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Baumärkte in Baden-Württemberg: Hier dürfen Hornbach, Bauhaus und Co. öffnen

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Von: Josefine Lenz, Katja Becher

Baden-Württemberg – Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen müssen Baumärkte schließen, allerdings nicht überall. Was jetzt gilt:

Baumärkte werden in Zeiten der Corona-Krise zu wahren Kunden-Magneten. Während kaum noch Freizeitaktivitäten möglich sind und die Menschen ihre meiste Zeit im Home-Office verbringen, kommen so einige auf die Idee, die eigenen vier Wände mal wieder aufzupolieren. Also wird schnell zu Hornbach, Obi, Bauhaus und Co. gedüst, sämtliche Heimwerker-Utensilien gekauft und dann zu Hause Klarschiff gemacht oder das nächste Großprojekt in Angriff genommen. Allerdings ist das mittlerweile nicht mehr so einfach wie zu Beginn der Krise.

BundeslandBaden-Württemberg
Einwohner11,07 Millionen
Corona-Infizierte seit Corona-Ausbruch408.850 (Stand 19. April)

Baden-Württemberg: Bundes-Notbremse gilt ab Samstag – müssen Baumärkte schließen?

Baumärkte in Baden-Württemberg gehörten zu Beginn der Coronavirus-Pandemie zu den systemrelevanten Geschäften und durften deshalb offen bleiben. Der vermutete „Run“ auf die Läden wurde übertroffen und zahlreiche Kunden tummelten sich in den Einkaufshallen. Doch mit dem zweiten Lockdown reagierte das Land auf die Massenansammlungen und erlaubte den Baumärkten nur noch Click & Collect. Ende Februar wurde dann wieder eine Öffnung zugelassen, allerdings nur für wenige Wochen.

Ab Samstag (24. April) greift im ganzen Land die Bundes-Notbremse. Auch Baden-Württemberg hat die Corona-Verordnung des Landes entsprechend des geänderten Infektionsschutzgesetzes angepasst. Baumärkte in Baden-Württemberg dürfen nun bis zu einer 7-Tages-Inzidenz im jeweiligen Stadt- und Landkreis von bis zu 150 weiter „Click & Meet“ anbieten. Voraussetzung ist „ein durch eine offizielle Stelle durchgeführter negativer Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf und die Erhebung der Kontaktdaten des/der Kunden/Kundin.“ Steigt der Inzidenz-Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 150, müssen Baumärkte schließen, allerdings bleibt „Click & Collect“ möglich.

Baumärkte in Baden-Württemberg: Inzidenz unter 150 – Diese Märkte dürfen noch geöffnet bleiben

In folgenden Land- und Stadtkreisen liegt die Inzidenz laut Stand des RKI vom 24. April unter 150 – und Baumärkte dürfen noch „Click & Collect“ anbieten:

In den restlichen Stadt- und Landkreise, bei denen der Inzidenz-Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 150 liegt, müssen Baumärkte schließen – aber weiterhin „Click & Collect“ anbieten.

Baden-Württemberg: Baumärkte dürfen Click & Collect anbieten – So funktioniert‘s

Es gibt allerdings eine Ausnahme: „Click & Collect“ bleibt für die geschlossenen Einzelhandelsbetriebe auch während der sogenannten Notbremse weiterhin möglich. Das bedeutet, dass Hornbach, Bauhaus, Obi und Co. dürfen ihren Kunden dennoch ihr Sortiment anbieten. Wie „Click & Collect“ funktioniert, erklärt HEIDELBERG24 anhand eines Beispiels von Hornbach:

Für die Abholung darf das Geschäft kurz betreten, aber nichts anderes gekauft werden. Darauf weist das Sozialministerium Baden-Württemberg hin. „Es ist darauf zu achten, dass insbesondere die Abstands- und Maskenpflicht auch in der Abholsituation gilt, dass der Zugang beschränkt ist und dass die Ansammlung größerer Menschenmengen vermieden werden muss“, heißt es weiter.

Während die Baumärkte strengere Regeln gelten, dürfen Gartenmärkte normal öffnen. So macht die Garten-Center-Gruppe von Dehner ab dem 28. April wieder die komplette Warenfläche auf. Ein negativer Corona-Test ist nicht notwendig, um dort einzukaufen. „Bei Dehner können Kund*innen jetzt ihre Einkäufe so umsetzen, wie sie es gewohnt sind. Zuvor waren viele Märkte nur in Teilbereichen geöffnet, nun ist der Verkauf in allen Abteilungen unter genauer Einhaltung der aktuellen Hygienevorschriften wieder möglich“, schreibt das Unternehmen. Click & Collect ist trotz vollständiger Öffnung möglich. (kab/jol)

                                   

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