1. Heidelberg24
  2. Region

In Fernverkehr und ÖPNV – bald keine Maskenpflicht mehr in Baden-Württemberg

Erstellt:

Von: Teresa Knoll

Kommentare

Baden-Württemberg - Anfang Februar wird eine der letzten Maßnahmen der Corona-Pandemie abgeschafft werden: Sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr gilt dann keine Maskenpflicht mehr.

Update vom 13. Januar, 13:05 Uhr: Zum 2. Februar soll die Maskenpflicht auch im öffentlichen Fernverkehr fallen. Das teilt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Freitag in Berlin mit. Die Bundesregierung kann die Maßnahme per Rechtsverordnung ganz oder teilweise aussetzen. „Wir müssen einfach mehr auf Eigenverantwortung und Freiwilligkeit setzen“, so Lauterbach.

Im öffentlichen Nahverkehr wurde die Maskenpflicht in Bayern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein bereits abgeschafft. Berlin, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg planen eine Aufhebung bis spätestens Anfang des kommenden Monats. Über den 2. Februar hinaus gilt die Maskenpflicht dann lediglich noch in Kliniken, Pflegeheimen, Arztpraxen und anderen Gesundheitseinrichtungen.

Bald keine Maskenpflicht in Baden-Württemberg mehr im ÖPNV – wann es so weit ist

Erstmeldung vom 11. Januar, 12:58 Uhr: Der Alltag verläuft schon fast wieder wie vor der Corona-Pandemie. Ab 31. Januar soll dann eine der letzten Schutzmaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus enden: Baden-Württemberg schafft ab Ende Januar die Pflicht zum Tragen einer Maske im öffentlichen Nahverkehr ab. Über den Vorschlag muss noch abgestimmt werden, er soll aber bestimmt angenommen werden.

Keine Masken mehr im ÖPNV: Pflicht soll Ende Januar entfallen

Baden-Württemberg will wie andere Länder auch die Maskenpflicht im ÖPNV abschaffen. Ab dem 31. Januar soll die Pflicht aufgehoben werden, wenn es nach den Plänen von Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) geht. Das erfährt die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch (11. Januar) auf Nachfrage. Der Vorschlag soll noch regierungsintern abgestimmt werden, gilt aber als unumstritten. Die derzeitige Corona-Verordnung ist noch bis zum 30. Januar gültig.

Mit dem Ende der Maskenpflicht würde eine der letzten großen Einschränkungen aus Zeiten der Corona-Pandemie entfallen. „Das ist ein konsequenter Schritt unseres stufenweisen Vorgehens in der Pandemiebewältigung“, sagt Lucha der dpa. „Nachdem wir Ende des vergangenen Jahres bereits die Isolationspflicht für Infizierte abgeschafft haben, gehen wir nun den nächsten Schritt.“ Bei Fastnachtsumzügen sieht die Lage allerdings etwas anders aus: In Rheinland-Pfalz muss nicht nur Frankenthal wegen strenger Auflagen den Umzug absagen.

Baden-Württemberg: Maske-Tragen im Nahverkehr bald nur noch freiwillig

Nach Einschätzung des Landesgesundheitsamts lasse die Infektionslage eine Aufhebung der Maskenpflicht im ÖPNV aller Voraussicht nach Ende Januar zu. Mancher fühlt sich mit der Maske aber vielleicht noch sicherer, gerade in beengten Verhältnissen in Bus und Bahn. „Selbstverständlich spricht nichts gegen ein freiwilliges Tragen der Maske. Besonders vulnerable Menschen können sich so vor der Ansteckung mit Viren schützen.“ Eine allgemeineine Verpflichtung zum Maske-Tragen im Nahverkehr sehe man dann aber nicht mehr.

„Die Pandemie ist vorbei“, sagte auch der Virologe Christian Drosten Ende 2022. Eine entscheidende Hilfe im Kampf gegen das Virus waren sicher auch die Impfungen. Der Rhein-Neckar-Kreis zieht Bilanz zu den gespritzten Impfdosen.

Ende der Maskenpflicht im ÖPNV: Schon in vielen Bundesländern Realität

Über die Maskenpflicht im Nahverkehr können die Bundesländer selbst bestimmen. Immer mehr Länder kippen diese nun. Bayern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein haben sie bereits abgeschafft. Berlin, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen wollen sie bis spätestens Anfang des kommenden Monats aufheben. Damit wird nun auch in nicht von der Union geführten Bundesländern die Pflicht zum Tragen einer Maske in Bus und Bahn aufgehoben.

Bei der Maskenpflicht im Fernverkehr sieht es etwas anders aus: Hier ist der Bund zuständig. Nach geltendem Infektionsschutzgesetz sind hier noch bis 7. April FFP2-Masken vorgeschrieben. Die Bundesregierung könnte dies aber per einfacher Verordnung ändern. Unter anderem die FDP drängt auf ein vorzeitiges Ende der Pflicht im Fernverkehr. Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hält ein vorzeitiges Ende der Maskenpflicht im Fernverkehr und in Gesundheitseinrichtungen für möglich.

Keine Maskenpflicht in BW mehr: Bald auch im Fernverkehr?

Mit der Abschaffung der Maskenpflicht im Fernverkehr ist man vorsichtiger. „Es kann schon sein, dass wir die Maskenpflicht früher abschaffen“, sagte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dem „Stern“. „Aber ich will mich da nicht auf ein Datum festlegen.“ Wichtig sei, die Lage sehr genau zu beobachten und dann zu bewerten. Derzeit sei es „noch zu früh“. „Wir haben noch volle Kliniken und Ausfall beim Personal.“

Die FDP fordert, dass die Pflicht zum Tragen einer Maske völlig entfällt. „Wir sollten uns schnellstmöglich verständigen, die Maskenpflicht in eine Empfehlung umzuwandeln. So wie es im Flugverkehr schon lange der Fall ist“, so FDP-Gesundheitspolitikerin
Christine Aschenberg-Dugnus. Dass von Bayern bis Schleswig-Holstein auf ein und derselben Strecke im ICE eine Maskenpflicht gelte und im Regionalverkehr nicht, sei nicht mehr vermittelbar. (dpa/resa)

Auch interessant

Kommentare