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Corona: Schock bei Impf-Ranking – so mies schneidet Baden-Württemberg ab

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Von: Josefine Lenz

Baden-Württemberg liegt im Impf-Ranking bundesweit ganz hinten. Bislang haben sich über 100.000 Bürger gegen Corona impfen lassen. Allerdings hindern Lieferengpässe die weiteren Impfungen:

Am 27. Dezember 2020 haben sich in Deutschland die ersten Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Damit begann man die ersten Schritte auf einem langen Weg zurück zur Normalität. Denn nur mit einer flächendeckenden Impfung kann die Corona-Pandemie beendet werden. Bislang steht der Impfstoff von BionTech und Pfizer der Bevölkerung zur Verfügung, weitere Firmen werden aber im Laufe der Zeit noch folgen. Während sich allerdings überall in Deutschland die Menschen impfen lassen, kommt Baden-Württemberg als einziges Bundesland nur langsam voran.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Bundesland ist Schlusslicht im Impf-Ranking

Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht regelmäßig den aktuellen Stand der Corona-Impfungen in Deutschland und listet hierfür die einzelnen Bundesländer auf. Seit Impfstart haben sich über eine Million Menschen bundesweit gegen Covid-19 geimpft. Was dabei auffällt: Baden-Württemberg schneidet dabei am schlechtesten ab.

Am Freitag (16. Januar) lag die Impfquote der durchgeführten Corona-Impfungen pro 1.000 Bewohner bei nur 9,0. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Quote im Schnitt bei 12,6. In Mecklenburg-Vorpommern befindet sich der Wert sogar bei über 23.

Laut Robert-Koch-Institut wurden in Baden-Württemberg bislang nur 100.163 Menschen gegen Corona geimpft – dabei hat das Bundesland die drittgrößte Bevölkerung mit rund 11 Millionen Einwohnern. Doch warum ist das so?

Corona-Impfung in Baden-Württemberg: Lieferengpässe bei Impfdosen von BioNTech und Pfizer

Der Rückstand der Corona-Impfungen in Baden-Württemberg könnte unter anderem an den Lieferengpässen von Pfizer und BioNtech liegen. Die Unternehmen teilten mit, dass wegen Umbauten die Liefermenge für die nächsten drei bis vier Wochen nicht eingehalten werden kann. Deshalb fehlt es nun überall an Impfstoff.

Baden-Württemberg hat sich bewusst dazu entschieden, die Hälfte der Lieferungen für die Zweitimpfung zurückzuhalten. Unser Ziel ist es, dass jeder, der einen Termin vereinbart, auch wirklich die notwendige Erst- und Zweitimpfung erhält, obwohl unsere Impf-Infrastruktur deutlich mehr zulässt. Baden-Württemberg setzt auf Sicherheit und Zuverlässigkeit“, sagt Gesundheitsminister Manne Lucha dazu. Die nächste Lieferung des Corona-Impfstoffes soll voraussichtlich am 21. Januar in Baden-Württemberg ankommen.

Je mehr Impfstoff wir zur Verfügung haben, desto mehr Menschen erhalten Termine. Wir in Baden-Württemberg stehen bereit. Die Infrastruktur ist da, tausende Ärzte, medizinische Fachangestellte und Freiwillige stehen bereit, um diese wirklich historische Aufgabe zu stemmen – eine ganze Bevölkerung zu impfen. Die Impfung bleibt freiwillig! Momentan ist die Nachfrage aber viel größer als das Angebot. Ich verstehe die Enttäuschung all jener, die jetzt noch nicht zum Zug kommen, weil die Termine so schnell vergriffen sind. Bitte haben Sie noch etwas Geduld, die Lage wird sich entspannen. Bis dahin müssen wir alle achtsam miteinander sein und die strengen Corona-Regeln einhalten. Und seien Sie versichert: Jeder Impfstoff, der hier in Baden-Württemberg ankommt, wird sofort vergeben“, appelliert Lucha in Stuttgart.

Manne Lucha trägt eine Maske
Manne Lucha erklärt, dass es keine Impfpflicht geben wird. (Archivfoto) © picture alliance/dpa / Uwe Anspach

Corona-Impfung in Baden-Württemberg: Wer wird zuerst geimpft?

In Baden-Württemberg können täglich rund 6.500 Menschen geimpft werden. Neben den Impfzentren in Städten gehen ab dem 22. Januar auch Kreisimpfzentren an den Start. Zunächst werden Bürger im Alter von über 80 Jahren sowie ärztliches und pflegerisches Personal gegen Corona geimpft. „Allein diese Personengruppe macht bei uns im Land rund 1 Million Menschen aus, die derzeit impfberechtigt sind“, erklärt der baden-württembergische Gesundheitsminister und fügt hinzu: „selbstverständlich würden wir gerne allen Bürgerinnen und Bürgern ein sofortiges Impfangebot machen, doch die Menge an verfügbarem Impfstoff reicht leider dafür noch nicht aus. Ich bin optimistisch, dass mit den neuen Zulassungen von Moderna und in Kürze wohl auch von Astrazeneca und Johnson & Johnson etwas Entspannung eintritt.“

Wer wird zuerst geimpft – alle Personengruppen auf einen Blick

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