands Verlusten wurde aktualisiert. Das sind die Daten im kompakten Überblick:

+++ 05.15 Uhr: Neben dem Einsatzkommando „Ost“ (s. Update v. 04.00 Uhr) hat auch das Kommando „Süd“ militärische Erfolge vermeldet. Die ukrainischen Truppen zerstörten laut eigenen Angaben russische Ausrüstung und töteten Soldaten am Mittwoch (28. September). Einem Lagebericht zufolge fielen 18 russische Streitkräfte. Zudem wurden zwei Panzer, drei Drohnen sowie sechs gepanzerte Fahrzeuge zerstört. Die Angaben sind nicht auf unabhängige Weise verifizierbar.

Update vom Donnerstag, 29. September, 04.00 Uhr: Die ukrainische Armee hat offenbar vier russische Raketen in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk abgeschossen. Wie das Einsatzkommando „Ost“ laut einem Bericht des Nachrichtenportals Kyiv Independent erklärte, handelte es sich dabei um „KH-59“-Luft-Boden-Raketen gehandelt habe, welche von „SU-35“-Kampfjets abgefeuert wurden. Das Abwehrsystem habe die Geschosse zerstört, hieß es. Die Informationen sind nicht unabhängig verifizierbar.

+++ 22.15 Uhr: Insgesamt hat Russland laut Verteidigungsministerium der Ukraine den Verlust von 58.150 Soldaten zu verzeichnen. Außerdem seien 261 Flugzeuge, 224 Hubschrauber und 2312 Panzer seit Beginn des Ukraine-Krieges zerstößt worden, teilt das Ministerium mit.

+++ 19.20 Uhr: Die Ukraine wehrte nach Angaben des Generalstabs am Mittwoch russische Angriffe auf insgesamt elf Siedlungen ab. Ukrainische Streitkräfte hätten russische Versuche abgewehrt, im Osten der Oblast Donezk in mehrere Dörfer vorzudringen, hieß es.

Zugleich wurde die Befreiung der Siedlung Novoselivka in der Region Donezk gemeldet. Das ukrainische Militär habe das Dorf gemeinsam mit der Luftwaffe befreit, berichtete das Nachrichtenportal Kyiv Independent. Infolgedessen konnte ein russisches, gepanzertes Fahrzeug sichergestellt werden.

Schwere Verluste für Russland: Militär meldet neue Zahlen

+++ 11.25 Uhr: Aufnahmen einer ukrainischen Drohneneinheit zeigen offenbar Angriffe auf russische Ausrüstung im Osten. Der Twitteraccount Ukraine Weapons Tracker berichtet, dass eine Trägerrakete, mehrere Transportlastwagen, ein Panzer und vier Raketenwerfer dabei zerstört wurden.

+++ 08.30 Uhr: Laut Angaben des Generalstabs des ukrainischen Militärs sind mittlerweile mehr als 58.000 russische Soldaten im Ukraine-Krieg gefallen.

Update vom Mittwoch, 28. September, 05.45 Uhr: Das ukrainische Einsatzkommando „Süd“ hat vermeldet, dass am Dienstag Soldaten getötet und Ausrüstung der russischen Armee zerstört worden sei. Wie das Nachrichtenportal Kyiv Independent berichtet, sollen 58 Streitkräfte gefallen sein. Zudem wurden demnach ein Panzer, sieben Militärfahrzeuge, eine „Orlan-10“-Drohne und ein „SU-35“-Kampfjet zerstört. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

News im Ukraine-Krieg: Verluste für Russland – Ukrainisches Militär mit weiteren Offensivaktionen

+++ 19.00 Uhr: Insgesamt 454 Siedlungen in der Region Charkiw sollen vom ukrainischen Militär befreit worden sein. Dort wurde inzwischen mit dem Wiederaufbau begonnen. Die Arbeit der Polizei sowie Banken, Geschäfte und Schulen sollen wieder aufgenommen werden.

„Dank der Offensivaktionen des ukrainischen Militärs in der Region wurden 454 Siedlungen befreit. Bis heute haben 14 Polizeidienststellen ihre Arbeit in den befreiten Gebieten wieder aufgenommen, 90 Bildungseinrichtungen wurden eingerichtet“, wurde Kyrylo Timoschenko, stellvertretender Leiter des Präsidialamtes, vom Nachrichtenportal prava.com zitiert.

Auch Mobilfunk sei vielerorts wieder möglich, zudem wurde für die Strom- und Gasversorgung wiederhergestellt. Die Reparatur von Dächern und Fassen sei ebenfalls im Gange, informierte Timoschenko. Den Einwohnerinnen und Einwohnern würden Produkte des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Hygieneartikel und Babyprodukte zur Verfügung gestellt.

