Alle Entwicklungen im Ticker

Corona in Baden-Württemberg: Öffnen Kitas am Montag? Große Verwirrung im Land

Corona in Baden-Württemberg: Alle Entwicklungen, Zahlen und Lockerungen immer aktuell im News-Ticker: 

  • Baden-Württemberg im Kampf gegen das Coronavirus: Das Land beschließt viele Lockerungen.
  • Unter anderem werden Gaststätten, Fitnessstudios, Sportanlagen schrittweise wieder geöffnet.
  • Ministerpräsident Kretschmann empört sich über Corona-Demos in Stuttgart
  • Die aktuellen Fall- sowie die Reproduktionszahl in unserem Corona-Ticker:

+++ Alle weiteren Entwicklungen zur Corona-Pandemie in Baden-Württemberg liest Du ab sofort in unserem neuen News-Ticker. +++

Corona in Baden-Württemberg: Öffnen Kitas am Montag? Große Verwirrung im Land

Update vom 14. Mai, 21:30 Uhr: Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Donnerstag (14. Mai) vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg insgesamt weitere 143 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 33.804 an. Davon sind ungefähr 29.201 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Damit ist die Zahl der Genesenen weiterhin höher als jene der noch Erkrankten. 

Der Anteil der Fälle unter Personal in medizinischen Einrichtungen an allen übermittelten Fällen liegt bei mindestens 7,3 Prozent. Da Angaben zur Tätigkeit bei vielen Fällen noch fehlen, liegt der Anteil möglicherweise auch höher. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle im Land steigt auf 1.629 an. Unter den Verstorbenen waren 931 Männer und 698 Frauen. Das Alter lag zwischen 18 und 106 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,83 angegeben. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden.

Corona in Baden-Württemberg: machen die Kitas schon am Montag wieder auf?

Update vom 14. Mai, 17:00 Uhr: In einer Mitteilung des Kultusministeriums vom 6. Mai ist angekündigt worden, dass Kitas ab kommenden Montag (18. Mai) wieder für 50 Prozent aller Kinder geöffnet werden sollen. Damit sollen die begehrten Plätze nicht mehr ausschließlich für Eltern mit Anspruch auf Notbetreuung vorbehalten sein. Für viele berufstätige Eltern ein Grund zum Aufatmen, doch seither lassen genauere Information zur schrittweisen Öffnung auf sich warten. Zusätzlich wird das Thema in der aktuellen Corona-Verordnung gänzlich ausgeklammert – das führt vielerorts zu Verwirrung. Denn darin ist lediglich von einer „erweiterten Notbetreuung“ bis zum 15. Juni die Rede. 

So wird in einer Pressemitteilung des Deutschen Kitaverbandes gezielt gefragt: „Wo bleibt der reduzierte Regelbetrieb“. Gegenüber den Stuttgarter Nachrichten versucht das Kultusministerium die Wogen zu glätten: „Es gibt keine Abkehr von der Ankündigung des reduzierten Regelbetriebs“, betont ein Sprecher der Behörde.   

Ab dem 18. Mai soll der Betrieb schrittweise wieder bis zu 50 Prozent der Kinder aufnehmen. Außerdem arbeite man im Ministerium unter Hochdruck an einer neuen Verordnung, die ebenfalls am 18. Mai veröffentlicht werden soll. Viele Kita-Betreiber bemängeln jedoch die Informationspolitik, zumal Hygienemaßnahmen und Personalplanung kurzfristig nur schwerlich zu bewerkstelligen sind. 

Corona in Baden-Württemberg: FDP kritisiert Beschränkungen – Ruf nach mehr Öffnung

Update vom 14. Mai, 12:20 Uhr: Die FDP im Landtag sieht die geltenden Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg nicht länger als gerechtfertigt an. „Man kann jetzt, glaube ich, davon ausgehen, dass diese Coronakrise zunächst mal beherrscht ist“, sagt Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke am Donnerstag bei einer Video-Pressekonferenz in Stuttgart. In Baden-Württemberg gebe es mittlerweile mehr Intensivbetten als Infizierte. Insofern seien freiheitsbegrenzende und wirtschaftseinschränkende Maßnahmen nicht mehr gerechtfertigt. In einem wirtschaftspolitischen Positionspapier fordern die FDP-Abgeordneten daher eine engagierte Öffnungspolitik und Konjunkturimpulse für die Wirtschaft. Die Fraktion schlägt zwei Sonderkonjunkturjahre mit steuerlichen Erleichterungen, Zuschüssen und Anreizen vor, um aus der Krise zu kommen. Außerdem fordert die FDP mehr Investitionen in Digitalisierung und den Abbau von Bürokratie.

