Sally in der Fastenzeit

Der Schweinehund: 40 Tage ohne...

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Wasser und Brot... Die Fastenzeit ist schon ziemlich langweilig.

Heidelberg – Eine muss es ja machen, sonst wär die Aktion ja nur halb so spaßig. Ich werde nicht fasten! Dafür aber mit allen Mitteln versuchen, die eisernen Vorsätze der anderen zu untergraben!

Tag 22: So langsam merke ich, dass ich gar nicht groß nachhelfen muss und alle Fastenden ganz von selbst auf die Idee kommen, ihr Vorhaben zu brechen. Die meisten sind nämlich jetzt schon ziemlich stolz, dass sie so lange durchgehalten haben und belohnen sich dann hier und da mit einem kleinen „Durchhänger“.

Meinen inneren Schweinehund durchzulassen läuft hingegen ganz fabelhaft. Wobei ich dafür wahrscheinlich noch beneidenswert gesund lebe. Irgendwie reicht mir dann doch ein Stück Schokolade, anstatt die ganze Tafel. Und die Dame am Probierstand im Supermarkt hat mir heute erfolgreich Sojabratlinge verkauft. Fleisch lässt mich kalt.

Lediglich das Thema Sport liegt mir ein bisschen im Magen: Ich war jetzt schon so lange nicht mehr joggen, dass ich mir gar nicht sicher bin, wo sich meine Laufschuhe zurzeit eigentlich rumtreiben. Aber das wäre dann doch eher was für die Kategorie „Gute Vorsätze“. So, und damit hat sich der Schweinehund schon wieder gut aus der Affäre gezogen!

Tag 9: So, eine Woche ist jetzt vergangen, ich habe mich mir einige Sachen einfallen lassen in meiner Rolle als Schweinehund.

Zu meiner Enttäuschung ist mir aber leider keines meiner Manöver geglückt. Alle scheinen mit ihrer Verzichterei ganz zufrieden zu sein. 

Außer Katja klagt seit ihrem Koffein-Entzug öfter über Kopfschmerzen und als ich sie in der Mittagszeit zum Supermarkt begleitet habe, schielte sie verstohlen in Richtung Energy-Drinks. Doch sie ist standhaft geblieben!

Auch Klaudia ist eisern und lebt seit zwei Wochen ohne Fleisch. Selbst nach ihrem Kassler-Horror. Ob sie auch auf Fisch verzichtet, habe ich noch gar nicht herausgefunden.

Ich habe mir aber auch über meine eigenen Ess- und Konsumgewohnheiten Gedanken gemacht und gemerkt, dass ich mich eigentlich ziemlich ausgewogen ernähre. 

Dieses Wochenende steht jedenfalls erst einmal eine Hochzeitsfeier an und da würde es mir zugegebenermaßen auch ziemlich schwer fallen, zu verzichten.  

Meine Motivation:

Ich würde ja auch mitfasten... Aber je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass ich eigentlich ganz zufrieden mit mir bin.

Ich rauche, ich trinke Alkohol, ab und zu Schokolade und Fleisch esse ich auch gelegentlich.

Aber warum jetzt fasten? Viel mehr Freude macht es mir, 40 Tage lang zu versuchen, meine Kollegen und Kolleginnen in Versuchung zu führen und sie ein bisschen zu triezen.

Mal sehen, was mir in meiner Rolle als  „innerer Schweinehund“ so alles einfällt!

Über meine Erfolge und die Standhaftigkeit der Fastenden werde ich hier natürlich ausführlich berichten!

Quelle: Mannheim24

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