Bad Rappenau bei Heilbronn 

Massenkarambolage auf A6: Wildschwein-Familie versucht Autobahn zu überqueren 

Bad Rappenau – Wenig besinnlich verläuft der zweite Weihnachtsabend auf der A6 bei Heilbronn. Als eine Wildschwein-Familie versucht die A6 zu überqueren, nimmt das Drama seinen Lauf. 

  • Wildschweinrotte verursacht Chaos auf der A6 
  • Drei Tiere verunglücken auf der Autobahn bei Heilbronn  
  • Insgesamt zehn Autos werden beschädigt  

Update vom 27. Dezember: Einen Tag nach dem schweren Wildunfall auf der A6 ereignet sich ein weiterer Unfall bei Walldorf. Dort rennt ein Wildschwein über die B291 und wird von einem Auto erfasst. Das Tier stirbt, der Fahrer kommt mit einem Schock und einem Schaden in Höhe von 5.000 Euro davon.

Erstmeldung vom 26. Dezember: Den zweiten Weihnachtsabend haben sich Mensch und Tier auf der A6 bei Heilbronn wohl anders vorgestellt: Am ersten Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) gegen 21:20 Uhr gehen beim Lagezentrum der Polizei Heilbronn mehrere Notrufe über einen Wildunfall ein. Beim Eintreffen der ersten Polizeikräfte aus Weinsberg gleicht die Fahrbahn einem blutigen Trümmerfeld - es ist ein bedrückender Anblick. Auf rund 500 Meter liegen Kadaver und Teile einer Wildschweinrotte über alle Fahrstreifen verteilt - dahinter zehn beschädigte Fahrzeuge mit Warnblinker auf der Standspur.

A6/Bad Rappenau: Zehn Autos mit Wildschweinen zusammengestoßen

Zuvor sind auf der A6 zwischen Bad Rappenau und Sinsheim-Steinsfurt mindestens zehn Fahrzeuge mit Wildtieren kollidiert. So traurig die Karambolage für die Tiere endet, so glücklich ist der Umstand, dass keine Menschen verletzt werden. 

Fotos: Wildschweinrotte will A6 überqueren - dann nimmt Drama seinen Lauf 

Es steht ein erheblicher Sachschaden in noch unbekannter Höhe, wobei zwei Autos in der Folge nicht weiterfahren können und abgeschleppt werden müssen. 

Die zuständigen Jagdpächter sind informiert worden und kümmern sich um die Entsorgung der insgesamt drei toten Tiere

Weitaus schlimmer trifft es eine Wildschweinrotte am 17. Oktober auf der A60 bei Heidesheim. Fast ein Dutzend Tiere sterben bei Kollisionen mit Pkw.

Wildschwein auf der Fahrbahn: So reagierst Du richtig 

  1. Abstand zum rechten Fahrbahnrand halten. Tiere können aber auch von links kommen.
  2. Abstand zum Vordermann halten, er könnte abrupt abbremsen!
  3. Auch wenn ein Tier am Fahrbahnrand stehen bleibt, musst Du damit rechnen, dass es aufschreckt und plötzlich die Fahrbahn überquert.
  4. Wenn ein Wildschwein oder Reh auftaucht, sollte man das Fernlicht ausschalten, sonst bleibt das Tier wie versteinert im Lichtkegel stehen.
  5. Kontrolliert bremsen und hupen, damit das Tier einen Fluchtweg finden kann.
  6. Rückwärtigen Verkehr beim Bremsen im Auge behalten, sonst droht eine Kollision!
  7. Ein Tier kommt selten allein über die Fahrbahn, rechne also mit weiteren Tieren.
  8. Sollte eine Kollision unvermeidbar sein, versuche lieber die Spur zu halten. Beim plötzlichen Verreißen des Lenkrades kann es zu schwereren Unfällen kommen als durch den Aufprall des Tieres.

Wildunfall – das tust Du nach einem Crash 

Nach einem Wildunfall musst Du die Unfallstelle sofort absichern. Das heißt:

  1. Warnblinkanlage einschalten und Warndreieck aufstellen.
  2. Das Tier an den Fahrbahnrand schaffen, damit keine weiteren Unfälle passieren.
  3. Wegen Tollwutgefahr solltest Du jedoch darauf achten, das Tier nicht mit bloßen Händen anzufassen.
  4. Du solltest das verletzte oder tote Tier niemals mitnehmen. Wer Wild mitnimmt, macht sich der Wilderei schuldig.
  5. Einem angefahrenen und verletzten Tier solltest Du nicht folgen. Lieber die Richtung, in die es geflohen ist, merken oder markieren, damit der Jäger das Wild aufspüren und von seinem Leid erlösen kann.
  6. Den Unfall sofort der Polizei melden und Bescheinigung über den Wildunfall ausstellen lassen. Der ist später wichtig für die Versicherung.
  7. Wildschäden werden von der Teilkaskoversicherung übernommen.

Gerade zu dieser Jahreszeit sind die Straßenverhältnisse sehr schlecht, was zu vielen Unfällen führt. In Baden-Baden kommt es einen Tag nach Weihnachten zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem ein 16-jähriges Mädchen noch an der Unfallstelle verstirbt.

Am 24. Februar ereignet sich eine Massenkarambolage auf der L556 bei Reilingen. Fünf Autos sind bei dem Unfall beteiligt, es werden mehrere Menschen verletzt.

einsatz-report24/esk 

Quelle: Mannheim24

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