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9-Euro-Ticket in der Region: So viele rnv-Kunden haben schon eine Karte ergattert

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Von: Marten Kopf

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Heidelberg/Mannheim/Ludwigshafen - Seit Freitag ist das 9-Euro-Ticket im Verkehrsverbund Rhein-Neckar zu haben. Wie hoch war die Nachfrage am ersten Verkaufswochenende?

Jetzt geht‘s dann also in die Vollen. Nachdem der Bundesrat am Freitag (20. Mai) dem 9-Euro-Ticket grünes Licht gegeben hat, ist das „Schnupperangebot“ seit diesem Montag (23. Mai) endgültig überall erhältlich. In einigen Regionalverbünden wie der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) war es tatsächlich aber schon direkt am Freitag zu kaufen.

Angebot9 für 90 (9-Euro-Ticket)
Zeitraum1. Juni bis 31. August
Preis9 Euro
GültigkeitÖffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

9-Euro-Ticket in der Region: „Ansturm wirklich, wirklich groß“

Die rnv etwa, ÖPNV-Betreiber unter anderem im Rhein-Neckar-Kreis, in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen, legte mit vor – das Ticket war, zumindest online, schon direkt im Anschluss an den Entscheid des Bundesrates statt erst ab Montag für Kunden verfügbar. Und die Nachfrage? „Der Ansturm war wirklich, wirklich groß“, sagt Pressesprecher Moritz Feier im Gespräch mit HEIDELBERG24.

So groß gar, dass die Server, über die das 9-Euro-Ticket per App vertrieben wird, am Freitag gegen Abend erstmal in die Knie gehen. „Da waren wir nicht alleine“, sagt Feier. Der Bezahldienstleister, der die Abrechnungen übernimmt, arbeitet auch mit anderen regionalen Verkehrsverbünden zusammen, das war zu viel des Guten. Gegen 19 Uhr aber war die Störung behoben.

rnv: 9-Euro-Tickets zu 2/3 online gekauft

Stand Montagmittag (23. Mai) sind es schon rund 15.000 Menschen, die sich das Ticket allein im hiesigen Verkehrsverbund sicherten. Am Montag selbst verzeichnen die rnv-Kundenzentren rund 700 Besucher, deutlich mehr als sonst. Etwa zwei Drittel der Tickets seinen online verkauft worden, ein Drittel physisch, also etwa an Automaten, so Feier.

Woraus sich noch ein ganz praktisches Problem ergab: Man komme, erzählt Feier, manchmal kaum nach, die 1-Euro-Stücke in den Automaten aufzufüllen. Klar, 9 Euro, da wird mit Schein bezahlt. Der Andrang habe die rnv selbst ein bisschen überrascht. Natürlich aber sei das Angebot unbegrenzt: Jeder, der ein Ticket will, bekomme selbstverständlich auch eines, ob nun heute oder nächste Woche.

9-Euro-Ticket bei der rnv: „Abwarten, wie sich die Fahrgastsituation entwickelt“

Das 9-Euro-Ticket ist Teil eines Entlastungspakets der Koalition aus SPD, Grünen und FDP. Gleichzeitig soll das „Schnupperangebot“ insbesondere Pendler auf den Geschmack bringen, das Auto dauerhaft stehenzulassen. Das Ticket gilt in den drei Monaten Juni, Juli, August – jeweils vom Monatsersten bis zum letzten Tag des jeweiligen Kalendermonats – für Fahrten mit dem Nahverkehr in der 2. Klasse.

Genau in einem Umstieg auf das Nahverkehrsangebot sieht auch Feier – naturgemäß – den eigentlichen Nutzen. Für die rnv sei es schon ein Erfolg, wenn sich ab September Menschen wenigstens gelegentlich auf den ÖPNV umsteigen würden. Aber natürlich müsse man abwarten, „wie sich die Fahrgastsituation entwickelt“. Überfüllte Züge schon ab dem ersten Tag befürchtet die rnv übrigens nicht.

9-Euro-Ticket: Auch Bahn-Server überlastet

Auch bei der Deutschen Bahn und zahlreichen Verkehrsverbünden in Deutschland hat am Montag der Verkauf der
9-Euro-Monatstickets begonnen. Allein in den frühen Morgenstunden seien über die Kanäle der Bahn rund 50.000 Tickets verkauft worden, teilte ein Konzernsprecher mit.

Und auch die Bahn-Seite war am Morgen aufgrund der hohen Nachfrage immer wieder überlastet. Dennoch seien allein bis zum Mittag über die digitalen Plattformen rund 200.000 der neuen Sondertickets verkauft worden, sagte der Chef der Bahn-Tochter DB Regio, Jörg Sandvoß. (mko/dpa)

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