E-Mails drohen mit Sprengung

Bombendrohung in Bruchsal: Amtsgericht evakuiert und durchsucht

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Am Amtsgericht Bruchsal geht eine Bombendrohung ein. Mit Hunden durchsucht die Polizei das Gelände. (Symbolfoto)

Bruchsal - Mehrere E-Mails haben für einen Großeinsatz im Amtsgericht gesorgt. Der Verfasser droht, eine Bombe zu zünden. Deshalb wird das Gebäude evakuiert und nach Sprengstoff durchsucht!

Großer Aufruhr entsteht am Amtsgericht in Bruchsal. Dort gehen in der Nacht auf Mittwoch (24. Juli) mehrere E-Mails von einer unbekannten Person oder Gruppe ein. Der Inhalt ist klar und deutlich – es befindet sich eine Bombe im Gebäude, die gezündet werden sollen! Gegen 7 Uhr alarmieren die Mitarbeiter daher die Polizei, welche die Drohung ernst nimmt und eine Evakuierung des Hauses einleitet. Im Anschluss wird das Amtsgericht in Bruchsal von mehreren Streifen gesperrt und durchsucht. 

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Bombendrohung in Bruchsal: Kein Sprengstoff gefunden

Auch zwei Diensthunde der Polizei helfen bei der Suche im Amtsgericht in Bruchsal und sollen den Sprengstoff ausfindig machen. Am Ende können allerdings keine verdächtigen Gegenstände gefunden werden. Daraufhin können gegen 9:45 Uhr die Mitarbeiter das Gebäude wieder betreten und weiter arbeiten. Obwohl es sich wohl um einen Fehlalarm handelt, werden am Amtsgericht in Bruchsal erstmal verstärkte Zugangskontrollen durchgeführt.

Was sonst noch in den E-Mails steht, ist bisher nicht bekannt. Sie sind allerdings in serbokroatischer Sprache geschrieben. Die Polizei hat nun die Ermittlungen zu dem oder den Verfassern aufgenommen. Wie Dieter Werner von der Polizei Karlsruhe auf Anfrage mitteilt, können weitere Inhalte der Nachrichten nicht weiter gegeben werden. Diese seien aber bereits übersetzt worden. 

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Bruchsal: Am Montag mehrere Bombendrohungen in ganz Deutschland

Erst am Montag sind in ganz Deutschland Bombendrohungen in Moscheen eingegangen – unter anderem auch bei der Yavuz-Sultan-Selim-Moschee in Mannheim. Zu den Zielen gehört auch die Parteizentrale der Linken in Berlin. Auch hier kann am Ende kein Sprengstoff gefunden werden. Es besteht der Verdacht, dass die Drohungen von „Combat 18“ geschickt worden sind – einem gewaltbereiten und rechtsextremen Netzwerk. Noch ist unklar, ob der Vorfall am Amtsgericht in Bruchsal dazu gehört. 

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pol/dh

Quelle: Mannheim24

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