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Kreml wirft Ukraine Bombardierung von russischer Stadt vor – Die gibt Russland selbst die Schuld

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Von: Bettina Menzel, Stephanie Munk

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Moskau bestätigte am Donnerstag den Tod von fünf neu rekrutierten Soldaten. Der Kreml wirft der Ukraine einen Angriff auf eine russische Stadt vor. News-Ticker.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Alle wichtigen Nachrichten und Entwicklungen zu den militärischen Kämpfen im Russland-Ukraine-Krieg lesen Sie fortan in diesem News-Ticker. +++

Update vom 13. Oktober, 16.16 Uhr: Bei den erbitterten Kämpfen in der Ukraine haben beide Seiten am Donnerstag militärische Erfolge für sich verbucht. Während im Osten der Ukraine prorussische Separatisten die Eroberung zweier Dörfer nahe der Industriestadt Bachmut in der Donezk-Region vermeldeten, erbat die von Russland eingesetzte Verwaltung in der Region Cherson Hilfe von Moskau bei der Evakuierung von Zivilisten - ein Zeichen für das erfolgreiche Vorrücken der ukrainischen Gegenoffensive im Süden des Landes. „Wir haben vorgeschlagen, dass alle Einwohner der Region Cherson, die sich vor (ukrainischen) Angriffen in Sicherheit bringen wollen, sich in andere (russische) Regionen begeben können“, erklärte Verwaltungschef Wladimir Saldo am Donnerstag im Onlinedienst Telegram.

Russland wirft Ukraine Angriff auf Wohnhaus vor, Kiew dementiert

Update vom 13. Oktober, 14.19 Uhr: Die Ukraine hat russischen Angaben zufolge ein Wohnhaus im Süden Russlands nahe der ukrainischen Grenze beschossen. „Die ukrainischen Streitkräfte haben Belgorod bombardiert“, erklärte der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, am Donnerstag im Onlinedienst Telegram. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig verifizieren. Die Ukraine wies den Vorwurf umgehend zurück. Präsidentenberater Mychailo Podoljak erklärte, vielmehr habe die russische Armee versucht, die in Grenznähe gelegene, ukrainische Stadt Charkiw zu bombardieren, „aber etwas lief schief“.

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Schäden an einem Wohnhaus in der russischen Stadt Belgorod am Donnerstag (13. Oktober 2022). Russischen Angaben zufolge soll die Ukraine für den Angriff verantwortlich sein, Kiew weist das zurück. © IMAGO/Taisia Liskovets/ SNA

Gouverneur Gladkow gab hingegen auf Telegram bekannt: „Die Luftverteidigung ist aktiviert. Es gibt Zerstörungen an einem Wohngebäude.“ Informationen über mögliche Opfer würden noch ausgewertet. Demnach landete ein Geschoss auch auf dem Gelände einer Schule im Dorf Krasnoje in der Nähe von Belgorod – die Schüler hätten von zu Hause aus online am Unterricht teilgenommen. Er veröffentlichte unter anderem ein Foto eines Kraters mit Granattrümmern. Es wurden dort zunächst keine Verletzten oder Tote vermeldet.

Während die Region Belgorod besonders seit Frühjahr regelmäßig von der Ukraine ins Visier genommen worden ist, wurde die gleichnamige Regionalhauptstadt seit Beginn des Konflikts selten zum Ziel. Anfang dieser Woche erklärte Gladkow, dass 2000 Menschen wegen ukrainischen Beschusses auf ein Elektrizitätswerk zeitweise keinen Strom hatten.

Region um ukrainische Hauptstadt Kiew wurde am Donnerstag erneut mit Drohnen angegriffen

Update vom 13. Oktober, 11.43 Uhr: Wenige Tage nach den verheerenden russischen Angriffen zum Wochenbeginn ist die Region um die ukrainische Hauptstadt Kiew offiziellen Angaben zufolge erneut mit Drohnen angegriffen worden. Explosionen habe es am frühen Donnerstagmorgen im Ort Makariw westlich von Kiew gegeben, sagte der regionale Polizeichef Andrij Nebitow. Polizisten und Rettungskräfte seien vor Ort. Über mögliche Opfer war zunächst nichts bekannt. Die Ukraine meldet seit einiger Zeit verstärkt Angriffe mit Drohnen iranischer Bauart.

