Social-Media-Plattformen im Überblick

So behalten User die Kontrolle über ihre Social-Media-Aktivitäten

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Die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke sind vielversprechend, erfordern aber auch Kontrolle.

Soziale Netzwerke für den Kundenservice zu nutzen bringt bessere Kundenkontakte und erhöht die Reichweite. Je mehr ein Unternehmen über Social-Media-Aktionen Bescheid weiß, desto besser.

Soziales Netzwerken liegt im Trend. Zurecht, denn die Social-Media-Kanäle bieten einen direkteren Austausch mit dem Unternehmen und ermöglichen auch den Kontakt zwischen Kunden und Mitgliedern. Anders als die vorher üblichen Marketing-Instrumente, die ohne das Internet funktionieren, ist diese Kommunikationsform multimedial nutzbar und für alle einsehbar. Wie unterscheiden sich die einzelnen Plattformen und worauf ist besonders zu achten?

Überblick über die wichtigsten Social-Media-Plattformen

An sozialen Netzwerken kommt kein Unternehmen mehr vorbei. Die Liste der Plattformen ist inzwischen lang geworden: Facebook, Twitter, Google plus, Tumblr, Instagram, LinkedIn, Xing, Reddit und Pinterest sind die bekanntesten unter ihnen und haben immer höhere Zugriffszahlen.

Ganze 90 Prozent aller deutschen Unternehmen setzen laut einer Studie des BVDW (Bundesverbandes Digitale Wirtschaft) auf Social Media. Sechs von zehn befragten Unternehmen gaben an, dass ihre bisherigen Aktivitäten auf den bekannten Plattformen sich gelohnt haben. Vor allem der gestiegene Bekanntheitsgrad und ein verbesserter Zugang zu den Zielgruppen stehen als wichtigste Ziele beim Social Media-Marketing im Vordergrund.

Beim aktiven Mitmischen auf den verschiedenen Plattformen geht jedoch der Überblick schnell verloren. Konkrete und praktische Hilfestellung gibt es zum Beispiel bei dem Social Media Blog Social Hub. Das Community Management Tool hilft, die genutzten Social-Media-Kanäle zu ordnen und die Aktivitäten zu kontrollieren. Unter anderem werden eingehende Fan- oder Follower-Anfragen organisiert, so dass diese direkt aus dem Tool heraus eine Antwort erhalten können. Im Anschluss lässt sich von anderen Abteilungen per E-Mail Feedback einholen oder abhaken was bereits erledigt ist.

Die wichtigsten Zahlen und Fakten auf den angesagtesten deutschen Social-Media-Plattformen