Corona in Baden-Württemberg: Patienten-Besuche ab Montag wieder möglich

Update vom 14. Mai, 8:37 Uhr: Die Corona-Lenkungsgruppe in Baden-Württemberg hat einige Lockerungen beschlossen. Ab Montag (18. Mai) dürfen unter anderem Patienten in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser besucht werden. „Pro Patient ist dann ein Besuch am Tag von maximal zwei Personen möglich", heißt es in einer Mitteilung des Staatsministeriums am Mittwochabend. Die Besucher müssen allerdings persönliche Daten hinterlassen, falls eine Kontaktverfolgung notwendig ist. 

Außerdem dürfen Kitas ab Montag wieder eingeschränkt öffnen. Es sind maximal 50 Prozent der Kinder erlaubt, die normalerweise die Einrichtung besuchen. Kinder in der erweiterten Notbetreuung oder mit besonderem Förderbedarf haben Vorrang. Für Auszubildende im ersten Lehrjahr geht zudem die beruflich Bildung wieder weiter. Schrittweise sollen dann die entsprechenden Bildungsstätten wieder öffnen. Auch die Weiterbildung an den Volkshochschulen soll dann wieder eingeschränkt möglich sein. 

Die Lenkungsgruppe "SARS-CoV-2 (Coronavirus)" ist die Schnittstelle zwischen Bund, Ländern und Kommunen in Baden-Württemberg. Sie organisiert Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Corona in Baden-Württemberg: Fallzahl steigt weiter an – Reproduktion über 1

Update vom 13. Mai, 20:25 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle ist in Baden-Württemberg auf mindestens 33.661 gestiegen. Das sind 183 mehr als am Dienstag, wie das Sozialministerium am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 1.613. Mittlerweile sind 28.868 Menschen von ihrer Infektion wieder genesen. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 1,02 angegeben. Das bedeutet, dass ein mit dem dem Coronavirus Infizierter im Schnitt mehr als eine weitere Person ansteckt. Die Zahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner liegt für Baden-Württemberg aktuell im Durchschnitt bei 7,1.

Corona-Krise: Baden-Württemberg für Lockerung der Quarantäne-Regeln

Update vom 13. Mai, 15:40 Uhr: Baden-Württemberg strebt eine Lockerung der Quarantäne-Regeln für Einreisen aus EU-Ländern an, will dabei aber auf ein bundesweit einheitliches Vorgehen setzen. Das Thema sei derzeit in Abstimmung zwischen Bund und Ländern, sagt ein Regierungssprecher von Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Mittwoch in Stuttgart. Bislang ist es wegen Corona so, dass jeder Ausländer, der einreisen darf, und jeder Deutsche, der von einer Auslandsreise zurückkehrt, für 14 Tage in Quarantäne muss. Bundesinnenminister Horst Seehofer empfahl den Bundesländern am Mittwoch, die Quarantäne nur noch bei Menschen anzuordnen, die sich zuvor in Drittstaaten aufgehalten haben - also etwa nicht mehr für Deutsche, die aus Frankreich oder aus den Niederlanden einreisen.

Baden-Württemberg: Kretschmann empört über Corona-Demos – „hochgradig beunruhigt“

Update vom 12. Mai, 20:46 Uhr: Im Land Baden-Württemberg ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen auf 33.478 gestiegen (Stand: 12. Mai), also 85 weitere Infektionen im Vergleich zum Vortag. Davon sind knapp 28.639 Personen bereits wieder genesen und 1.596 sind verstorben.

Während die Zahl der Neuinfektionen sinkt, steigt vielerorts der Unmut über die Maßnahmen der Regierung. Oft mündet dieser Unmut auch in illegalen Protestaktionen oder Demonstrationen, was bei vielen Politikern, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann, die Alarmglocken läuten lässt. „Ich bin hochgradig beunruhigt über diese Demonstrationen“, sagt der Grünen-Politiker in Stuttgart. Am Wochenende war es in der Landeshauptstadt zu Demonstrationen mit mehreren Tausend Menschen gekommen, die gegen die Corona-Verordnung und Kontaktbeschränkungen protestierten.

