Einbruch in Karlsruher Nobel-Viertel

Aktenzeichen XY: Einbrechern reißen Ehepaar aus dem Schlaf – Fall stellt Polizei vor Rätsel

Aktenzeichen XY: Es ist die Horror-Vorstellung eines jeden Hausbesitzer: Einbruch. Ein Ehepaar aus Karlsruhe musste diesen Albtraum erleben. Aktenzeichen XY rollt den brutalen Fall auf.

  • Im November 2019 wird ein älteres Ehepaar in Karlsruhe Opfer eines Einbruchs.
  • Die Täter überwinden die Sicherheitsvorkerkehrung vermutlich durch Insider-Informationen.
  • Aktenzeichen XY stellt den Fall am Mittwochabend (1. Juli) um 20:15 Uhr im ZDF vor.

In einer kalten Novembernacht 2019 verschaffen sich drei vermummte Gestalten Zutritt zu einer Wohnung im Karlsruher Nobel-Quartier Weststadt. Die Einbrecher schleichen ins Schlafzimmer und reißen die Bewohner – ein älteres Ehepaar – aus dem Schlaf. Nach einer Stunde der Angst fliehen die Täter mit Bargeld und Wertgegenständen. Am Mittwochabend (1. Juli) stellt die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY den Fall vor. Die Karlsruher Ermittler erhoffen sich auf diesem Weg neue Hinweise aus der Bevölkerung zur Ergreifung der Täter. Die konventionellen Ermittlungsmethoden sind ausgeschöpft.

Aktenzeichen XY rollt den Fall auf – Täter gehen absolut rücksichtslos und professionell vor

Am Abend des 3. November begibt sich das Ehepaar nichtsahnend zu Bett. Gegen 3:35 Uhr werden die 64-Jährige und der 80-Jährige aus dem Schlaf gerissen. Drei bislang unbekannte Täter fesseln das Ehepaar und fordern unter Androhung von Gewalt die Herausgabe von Bargeld. Die Einbrecher erbeuten zwei hochwertige Uhren, ein defektes Mobiltelefon und mehrere tausend Euro. Trotz der rücksichtslosen Vorgehensweise der Täter werden die beiden Opfer bei dem Überfall nicht verletzt und kommen mit einem Schock davon. Das Ehepaar beschreibt die Männer in dunkler Kleidung, mit Sturmhauben maskiert und zwischen 25 und 45 Jahre alt. Alle drei Täter sollen mit osteuropäischem Akzent gesprochen haben.

Aktenzeichen XY im ZDF: Hatten die Täter Insider-Wissen aus dem Umfeld?

Die Polizei vermutet, dass die Täter nach Insider-Informationen vorgingen. Denn: Sie wissen genau, wie das Sicherheitssystem des Aufzugs zu überwinden ist. Sie überraschen ihre Opfer im Schlaf und fesseln sie mit Kabelbindern. Was merkwürdig ist: Sie scheinen überzeugt zu sein, dass sich in der Wohnung ein Safe befindet und fragen mehrfach danach. Doch: In der Wohnung gibt es keinen Safe. Sie geben auf und durchsuchen die Wohnung nach anderen Wertgegenständen. Nach etwa einer Stunde verlassen sie die Wohnung mit mehreren tausend Euro Bargeld und zwei hochwertigen, markanten Uhren.

Aktenzeichen XY im ZDF: Bringen die gestohlenen Uhren den entscheidenen Hinweis?

Die Täter werden möglicherweise versuchen die zwei erbeuteten Uhren zu Geld zu machen und sie dazu bei entsprechenden Geschäften (Goldankauf, Uhrenankauf, etc.) anbieten. Aktenzeichen XY-Moderator Rudi Cerne sagt dazu:

Diese Uhren werden vermutlich irgendwo angeboten oder sind bereits angeboten worden. Wenn das der Fall ist – das zeigt die Erfahrung – melden sich sofort Menschen, die darauf reingefallen sind und können dazu entsprechend Hinweise geben.

Rudi Cerne

Die Statistik von Aktenzeichen XY spricht für sich: In 549 Sendungen wurden 4752 Fälle behandelt. 1905 davon wurden aufgeklärt, was einer Erfolgsquote von 40,1 Prozent entspricht. Eine beeindruckende Bilanz, denn oft werden Fälle behandelt bei denen die konventionellen Ermittlungsmethoden an ihre Grenze stoßen. Wie auch der Fall der verschwunden Madeleine McCann, der in der ZDF-Sendung am Mitwoch ebenfalls aufgerollt wird.

Rudi Cerne spricht mit Experten über den Fall McCann.

Aktenzeichen XY im ZDF: Fokus der Ermittlungen auf Umfeld der Opfer

Die Suche nach den Tätern läuft auch im Umfeld des Paares, das heißt im Bekannten-, Freundes- und Verwandtenkreis. Aus dieser Personengruppe könnten die Informationen zu den Sicherheitsvorkehrungen im Aufzug durchgesickert sein. Der Fall ist am Mittwoch, dem 1. Juli, um 20:15 Uhr im ZDF bei „Aktenzeichen ... XY“ zu sehen. Die Kriminalpolizei Karlsruhe erhofft sich durch die Ausstrahlung weitere Hinweise zu den Einbrechern zu erhalten. (lpb)

Rubriklistenbild: © Nicolas Armer/dpa

Das könnte Dich auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare