Bis 22. März

Baden-Württemberg: Astra-Zeneca-Impfstopp – Hotline „116 117“ vergibt keine Termine mehr

Baden-Württemberg - Impf-Chaos nach dem vorläufigen Aus des Vakzins von AstraZeneca. Welche Folgen das für die Impfterminvergabe über „116 117“ hat:

Update vom 16. März: Wie das Land Baden-Württemberg am heutigen Dienstag mitgeteilt hat, pausiert die zentrale Impfterminvergabe des Landes über die Hotline „116 117“ oder www.impfterminservice.de bis einschließlich 22. März! Grund ist der aktuell verfügte Impfstopp für das Vakzin des Herstellers AstraZeneca. Seit Montagnachmittag (15. März) sind bundesweit Impfungen mit diesem Impfstoff vorerst ausgesetzt. Sämtliche bis einschließlich 22. März anstehenden Termine für Impfungen mit AstraZeneca müssen deswegen abgesagt werden. Spätere Termine bleiben zunächst bestehen, teilt das Land mit.

Baden-Württemberg: Online-Plattform „116 117“ für Corona-Impfungen völlig überlastet

Wer es schon selbst probiert hat, wird wissen, wovon die Rede ist: So ist es etwa am Mittwoch (10. März) fast ein Ding der Unmöglichkeit, online einen Corona-Impftermin in Baden-Württemberg* zu ergattern. Grund: Die Plattform www.116117.de ist aufgrund der Menge an Anfragen förmlich zusammengebrochen, wie der SWR berichtet. So landeten die meisten Leute in einer Art „virtuellem Warteraum“. Kaum bessere Chancen dürfte haben, wer es aktuell über die Service-Telefonnummer 116 117 versucht.

Doch warum plötzlich der enorme Ansturm an Impfanfragen? Der Grund dafür ist, dass vor ein paar Tagen weitere Personengruppen zur Impfung gegen das Coronavirus freigegeben* worden sind – insgesamt 1,7 Millionen Menschen. Der Online-Terminservice für Baden-Württemberg wird auf einer Plattform des Bundes betrieben.

BundeslandBaden-Württemberg
Einwohner11,09 Millionen
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)
HauptstadtStuttgart

Baden-Württemberg: 45.000 Impftermine am Mittwoch – das sind nicht mal zwei Prozent der Anfragen

Allein am Mittwoch habe es laut Sozialministerium in Baden-Württemberg rund 2,5 Millionen Suchanfragen und rund 870.000 Anrufe* gegeben. Letztendlich hätten jedoch nur 45.000 Termine vermittelt werden können. Somit sind Tausende leer ausgegangen und es konnten nicht mal zwei Prozent der Anfragen abgearbeitet werden.

Die anderen Anfragen landen im „virtuellen Warteraum“, wo alle Anfragen zurückgehalten werden und die völlige Überlastung der Plattform verhindert werden soll, indem Leute bewusst zurückgehalten werden. Das Call-Center, wo die Flut an Anrufern auch vorab technisch reguliert wird, kann dennoch ganz normal Termine vergeben und diese einbuchen.

Der Patientenservice 116 117 war am Mittwoch (10. März) aufgrund vieler Impftermin-Anfragen völlig überlastet.

Baden-Württemberg: Bürger müssen sich in virtuellem Warteraum gedulden

Wenn man erstmal im virtuellen Warteraum landet, wird man vertröstet: „Die Nachfrage nach Impfterminen ist weiterhin sehr viel höher als die Anzahl vorhandener Impftermine. Das liegt daran, dass einerseits nicht genügend Impfstoff zur Verfügung steht und sich zudem die Zahl der impfberechtigten Bürger stark erhöht hat. Aus diesem Grund haben wir dieses virtuelle Wartezimmer eingerichtet. Jeder, der impfberechtigt ist und sich impfen lassen möchte, wird selbstverständlich einen Termin erhalten. Wir bitten um etwas Geduld. Sie werden automatisch weitergeleitet und müssen nichts weiter tun.“ (pek) *HEIDELBERG24 und BW24 sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sascha Steinach via www.imago-images.de

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