Doch es sind nicht nur großangelegte Demonstrationen, die Kretschmann und der Landesregierung Sorgen machen. In den vergangenen Tagen ist es zu vielen kleinen Protestaktionen im gesamten Land Baden-Württemberg gekommen. So auch in Mosbach, wo mehr als 100 Personen am „Abendspaziergang für unsere Freiheit“ teilnehmen. Hier vermeldete das Polizeipräsidium Heilbronn, dass zahlreiche Teilnehmer gegen Auflagen, wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder die Einhaltung des Mindestabstands verstoßen. Nachdem die Beamten den Veranstalter darauf hinweisen, „beendete der Versammlungsleiter die Veranstaltung kurzerhand und forderte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf, die Anweisungen der Beamten, beispielsweise bei der Personalienfeststellung, zu ignorieren.“

Baden-Württemberg: Corona-Schock in Schlachthof – rund 400 Mitarbeiter infiziert

Seit März hat sich der Alltag in Baden-Württemberg wegen des Coronavirus um 180 Grad gedreht. Das Kontaktverbot beschränkt unser soziales Leben massiv und über Wochen hinweg waren Geschäfte geschlossen. Doch durch neue Lockerungen in der Corona-Verordnung kehrt ganz langsam der Alltag wieder zurück. Denn seit Mai dürfen Läden wieder öffnen, Schulen starten schrittweise den Unterricht und auch viele Vereine können wieder aufatmen. Doch damit ist die Corona-Krise längst noch nicht vorbei. Man befinde sich nun in einer neuen Phase der Corona-Pandemie, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem öffentlichen Statement verkündet. Doch was ist jetzt eigentlich in Baden-Württemberg alles erlaubt und was weiterhin verboten? Eine Übersicht über die aktuellen Corona-Maßnahmen und die neusten Entwicklungen im Land.

Baden-Württemberg: Corona-Ausbruch in Schlachthof – rund 400 Mitarbeiter infiziert

Update vom 12. Mai, 12:42 Uhr: In einem Schlachthof in Birkenfeld bei Pforzheim ist das Coronavirus ausgebrochen. Bereits in der Vergangenheit haben sich dort Mitarbeiter infiziert, nun sind 80 weitere Menschen positiv auf Covid-19 getestet worden. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf rund 400, wie einer Sprecherin des Landratsamtes im Enzkreis am Dienstag mitteilt. In dem Schlachtbetrieb sind insgesamt 1.100 Personen angestellt, somit sind über ein Drittel an Corona erkrankt. Laut der Sprecherin habe man bereits über eine Schließung des Betriebs nachgedacht, aber den Plan wieder verworfen. Es gebe keine rechtliche Handhabe, solang die Firma sich an die Auflagen halte. Der Schlachthof wolle nun einen "Pandemieplan 2.0" erarbeiten. „Wir setzen alles daran die Abläufe in der Produktion so umzustellen, dass wir unsere Beschäftigten so gut schützen wie es geht. Die Gesundheit der Menschen, die bei uns arbeiten liegt uns am Herzen. Daher werden wir schnell daran arbeiten, meint Martin Müller, Geschäftsführer von Müller Fleisch. Es zeige sich bereits eine „deutliche Verbesserung der Situation bei Müller Fleisch“, wie das Unternehmen am Montag in einer Pressemitteilung berichtet.

150 Mitarbeiter des Schlachtshofs sind bereits wieder gesund. Sie dürfen zwar wieder zur Arbeit, aber für sie besteht weiterhin Betriebsquarantäne. Das bedeutet, dass sie nur zwischen Wohnung und Arbeit pendeln dürfen. Die infizierten Mitarbeiter, die in beengten Wohnverhältnisse lebten, sind vom Landratsamt seit einiger Zeit in Ausweichunterkünften untergebracht.

Corona-Krise in Baden-Württemberg – Kontaktverbot mit Lockerungen verlängert

Meldung vom 12. Mai, 10:10 Uhr: Bislang erlaubte das Kontaktverbot nur, dass Du Dich mit einer weiteren Person oder mit den Angehörigen Deines Haushaltes treffen durftest. Nun gibt es ein paar Lockerungen. So darfst Du Dich mit den Personen eines weiteren Hausstandes treffen – auch im öffentlichen Raum. Es ist also erlaubt, dass sich beispielsweise zwei Familien treffen und essen gehen. Außerdem darfst Du in privaten Räumen nicht mehr nur direkte Verwandte, sondern zusätzlich auch Geschwister (Seitenlinie) und deren Nachkommen (Kinder und Enkel) treffen. Darüber hinaus wird das Besuchsverbot in Krankenhäusern gelockert. Das Kontaktverbot in Baden-Württemberg gilt bis zum 5. Juni

In Baden-Württemberg gilt außerdem die Maskenpflicht beim Einkaufen, im ÖPNV, Personenfernverkehr und in Flughäfen. Kinder bis zum sechsten Lebensjahr sowie Menschen, für die ein Mundschutz unzumutbar ist, sind von der Maskenpflicht befreit.

