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BW: Auffrischung gegen Corona kommt – aber nur für diese Personengruppen 

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Von: Eliran Kendi

Eine dritte Corona-Impfung ist in Baden-Württemberg ab September eine Option (Symbolbild).
Eine dritte Corona-Impfung ist in Baden-Württemberg ab September eine Option (Symbolbild). © Ilia Yefimovich/dpa

Stuttgart - Auffrischungen der Impfung gegen das Coronavirus werden in Baden-Württemberg ab dem 1. September angeboten. Aber das Angebot soll auf bestimmte Personengruppen beschränkt werden.

Während über das Für und Wider von Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus gestritten wird, sind in Bayern die dritten Spritzen bereits möglich. Nach Einschätzung des Virologen Christian Drosten sind für die meisten Geimpften derlei Auffrischungsimpfung im Herbst nicht nötig. „Die Schutzwirkung der Corona-Vakzinen ist viel besser als beispielsweise bei den Influenza-Impfstoffen“, sagt er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Auch das baldige Aufkommen einer neuen Virusvariante, die gegen die verfügbaren Impfstoffe resistent ist, erwartet er nicht.

Wohl auch aus diesem Grund will Baden-Württemberg mit den Auffrischungsimpfungen noch bis zum 1. September warten. Zudem sollen sich die Angebote wie von den Gesundheitsministern beschlossen auf Pflegeheime und besondere Personengruppen wie Hochbetagte und Pflegebedürftige beschränken, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag (19. August). Berechtigt sind Menschen, die bei der Erst- und Zweitimpfung zur Prioritätengruppe eins gehört haben.

BundeslandBaden-Württemberg
HauptstadtStuttgart
Bevölkerung11,07 Millionen (2019, Eurostat)
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)

Baden-Württemberg: So erhält man ab dem 1. September eine Auffrischungsimpfung

Es gehe darum, vorrangig Menschen zu schützen, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit den Impfschutz schneller wieder verlieren als andere, sagt der Sprecher. „Nach den bisherigen Erkenntnissen der Wissenschaft sind das insbesondere die genannten Risikogruppen.“ Daher kämen andere Gruppen zunächst auch nicht infrage für die Auffrischungen. „Es liegen bislang keine validen wissenschaftlichen Daten dazu vor, ob eine Auffrischimpfung auch bei jungen, immungesunden Personen zum jetzigen Zeitpunkt bereits einen zusätzlichen Nutzen bringen“, ergänzt er.

Für die Drittimpfung sei es möglich, ab September „einfach mit Impfpass und Ausweis zu einem offenen Impfangebot der Impfzentren zu kommen“, sagt der Sprecher. Die Spritze werde aber auch vom Hausarzt oder vom Betriebsarzt gesetzt. Zu den Hochbetagten in den Pflegeheimen sollen mobile Impfteams kommen, wie schon bei der Erst- und Zweitimpfung. Die Auffrischungen werden vor allem für Alte, Pflegebedürftige und Vorerkrankte Menschen empfohlen – auch angesichts der rasch steigenden Zahl der Neuinfektionen in Baden-Württemberg. (dpa/esk)

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