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Bammental: Bluttat mit Machete und Messer – Schüsse auf Täter (23)

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Von: Marten Kopf

Spurensicherung am Tatort in Bammental.
Spurensicherung am Tatort in Bammental. © PR-Video/Priebe

Bammental - Polizei-Schüsse nach Messerattacke in einem Wohnhaus: Drei Menschen werden am Mittwochmorgen (15. September) schwer verletzt. Neue Details zur Bluttat:

Update vom 16. September, 14:24 Uhr: Am frühen Nachmittag geben Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung neue Details zu der Tat bekannt. Demnach gehen am Mittwochmorgen (15. September) um kurz vor 3 Uhr im Lagezentrum des Polizeipräsidiums Mannheim mehrere Notrufe wegen eines gewalttätigen Mannes ein, der ein Messer bei sich habe. Die daraufhin vor Ort eintreffenden Polizeibeamten treffen einen 23-jährigen Mann an, der sich ihnen maskiert mit einem Motorradhelm und einer Machete in den Händen nähert.

Der nachdrücklichen Aufforderung, diese abzulegen, leistet der Mann keine Folge, weshalb es zum Schusswaffengebrauch durch die Polizeibeamten kommt. Hierdurch wird der Verdächtige verletzt. Nach notärztlicher Behandlung wird er mit einem Rettungswagen in eine Klinik verbracht, wo er operiert werden muss.

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Bammental: Angriff mit Messer und Machete

Wie die bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Dezernats Kapitalverbrechen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg ergeben, begibt sich der Tatverdächtige, mutmaßlich im Zustand einer seelischen Störung, zunächst mit einem Messer und einer Machete bewaffnet ins erste Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses, in dem er auch selbst wohnt. Dort zerschlägt er das Glasfenster der Eingangstür und verschafft sich gewaltsam Zugang zur Wohnung eines Ehepaars.

In der Wohnung trifft er auf einen 60-Jährigen, dem es gelingt, den Angreifer aus der Wohnung zu drängen. Anschließend begibt sich der Verdächtige ins Erdgeschoss zur Wohnung eines weiteren Ehepaars. Aufgrund des starken Lärms, der bereits durch das vorangegangene Geschehen verursacht worden war, hatte sich der 47-jährige Ehemann bereits vor die Wohnung begeben, wo er auf den Verdächtigen trifft, der in Verletzungsabsicht auf ihn einsticht.

Bei dem Versuch, die Stiche mit seinen Armen abzuwehren, kommt es bei dem Geschädigten zu multiplen, teilweise schweren Schnittverletzungen an Armen und Händen. Im Anschluss betritt der Verdächtige die Wohnung und traktiert die im Bett liegende Ehefrau in Tötungsabsicht mit mehreren Stichen. Die Frau erleidet schwere Verletzungen, bevor es ihrem Ehemann gelingt, den Verdächtigen zu packen und aus der Wohnung zu drängen. Das schwer verletzte Ehepaar, dass sich weiteren Angriffen durch Flucht auf den Balkon entziehen kann, muss in der Folge operiert werden und befindet sich nach wie vor im Krankenhaus.

Bammental: Unterbringungsbefehl! Täter psychisch gestört?

Wegen des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags, begangen im Zustand der Schuldunfähigkeit oder der verminderten Schuldfähigkeit, erlässt das Amtsgericht Heidelberg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg einen Unterbringungsbefehl. Der Beschuldigte befindet sich derzeit noch auf Grund der im Rahmen seiner Festnahme erlittenen Verletzungen in einem Krankenhaus. Dort wird er rund um die Uhr von der Polizei bewacht.

Bammental: Schüsse auf Messer-Angreifer – Polizei nennt neue Details

Update vom 16. September, 12:41 Uhr: Einen Tag nach der Messer-Attacke eines 23-Jährigen auf eine Mann und eine Frau in Bammental sind die Hintergründe des Geschehens weiter unklar. Zu den Polizei-Schüssen auf den 23-Jährigen erklärt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Heidelberg auf Anfrage von HEIDELBERG24, es habe eine „Gefährdungslage jedenfalls für die eingetroffenen Polizeibeamten“ gegeben. Konkretere Informationen werden nicht genannt.

Nach dem Angriff sicherten Kriminalbeamte über mehrere Stunden Spuren am Mehrfamilienhaus, in dem „die Geschädigten“ und der 23-jährige mutmaßliche Täter wohnten ‒ allerdings nicht in der selben Wohnung. Unseren Informationen zufolge fanden sich Blutspuren am Anwesen, auf der Beethovenstraße und im Hindemithweg. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln weiter zum Tatgeschehen. Bei der Tat am frühen Mittwochmorgen wurden ein Mann und eine Frau durch Messerstiche schwer verletzt. Auch der angeschossene 23-Jährige erlitt schwere Verletzungen. Lebensgefahr besteht nach Polizeiangaben nicht.

Bammental: Schüsse auf Messer-Angreifer – Polizei nennt neue Details

Update vom 15. September, 16:50 Uhr: Die Polizei nennt gegenüber der dpa neue Details zu der Messer-Attacke in Bammental. Demnach handelt es sich bei den beiden Opfern um ein Ehepaar. Der Mann und seine Frau sowie der angeschossene mutmaßliche Täter seien nach einer notärztlichen Behandlung in eine Klinik gebracht worden. Lebensgefahr bestehe aber nicht. Die Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar. Der mutmaßliche Angreifer ist aber bereits polizeibekannt.

GemeindeBammental
LandkreisRhein-Neckar-Kreis
Einwohnerzahl6.565 (Stand: 10. August 2021)
Fläche12,16 km²
BürgermeisterHolger Karl (CDU)

Das Paar und der 23-Jährige haben im gleichen Mehrfamilienhaus gelebt und sind nicht verwandt. Die Tat soll sich auf der Straße abgespielt haben. Zum Geschlecht und zum Alter der beiden durch Stiche verletzten Menschen wollte sich der Sprecher zunächst jedoch nicht äußern. „Die Situation ist immer noch diffus, wir gehen davon aus, dass sich die Spurensicherung lange mit dem Tatort beschäftigen wird“, fügte er hinzu.

Messer-Attacke in Bammental: Großeinsatz an Mehrfamilienhaus

Erstmeldung vom 15. September: Am frühen Mittwochmorgen (15. September), kurz nach 3 Uhr, verletzt ein 23-jähriger Mann in Bammental zwei Personen in einem Mehrfamilienhaus mit mehreren Messerstichen schwer. Der Mann wird in der Folge von der hinzugerufenen Polizei angeschossen und ebenfalls schwer verletzt. Bei seiner Festnahme stellen die Beamten zwei Stichwaffen sicher, teilt das zuständige Polizeipräsidium Mannheim mit.

Nach Messerattacke in Bammental: Ermittler sichern Spuren am Tatort
Spurensicherung am Tatort in Bammental ©  Julian Buchner/Einsatzreport24

Die Freiwillige Feuerwehr Bammental ist mit zehn Kräften zur Absperrung und Ausleuchtung des Tatortbereichs im Einsatz. Alle drei beteiligten Personen werden nach notärztlicher Versorgung mit Rettungswagen in eine Klinik verbracht. Nach derzeitigen Erkenntnissen besteht keine Lebensgefahr. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg leitet weitere Ermittlungen ein. Derzeit ist die Zentrale Kriminaltechnik mit der Spurensicherung vor Ort betraut. (pol/dpa/mko)

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