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Rentner (88) in Bammental fast tot geprügelt – Schläger-Duo vor Gericht

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Von: Marten Kopf

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Bammental - Zwei Männer rauben einen 88-Jährigen aus und verletzen ihn so schwer, dass er zum Pflegefall wird. Nun erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage wegen versuchten Mordes:

Update vom 8. November: Ab Dienstag (8. November) um 9 Uhr wird‘s ernst für die beiden Beschuldigten, die am 11. März in Bammental einen 88-jährigen Mann fast getötet hätten. Der harte Vorwurf der Staatsanwaltschaft im Strafverfahren gegen die beiden Angeklagten lautet versuchter Mord! Die zur Tatzeit 42 und 49 Jahre alten Männer sollen den hilflosen Rentner abends auf ein Edeka-Parkplatz überfallen haben, um ihm Bargeld und Autoschlüssel zu klauen.

Mit dem Auto hat sich das Duo dann aus dem Staub gemacht, um es in der Folge zu verkaufen. Derweil haben die brutalen Täter ihr blutend auf dem Boden kauerndes Opfer mit schweren Verletzungen am Kopf und Gesicht zurückgelassen. Erst 10 Stunden später ist der unterkühlte Senior auf dem Parkplatz gefunden worden – mit Schädelhirntrauma, Brustwirbelfraktur, Ohrmuschelbluterguss und gebrochenen Rippen. Seitdem ist das Opfer ein Pflegefall und muss in einem Heim betreut werden.

Fortsetzungstermine vor der 6. Große Strafkammer als Schwurgericht: 10., 11., 15., 16. und 18. November – jeweils um 9 Uhr.

Prozess-Start zum versuchten Mord in Bammental: Senior (88) überfallen – Opfer ist heute Pflegefall

Update vom 20. Oktober: Wegen versuchten Mordes müssen sich zwei Männer ab dem 8. November am Landgericht Heidelberg verantworten. Für den Prozess sind insgesamt sechs Verhandlungstage angesetzt. Der letzte am 18. November. Jeweils um 9 Uhr beginnen die Termine, die sich mit dem schrecklichen Vorfall im März in Bammental befassen.

Rückblick: Die beiden Männer sollen einen 88-jährigen Mann überfallen haben, um an seine Autoschlüssel zu kommen. Die Angeklagten seien daraufhin weggefahren und haben den Schwerverletzten auf einem menschenleeren Parkplatz zurückgelassen. Der Mann ist seither nicht mehr in der Lage sein Leben selbstständig zu führen und auf Pflege im Pflegeheim angewiesen. Insgesamt sind 21 Zeugen und vier Sachverständige geladen.

Gericht Heidelberg
Am Landgericht Heidelberg wird den beiden Angeklagten wegen versuchten Mordes an einem 88-jährigen Mann der Prozess gemacht. (Symbolbild) © dpa/ Christine Cornelius

Überfall auf 88-Jährigen in Bammental – Anklage wegen versuchten Mords

Erstmeldung vom 12. August: Es ist der Abend des 11. März, als zwei Männer – zum Tatzeitpunkt 42 und 49 Jahre alt – auf dem Parkplatz eines EDEKA-Supermarkts in Bammental nahe Heidelberg im Rhein-Neckar-Kreis einen 88-Jährigen mit Faustschlägen auf den Kopf und Tritten schwer verletzen, um ihm Bargeld und Autoschlüssel abzunehmen.

Überfall auf Rentner in Bammental: Knapp 250 Euro Beute

Knapp 250 Euro erbeuten die beiden Betrunkenen, fahren mit dem gestohlenen Fahrzeug davon und verursachen auf ihrer Flucht einen Unfall. Den Rentner lassen sie nach Angaben des Polizeipräsidiums Mannheim seinerzeit hilflos auf dem menschenleeren Supermarkt-Parkplatz in einem Gebüsch zurück.

Erst am frühen Morgen des darauffolgenden Tages wird der Senior mit schwersten Verletzungen, unterkühlt und mit beeinträchtigtem Bewusstsein von einer Passantin gefunden. Sein bislang selbstständiges Leben muss er als Folge der Attacke aufgeben, wird gar zum Pfegefall.

Raubüberfall in Bammental: Anklage wegen versuchten Mordes

Nach umfangreichen Ermittlungen erhebt die Staatsanwaltschaft Heidelberg nun Anklage gegen die beiden tatverdächtigen Männer. Die Ermittlungen hätten zu dem hinreichenden Tatverdacht geführt, dass die zwei Beschuldigten arbeitsteilig zusammenwirkten. Gegen beide sei nun schon im Juli wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit versuchtem Raub mit Todesfolge und anderer Delikte Anklage bei der Großen Strafkammer des Landgerichts Heidelberg erhoben worden.

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Für die Tat sieht das Gesetz Freiheitsstrafe bis zu 15 Jahren, unter Umständen sogar lebenslange Freiheitsstrafe vor. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens hat nun die Große Strafkammer in Heidelberg zu entscheiden. (mko/PM/dpa)

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