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Hartz und herzlich: Fiese Attacke gegen Hartz4-Empfänger – „Kaufen sich Alkohol und Drogen“

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Von: Klaudia Kendi-Prill

Hartz und herzlich - Nach Monaten der Arbeitslosigkeit haben zwei Benz Baracken-Bewohner endlich wieder einen Job. Noch einmal wollen sie das nicht erleben. 

Endlich raus aus Hartz4 - das wünschen sich viele Benz Baracken-Bewohner. Nachdem sich dieser Traum für den achtfachen Vater Elvis erfüllt hat, gibt es auch im Grünen Block gute Nachrichten. Dort leben Petra und ihr Lebensgefährte Sascha, die Anfang 2020 ihre Arbeit bei einem Sicherheitsdienst verloren haben. Doch jetzt haben beide eine neue Stelle gefunden – und das auch noch beim gleichen Arbeitgeber: „Wir sind bei der Deutschen Post angestellt“, erzählt die zweifache Mutter Petra in einer Folge der Sozialdoku „Hartz und herzlich - Tag für Tag Benz Baracken“.

Dort wird das Paar künftig für das Sortieren der Briefe zuständig sein. Während Petra von 8 bis 16 Uhr arbeiten geht, bleibt Sascha zu Hause und kümmert sich um die Kinder. Wenn die 32-Jährige nach Hause kommt, bricht ihr Verlobter zur Nachtschicht auf.

SendungHartz und herzlich - Tag für Tag Benz Baracken
SenderRTLZWEI
Drehort\tMannheim

Hartz und herzlich: Sascha rechnet mit Hartz4-Empfängern und Drogenabhängigen ab

Die Arbeitslosigkeit zu Beginn der Corona-Krise hat der Patchworkfamilie ein großes Loch in die Haushaltskasse gerissen. „Wieder acht Stunden am Tag schaffen gehen – endlich! Endlich weg von Hartz IV“, so Sascha erleichtert. „Da kann man sich wieder ein bisschen was kaufen.“ Wer mit Hartz IV glücklich ist, soll mit seinem „faulen Ar***zu Hause bleiben“, für ihn sei das nichts. Petra wirft ein, dass es sicherlich Menschen gibt, die damit glücklich sind. „Da kaufen sie sich Drogen und Alkohol. Was bringt dir das? Nix“, entgegnet der 42-Jährige.

Er verstehe nicht, warum Drogenabhängige im Fernsehen immer behaupteten, von den Rauschmitteln wegzuwollen, dann aber weiter welche nähmen. „Dann sind sie doch selbst schuld“. Er würde jedem Abhängigen EINE Chance geben von den Drogen wegzukommen. „Wenn du den Entzug abbrichst, gibt es nichts. Es wird nichts mehr finanziert, zahlst alles selber“.

Hartz und herzlich: Nach dem ersten Arbeitstag – Petra stellt Forderungen an ihren Chef

Dass sich das Paar durch die unterschiedlichen Arbeitszeiten nur noch am Wochenende sieht, nimmt es in Kauf. Nach ihrem ersten Tag bei der Post sind Sascha und Petra zufrieden. Ihre Arbeit besteht darin, Pakete und Kataloge einzuscannen und nach der Postleitzahl zu sortieren. „Es wird stressig auf jeden Fall“, so die 32-Jährige. „Viel Arbeit“, meint auch Sascha.

Hartz und herzlich: Kaum arbeiten Petra und Sascha wieder, stellen sie schon Forderungen an ihren neuen Chef.
Hartz und herzlich: Kaum arbeiten Petra und Sascha wieder, stellen sie schon Forderungen an ihren neuen Chef. © RTLZWEI

Optimal findet Petra auch nicht, dass ihre Arbeitsstelle 1,5 Stunden entfernt ist. Sie hätte bereits mit ihrem Chef telefoniert und ihm gesagt, dass sie zu einer Poststelle in Mannheim wechseln will, sobald dort etwas frei wird. „Weil den Weg mach ich mir nicht jeden Tag“, so Petra. Sollte etwas mit den Kindern sein, bräuchte die zweifache Mutter mindestens eine bis anderthalb Stunden bis nach Hause.

Hartz und herzlich: Jugendamt erteilt Petra eine Absage

Eigentlich wollte Petra eine Tagesmutter für ihre beiden Töchter organisieren und mit ihrem Chef auch über alternative Arbeitszeiten sprechen. „Wir hoffen, dass sich andere Arbeitszeiten machen lassen. Ich kann Francesca erst um halb acht in den Kindergarten bringen, Lucias Bus kommt auch erst nach 8. Deswegen brauche ich jetzt erstmal eine Tagesmama für meine zwei Mädels“, erklärt Petra. Doch dem erteilt das Jugendamt eine Absage: Die 32-Jährige bekäme schon das „volle Programm“ inklusive Kitaplatz, Hort und Familienhelferin. Jetzt wird sich erst einmal ein Nachbar und langjähriger Freund, Marcel, um die Mädchen kümmern. Vor ihrem Tod hat Petras Mutter Christa die Kinder betreut.

An den Arbeitsschuhen hat Petra ebenfalls etwas auszusetzen: „Voll unbequem“, so ihr Urteil. „Ich mag diese Schuhe gar nicht. Ich will die Schuhe nicht anziehen“, fügt sie hinzu.

Am nächsten Tag wird das Paar erneut vom RTLZWEI-Kamerateam besucht. Sascha und Petra sind rundum zufrieden: „Das Arbeitsklima ist richtig cool. Wir haben es uns ein bisschen schlechter vorgestellt.“ Auch mit Marcel und der Kinderbetreuung hat alles geklappt. „Kind lebt noch“, stellt Petra lachend fest. (kp)

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