Zuvor hatten die Experten des Institute for the Study of the War (ISW) berichtet, dass Russland iranische Instrukteure in die besetzten Gebiete der Ukraine gebracht habe. Diese sollten den russischen Truppen den Umgang mit den Drohnen beibringen.

Russland muss den Tod mehrerer gerade erst bei Teilmobilmachung einberufener Soldaten einräumen

Update vom 13. Oktober, 10.56 Uhr: Erstmals seit dem Beginn der von Kremlchef Wladimir Putin vor drei Wochen angeordneten Teilmobilmachung haben russische Behörden den Tod mehrerer gerade erst einberufener Soldaten in der Ukraine eingeräumt. „Leider hat das Wehramt die Information über den Tod von fünf Einberufenen aus dem Südural bestätigt“, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass am Donnerstag unter Berufung auf die Behörde in der Region Tscheljabinsk. Den hinterbliebenen Familien solle nun zusätzlich zu regulärer staatlicher Unterstützung jeweils eine Million Rubel (16.200 Euro) gezahlt werden, hieß es weiter.

Pro-russische Separatisten erobern eigenen Angaben zufolge zwei Dörfer nahe Bachmut

Update vom 13. Oktober, 10.42 Uhr: Pro-russische Separatisten haben nach eigenen Angaben zwei Dörfer nahe der Industriestadt Bachmut in der Donezk-Region erobert. Eine Gruppe von Soldaten der sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk hätten „mit Feuerunterstützung der russischen Streitkräfte“ die Dörfer Opytine und Iwangrad „befreit“, erklärten die prorussischen Behörden am Donnerstag im Onlinedienst Telegram.

Die Dörfer befinden sich südlich von Bachmut, einer Stadt mit Salzbergbau und Weinproduktion, mit einstmals etwa 70.000 Einwohnern. Bachmut wird seit Wochen von Russland belagert. Die Meldung über die Geländegewinne kommt, nachdem ukrainische Soldaten in den vergangenen Wochen weite Teile der Gebiete im Süden und Osten der Ukraine zurückerobert hatten, die monatelang unter Kontrolle der russischen Streitkräfte standen.

Das ukrainische Militär erklärte in einem Lagebericht am Donnerstagmorgen, dass es russische Attacken nahe Osarjaniwka, Iwangrad, Marjinka und anderer Dörfer abgewehrt habe.

Ukrainischer Generalstab beziffert russische Verluste seit Kriegsbeginn auf 63.800 Soldaten

Update vom 13. Oktober, 9.07 Uhr: Der ukrainische Generalstab berichtete am Mittwoch, dass seit Kriegsbeginn am 24. Februar 63.800 russischer Soldaten getötet worden. Außerdem habe Russland 2.511 Panzer, 5.167 gepanzerte Kampffahrzeuge, 3.935 Fahrzeuge und Treibstofftanks, 1.556 Artilleriesysteme, 357 Mehrfachraketen, 183 Luftabwehrsysteme, 268 Flugzeuge, 240 Hubschrauber, 1.182 Drohnen und 16 Boote verloren. Die Angaben konnten nicht unabhängig verifiziert werden. Der britische Geheimdienst geht von 80.000 getöteten russischen Soldaten aus, das russische Investigativportal istories.media kommt mit Berufung auf Militärkreise auf 90.000 „unwiederbringliche Verluste“.

Britischer Geheimdienstbericht: Russland erwartet offenbar Kämpfe im Stadtgebiet in Cherson

Die russischen Besatzungsbehörden in der südukrainischen Stadt Cherson erwarten nach Einschätzung britischer Militärexperten wohl eine Ausdehnung der Kämpfe auf das Stadtgebiet. Das geht aus dem täglichen Geheimdienst-Update des britischen Verteidigungsministeriums zum Ukraine-Krieg am Donnerstag hervor. „In den vergangenen Tagen haben die russischen Besatzungsbehörden wahrscheinlich Vorbereitungen zur Evakuierung einiger Zivilisten aus Cherson angeordnet“, hieß es in der Mitteilung auf Twitter. Es sei daher wahrscheinlich, dass sie mit bevorstehenden Kämpfen innerhalb der Stadt rechneten.

