Tempo! Tempo!

So wird das iPhone wieder schneller

+
Wenn die Apps auf dem iPhone nur noch mit Verzögerung starten, ist Handeln angesagt. Das Leben ist zu kurz, um auf Apps zu warten.

Es nervt: die einfachsten Dinge funktionieren nicht mehr. Netz zu langsam. Die virtuelle Tastatur hakt. Apps hängen sich auf.

Es dauert „ganze Jahre“ seine Kontakte zu laden. Das muss nicht sein. Wie bekommt man sein Iphone ganz einfach wieder fit? Hier ein paar Tipps.

Alles braucht seine Zeit. Beim iPhone muss das aber nicht sein. Wenn Apps zu langsam laden, die Sprachassistentin Siri nichts mitbekommt, oder das Telefon immer wieder abstürzt, liegen die Nerven meistens blank. Wie viel Lebenszeit man eigentlich mit einem viel zu langsamen iPhones verschwendet ist ungewiss. Es ist unangenehm. Kommt dann noch ein immer schneller leer werdender Akku hinzu, ist Schluss mit Lustig.

Es gibt dann nur drei Optionen. Numero Uno: entweder das iPhone entsorgen – in einem Wutanfall zertrümmern oder besonnen bleiben und das Telefon verkaufen, verschenken oder spenden. Die zweite Option: ein Neues kaufen. Oder die dritte Alternative: das iPhone mit ein paar Tricks wieder auf Zack bringen. Option Drei ist da am günstigsten, und gut für die Umwelt.

Keep calm und betreibe Ursachenforschung

Bekanntlich wird mit dem Alter alles immer etwas langsamer. Erst reicht bei Smartphons, und im Besonderen bei iPhones. Der banale Grund: der Verschleiß. Im Umkehrschluss heißt das dann, je neuer, desto schneller. Wer noch das alte iPhone 4 oder 4s in seinen Händen hält, hat es da schon schwieriger. Aber, immerhin, das iPhone 5s wird dieses Jahr auch schon fünf Jahre alt. Modelle 6 und 7 sollten eigentlich laufen, aber auch hier kann es zu „Verzögerungen“ kommen. 

Das häufigste Problem: mit jedem Update auf die neueste iOS-Version wird das Phone langsamer. Im Netz kursieren da die verrücktesten Verschwörungstheorien. Ganz weit vorne: „Das iPhone slow-Phänomen“ – Apple präsentiert eine neues IPhone und schwupps – das eigene ältere Modell läuft nicht mehr so geschmeidig wie sonst. 

Die Unterstellung: Apple verlangsamt ältere iPhone-Modelle absichtlich, um psychologisch zum Kauf neuerer iPhones zu drängen. Da Apple mit jedem neuen Modell in der Regel eine neue iOS-Version raushaut, lassen sich dann auch die alten iPhones auf das neue IOS upgraden. 

Und, et voilá: durch das Upgrade auf die neu iOS-Version wird das alte iPhone langsamer, weil die Hardware dafür unter Umständen zu schwach ist. Das Ganze nennt man dann die Theorie der geplanten Obsoleszenz: der gezielt eingebaute Produktverschleiß. 

Konkrete Beweise? Fehlen meistens. Da das iPhone definitiv eines der beliebtesten Smartphones ist, wird es ständig auseinandergebaut, durchleuchtet und bis ins kleinste Detail inspiziert. Ganze YouTube-Influencer leben davon. Ein Beweis der Theorie würde eine unglaubliche Aufmerksamkeit, ja sogar einen Shitstorm globalen Ausmaßes bewirken. Eine schwierige Sache also.

Die Sache mit dem Speicherplatz

Wie dem auch sei, ein weiterer Grund für´s Zeitlupen-iPhone: voller Speicherplatz – der Klassiker. Denn grundsätzlich gilt: Nicht unerheblich für die Schnelligkeit des Smartphones ist freier Speicherplatz. 