Baden-Württemberg in der Corona-Krise – Viele Lockerungen ab Mai

Die neue Corona-Verordnung erlaubt wieder einige Dinge, die wochenlang verboten waren. Es gelten aber für alle Bereiche strenge Auflagen und Hygienemaßnahmen. Ab Montag (11. Mai) sind diese Branchen wieder geöffnet (einschließlich der Branchen, die bereits wieder geöffnet haben):

  • Fahrschulen
  • Musikschulen, Jungendkunstschulen
  • Sonnen-, Massage-, Komsetik-, Nagel-, Tatto-, Piercingstudios, Barbiere
  • Friseure dürfen gesichtsnahe Dienstleitungen ausführen
  • Spielhalle, Wettbüros, Spielbanken
  • Freiluft-Sport 
  • Hundschulen
  • Reitanlagen
  • Sportboothäfen
  • Spielplätze
  • Gottesdienste
  • Museen, Gedenkstätten
  • Zoos und botanische Gärten
  • Schulen für Abschlussklassen
  • Alle Geschäfte unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche
  • Zahnärzte (voller Leistungsumfang)
  • Luftsport
  • Campingplätze und Ferienwohnung (solange Selbstversorger)

Corona-Pandemie: Gastronomen dürfen in Baden-Württemberg wieder öffnen

Ab dem 18. Mai dürfen auch Gastronomen wieder ihre Restaurants, Cafés und Gaststätten öffnen. Doch auch hier gelten strenge Hygienemaßnahmen. So dürfen die Gäste nicht zu nah aneinander sitzen und es droht möglicherweise in einigen Lokalen eine Maskenpflicht beim Betreten des Gebäudes. 

Weil wir in den vergangenen Wochen so umsichtig waren, können wir das öffentliche Leben schrittweise weiter hochfahren“, sagt Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Durch die seit März geltenden Maßnahmen sei eine Überlastung des Gesundheitssystems vermieden, Menschenleben seien so gerettet worden. „Die Lockerungen verlangen, dass wir uns weiter verantwortungsvoll verhalten“, so Kretschmann. „Wir sind noch lange nicht durch.“

Baden-Württemberg: Fitnessstudio, Freizeitparks, Schulen und Co. – diese Lockerungen kommen an Pfingsten

Während einige Branchen wieder öffnen dürfen, müssen andere in Baden-Württemberg noch die Füße still halten. Doch auch nicht für lange. Denn bereits vor Pfingsten sollen Grundschulen und weiterführende Schulen gegebenenfalls schrittweise wieder öffnen. Auch die Kinderbetreuung soll nach und nach wieder ausgebaut werden.

Coronavirus - Gewerbliche Schule in Baden-W¸rttemberg

Für Fitnessstudios, Freizeitparks, Tanzschulen, Kletterhallen, Indoorsport- und spielhallen sowie Campingplätze und Wohnmobilstellplätze zu touristischen Zwecken und Spaß- und Freizeitbäder (nur für Schwimmkurse und -unterricht) geht ab Pfingsten der Betrieb wieder los. 

Bislang ist allerdings unklar, wann wieder Discos, Theater, Kinos, Saunen, Freibäder, Bolzplätze und Mannschaftssport wieder erlaubt dürfen. Großveranstaltungen sind bis zum 31. August verboten

Baden-Württemberg: Corona-Krise – aktuelle Fallzahlen und Reproduktionszahl

In Baden-Württemberg haben sich laut dem Sozialministerium 33.393 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind 141 mehr Erkrankte als am Vortag. Rund 28.400 Infizierte sind aber bereits wieder gesund. Abzüglich der 1.570 Todesfälle gibt es in Baden-Württemberg noch 3.423 aktive Fälle. (Stand: 11. Mai)

Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 1,21 angegeben. Das bedeutet im Mittel, dass ein mit dem Coronavirus Infizierter etwas mehr als eine weitere Person ansteckt. Ziel ist es, die Reproduktionsrate unter 1 zu halten, da sich ansonsten das Coronavirus bereits innerhalb eines kurzen Zeitraums schnell verbreiten kann. Das folgende Diagramm zeigt eine beispielhafte Entwicklung der Corona-Infizierten: 

Die Entwicklung der Corona-Infizierten nach der Reproduktionszahl binnen 14 Tage (Daten vom 11. Mai)

Bund und Länder haben eine Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen: Die 7-Tage-Inzidenz. Tritt in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tagen auf, können die bereits getroffenen Lockerungen wieder rückgängig gemacht und die Corona-Regelungen verschärft werden. In Baden-Württemberg liegt der Wert aktuell im Durchschnitt bei 7,6. 

jol

Quelle: Mannheim24

Rubriklistenbild: © dpa/Hauke-Christian Dittrich

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