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Bad Dürkheim: Zoff um Nazi-Kunst – Das passiert mit Hitlers Bronze-Pferden

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Von: Peter Kiefer

Im Mai 2015 werden die „Schreitenden Pferde“, die einst vor Hitlers Reichskanzlei standen, in Bad Dürkheim beschlagnahmt. 
Im Mai 2015 werden die „Schreitenden Pferde“, die einst vor Hitlers Reichskanzlei standen, in Bad Dürkheim beschlagnahmt.  © picture alliance / dpa

Bad Dürkheim – Nach Jahren ist endlich entschieden, was mit 2015 in einer Lagerhalle gefundener Nazi-Kunst wie den „Schreitenden Pferde“ geschieht. Der spektakuläre Fall:

Der jahrelange Streit um die im rheinland-pfälzischen Bad Dürkheim gefundene Nazi-Kunst ist beigelegt! Im Rechtsstreit um das Eigentum an den Skulpturen aus der ehemaligen sowjetischen Garnison Eberswalde haben sich die Parteien für Vergleichsverhandlungen auf ein Ruhen des Verfahrens beim Landgericht Frankenthal verständigt, wie die Kunstverwaltung des Bundes am Montag (26. Juli) in einer kurzen Pressemitteilung verkündet hat.

Im Ergebnis hat sich die Bundesrepublik Deutschland mit dem Beklagten darauf geeinigt, dass er die beiden lebensgroßen Bronzeskulpturen „Schreitende Pferde“ des Künstlers Josef Thorak (1889-1952) in das Eigentum der Bundesrepublik Deutschland herausgibt und die restlichen Skulpturen bei ihm verbleiben.

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Bad Dürkheim: Die Bundesrepublik Deutschland will Nazi-Pferde ausstellen

Die Bundesrepublik Deutschland beabsichtigt nun, die „Schreitenden Pferde“ auszustellen. Mit dieser Einigung wurde der Rechtsstreit um die NS-Kunst durch Vergleich einvernehmlich außergerichtlich beendet.

Hintergrund: Die „Schreitenden Pferde“ des Lieblings-Künstler von Diktator Adolf Hitler (1889-1945) zierten einst die Reichskanzlei in Berlin, thronten dort majestätisch vorm Gebäude. Die Polizei hatte die tonnenschweren Bronze-Pferde und weitere Kunstobjekte im Mai 2015 bei einer Razzia in einer Lagerhalle in Bad Dürkheim entdeckt. Die Pferde waren nach dem Zweiten Weltkrieg auf einem russischen Kasernengelände in Eberswalde (Brandenburg) aufgetaucht und dort im Jahr 1989 verschwunden.

Zwei „Schreitende Pferde“ von Hitlers Reichskanzlei fand die Polizei jetzt in Bad Dürkheim.
Zwei „Schreitende Pferde“ von Hitlers Reichskanzlei fand die Polizei in Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz). © Bundesarchiv

Bei der Razzia der Berliner LKA-Fachdienststelle für Kunstdelikte hatte die Polizei jetzt in fünf Bundesländern zugeschlagen und insgesamt zehn Objekte wegen des Verdachts des Diebstahls und der Hehlerei an rechtswidrig erlangtem Bundesvermögen durchsucht. Acht Verdächtige im Alter zwischen 64 und 79 Jahren waren festgenommen worden. In Bad Dürkheim war auch ein riesiges Granit-Relief (5 mal 10 Meter) von Arno Breker (1900-1991) gefunden worden es zeigt einen halbnackten muskulösen Schwert-Kämpfer. (PM/pek)

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