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Pünktlich zum Ferienende in BW – Gewerkschaft Deutscher Lokführer droht mit Warnstreiks

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Von: Daniel Hagen

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In Baden-Württemberg könnten die Lokführer bald in den Warnstreik gehen – und damit zum Ferienende jede Menge Chaos verursachen. Alle Infos zum aktuellen Stand:

Wenn Reisende in dieser Woche aus dem Urlaub kommen, weil die Sommerferien der Kinder am (10. September) zu Ende gehen, könnte sie eine böse Überraschung erwarten. Denn die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat angekündigt, möglicherweise Warnstreiks in Baden-Württemberg durchzuführen! Grund dafür ist ein scheinbar unüberwindbarer Streit mit der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG).

Pünktlich zum Ferienende im Südwesten – Lokführer-Gewerkschaft droht mit Warnstreiks

Am Sonntag hat Gewerkschaftschef Claus Weselsky gedroht, Streiks seien ab Montag (5. September) „vorprogrammiert“, falls der landeseigene Konzern nicht bereit sei, mit der GDL über einen einheitlichen Tarifvertrag für alle seine Mitarbeiter zu verhandeln – was SWEG laut einer Sprecherin aber ablehne. Sollte die GDL ihre „Blockadehaltung“ beibehalten, müssten Fahrgäste in den kommenden Tagen mit Streiks rechnen.

Das Unternehmen schließt bisher kategorisch aus, einen einheitlichen Tarifvertrag für alle rund 1.800 Mitarbeiter des Konzerns auszuhandeln. Bei den Verhandlungen gehe es schließlich nur um ein neues Regelwerk für die Tochter SWEG Bahn Stuttgart GmbH. Wann genau es zu Warnstreiks kommen könnte, steht noch nicht fest. Die SWEG werde die Fahrgäste aber „rechtzeitig informieren“. Erst am Freitag hat es auch bei der Lufthansa einen Warnstreik gegeben, durch den hunderte Flüge gestrichen worden sind.

Zahlreiche Fahrgäste von Warnstreik der GDL in Baden-Württemberg betroffen

Von Streiks bei der SWEG könnten Fahrgäste in mehreren Landesteilen von Baden-Württemberg betroffen sein. Das Unternehmen betreibt Regionalzüge unter anderem in der Ortenau und im Breisgau sowie über die SWEG Bahn Stuttgart, die ehemaligen Abellio-Regionallinien unter anderem zwischen Stuttgart, Bruchsal und Heidelberg sowie zwischen Tübingen und Heilbronn.

„Wir brauchen am Ende der Sommerferien alles, aber keine Streiks. Das würde zu einem massiven Chaos führen“, mahnt der verkehrspolitische Sprecher der Landtags-FDP, Christian Jung. Die Landesregierung müsse über ihre Vertreter im Aufsichtsrat der SWEG auf eine Lösung des Streits hinwirken. (dh mit dpa)

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