Hochwertige Geräte gestohlen 

Diebstahl aus Krankenhaus: Neue Details zur Tat

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In der Nacht auf Sonntag wurden mehrere endoskopische Geräte aus dem Evangelischen Krankenhaus entwendet. (Symbolbild)

Bad Dürkheim - Nachdem Diebe am Wochenende Geräte im Wert von 350.000 Euro aus dem Evangelischen Krankenhaus entwendet haben, erfahren wir Genaueres zu der Tat:

Der zunächst geschätzte Sachschaden von 400.000 wird am Montag um etwa 50.000 Euro nach unten korrigiert. Die Diebe erbeuten einen Großteil der endoskopischen Geräte des Krankenhauses. Auch der mögliche Tatzeitraum wurde mittlerweile vergrößert: Die Täter könnten bereits seit Freitagmittag eingebrochen sein, nachdem die letzte Untersuchung abgeschlossen war. Vorher war von zwischen Samstag und Sonntag die Rede.

>>> Krankenhaus-Einbrecher: Geräte im Wert von 400.000 Euro weg!

Die Tat

Die Geräte hatten sich in der Abteilung für Endoskopie im ersten Obergeschoss befunden – in Räumlichkeiten, die nicht öffentlich zugänglich sind und nur während der Untersuchungen unverschlossen sind. 

Nach Angaben des Haustechnikers und der Kriminalpolizei gehen die Einbrecher sehr professionell vor. Zu der Abteilung führen zwei Türen, von denen die Täter eine gewaltsam öffnen, indem sie den Zylinder herausbohren. 

 „Es gibt tatsächlich organisierte Banden, die sich auf den Diebstahl von teuren medizinischen Geräten spezialisiert haben“, so Susanne Liebold von der Pressestelle des Krankenhauses. Die Geräte hätten zwar Seriennummern, es gebe aber trotzdem Mittel und Wege, das Diebesgut zu vertreiben.

Das Evangelische Krankenhaus verfügt nicht über Überwachungskameras. Liebold hält es aber für „eventuell überlegenswert“, dass man sich nun welche zulegt.

Was bedeutet der Diebstahl für die Patienten?

Liebold versichert, dass die Funktionsfähigkeit des Krankenhauses nicht gefährdet sei. Das heißt auch, dass keine Patienten verlegt werden müssen – auch wenn man „nicht so wie sonst im endoskopischen Bereich untersuchen“ kann. Anfänglich hieß es, dass eventuell Verlegungen vorgenommen werden müssten. 

Planbare ambulante und stationäre endoskopische Untersuchungen werden verschoben. Für die Untersuchungen, die am Montag anstehen, steht ein Gerät zur Verfügung. Bei Bedarf halten sich aber auch das Diakonissenkrankenhaus Mannheim und das Klinikum Ludwigshafen bereit, um gegebenenfalls in die Bresche zu springen.

Die ersten Maßnahmen der Klinik

Nach der Tat hat das Krankenhaus sofort Kriminalpolizei und Versicherung informiert, anschließend die Untersuchungstermine für die kommende Woche umorganisiert. Schon am Dienstag sollen Ersatzgeräte geliefert werden. 

Wir arbeiten sicher auch morgen und die kommenden Tage etwas eingeschränkt“, so Liebold. Sie ist aber zuversichtlich, dass alles bald wieder seinen normalen Gang gehen wird.

hew

Quelle: Mannheim24

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