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Nena: Nach „Spreader-Party“ – Organisator verspottet Bürgermeisterin und Polizei

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Von: Daniel Hagen

Nach einer „Spreader-Party“ am Katzenbachsee mit Stargast Nena ermittelt die Polizei. Der Veranstalter brüstet sich unterdessen damit, wie er die Beamten ausgespielt habe.

Hunderte Personen haben am Samstag (14. August) am Katzenbachsee bei Heilbronn eine große „Spreader-Party“ für Ungeimpfte gefeiert. Stargäste des Abends sind Querdenker Bodo Schiffmann und Sängerin Nena gewesen. Auch andere Teilnehmer der Party gehören wahrscheinlich dem Lager der Querdenker, Impfgegner, Verschwörungsideologen oder QAnon-Anhänger an. Veranstalter Friedemann Mack lässt sich sogar gleich mehreren dieser Lager zuordnen. Der gebürtige Schwabe erklärt einen Tag nach der Party, wie er die Polizei ausgetrickst habe und wehrt sich dagegen, dass Nena mit Querdenkern gefeiert hat. Unterdessen hat die Polizei Ermittlungen angekündigt.

Gegenüber dem SWR erklärt die Polizei, dass man die Situation am Katzenbachsee beobachtet habe. Da es aber keine politischen Reden gegeben und nicht wie eine Kundegebung, sondern wie eine private Feier gewirkt hätte, sei man nicht eingeschritten. Die Situation werde allerdings nachträglich geprüft. Ein Vorwurf dabei kommt von Pfaffenhofens Bürgermeisterin Carmen Kieninger. Denn die Teilnehmer seien mit Autos, Wohnwagen und Wohnmobilen quer durch den Wald zu der Wiese am See gefahren, ohne sich an geltende Verbote zu halten.

NenaGabriele Susanne Kerner (Nena)
Geboren24. März 1960 in Hagen
PartnerPhilipp Palm
KinderLarissa Kerner, Christopher Daniel Kerner, Simeon Kerner, Samuel Kerner, Sakias Kerner

Nena: Polizei ermittelt wegen „Spreader-Party“ am See

Dass die „Spreader-Party“ wohl so nicht ganz in Ordnung gewesen ist, scheint auch Organisator Friedemann Mack bekannt gewesen zu sein. Auf seinem Telegram-Kanal erklärt er ausgiebig, wie er seine Party für Ungeimpfte geplant hat. Dabei hat er auch darauf geachtet, die Polizei auszutricksen. Auch wenn er „nicht so gut im 5-D-Schach wie Donald Trump“ sei, habe er es geschafft. „Die Polizei hat es verpennt auf die Idee zu kommen, der Mach könnte ja über die Grenze gehen“, erklärt der Organisator und macht sich über die Beamten lustig, die an diesem Abend Dienst gehabt haben.

Nachdem es die Party am Montag auch in Presse geschafft hat, bedankt sich Mack bei den „hohlbekloppten Medien“, die ihm helfen würden, die bislang ungeimpften Menschen im Land vor der „Giftspritze“ zu retten – womit er den Impfstoff gegen Corona meint. Zudem habe der Organisator der „Spreader-Party“ mit Carmen Kieninger telefoniert und wolle die Leute im Rathaus weiter „beschäftigen“.

Nena: Organisator will Sängerin schützen – und verbreitet Verschwörungsmythen

Stargast Nena wird zudem in mehreren Situationen gelobt und vor Attacken geschützt. So erklärt Mack, dass die Sängerin nicht mit Querdenkern gefeiert habe. Generell wäre es auch keine politische Feier gewesen. Das lässt sich allerdings schwer glauben, da auf den Bildern und Videos der Feier mehrere Personen mit „Ungeimpft“ T-Shirts und Trump-Kappe zu sehen sind. Der ehemalige US-Präsident spielt in den Verschwörungsmythen von QAnon nämlich eine große Rolle.

Am Morgen nach der Feier nimmt Friedemann Mack zudem noch ein Video auf, in dem er die Feiernden als „Widerstand“ bezeichnet, die ein neues und besseres System erschaffen hätten. Das alte System habe ausgedient und „die Verantwortlichen“ würden verhaftet und vor ein Militärtribunal gestellt werden. Alles Aussagen, die auch Querdenker wie Bodo Schiffmann von sich geben. Friedemann Mack habe sogar selbst bis Juni Demos der Querdenker besucht und moderiert. Generell ist der gebürtige Schwabe auch dafür bekannt den Klimawandel zu leugnen und Fake-News über Corona zu verbreiten. (dh)

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