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Baden-Württemberg: Hitzerekord, Badeunfälle und heftige Unwetter – die Bilanz der Polizei

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Von: Klaudia Kendi-Prill

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Das Unwetter über Baden-Württemberg führt zu Überschwemmungen und Straßensperrungen.
Das Unwetter über Baden-Württemberg führt zu Überschwemmungen und Straßensperrungen. © Aaron Klewer / Einsatz-Report24

Baden-Württemberg - Freitag, der 18. Juni, war ein Tag der Gegensätze: Nachdem eine Stadt im Südwesten einen Hitzerekord aufstellt, ziehen heftige Gewitter über das Land:

Mit Tageshöchsttemperaturen von jeweils 36,2 Grad waren Bernburg an der Saale in Sachsen-Anhalt und Waghäusel-Kirrlach in Baden-Württemberg am Freitag die bundesweit heißesten Orte. Nach Sachsen-Anhalt ging auch Platz drei: In Seehausen in der Altmark wurden in der Spitze 35,8 Grad gemessen, wie es am Abend beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach hieß. Insgesamt sei es im Nordosten Deutschlands am wärmsten gewesen, in der Region seien gleich an mehreren Stationen Werte nahe 36 Grad gemessen worden.

Baden-Württemberg: Mehrere Badeunfälle fordern Todesopfer

Gleichzeitig lockte die Hitze die Menschen ans Wasser, was zu mehreren Badeunfällen am Freitag führte. Ein Mann ging nach Polizeiangaben in Baden-Württemberg im Karlssee auf dem früheren Gelände der Bundesgartenschau (Buga) unter. Der 22-Jährige konnte zwar von Tauchern der Feuerwehr geborgen und reanimiert werden, starb jedoch anschließend im Krankenhaus. Ein 26-Jähriger, der im Waldsee bei Hesselhurst untergegangen ist, konnte durch einen Taucher der DLRG aus 12 Metern Tiefe gerettet werden. Nach Reanimationsmaßnahmen wurde der junge Mann in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er im Laufe der Nacht verstarb.

Auch am Niederwaldsee in Zwingenberg kommt es am Freitagabend zu einem Badeunfall: Ein 23-jähriger Mann aus Lorsch ging beim Schwimmen im See plötzlich unter. Von zu Hilfe geeilten anderen Badegästen konnte er nach mehreren Minuten unter Wasser entdeckt und ans Ufer gebracht werden. Nach erfolgreicher Reanimation wurde der Verunfallte schließlich in ein Krankenhaus gebracht.

Baden-Württemberg: Starke Unwetter und Überschwemmungen

Doch nicht nur am Tag, sondern auch in der Nacht kam es aufgrund des Wetters zu zahlreichen Polizeieinsätzen. Im Südwesten Deutschlands gab es in der Nacht heftige Unwetter. Am stärksten traf es hierbei den südlichen Landkreis Karlsruhe, Pforzheim und Landau bei Germersheim.

Eine überschwemmte Straße in Karlsbad-Langensteinbach.
Eine überschwemmte Straße in Karlsbad-Langensteinbach. © Aaron Klewer / Einsatz-Report24

Die Regionen rund um Ettlingen, Malsch, Waldbronn, Pfinztal und Karlsbad wurden vom Regen überschwemmt. Der Sturm ließ Bäume umstürzen und Blitze schlugen ein. Im Karlsruher Stadtteil Stupferich floss das Wasser und der Schlamm der Straße entlang.

Die Feuerwehr muss in der Nacht auf Samstag zu zahlreichen Einsätzen ausrücken.
Die Feuerwehr muss in der Nacht auf Samstag zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. © Aaron Klewer / Einsatz-Report24

Die Feuerwehren mussten hier zu schätzungsweise etwa 100 Einsatzstellen ausrücken. Mehrere Straßenzüge in Karlsbad-Langensteinbach wurden überflutet und standen einen halben Meter unter Wasser. Dutzende Blitze schlugen ein und sorgten für Schwelbrände in Dachstühlen und Stromausfällen. Starkregen überschwemmte die Fahrbahn zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-West und Karlsbad. Die A8 bei Pforzheim (Baden-Württemberg) musste gesperrt werden. (kp mit dpa)

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