Polizeiliche Kriminalstatistik

Weniger Wohnungseinbrüche im Land

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Die Zahl der Wonungseinbrüche im Südwesten ist zurückgegangen (Symbolfoto).

Mannheim/Heidelberg - Die Zahl der Wohnungseinbrüche im Südwesten ist 2015 um neun Prozent zurück gegangen. Das berichtet Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Wohn ungseinbrüche 2015 um neun Prozent gesunken. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik hervor.

Die Trendumkehr ist geschafft“, meint Innenminister Reinhold Gall (SPD) mit Blick auf die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle im Südwesten: „Unsere Polizei leistet sehr gute Arbeit. Mit vereinten Kräften ist es gelungen, vergleichsweise mehr Täter dingfest zu machen.

Insgesamt verzeichnete die Polizei in Baden-Württemberg 2015 12.255 Fälle von Wohnungseinbrüchen (2014: 13.483), ein Rückgang von 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Aufklärungsquote konnte zwar auf ein Fünf-Jahres-Hoch verbessert werden, beträgt aber lediglich 17,3 Prozent (2014: 14 Prozent). Der Anteil der Einbruchsversuche liegt bei 44,1 Prozent (2014: 42,9 Prozent).

Für den Innenminister ein Indiz dafür, dass sowohl technische Schutzmaßnahmen vor Einbruch wie auch aufmerksame Nachbarschaft sehr wirksam seien. Die Zahl der Beratungen der Polizei zur technischen Einbruchsicherung war vergangenes Jahr nochmals um rund 25 Prozent auf insgesamt 19.162 (2014: 15.286) Beratungen gestiegen.

Deutlicher Rückgang in Heidelberg

Das Polizeipräsidium Mannheim befasste sich 2015 mit 1.492 Fällen von Wohnungseinbrüchen, elf Prozent weniger als im Vorjahr. Etwas mehr als jeden fünften Einbruch (21,8 Prozent) konnten die Beamten aufklären (2014: 17,5 Prozent).

Während die Zahl der Einbruchsfälle im Stadtkreis Mannheim mit knapp 600 relativ unverändert blieb, gingen die Einbrüche in Heidelberg um knapp 50 Prozent zurück: Von 389 im Jahr 2014 auf 201 in 2015 (-46,5 Prozent).

Im Rhein-Neckar-Kreis (698, 2014: 701) und im Neckar-Odenwald-Kreis (90, 2014: 87) blieb die Zahl der Einbruchsdelikte 2015 unverändert.

Der durch Wohnungseinbrüche entstandene Sachschaden beläuft sich 2015 auf ca. 650.00 Euro, im Jahr zuvor waren es noch knapp 1,9 Millionen Euro.

Immer mehr „nichtdeutsche“ Tatverdächtige

Als „besorgniserregend“ bezeichnet Innenminister Gall „die Analy se der ermittelten 1.203 Tatverdächtigen“: Mehr als 55 Prozent davon sind Nichtdeutsche! Darunter seien auch 230 Asylbewerber. 

Insbesondere georgische Staatsangehörige stellten nach ihrer Einreise häufig Asylanträge und begingen in der Zeit des Asylverfahrens, das in der Regel mit der Ablehnung endet, vermehrt Eigentumsdelikte. „Nach solchen Straftaten wie Einbrüchen muss der Aufenthalt dieser angeblichen Flüchtlinge möglichst rasch beendet werden“, betont der Innenminister.

Die kriminalpolizeilichen Erkenntnisse wiesen oftmals auf banden- beziehungsweise serienmäßig handelnde und sehr mobile Täter hin, die von hier wohnenden Landsleuten bei der Tatbegehung organisatorisch sowie logistisch unterstützt werden.

Wir dürfen jetzt im Kampf gegen marodierende Banden nicht nachlassen, trotz enormer zusätzlicher Belastungen für unsere Polizei durch die islamistische Terrorgefahr und besonderer Herausforderungen durch die Zuwanderung von Flüchtlingen“, mahnt Landespolizeipräsident Gerhard Klotter. Diese drei Aufgabenfelder sind für Klotter auch die Handlungsschwerpunkte der baden-württembergischen Polizei für das Jahr 2016.

Innenministerium Baden-Württemberg/pol/rmx

Quelle: Mannheim24

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