Die Gründe für den vollen Speicherplatz sind da schon sehr individuell: weil zu viele Chat- oder SMS-Nachrichten am Start sind, sich viel zu viele Bilder oder Videos angesammelt haben, oder das ungenutzte Apps das Bild hinter dem Homescreen nicht mehr erkennbar machen. Das lahme Smartphone kann aber auch daherkommen, weil die iTunes-Bibliothek aus allen Nähten platzt. 

Der erste Tipp deshalb: denn Speicherplatz effizient verwalten. Und am Anfang steht die Frage: Welche Daten brauche ich und welche nicht? Extratipp: hier übrigens auf den Safari-Cache-Verlauf achten, um einige Megabytes einzusparen. 

Ebenfalls ein iPhone-typischer Verlangsamungsfaktor: das „Nichtbeenden von Apps“. Die Lösung: die Multitasking-Ansicht aufräumen, indem man die Apps beendet.

Und was so im Hintergrund läuft

Immer „up to date“- zu sein ist natürlich eine wichtige Sache. Keine Frage. Allerdings sollte man das auch mitbekommen. Soll heißen: den Überblick über Hintergrundaktualisierungen und automatische Downloads sollte man nicht verlieren. 

Diese automatischen Aktualisierungen im Hintergrund sorgen dafür, dass die Apps immer auf dem neuesten Stand sind und Aktivitätsdaten aufgezeichnet werden. Hier heißt es dann: „Taking back control!“ 

Wie? Diese Funktionen deaktivieren. Der Weg: Über Einstellungs-App zum Punkt „Allgemein“. Dann „Hintergrundaktualisierung“ auswählen und den grünen Regler nach links schieben. Fertig! 

Der positive Nebeneffekt: das Ganze wirkt sich positiv auf die Akkulaufzeit aus

Was auch viele nicht auf dem Screen haben. Die ständige WLAN-Suche. Immer Netz ist wichtig, da gibt es gar nichts gegen einzuwenden. Aber, das kann auch dazu führen, dass das iPhone im Schneckentempo arbeitet. 

Der Grund: die permanente Suche nach WLAN-Netzwerken verbraucht viel der kostbaren Rechenleistung. Deshalb: in den Einstellungen unter WLAN nach „Auf Netze hinweisen“ suchen. Nach dem Fund, wie immer: den Regler nach links schieben.

Last Exit: den Arbeitsspeicher leeren

Wenn gar nichts mehr geht, hilft nur noch ein Neustart. War schon immer so, und wird auch so bleiben. Beim iPhone ist da das Leeren des Arbeitsspeichers – auch RAM genannt – angesagt. 

Und so läuft´s: Im ersten Schritt einfach den Power-Button des iPhones gedrückt halten. Dann während des Haltens bis fünf Zählen. 

Sind die fünf Sekunden vorbei, sollten die Optionen „Ausschalten“ oder „Abbrechen“ auf dem Display erscheinen. Und jetzt? Durchatmen und nichts machen. Keine Optionen auswählen. Dann kann man den Power-Button wieder loslassen. 

Und schon sind wir bei Schritt Zwei: hier einfach den Home-Button unter dem Display gedrückt halten. Et voilá: nach einigen Sekunden sollte das iPhone wieder den üblichen Homescreen anzeigen. 

Schritt Drei: der ultimative Überprüfungstest. Um herauszufinden, ob der RAM tatsächlich für immer und darüber hinaus auch tatsächlich gelöscht wurde, muss man einfach schnell zweimal nacheinander den Home-Button drücken. 

Nun sollte sich der sogenannte App-Switcher öffnen – wenn nicht, geht alles wieder von vorne los, siehe Schritt Eins. Werden nun die Apps neu gestartet, und werden sie in der Vorschau wie gewohnt angezeigt, hat die Aufräumaktion geklappt. Jetzt sollten Apps so laden, wenn man sie mit dem Dauem antippt, wie man sie verlassen hat. Also alles gut. By the way: der Trick funktioniert auch auf iPads. 

Jetzt sollte das iPhone wieder in Echtzeit laufen, und man hat Zeit für die wichtigen Dinge im Leben.

Kommentare