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Winfried Kretschmann: Klare Worte bei Neujahrsansprache – „Unsere Ordnung wird halten“

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Von: Daniel Hagen

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Winfried Kretschmann
Winfried Kretschmann zeigt sich in Neujahrsansprache kämpferisch. © Bernd Weißbrod/dpa

Baden-Württemberg - In seiner Neujahrsansprache blickt Winfried Kretschmann zurück auf das Jahr 2021 und den Umgang mit der Pandemie. Dabei zeigt er sich auch kämpferisch.

Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende zu. In wenigen Stunden ist das Jahr 2021 Geschichte und wir beginnen ein neues Kapitel. Doch 2022 stehen wir vor dem gleichen Problem, das uns schon seit längerer Zeit plagt – das Coronavirus! Darauf geht natürlich auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann in seiner Neujahrsansprache ein, die am Freitag (31. Dezember) ab 19:55 Uhr auf dem SWR zu sehen sein wird. Zeitgleich wird auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer reden. Worüber der Landesvater spricht und welche Probleme er sieht:

NameWinfried Kretschmann
Geboren17. Mai 1948 in Spaichingen
EhepartnerinGerlinde Kretschmann (verh. 1975)
ParteiBündnis 90/Die Grünen
AmtMinisterpräsident von Baden-Württemberg seit 2011
KinderJohannes Kretschmann, Irene Kretschmann, Albrecht Kretschmann

Neujahrsansprache 2022: Winfried Kretschmann über die Pandemie und die Impfpflicht

Nach einem weiteren Corona-Jahr mit Impfungen, Einschränkungen und Ansteckungen versucht Winfried Kretschmann zum Jahreswechsel, Hoffnung und Zuversicht zu verbreiten. „Wir alle sind wund gerieben.
Es knirscht und ächzt im Gebälk unserer Demokratie“, sagt der Grünen-Politiker in seiner Neujahrsansprache. „Aber ich verspreche Ihnen: Am Ende wird unsere Ordnung halten, und wir werden alle unsere Freiheiten zurückgewinnen!“ Die Gesellschaft sei dem Virus nicht machtlos ausgesetzt. Sie müsse aber alle Mittel nutzen, die ihr gegen das Virus zur Verfügung stünden.

Ein wichtiger Punkt zur Bekämpfung der Pandemie ist eine möglicherweise kommende Impfpflicht. „Wir sind in einer Ausnahmesituation und müssen außergewöhnliche Maßnahmen wie die Impfpflicht ergreifen. Aber wir tun das auf dem festen Fundament unserer Demokratie. Das bedeutet einerseits, Menschen nicht auszugrenzen, die anderer Meinung sind. Aber es bedeutet andererseits auch, dass sich alle an die Regeln halten müssen“, sagt Kretschmann. Zudem sei eine rote Linie überschritten, wenn Ärzte, Wissenschaftler und Polizisten bedroht werden würden. Dieses Verhalten kann man aktuell auf als „Spaziergängen“ getarnten Querdenker-Demos im ganzen Land beobachten.

Winfried Kretschmann dankt in Neujahrsansprache allen, die solidarisch sind

Kretschmann bedankte sich zudem bei den älteren Menschen, deren Erfahrung, Gelassenheit und Zähigkeit in der Krise ganz besonders gefragt seien, und bei denen „in der Mitte des Lebens“, für deren Generation die
Pandemie eine große Bewährungsprobe sei. „Sie sind diejenigen, die diese Krise stemmen“, sagt Kretschmann. Kinder und Jugendliche, Auszubildende und Studierende würden zudem in der Entdeckungsphase des Lebens von der Corona-Krise getroffen. „Ihr wart es, die sich in den ersten Wellen besonders zurückgenommen haben, um die Älteren zu schützen. Und das tut ihr noch immer“, betont der Ministerpräsident.

In seiner kurzen Ansprache ruft der Regierungschef die Menschen in Baden-Württemberg zudem auf, sich gemeinsam gegen die Pandemie zu stemmen. „Wenn Sie mich fragen: Kommen wir aus diesem Schlamassel wieder heraus? Dann ist meine Antwort: Ja, das werden wir!“, sagte er zudem. „Wir werden die Pandemie in die Knie zwingen, mit unserer Zähigkeit, unserem Ideenreichtum, mit Solidarität und gelebtem Miteinander.“ (dpa/dh)

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