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Ende der Corona-Quarantäne in BW: Diese Regeln müssen Infizierte jetzt kennen

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Von: Josefine Lenz

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Baden-Württemberg - Wer sich mit Corona infiziert, muss künftig nicht mehr in Quarantäne. Dafür gilt für Infizierte jetzt eine härtere Maskenpflicht:

Baden-Württemberg läutet eine „neue Phase im Umgang mit der Pandemie“ ein. Diese sieht vor allem eine riesige Lockerung vor – und zwar die Abschaffung der Quarantäne-Pflicht im Bundesland. Seit dem 16. November müssen Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, nicht mehr zu Hause verbarrikadieren.

Corona in BW: Wegfall der Quarantäne-Regel

Bislang galt in Baden-Württemberg folgende Quarantäne-Regel: Wer an Corona erkrankt ist, der muss für fünf Tage in häusliche Isolation. Nun kippt das Bundesland neben Hessen, Bayern und Schleswig-Holstein aber die Quarantäne-Pflicht. Seit Mitte November ist eine Isolation nicht mehr verpflichtend.

„Die Aufhebung der Absonderungspflicht ist aus infektiologischer Sicht derzeit vertretbar. Das zeigen nicht zuletzt die Erfahrungen in unseren europäischen Nachbarländern, die diesen Schritt bereits gegangen sind“, sagt Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha anlässlich der Veröffentlichung der neuen Verordnung. „Klar ist aber auch, dass wir das Coronavirus nicht einfach ignorieren dürfen.“

Lucha appelliert aber an die Bürger in Baden-Württemberg: Wer krank ist und Symptome hat, der sollte trotzdem zu Hause bleiben – auch zum Schutz anderer. Der Minister macht deutlich, dass die neue Quarantäne-Regel nicht in Stein gemeißelt ist. „Darüber hinaus beobachten wir das Infektionsgeschehen weiter sehr aufmerksam, sodass wir die Regelungen kontinuierlich auf den Prüfstand stellen“, so der Gesundheitsminister. Übrigens: So reagiert man richtig, wenn der Corona-Test zwar negativ ist, aber man dennoch Corona-typische Symptome hat.

Keine Quarantäne-Pflicht in BW: Infizierte müssen aber 5 Tage lang Maske tragen

Wer sich mit Corona infiziert hat, muss nun aber eine strenge Maskenpflicht beachten. Sobald man sich nicht mehr in den eigenen vier Wänden befindet, ist ein Mundschutz obligatorisch. Ob eine FFP2-Maske oder OP-Maske getragen wird, spielt dabei aber keine Rolle. Wenn außerdem ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, darf auf das Tragen einer Maske verzichtet werden. Kinder, die noch nicht eingeschult sind, sind zudem von der Masken-Regelung befreit.

„Persönliche Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Masken sind weiterhin wichtig, nicht zuletzt aufgrund einer derzeit zunehmenden Zahl an anderen Atemwegserkrankungen, beispielsweise der Influenza“, so Lucha.

Wichtig außerdem für alle, die in medizinischen oder pflegerischen Einrichtungen arbeiten: Positiv getestete Personen dürfen mindestens fünf Tage nach dem positiven Test medizinisch-pflegerische Einrichtungen nicht betreten oder dort tätig sein! „Höhere Schutzstandards für vulnerable Gruppen halten wir selbstverständlich weiterhin aufrecht. Daher müssen insbesondere in medizinisch-pflegerischen Einrichtungen nach wie vor strengere Regeln für positive Getestete gelten“, sagt der Minister abschließend. (pm/jol)

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