  • Facebook:
 Facebook ist immer noch das meist genutzte soziale Netzwerk in Deutschland. Die Kontaktaufnahme über Facebook ist leicht, die Plattform hat eine immense internationale Reichweite und gigantische Nutzerzahlen – im Mai 2017 lag die Zahl der aktiven deutschen Facebook-Nutzer bei 30 Millionen – am Tag! Facebook hat einen großen Vertrauensvorschuss seitens der Nutzer, laut einer diesjährigen Studie bevorzugen ganze 82% diese Plattform als Supportkanal.
 Messenger: Auch der Nachrichten-Dienst Messenger, der vom Social-Media-Riesen Facebook bereitgestellt wird, findet immer mehr Anklang bei Usern, um eine unkomplizierte Kommunikation mit dem Unternehmen zu führen. Die starke Nutzung des Chat-Dienstes führt allerdings auch zu technischen Problemen und Ausfällen.
  • Twitter: Eine Neuigkeit in maximal 280 Zeichen pro Tweet-Nachricht verbreiten: Das hat sich auch in Deutschland etabliert, zumindest unter Prominenten, Stars und Sternchen, die darauf aus sind, möglichst viele Follower zu sammeln. Echtzeit-Marketing ist das Stichwort. Twitter erfährt zwar in den letzten Jahren einen starken Zulauf, ist mit rund 12 Millionen privaten Nutzern in Deutschland jedoch nicht ganz vorne. Für alle Unternehmen, die Twitter für sich nutzen wollen gilt: Follower wollen regelmäßig, am besten täglich, neue Nachrichten sehen.
  • Instagram
: Das Bildernetzwerk Instagram ist inzwischen unabdingbar für alle Unternehmen, für die Optik, Image und Grafik entscheidend sind. Auf Lifestyle-Inhalten liegt hier der Fokus und die geposteten Bilder sind meist besonders schön in Szene gesetzt. Gerade kleine Unternehmen können mit Instagram ihre Bekanntheit steigern und Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Alle wollen „instagrammable“ sein. Auf keiner anderen Plattform wird so viel gelikt und wild kommentiert.
  • Pinterest: 
Auf der digitalen Pinnwand Pinterest gilt es, möglichst viele interessante Bildinhalte zu sammeln. Die Bilder sollten gut sichtbar sein und ansprechend dargestellt. Wie bei Instagram geht es um möglichst ansehnlich inszenierte Inhalte, gerade Unternehmen aus den Bereichen Fashion und Lifestyle nutzen das Portal sehr gern. Ein Vorteil: Die beworbenen Produkte können direkt mit einem Shop-Link verknüpft werden und sorgen dadurch für eine gute Conversion-Rate.
  • Snapchat
: Snapchat ist relativ neu unter den sozialen Netzwerken und wird vor allem von Teenagern genutzt. Der Hype um Snapchat hat dazu geführt, dass viele Marken diesen Kanal als Werbeplattform nutzen. Über Storytelling und die Verbreitung von Bildern und Videos ist die Zielgruppe unter 18 Jahren leicht erreichbar geworden und die Bewerbung passender Produkte wirtschaftlich sehr interessant.
  • YouTube
: Um die Videoplattform YouTube kommt niemand vorbei, der Bewegtbilder im Netz verbreiten will. Es ist leicht, YouTube-Videos auf der eigenen Seite einzubinden und gleichzeitig über den Unternehmens-Channel der Plattform zu verbreiten. Auch Abonnenten sind schnell gefunden, allerdings wollen diese regelmäßig neuen Content sehen. Einen guten und halbwegs professionellen Film zu produzieren, ist immer noch aufwendig und kostet Zeit und Energie.

Viele Buttons nebeneinander: Für welchen Social-Media-Kanal soll Unternehmen sich entscheiden?



Kontrolle über die eigenen Fotos im Netz?

Die Verbreitung von eigenen Fotos oder Videos im Internet ist so leicht wie noch nie. Mit den modernen Smartphones werden überall Fotos geschossen und sind mit wenigen Klicks in die sozialen Netzwerke hochgeladen. Auf Instagram, in WhatsApp- und Messenger-Gruppen kursieren unzählige Bilder und werden – meist ungefragt – auch einfach weiterverbreitet. Hier drohen einige Gefahren, die für viel Ärger sorgen können.

Sobald ein Foto in den sozialen Netzwerken verbreitet ist, geht es um eine Veröffentlichung. Streng genommen sollte sich der Fotograf das Einverständnis der abgebildeten Personen holen. Sonst kann die Person ihre Persönlichkeitsrechte verletzt sehen und dagegen rechtlich vorgehen. Schon bei der Veröffentlichung von selbst geschossenen Bildern kann es Probleme geben.


Aufgepasst beim Bilder posten!


Die Geschäftsbedingungen von Facebook oder WhatsApp sind so lang und zudem unverständlich geschrieben, dass sich kaum ein User damit intensiv befasst. Sobald jemand diese Plattformen nutzt, ist er mit den AGBs der Seite einverstanden. Bei Instagram heißt es seit Februar 2017: Der Urheber darf damit machen, was er will, aber Instagram hat das Recht, die geposteten Bilder weltweit ohne Nachfrage zu verbreiten – ohne Recht auf finanzielle Beteiligung, wenn das eigene Foto verkauft wurde!

Auch jeder Betreiber einer Unternehmenswebsite sollte sich ausdrücklich mit Urheberrechten auseinandersetzen. Viele Foto-Portalen bieten Bilder an, die von den Besuchern kostenfrei genutzt werden können. Doch bei der Nutzung von lizenzfreien Bildern gibt es immer wieder urheberrechtliche Abmahnungen, wenn die Quellen nicht korrekt angegeben sind. Es gibt ganze Rechtabteilungen und Experten, die sich auf rechtliche Abmahnungs-Möglichkeiten spezialisiert haben. Bei häufigen Bild-Veröffentlichungen ist es deshalb ratsam, einen Rechts-Experten hinzuzuholen.

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