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49-Euro-Ticket später als gedacht – wann es im Frühjahr kommen soll

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Von: Teresa Knoll

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Endlich steht es fest: Das 49-Euro-Ticket kommt und lässt Bahnreisende günstiger mit dem ÖPNV fahren. Bestenfalls wird das „Deutschlandticket“ im März zu kaufen sein – vielleicht aber auch später.

Update vom 29. November: Das 49-Euro-Ticket für den Nahverkehr lässt weiterhin auf sich warten. „Der Zeitpunkt des Beginns wird der 1. Mai sein“, äußert der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Oliver Wolff, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen (FAZ).Viel früher sei es laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) nicht möglich. Es gebe noch viel zu tun, bis alles administrativ geregelt sei. So sollen Faktoren wie die Tarifgenehmigung den Prozess erheblich verzögern.

49-Euro-Ticket: Genaues Startdatum nach wie vor unklar

Zudem müssten die Tarifsysteme der Verkehrsverbünde umgestellt werden. Schließlich muss der Umstieg von laufenden Tarifen auf das 49-Euro-Ticket ebenfalls ermöglicht werden. Bundesverkehrsminister Volker Wissing besteht darauf, die Pläne schnell umzusetzen. „Es gibt einen einstimmigen Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz, der alle bindet. Wichtig ist, dass dieser jetzt zügig umgesetzt wird und nicht ständig neue Dinge diskutiert werden“, sagt der FDP-Politiker der Funke-Mediengruppe. Ziel sei die Einführung im Jahr 2023, so die dpa. Das genaue Startdatum ist unklar.

Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies geht laut dpa davon aus, dass das Ticket sicher nicht vor dem 1. März und eher am 1. April starten wird. Auch über die Finanzierung gibt es Streit. Das Ticket kostet den Planungen zufolge drei Milliarden Euro. Bund und Länder finanzieren das je zur Hälfte. VDV Hauptgeschäftsführer Wolff erklärt der FAZ: „Drei Milliarden Euro werden nicht reichen.“ Hier findest Du alle weiteren Infos zum 49-Euro-Ticket.

49-Euro-Ticket kommt ab 2023: Bund und Länder einigen sich über Finanzierung

Erstmeldung vom 03.November: Sicher wünschen sich viele schmerzlich das 9-Euro-Ticket zurück, mit dem man 2022 drei Monate lang günstig per ÖPNV durch ganz Deutschland reisen konnte. Als Nachfolger kommt 2023 das 49-Euro-Ticket, über das sich auch viele Menschen in Baden-Württemberg und im rnv-Gebiet freuen werden. Im besten Fall wird es schon im Januar eingeführt. Zumindest haben sich Bund und Länder jetzt auf die Finanzierung geeinigt.

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, einigten sich Bund und Länder am Mittwoch (2. November) bei Beratungen in Berlin über offene Finanzierungsfragen beim Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Das „Deutschlandticket“, wie es nun heißt, soll möglichst schnell eingeführt werden, angestrebt wird ein Start im Januar. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sagt dazu: „Jetzt ist der Weg frei für die größte ÖPNV-Tarifreform in Deutschland.“

Deutschlandticket ab 2023 – Bund bewilligt Ländern zusätzliche Mittel

Das digitale und deutschlandweit gültige Deutschlandticket ist für einen Einführungspreis von 49 Euro pro Monat in einem monatlich kündbaren Abonnement vorgesehen, wie es im Beschluss von Bund und Ländern heißt. Die Attraktivität des ÖPNV werde deutlich erhöht. Das helfe auch, Klimaziele zu erreichen. „Gleichzeitig wird das Deutschlandticket dazu beitragen, die Bürgerinnen und Bürger finanziell zu entlasten.“ Auch der Abo-Wechsel soll beim 49-Euro-Ticket einfach klappen, wie die rnv verspricht.

Das neue Ticket kostet drei Milliarden Euro, Bund und Länder finanzieren das jeweils zur Hälfte. Der Bund erhöht zugleich die sogenannten Regionalisierungsmittel, mit denen die Länder Bahn- und Busverbindungen bei den Verkehrsunternehmen bestellen. Die Länder hatten dies zur Bedingung dafür gemacht, dass sie das 49-Euro-Ticket mitfinanzieren. Der Bund stellt laut Beschluss schon ab 2022 zusätzliche Regionalisierungsmittel in Höhe von einer Milliarde Euro jährlich zur Verfügung.

Deutschlandticket wird 2023 eingeführt – nach zwei Jahren wird es möglicherweise teurer

Zudem sollen die Regionalisierungsmittel jährlich um drei Prozent erhöht werden, bisher seien es 1,8 Prozent. Aus Sicht des Bundes sollten die Länder ihre jährlichen Beiträge in entsprechender Höhe steigern. Über die weitere Entwicklung der Regionalisierungsmittel und des Deutschlandtickets für die Zeit ab 2025 wollen Bund und Länder Ende 2024 sprechen. Die Länder hatten eine deutlichere Erhöhung der Mittel gefordert.

Laut Wissing soll das Deutschlandtickets zum Jahreswechsel starten. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) bezweifelt dies. Den Partnerzeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (NBR) sagt er, das Ticket komme möglicherweise erst am 1. März oder 1. April. Die Umsetzung sei aufwendig, da die Länder erst ihre Haushalte anpassen müssen. Der Süddeutschen Zeitung sagt er, dass zum Beispiel auch Automaten umgestellt und Tarifsysteme angepasst werden müssten.

Das 49-Euro-Ticket: „Eine echte Entlastung im Portemonnaie vieler Pendler“

Bremens Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne), als Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, sagt zur nun erzielten Einigung: „Das 9-Euro-Nachfolgeticket Deutschlandticket ist eine echte Entlastung im Portemonnaie vieler Pendler.“ Die Verkehrsminister planen für den 49-Euro-Nachfolger eine Einführungsphase von zwei Jahren. Ab dem zweiten Jahr könnte das Ticket teurer werden. Vorgesehen ist eine „Dynamisierung“ in Form eines automatischen Inflationsausgleichs.

Der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, meint, dass das 9-Euro-Ticket im Sommer keine Eintagsfliege sei. „Vielmehr tragen Bund und Länder nun gemeinsam dem Willen der Menschen Rechnung, die eindrucksvoll bewiesen haben, dass sie mehr Bus und Bahn fahren wollen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“ Viele freuen sich sicher über das Deutschlandticket, auch wenn das 9-Euro-Ticket laut VRN eine schlechte Bilanz aufweist.

Deutschlandticket wird 2023 eingeführt – Schritt in Richtung Verkehrswende?

Greenpeace-Verkehrsexpertin Marissa Reiserer meint, die Verkehrswende in Deutschland nehme endlich Fahrt auf und das sei auch überfällig. Damit das Deutschlandticket nicht nur beim Klimaschutz seine volle Wirkung entfalte, müsse es um einen Sozialtarif von 9 Euro ergänzt und der öffentliche Verkehr konsequent ausgebaut werden. Jens Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik beim BUND, sagt, der ÖPNV sei das Rückgrat der Mobilitätswende und brauche deshalb weitere, zusätzliche Finanzierungsquellen. (dpa/resa)

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