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Selbsthilfe-Autorin will Demokraten-Kandidatur: Biden könnte Konkurrenz bekommen

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Von: Stefan Krieger

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Sollte US-Präsident Joe Biden ein weiteres Mal ins Rennen für das Weiße Haus gehen, könnte er mit Marianne Williamson parteiinterne Konkurrenz bekommen.

Washington, D.C. – Das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur in den USA ist eröffnet. Für die Republikaner bewerben sich bisher Ex-Präsident Donald Trump und die ehemalige US-Botschafterin der Vereinten Nationen, Nikki Haley. Die Präsidentschaftswahlen finden 2024 statt. US-Präsident Joe Biden hat bisher noch nicht offiziell angekündigt, erneut antreten zu wollen. Allerdings hat der 80-jährige Demokrat in der Vergangenheit bereits seine generelle Absicht erklärt.

Marianne Williamson deutete ihre Bewerbung für die Präsidentschaftskandidatur an.
Marianne Williamson deutete ihre Bewerbung für die Präsidentschaftskandidatur an. © DREW ANGERER/afp

Jetzt könnte Joe Biden eine parteiinterne Konkurrentin bekommen, sollte er sich dazu entschließen, noch einmal für das Weiße Haus ins Rennen zu gehen. Die 70-jährige Autorin Marianne Williamson deutete ihre Bewerbung für die Präsidentschaftskandidatur an. Auf die Frage, ob sie antrete, sagte sie dem Nachritenportal Medill on the Hill: „Wir telefonieren gerade miteinander, aber wenn wir auf FaceTime wären, würden Sie mich zwinkern sehen.“

Präsidentschaftskandidatur in den USA: Williamson nimmt zweitem Anlauf

Williamson erläuterte in dem am Donnerstag (23. Februar) veröffentlichten Artikel die Gründe für ihre Bewerbung. In den USA würden Oligarchen, Unternehmen für fossile Brennstoffe oder Waffenhersteller der Demokratie „den Saft aussaugen“, wurde sie von Medill on the Hill zitiert. „Ich würde nicht für das Amt des Präsidenten kandidieren, wenn ich nicht glauben würde, dass ich dazu beitragen kann, die kollektive Sensibilität zu nutzen, die ich für unsere größte Hoffnung in dieser Zeit halte“, so Williamson im Interview.

Williamson wollte bereits 2020 für die Demokraten ins Weiße Haus. Sie stieg aber wegen schlechter Umfragewerte noch vor den Vorwahlen der Partei aus dem Rennen aus. Bereits in den vergangenen Wochen gab es Spekulationen, dass Williamson sich noch einmal für die Demokraten um die Kandidatur bewerben wolle. Die Bestseller-Autorin von Selbsthilfebüchern heizte die Gerüchte selbst an. In der Vergangenheit hat sie sich aber auch als Parteilose um ein anderes politisches Amt beworben. Für Anfang März kündigte sie nun eine „wichtige Ankündigung“ an. Sollte Williamson offiziell in das Rennen der Demokraten einsteigen, wären ihre Chancen nach Ansicht politischer Beobachter allerdings nahezu aussichtslos.

US-Wahlen 2024: Schlechte Werte für Joe Biden

Die Nachricht von einer möglichen Kandidatur Willamsons kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Umfragen darauf hindeuten, dass die Demokraten einer Wiederwahl Bidens skeptisch gegenüberstehen. In einer Befragung des Associated Press-NORC Center for Public Affairs Research sprachen sich unlängst nur 37 Prozent der befragten Mitglieder seiner Partei für eine zweite Amtszeit Bidens aus. Trotzdem wird erwartet, dass der amtierende US-Präsident bald seinen Hut in den Ring wirft. Experten gehen davon aus, dass Biden in den kommenden Wochen eine entsprechende Erklärung abgeben wird.

Sollte dies der Fall sein, dürfte er trotz der schlechten Umfragewerte innerhalb seiner Partei keine nennenswerte Konkurrenz bekommen. Aktuell belastet Biden eine Affäre um Geheimdokumente aus seiner Zeit als Vize-Präsident, die zuletzt in seinen Privaträumen gefunden wurden. Das Justizministerium hat einen Sonderermittler darauf angesetzt. (skr/dpa)

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