Nach ihrem Rückzug um etwa 20 Kilometer im Norden des Sektors Cherson Anfang Oktober seien die Russen nun wohl bemüht, einen neuen Frontverlauf westlich der Ortschaft Mylowe zu festigen. Diese Linie sei weiterhin schwer umkämpft, vor allem an ihrem westlichen Ende, wo der ukrainische Vorstoß dazu geführt habe, dass die Russen nicht mehr von dem Schutz des Flusses Inhulez profitierten. Die meisten der russischen Einheiten seien zudem unterbesetzt, so die britischen Experten weiter.

Verluste auf russischer Seite könnten zwischen 80.000 bis 90.000 Mann liegen

Update vom 13. Oktober, 8.32 Uhr: Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine legt die Militärführung in Moskau viel Wert darauf, die tatsächliche Zahl an russischen Verlusten zu verschleiern. Offizielle Angaben zu den Verlusten werden selten veröffentlicht und sind oft gerade zu absurd niedrig. So berichtete Russlands Verteidigungsminister Sergei Schoigu Ende September davon, dass gerade einmal 5.937 russische Soldaten bei der sogenannten Spezialoperation gefallen seien. Die ukrainischen Verluste seien laut Schoigu zehnmal so hoch.

Das russische Investigativportal istories.media will nun aus Militärkreisen die wahre Zahl der russischen Verluste erfahren haben. Als Quellen beruft sich das Portal auf einen ehemaligen Offizier der russischen Sonderdienste und einen aktiven Offizier des russischen Geheimdienstes FSB. Diese gaben an, dass sich die Zahl der „unwiederbringlichen Verlust“ Russlands auf über 90.000 belaufen würde. Die Zahl beinhaltet neben getöteten Soldaten, auch Vermisste und Verwundete, die nicht zum Militärdienst zurückkehren können.

Diese Zahl liegt deutlich näher an den westlichen Einschätzungen, als die von Schoigu gemeldeten Verluste. So schätzt das britische Verteidigungsministerium die Zahl der russischen Verluste auf etwa 80.000. Unabhängig bestätigen lassen sich die Zahlen jedoch zum aktuellen Zeitpunkt nicht.

Russland setzt Bombenhagel fort: Kiew erneut unter Beschuss

Update vom 13. Oktober, 7.10 Uhr: Auch am Donnerstag scheinen die russischen Angriffe auf ukrainische Städte nicht abzureißen. Um kurz nach 6 Uhr Ortszeit kam es offenbar zu einem weiteren Angriff auf die Hauptstadt Kiew. Wie das ukrainische Portal Kyiv Independent vermeldet, wurde der Angriff mit Kamikaze Drohnen durchgeführt. Das bestätigte auch der Gouverneur des Oblast Kiew gegenüber dem Portal. Kuleba hat die Bevölkerung dazu aufgefordert, vorerst in Schutzbunkern zu bleiben.

Kyrylo Tymoshenko, der Leiter des Präsidentenbüros, hat auf seinem Telegram-Kanal von einem Angriff auf die kritische Infrastruktur der Stadt gesprochen. Rettungskräfte seien bereits im Einsatz. Die Kamikaze Drohnen waren Russland Berichten zufolge durch den Iran zur Verfügung gestellt.

Auch aus der Stadt Mykolajiw im Süden des Landes kommen am Donnerstagmorgen neue Berichten von Raketenangriffen. Dort soll unter anderem ein fünfstöckiges Wohnhaus von einer Rakete getroffen worden sein. Das berichtete der Bürgermeister der Stadt, Oleksandr Sienkevych, über Telegram. Die Berichte lassen sich aktuell nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-News: Nato sieht keine Hinweise für aktive Kriegsbeteiligung von Belarus

Update vom 12. Oktober, 22.20 Uhr: Die Nato sieht keine Hinweise darauf, dass sich Belarus aktiv am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beteiligen will. Trotz der Stationierung von Truppen an der Grenze zur Ukraine, sei man noch immer der Ansicht, dass das Land nicht offiziell in den Krieg eingreifen wolle, sagte ein Vertreter des Militärbündnisses am Mittwoch am Rande eines Verteidigungsministertreffens in Brüssel. Als einen möglichen Grund nannte er die dann drohenden Sanktionsmaßnahmen des Westens.

