Gute müssen nicht viel kosten

Welcher Hochstuhl ist der richtige? Was Sie beim Kauf beachten sollten

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Wenn ein Kind sich in seinem Hochstuhl wohl fühlt, dann ist das ein Gewinn für die ganze Familie.

Günstige Hochstühle gibt es schon für zehn Euro, Markenmodelle kosten das 20-fache. Wie viel Geld Sie ausgeben müssen, hängt vor allem davon ab, wie lange Sie ihn einsetzen wollen.

Ein Hochstuhl ist ein Gewinn für den Familienalltag, denn das Kind hat die Möglichkeit mit der ganzen Familie am Tisch zu essen. So fühlt sich der Nachwuchs schon fast wie ein Großer. Denn ein Hochstuhl bietet erste Eigenständigkeit für das sonst immer auf Hilfe angewiesene Kind.

Die meisten Hochstühle sind erst für Kleinkinder nutzbar, die schon selbständig sitzen können. Auspolstern, um den Sitz so zu verkleinern, mag auf den ersten Blick genügen, doch der Körper des Kindes kann dann Schädigungen davontragen.

Fast jeder kennt den einfachen Hochstuhl von Ikea, den man für gerade mal 10 Euro bekommt. Viele Kinder lieben den Stuhl, die meisten kennen ihn von Restaurant-Besuchen.

Doch der Hochstuhl von Ikea hat wie viele andere günstige Hochstühle den Nachteil, dass er nur für begrenzte Zeit genutzt werden kann. Hier ist nichts verstellbar und wenn die Kinder größer werden, passen sie schon bald nicht mehr hinein.

Mitwachsende Hochstühle – braucht man das?

Mitwachsende Hochstühle können mit wenigen Handgriffen an die Größe des Kindes angepasst werden. So kann man sie viele Jahre lang nutzen.

Der wohl bekannteste ist der Tripp Trapp von Stokke – der Klassiker ist gewissermaßen der Ur-Vater aller Hochstühle. Er kann nicht nur mit einem Babysitz ausgestattet werden, es gibt sogar eine Babywanne für Säuglinge, die noch nicht selbständig sitzen können.

Mit einem Einstandspreis von rund 200 Euro ist der Tripp Trapp allerdings nicht gerade günstig – zumal Zubehör wie Babysitz, Babschale oder Tischchen noch jeweils extra kosten.

Inzwischen gibt es aber auch viele Hochstühle, die das Konzept des Tripp Trapp mehr oder weniger offen kopieren und meist deutlich günstiger zu haben sind. Hier gibt es durchaus empfehlenswerte Modelle, aber auch viele, die im Alltag eher Ärger bereiten.

Hochstühle im Test

Das Testportal AllesBeste hat acht Hochstühle getestet. Darunter waren sowohl mitwachsende Stühle, als auch solche, die nur kurze Zeit verwendet werden können.

Testsieger wurde der Evomove Nomi. Er ist gewissermaßen die moderne Neuinterpretation des Tripp Trapp, schließlich stammt er auch vom selben Designer. Der Nomie sieht völlig anders aus als alle anderen Hochstühle, denn er besteht nur aus einem einzigen geschwungenen Holm, an dem Sitzfläche und Fußablage befestigt werden. Das sieht auf den ersten Blick fragile aus, doch der Nomi trägt bis zu 120 Kilogramm Gewicht – mehr als jeder andere Hochstuhl.

Die eigenwillige Konstruktion hat einen großen Vorteil: der Sitz kann stufenlos an jede Größe angepasst werden, und zwar in Sekundenschnelle ganz ohne Werkzeug.

Für den Nomi gibt es als Zubehör neben einem Babysitz sogar auch eine Babywippe. Damit ist er ähnlich flexibel wie der Tripp Trapp, aber im Kinder-Alltag noch praktischer. Allerdings kostet er auch in etwa dasselbe wie der Klassiker von Stokke, der im Test ebenfalls eine Empfehlung bekommt. Für welchen man sich entscheidet, ist letztlich Geschmacksache.

Wer nicht rund 200 Euro für einen Hochstuhl ausgeben will, für den empfiehlt AllesBeste den Alpha+ von Hauck. Der kostet gerade mal 50 Euro – und hat Zubehör wie ein Tischchen und einen Haltegurt schon mit dabei.

Wer keinen mitwachsenden Hochstuhl braucht, dem empfehlen die Tester den guten alten Antilop von Ikea. Auch in ihm sitzen Kleinkinder gut – und er ist einfach unschlagbar günstig.

Alles, was sie über Hochstühle wissen müssen, können Sie im ausführlichen Testbericht von AllesBeste nachlesen.

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