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Baden-Württemberg: Lockerung der Terminvergabe – Diese Menschen sind ab Montag impfberechtigt

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Von: Eliran Kendi

Baden-Württemberg lockert im Kampf gegen das Coronavirus die Impftermin-Vergabe. Wer ab Montag (3. Mai) an der Reihe ist und was es zu beachten gilt, erfährst Du hier:

Vom kommenden Montag an öffnet Baden-Württemberg die Vergabe von Impfterminen für alle Menschen mit Vorerkrankungen aus der dritten Prioritätsgruppe. Dazu gehören nach Auskunft des Sozialministeriums etwa behandlungsfreie Krebserkrankungen, HIV, Rheumaerkrankungen und Autoimmunerkrankungen, Herzerkrankungen,
Asthma oder Adipositas. Impfberechtigt sind der Mitteilung zufolge auch jeweils bis zu zwei Kontaktpersonen von Menschen, die wegen einer dieser Erkrankungen oder aufgrund des Alters von über 60 Jahren pflegebedürftig sind. „Noch etwas gedulden müssen sich die Beschäftigten von Berufsgruppen aus der dritten Priorität. Mit der Öffnung dieser Stufe wird, abhängig von den Impfstofflieferungen, etwa Mitte Mai gerechnet“, beschwichtigt Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) einer Pressemitteilung zufolge.

BundeslandBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
Fläche35.751,46 km²
Einwohnerzahl11.100.394 (Stand: 31. Dezember 2019)
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)

Baden-Württemberg: Weiterer Öffnungsschritt bei Impftermin-Vergabe – Attest und Kontaktpersonen

Mit dem weiteren Öffnungsschritt werden ab kommender Woche rund 1,5 Millionen weitere Menschen impfberechtigt. Als Nachweis für die Impfberechtigung diene ein Attest des behandelnden Arztes, so Lucha.

Lediglich für den Gang ins Impfzentrum ist dabei ein Attest vom Arzt als Impfbescheinigung erforderlich, heißt es auf der Website des Sozialministeriums. In diesem Zusammenhang wird darum gebeten, erst dann ein Attest in der Praxis des behandelnden Arztes oder der Ärztin anzufordern, wenn ein Impftermin im Impfzentrum vereinbart wurde, am besten erst wenige Tage vor dem vereinbarten Termin.

Für die Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen werde es wie bisher eine Vorlage für eine entsprechende Selbstbescheinigung auf der Homepage des Sozialministeriums geben. Diese werde bis Montag online gestellt. Sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe, werde die Priorisierung nicht mehr gebraucht, kündigt Lucha an. „Wenn andere Bundesländer die Priorisierung aufheben, heißt das nicht, dass alle Berechtigten schnell einen Termin bekommen. Es bewerben sich schlicht und einfach noch viel mehr Menschen um dieselbe Anzahl an Impfterminen.“

Am zentralen Impfzentrum Heidelberg werden ab Montag (3. Mai 2021) der dritten Prioritätsgruppe gegen das Coronavirus geimpft (Archivfoto).
Am zentralen Impfzentrum Heidelberg werden ab Montag (3. Mai 2021) der dritten Prioritätsgruppe gegen das Coronavirus geimpft (Archivfoto). © HEIDELBERG24/Eliran Kendi

Baden-Württemberg: Unternehmen wollen bei Impfungen mitmachen

Bereits jetzt machen die Unternehmen im Land Druck, möglichst bald selbst mit den Impfungen gegen das Coronavirus beginnen zu können. Auch hier verwiest der Gesundheitsminister auf den knappen Impfstoff; zugleich macht er den Firmenchefs aber auch Hoffnung:

Die Betriebsärzte seien die dritte Säule bei den Impfungen neben den Impfzentren und Hausärzten, sagt der Minister beim Besuch des Pilotprojekts für Impfungen von Betriebsärzten beim Kranhersteller Liebherr in Ehingen am Dienstag (27. April)

Mit dem Modellversuch beim Kranhersteller Liebherr im Alb-Donau-Kreis sollen Abläufe und Lieferketten für die Impfungen von Betriebsärzten geprobt und offene Fragen geklärt werden. Das Unternehmen soll dafür 200 Impfdosen AstraZeneca des Kreisimpfzentrums Ehingen erhalten haben. Geimpft werden damit in dieser Woche Beschäftigte über 60 Jahre, da nur sie derzeit impfberechtigt sind. Eine Fortsetzung des Modellversuchs in Ehingen ist derzeit nicht geplant.

Baden-Württemberg: Landesgesundheitsminister fordert mehr Impfdosen vom Bund

Zukünftig sollen Impfzentren und Hausärzten jeweils bis zu 400.000 tägliche Impfungen verabreichen können. Die Betriebsärzte werden schon bald bis zu 200.000 tägliche Impfungen übernehmen, sagt der Grünen-Politiker. Bis wann genau dies der Fall sein werde, hänge von den Impfstoff-Lieferungen des Bundes ab. Mit einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe er um eine Million zusätzliche Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca gebeten, sagt Lucha. (esk mit dpa)

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