Mit Blick auf den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko sagte er: „Ich glaube nicht, dass wir daran zweifeln sollten, dass Lukaschenko versteht, dass die volle Wucht der Sanktionen, die gegen Russland verhängt wurden, auch gegen Belarus angewandt werde, wenn die belarussischen Streitkräfte dieselbe Art von Operationen gegen die Ukraine durchführen würden.“ Auch der russische Politologe Abbas Gallyamow glaubt, dass der belarussische Machthaber einen Kriegseintritt verhindern wolle. „Lukaschenko wird nicht zulassen, dass Putin Belarus in einen bereits verlorenen Krieg gegen die Ukraine hineinzieht“, schrieb Gallyamow am Dienstag auf Telegram.

Russische Luftangriffe auf zivile Infrastruktur in Ukraine gehen am Mittwoch offenbar weiter

Der ukrainische Generalstab hat am Mittwoch weitere russische Raketen- und Luftangriffe auf Wohnhäuser und Objekte der zivilen Infrastruktur registriert. Im abendlichen Lagebericht aus Kiew war die Rede von drei Raketenangriffen und vier Fällen von Beschuss durch Flugzeuge. Zehn Mal seien Mehrfachraketenwerfer eingesetzt worden. Von den zehn getroffenen Zielen lagen die meisten in den frontnahen Gebieten Saporischschja und Mykolajiw im Süden.

Außerdem setze die russische Armee weiter Kampfdrohnen iranischer Bauart ein, von denen zehn abgeschossen worden seien. Die Angaben waren nicht unabhängig überprüfbar. Aus dem zentralukrainischen Gebiet Winnyzja meldete die Zivilverwaltung, dass zwei solcher Drohnen abgefangen worden seien. Die russischen Angriffe aus der Luft waren damit weniger intensiv als am Montag, als mehr als 80 Raketen und Marschflugkörper abgefeuert wurden

Ukrainische Luftwaffe meldet Abschuss von mindestens vier russischen Helikoptern in der Südukraine

Update vom 12. Oktober, 16.59 Uhr: Die ukrainische Luftwaffe meldete am Mittwoch den Abschuss von mindestens vier russischen Helikoptern in der Südukraine. Innerhalb von nur 18 Minuten, zwischen 8.40 und 8.58 Uhr, sollen die ukrainischen Streitkräfte demnach vier Helikopter, vermutlich des Ka-52 Modells, zum Absturz gebracht haben.

Russland versuche derzeit, die eroberten Gebiete zu halten und konzentriere seine Bemühungen darauf, die Gegenoffensive der ukrainischen Kräfte und die Angriffsversuche in Richtung Bachmut und Awdiw zu stoppen, hieß es vom Generalstab der Ukraine am Mittwochmorgen. Zudem meldete der Generalstab weitere russische Luftangriffe auf ukrainische Siedlungen, unter anderem in Lwiw, Popiwka und Nikopol. Offenbar sei außerdem die erste Charge von zwanzig T-72-Panzern aus Belarus in die russische Region Belgorod gesandt worden.

Bei einem Angriff am Morgen auf den zentralen Markt in der Stadt Awdijiwka im Oblast Donezk im Osten der Ukraine habe es sieben Todesopfer und mindestens acht Verletzte gegeben, so der Gouverneur der Region Pavlo Kyrylenko am Mittwoch. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig verifizieren.

Externe Stromversorgung am Atomkraftwerk Saporischschja offenbar wieder hergestellt

Update vom 12. Oktober, 15.45 Uhr: Die externe Stromversorgung am Atomkraftwerk in Saporischschja konnte offenbar wieder hergestellt werden. Das verkündete der Vorsitzende der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, auf Twitter. Am größten Atomkraftwerk Europas war es am Mittwochmorgen zu einem Stromausfall gekommen. Grossi hatte daraufhin von einer sehr „besorgniserregende Entwicklung“ gesprochen.

