88 Kinder betroffen

Übelkeit, Kopfschmerzen, Reizungen: Großeinsatz an Schulen

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Bammental - Diesen Schultag haben sich die Kinder sicherlich anders vorgestellt! Übelkeit, Kopfschmerzen und Atemwegsreizungen stehen sicherlich nicht auf dem Lehrplan. Was passiert ist:

Gleich zwei Großeinsätze an benachbarten Schulen halten Rettungskräfte am Montagmittag (18. September) auf Trab:

Ein missglückter Chemieunfall sorgt für viele Verletzte am Gymnasium am Herbert-Echner-Platz, als Natriumdämpfe freigesetzt werden. Die Chemielehrerin selbst, ein Praktikant und 13 Neuntklässler werden verletzt. Vorsorglich wird die ganze Schulkasse (28 Kinder) medizinisch untersucht. Fünf von den 13 bis 15-Jährigen werden in der Klinik stationär aufgenommen. Sie werden im Laufe des Dienstags allerdings wieder entlassen.

Die Feuerwehr Bammental lüftet den Chemieraum direkt nach dem Unfall. Laut Polizei sei nichts beschädigt. Auch Einschränkungen im Schulbetrieb soll es nicht gegeben haben. Jedoch sind Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung in mehreren Fällen aufgenommen worden.

Zwei Großeinsätze wegen missglücktem Chemieversuch

Stinkende Flüssigkeit im Foyer verschüttet

Gerade einmal zwei Stunden später wird an der benachbarten Elsenztalschule Alarm ausgelöst: Die ganze Schule mitsamt der 600 Schüler wird geräumt.

Die Feuerwehr findet zwei Flüssigkeiten im Foyer, die abscheulich stinken. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um ein Butter-/Knoblauchsäuregemisch handelt, das zwar ungiftig ist, jedoch „durch starke geruchsintensive Ekelhaftigkeit gekennzeichnet ist“, wie die Polizei in einer Pressemitteilung schreibt.

Kein Wunder, dass ganze 60 Schüler über Kopfschmerzen und Übelkeit klagen! Sie werden alle von Notärzten im nahegelegenen Feuerwehrhaus untersucht und betreut. Drei von ihnen, zwei 11 und 15 Jahre alte Mädchen und ein 10-jähriger Junge werden weiterbehandelt, während andere Kinder entlassen werden können.

Wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung in mehreren Fällen werden auch hier die Ermittlungen aufgenommen.

Insgesamt sind 72 Rettungskräfte vor Ort - darunter die Feuerwehren aus Bammental, Wiesenbach und Leimen, Seelsorgeteams, das Deutsche Rote Kreuz und zwei Notärzte.

jab/pol

Quelle: Mannheim24

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