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Corona in BW: Neue Verordnung! Teil-Lockdown für Ungeimpfte möglich

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Von: Katja Becher

Baden-Württemberg – Seit 16. September gilt eine neue Corona-Verordnung in BW – mit strengen Regeln für Ungeimpfte. Welche Werte man jetzt kennen sollte:

Im Kampf gegen das tödliche Coronavirus gelten in Baden-Württemberg seit Donnerstag (16. September) strengere Regeln für Ungeimpfte. Die neue Corona-Verordnung mit einem dreistufigen Alarmsystem wurde am Mittwoch im Kabinett von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) beschlossen.  Künftig bestimmen nicht länger die Infektionszahlen über die Freiheiten im Alltag, sondern die Lage in den Kliniken. Dort liegen vor allem die Ungeimpften - und für die könnte der Herbst im Südwesten sehr ungemütlich werden.

Was genau sich mit der neuen Corona-Verordnung von Baden-Württemberg ab Donnerstag ändert – und welche Kennziffern für die Verschärfung der Regeln nun wichtig werden:

Verordnung von Baden-Württemberg: Alarmsystem bestimmt Regeln für Ungeimpfte

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz spielt in der neuen Verordnung keine Rolle mehr, zumindest als Gradmesser für Einschränkungen. Stattdessen dreht sich nun alles um die Auslastung der Krankenhäuser. Zwei Werte stehen im Mittelpunkt: Die Hospitalisierungsinzidenz, die beschreibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche wegen einer Corona Infektion ins Krankenhaus müssen. Und die absolute Auslastung der Intensivbetten mit Covid-Patienten im Land, der sogenannte AIB-Wert. Je nach Stufe, werden die Regeln für Ungeimpfte weiter verschärft:

Beschäftigte und Selbstständige, die direkten Kontakt zu Kunden, Besuchern, Lieferanten und Dienstleistern haben, müssen sich in der Warn- und Alarmstufe künftig zweimal die Woche testen lassen. Außerdem zahlt das Land Ungeimpften ab sofort im Quarantänefall keine Verdienstausfälle mehr.

Corona-Verordnung von Baden-Württemberg: Ich kann mich nicht impfen lassen – was jetzt?

Die neue Corona-Verordnung von Baden-Württemberg sieht Ausnahmen vor - so sind Menschen von den Einschränkungen ausgenommen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Auch Schwangere und Stillende, für die es erst seit wenigen Tagen eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission gibt, sind von der PCR-Pflicht und der 2G-Beschränkung ausgenommen. Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre gelten die Einschränkungen grundsätzlich ebenfalls nicht. 

Corona-Verordnung von Baden-Württemberg: Dürfen Ungeimpfte noch einkaufen?

Ja. Auch in der Warnstufe ändert sich im Handel nichts. In der Alarmstufe gilt allerdings die 3G-Regel im Handel - also müssen Ungeimpfte einen Antigentest vorweisen. Ausgenommen von den Einschränkungen sind Geschäfte der Grundversorgung wie Supermärkte, Märkte im Freien und Abhol- und Lieferangebote.

Die neuen Einschränkungen in Baden-Württemberg könnten bereits in ein paar Tagen in Kraft treten. Allerdings gelten Wartefristen bis zur Ausrufung der Stufen. Für die nächsthöhere Stufe muss der Schwellenwert der Hospitalisierungsinzidenz an fünf oder die Auslastung der Intensivbetten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen erreicht sein. Das Gesundheitsministerium rechnet dem Vernehmen nach damit, dass Ende September die Warnstufe ausgerufen wird. (kab/dpa)

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