Tiertransport

Nonstop: 170 Kälber, 1.800 Kilometer, in 20 Stunden nach Südspanien!

Eine Kuh beisst in die Gitterstäbe eines Tiertransporters mit Rindern, der die Grenzkontrollstelle in Frankfurt/Oder passiert (Archivbild vom 07.09.1993). Die Aufnahme des Tierschutzes in das Grundgesetz ist am Donnerstag (13.04.2000) erneut am Widerstand der Union im Bundestag gescheitert. In einer namentlichen Abstimmung kam wie schon zwei Mal zuvor nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit zu Stande. In der Debatte begründeten Vertreter der CDU ihre Ablehnung damit, dass eine Grundgesetzänderung dem Tierschutz keine konkrete Verbesserung bringen würde. Alle anderen Fraktionen stimmten dafür, den Tierschutz als ein Staatsziel in der Verfassung zu verankern. © Karlheinz_Schindler/dpa - Bildfunk
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170 Kälber nonstop nach Spanien transportiert (Symbolfoto).

Eine zweifelhafte Leistung erbringen zwei Fahrer eines osteuropäischen Viehtransporters, den die Polizei am Mittwoch auf der A5 stoppt: 

Die armen Tiere! Eine zweifelhafte Leistung erbringen zwei Fahrer eines Viehtransporters aus Osteuropa, den Verkehrspolizisten des Polizeipräsidiums Südhessen am Mittwoch (17. Juli) auf der A5 bei Darmstadt anhalten. Der leere Sattelzug ist von Südspanien nach Dänemark unterwegs, als die Beamten ihn kontrollieren.

Krasse (Tor-)Tour: Viehtransport bringt 170 Kälber in 20 Stunden nonstop nach Südspanien!

Zwar können beide Fahrer ihre Lenk- und Ruhezeiten mit einem digitalen Fahrtenschreiber nachweisen. Als die erfahrenen Beamten die digitalen Daten und das Frachtdokument der letzten Tour auswerten, trauen sie ihren Augen nicht: Offensichtlich haben beide Fahrer zuvor 170 Kälber von den Niederlanden nach Südspanien gebracht.  

Für die Strecke von rund 1.800 Kilometern benötigte der Transporter 20 Stunden Fahrstunden. Zwar haben die Fahrer in den Begleitpapieren eine einstündige Pause in Frankreich vermerkt, um die Tiere zu versorgen – allerdings ist die wohl nur vorgetäuscht: die digitalen Tachodaten zeigen, dass der Sattelzug ohne Pause zur Abladestelle in Südspanien gefahren ist! Die armen Kälber mussten die Fahrt ohne Futter und Trinken überstehen.

Viehtransport auf A5 gestoppt: Urkundenfälschung?

Die Polizei ermittelt jetzt, ob sich die Fahrer des auf der A5 gestoppten Tiertransports mit einer Urkundenfälschung strafbar gemacht haben. Bei der Tour nach Südspanien ist offensichtlich eine dritte, fahrerfremde Fahrerkarte eingesetzt worden. So wollten die Fahrer wohl die Einhaltung der Sozialvorschriften auf ihren persönlichen Fahrerkarten vortäuschen. Die dritte Fahrerkarte finden die Polizisten bei der anschließenden Durchsuchung im Geldbeutel eines der beiden Fahrer und stellen diese sicher. 

Beide Fahrer können ihre Fahrt mit dreistündiger Verspätung fortsetzen, nachdem sie eine Sicherheitsleistung von jeweils 1.000 Euro erbracht haben und die polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen sind.

Immer wieder decken Kontrollen von Tiertransporten Unregelmäßigkeiten auf, wie im Juli 2018 auf der A6 bei Sinsheim. Dort halten die Beamten einen Sattelschlepper mit 527 Schweinen an. Die Tiere sind ohne Futter und Wasser auf dem Weg zum Schlachter. Vor lauter Hunger haben sich die Tiere teilweise gegenseitig angefressen, andere wurden totgetrampelt.

Sie werden stundenlang im Transporter gehalten und dann anschließend verkauft! Mitte Dezember kann die Polizei mehrere Hunde und Katzen von einem illegalen Händler retten.

pol/rmx 

Quelle: Mannheim24

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