Großeinsatz in Bruchsal

Chaotische Verhältnisse nach schwerem Unfall auf A5: Keine Rettungsgasse gebildet – über 110 Verstöße!

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Bruchsal - Nach schwerem Lkw-Unfall am Dienstag und 20 Kilometer Stau muss die Feuerwehr die A5 von Tierresten und Trümmerteilen befreien. Doch das ist nicht das einzige Problem:

Update vom 8. Mai: Am Dienstagmittag (7. Mai) kommt es bei Bruchsal zu einem schweren Lkw-Unfall auf der A5, bei dem ein 45-jähriger Fahrer schwer verletzt wird. In der Folge bildet sich zwischen Bruchsal und Heidelberg zu einem Mega-Stau von rund 20 Kilometern Länge

Nicht nur ärgerlich für die vielen Verkehrsteilnehmer, sondern auch eine riesige Herausforderung für die Einsatzkräfte, denn auch bei diesem Unfall kommt es – wie so oft - zu zahlreichen Verstößen aufgrund einer nicht (vorschriftsmäßig) gebildeten Rettungsgasse.

Die Verkehrsgruppe „Video- und Messdienst“ der Verkehrspolizei Karlsruhe führt zur Überwachung zwischen 11:35 Uhr und 13:10 Uhr mit einem zivilen Videofahrzeug zwei Kontrollfahrten zwischen den Anschlussstellen Karlsruhe-Nord und Kronau – mit erschreckendem Ergebnis!

Alleine auf diesem Abschnitt stellen die Beamten 59 Autos und 42 Lkw fest, die keine vorschriftsmäßige Rettungsgasse bilden. Zusätzlich behinderten sogar 10 Autos und 3 Lkw die eingesetzten Rettungsfahrzeuge. Die Verkehrssünder müssen nun mit Bußgeldern bis zu 240 Euro, zwei Punkten in Flensburg und mit einem Verkehrsverbot von bis zu einem Monat rechnen.

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Wie die Polizei in einer Pressemeldung ausdrücklich hinweist, verhielten sich Verkehrsteilnehmer über hunderte Meter hinweg vorbildlich. Dennoch: „Leider genügen aber auch bereits wenige Behinderungen, damit die an der Unfallstelle dringend benötigten Rettungskräfte sich in der Folge deutlich verspäten“, heißt es darin weiter.

Immer wieder machen unbeteiligte Autofahrer den Rettern im Einsatz das Leben schwer – und gefährden so auch das Leben von Unfallopfern. Bei einem schweren Motorradunfall in Rheinland-Pfalz blockierten Gaffer den Verkehr, um das schwer verletzte Unfallopfer zu filmen. In Mannheim wurde ein Gaffer zur Rechenschaft gezogen, weil er einen Mann fotografierte, der bei einem Straßenbahnunfall ums Leben kam

Nach Lkw-Unfall auf A5: Tierreste auf Fahrbahn verteilt 

Am Dienstagvormittag (7. Mai) gegen 10:45 Uhr kommt es auf der A5 bei Forst zwischen Bruchsal und Heidelberg zu einem schweren Lkw-Unfall. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Karlsruhe und der Feuerwehr Bruchsal muss ein 46-jähriger Lkw-Fahrer aus den Niederlanden - der ausgerechnet Tierreste geladen hat - eine Vollbremsung hinlegen. Der nachfolgende Lkw-Fahrer (45) reagiert zu spät und prallt mit voller Wucht in den ersten Lastwagen. 

Die Folgen: Tierreste und Trümmerteile sind auf der A5 verteilt und der Unfallverursacher ist schwer verletzt in seinem Führerhaus eingeklemmt! Rettungskräfte können den schwerverletzten Trucker befreien, bevor er mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen wird. Der Streckenabschnitt rund um Forst muss zeitweise voll gesperrt werden, was zu einem Rückstau von 20 Kilometern führt.

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Mega-Stau auf A5 bei Forst

Die Feuerwehr Bruchsal muss mit einem Großaufgebot von 35 Einsatzkräften ausrücken, um die zerstörten Fahrzeuge zu bergen und die Straße zu reinigen. Die verderblichen Tierreste aus den Niederlanden müssen, nach Absprache mit dem örtlichen Veterinärsamt, allesamt vernichtet werden. Erst um 12 Uhr kann die linke Fahrspur freigegeben werden - insgesamt dauert der Feuerwehreinsatz bis um 12:45 Uhr und es entsteht ein Schaden von mehreren tausend Euro.

Außerdem: Eine Gänsefamilie sorgt am Sonntagmittag (5. Mai) auch für eine Vollsperrung in der Region.

pol/mw

Quelle: Mannheim24

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