News zum Ukraine-Krieg: Ukrainisches Militär zerstört Ausrüstung

+++ 12.55 Uhr: Die ukrainische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben drei iranische Shahed-136-Drohnen zerstört, die von Russland genutzt werden. Die Drohnen haben demnach am Morgen das Oblast Mykolajiw angegriffen. Das ukrainische Militär behauptete zudem, es gewinne mehr Erfahrung bei der Zerstörung von Kamikaze-Drohnen.

News zum Ukraine-Krieg: Russland verliert 57.750 Soldaten

+++ 10.40 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat die aktuellen Zahlen über die russischen Verluste bekannt gegeben. Demnach sind seit dem Einmarsch am 24. Februar insgesamt 57.750 russische Soldaten in der Ukraine gefallen. Zudem soll Russland 2306 Panzer und 261 Flugzeuge verloren haben.

News zum Ukraine-Krieg: Russland verliert in einem Hinterhalt drei Panzer

Update vom Dienstag, 27. September, 09.00 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben nach eigenen Angaben drei russische „Tiger“-Panzer angegriffen und ein weiteres Fahrzeug in einem Wald in der Region Donezk niedergebrannt. „Soldaten der Spezialeinheiten der Streitkräfte der Ukraine überfielen den Feind in einem Waldmassiv in der Region Donezk“, heißt es in der Bildunterschrift eines Facebook-Videos. „Während der Operation hat die Kampfgruppe ein russisches Kampffahrzeug verbrannt und die Besatzungen von drei Tigern vollständig zerstört.“

+++ 22.48 Uhr: Laut Angaben der Ukraine hat Russland schwere Verluste erlitten. 260 Flugzeuge und 224 Hubschrauber seien seit Beginn des Krieges zerstört worden. Präsident Selenskyj sagte, dass Putin die Niederlage des Kremls mit der Teilmobilisierung nur hinauszögern könne.

Schwere Verluste: Russland verliert 57.200 Soldaten

+++ 20.12 Uhr: Außerdem habe Russland 57.200 Soldaten im Verlaufe des Krieges verloren. 4857 gepanzerte Kampffahrzeuge und 1369 Artilleriesysteme seien zerstört worden.

+++ 17.35 Uhr: Die Ukraine hat laut Verteidigungsministerium bislang 2290 Panzer im Verlaufe des Krieges mit Russland zerstört.

+++ 15.00 Uhr: Ukrainische Truppen haben offenbar im Gebiet Donezk eine Angriffsformation russischer Fahrzeuge zerstört. Zwei Schützenpanzer MT-LB, ein Schützenpanzer BMP-1, ein Panzer und ein Kettenfahrzeug IMR-2 fielen Panzerabwehrminen zum Opfer. Im Internet wurde dazu ein Video verbreitet. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

News zum Ukraine-Krieg: Russische Soldaten unvorbereitet - hohe Verluste wahrscheinlich

+++ 09.45 Uhr: Viele durch die jüngste Teilmobilmachung rekrutierte russische Kämpfer ziehen nach Einschätzung britischer Geheimdienste ohne fundierte Ausbildung oder Erfahrung in den Krieg in der Ukraine. Moskau stehe nun vor der enormen Herausforderung, die Truppen zu schulen, hieß es am Montag in einem Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums.

In der russischen Armee sei es im Gegensatz zu vielen westlichen Armeen üblich, eine Erstausbildung innerhalb operativer Einheiten zu durchlaufen statt in speziellen Ausbildungseinrichtungen. Normalerweise werde innerhalb jeder Brigade eine gewisse Zahl an Ausbildern bereitgestellt, die neue Rekruten trainieren würden. Viele dieser sogenannten dritten Bataillone seien jedoch aktuell in die Ukraine entsandt. Der Mangel an Ausbildern und der überstürzte Ablauf der Teilmobilmachung deute darauf hin, dass viele Soldaten ohne ausreichende Vorbereitung an die Front geschickt würden. Dies mache hohe Verluste wahrscheinlich.

Erstmeldung vom Montag, 26. September: Ukrainische Streitkräfte wollen fünf Munitionsdepots im Süden der Ukraine zerstört haben. Das berichtet The Kyiv Independent. Demnach teilt das ukrainische Einsatzkommando „Süd“ mit, dass ukrainische Streitkräfte am 25. September 43 russische Soldaten getötet und drei Panzer, ein selbstfahrendes Artilleriesystem und neun gepanzerte Fahrzeuge zerstört haben.

(red mit AFP/dpa)

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