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Tatort-Zuschauer genervt, weil Ermittler ständig „das Laptop“ sagen – Sender reagiert

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Von: Armin T. Linder

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Die Tatort-Folge „Murot und das Gesetz des Karma“ sorgte am Sonntagabend für verschiedene Diskussionen - eine davon drehte sich um „das Laptop“.

Wiesbaden - 8,13 Millionen Zuschauer schalteten am Sonntagabend (25. September) die Tatort-Folge „Murot und das Gesetz des Karma“ ein. Felix Murot (Ulrich Tukur) wacht darin nach einem Flirt an einer Hotelbar morgens auf, und seine Brieftasche ist weg. Nicht der einzige mysteriöse Fall, der sich innerhalb weniger Stunden in jenem Hotel zuträgt: Der IT-Mitarbeiter einer Investment-Firma wird ermordet, nachdem sein Notebook abhandengekommen ist.

Tatort „Murot und das Gesetz des Karma“: Figuren sagen immer wieder „das Laptop“

Nicht nur der Fall selbst wurde am Sonntagabend zum Thema bei vielen Zuschauern, wie sich bei Twitter zeigte – sondern die Sprache, mit der in der ganzen Tatort-Folge der gestohlene Taschencomputer bezeichnet wird: DAS Laptop. Verschiedene Figuren sprechen in den 90 Minuten über das Gerät. Keine einzige davon sagt „der Laptop“, es heißt immer nur „das Laptop“. Ist das wirklich der gebräuchliche Artikel? Für viele vor den TV-Schirmen nein, sie stolperten immer und immer wieder darüber.

„Wer zur Hölle sagt das Laptop?“, „Niemand sagt ‚das Laptop‘, Tatort, das regt mich dezent auf“, „Tatort will Twitter brennen sehen“, „Der Tatort bereitet mir körperliche Schmerzen, weil alle dauernd ‚das‘ Laptop sagen“. „Das Laptop. Das ist das schlimmste Verbrechen im Tatort“, „Wenn noch EINER das Laptop sagt, eskaliert das hier“ und „Dieser Tatort ist so uninteressant, dass ‚das Laptop‘ der größte Aufreger ist“, zetern die Menschen bei Twitter. Und das ist nur ein kleiner Auszug der erbosten Stimmen.

Tatort „Murot und das Gesetz des Karma“: Offizieller Account meldet sich zu Wort

Schon relativ früh am Abend hat wohl auch das Social-Media-Team vom Tatort mitbekommen, dass dieses kleine Wort für großen Wirbel sorgte. „Da das hier große Diskussionen losgetreten hat ... Was sagt ihr?“, hieß es vom offiziellen Account zu einer Umfrage, in der die User abstimmen durften. Und die ein klares Ergebnis brachte: 88,9 % der rund 1.400 Stimmen (Stand Montag, 25. September, 12 Uhr) geben an: „der Laptop“. Die Dialogautoren gehörten wohl zur anderen Fraktion.

Grundsätzlich verkehrt ist das nicht. „Um euch zu beruhigen … der Duden erlaubt ‚der‘ und ‚das‘ Laptop“, schrieb das Tatort-Team. Für alle, die sich lieber über den Tatort-Fall selbst unterhalten wollten, gab es zum Glück auch noch Diskussionspunkte: Die Folge fiel teils skurril aus, wenn auch weniger abgedreht als andere Murot-Folgen, spielte dazu immer wieder mit der Optik - wenn ein Protagonist sein Umfeld verschwommen wahrnahm, musste der Zuschauer das auch.

Tatort: Murot und das Gesetz des Karma
Felix Murot (Ulrich Tukur) in einem Szenenfoto. DAS Laptop ist nicht im Bild. © Bettina Müller/HR/ARD/dpa

Tatort „Murot und das Gesetz des Karma“: Regisseur erklärt Hintergründe der Story

Übergeordnetes Thema des nunmehr elften Hessen-Tatorts um den Wiesbadener LKA-Ermittler Murot, bei dem Matthias X. Oberg Regie führte: Karma! Oberg, der gemeinsam mit Lars Hubrich auch das Drehbuch geschrieben hat, erklärt: „Uns hat die Frage interessiert, ob Murot in seinem Leben selbst schon einmal Schuld auf sich geladen hat.“ Der Regisseur weiter: „Daraus hat sich diese Geschichte entwickelt.“

Nachdem bereits im letzten Murot-Tatort die akademische Vergangenheit des Kommissars Thema war, geht es nun einmal mehr um den persönlichen Hintergrund des Kommissars, den er nicht zuletzt vor seiner aufmerksamen Assistentin verbergen will. In der allerletzten Szene der Folge gibt es noch einen Anblick, der ebenfalls für sehr viel Gesprächsstoff sorgte – aber da viele den Tatort erst verspätet anschauen, soll dieser hier nicht gespoilert werden. Er könnte in der nächsten Murot-Folge wieder aufgegriffen werden. Fraglich, ob die Macher dann noch mal „das Laptop“ sagen lassen. Heißt es „der“, „die“ oder „das“ Spezi/Nutella/Joghurt? Darüber sprach tz.de einst mit einem Experten. (lin)

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