Der Stromausfall sei Grossi zufolge durch den Beschuss eines weiter entfernten Umspannwerks aufgetreten. Solche Vorfälle würden erneut zeigen, wie riskant die aktuelle Situation sei. Der IAEA-Chef forderte in seinem Tweet deswegen erneut die Errichtung einer Sicherheitszone um das AKW – „so schell wie möglich“.

Ukraine-News: Russland überzieht Ukraine mit Bombenhagel

Erstmeldung vom 12. Oktober: Moskau/Kiew - Russlands Präsident Wladimir Putin hat in den vergangenen Tagen die Ukraine förmlich mit einem Bombenhagel überzogen - seit Montag schlugen hunderte Raketen in vielen Landesteilen ein, auch in der Hauptstadt Kiew. Es ist offenbar die brutale Vergeltung für die Explosion auf der Krim-Brücke. Sie ist ein Prestigeobjekt des Präsidenten, das er 2018 eigenhändig mit einer Lkw-Fahrt auf die annektierte Halbinsel Krim eröffnete.

In der Ukraine gab es auch am Donnerstag (12. September) wieder Luftalarm und Raketeneinschläge. Bemerkenswert aber ist: Der britische Geheimdienst schreibt Russland kein besonders hohes Potenzial bei den Luftangriffen zu - und bezeichnet dies sogar „als eine der bedeutendsten Lücken im russischen Krieg gegen die Ukraine.“

Russland fehlt laut Geheimdienst-Bericht zuverlässige und genaue Waffe für Luftangriffe

Konkret fehle der russischen Armee eine Waffe für Luftangriffe, mit denen sie die zuverlässig, nachhaltig und genau zielen könne, heißt es im in einem aktuellen Bericht des britischen Verteidigungsministeriums. Russische Kampfflugzeuge hätten wegen der guten ukrainischen Luftabwehr nur begrenzte Wirkung. Wohl auch daher setzte Russland bei den jüngsten schweren Attacken auf iranische Kampfdrohnen. - und zwar auf Drohnen des Typs Shahed-136. Diese seien allerdings langsam und flögen sehr niedrig, wodurch sie für die ukrainische Luftabwehr leicht zu treffen seien.

Ein älterer Mann geht an einer zerstörten Autowerkstatt vorbei. Die Behörden in Saporischschja im Süden der Ukraine meldeten Angriffe mit russischen Raketen.
Ein älterer Mann geht an einer zerstörten Autowerkstatt vorbei. Die Behörden in Saporischschja im Süden der Ukraine meldeten Angriffe mit russischen Raketen. © Leo Correa/dpa

„Trotz einer gemeldeten Reichweite von 2500 Kilometern hat die Shahed-136 nur eine geringe explosive Nutzlast“, schreiben die Briten. Daher sei es unwahrscheinlich, dass die Drohne den gewünschten Effekt erziele. Nur mit dem Einsatz mehrerer solcher unbemannter Flugkörper gleichzeitig bestehe eine „realistische Möglichkeit“, dass Russland erfolgreich Ziele treffen, so die Erkenntnisse des Geheimdienstes

Geht Russland bald die Munition aus? Ukraine profitiert von neuem Luftabwehr-System

Einer Analyse des „Institute for the Study of War“ zufolge könnten Putin außerdem auch schon sehr bald die Raketen ausgehen. Positiv für die Ukraine in all dem Leid außerdem: Am Dienstag kam das lang ersehnte deutsche Luftabwehrsystem Iris-T-SLM im Land an, das angeblich ganze Großstädte vor Bomben schützen kann.

Die Lieferung weiterer Abwehrwaffen bezeichnete Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch (12. Oktober) im Ukraine-Krieg als Priorität. „Die Verbündeten haben bereits Luftverteidigungssysteme geliefert, aber wir brauchen noch mehr davon“, betonte er bei einem Nato-Verteidigungsministertreffen in Brüssel. (smu/dpa/AFP)

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