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Bruchsal: Flammen-Inferno in Lagerhalle – 200 Feuerwehrleute kämpfen gegen Feuer-Hölle

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Von: Peter Kiefer

Das Inferno bei einer kunststoffverarbeitenden Firma in Bruchsal.
Das Inferno bei einer kunststoffverarbeitenden Firma in Bruchsal. © Einsatz-Report24/Fabian Geier

Bruchsal - Nächtliches Großfeuer mit einer kilometerweit sichtbaren Rauchwolke in der späten Sonntagnacht (2. Mai) im Industriegebiet. 200 Feuerwehrleute kämpfen stundenlang gegen die Flammen:

Update vom 3. Mai, 9:21 Uhr: Wie die Feuerwehr Bruchsal am Montagmorgen mitteilt, sind zwei zusammenhängende Lagerhallen durch das Feuer völlig zerstört sowie eine angrenzende Halle stark beschädigt worden. Die Nachlöscharbeiten und Bergemaßnahmen dauern zur Stunde noch immer an. Verletzt wurde niemand! Die Ursache für das Inferno ist derweil noch immer unklar, die Polizei ermittelt. Doch bei dem Großbrand konnte noch weitaus Schlimmeres verhindert werden.

Im hinteren Bereich der Lagerhalle konnte durch eine Riegelstellung ein Sauerstofftank, Dieseltank und zahlreiche Gasflaschen von den Flammen geschützt werden. Teilweise wurden diese mit dem Gabelstapler in Sicherheit gebracht. Mit dem zum Einsatz gekommenen Löschunterstützungsfahrzeug 60 konnte ein Übergriff des Brandes auf eine angrenzende Lackiererei in einer weiteren Halle erfolgreich verhindert werden“, so Feuerwehr-Pressesprecher Tibor Czemmel.

Die Aufräumarbeiten am Morgen nach dem Großbrand in der Ernst-Bickle-Straße im Industriegebiet Bruchsal.
Die Aufräumarbeiten am Morgen nach dem Großbrand in der Ernst-Bickle-Straße im Industriegebiet Bruchsal. © Feuerwehr Bruchsal

Bruchsal: Inferno in Lagerhalle – 200 Feuerwehrleute kämpfen gegen Flammenhölle

Erstmeldung vom 3. Mai, 8:42 Uhr: Beim Großbrand einer kunststoffverarbeitenden Firma in der Ernst-Blickle-Straße in Bruchsal ist in der Nacht auf Montag (3. Mai) nach ersten Schätzungen ein Gesamtschaden von mehreren Millionen Euro entstanden. Bislang wurde niemand verletzt. Die Löscharbeiten unter Einsatz von bis zu 200 Feuerwehrleuten werden voraussichtlich noch Stunden andauern. Zusätzlich waren rund 100 Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst und THW vor Ort.

Das Inferno bei einer Holzfabrik in Bruchsal.
Das Inferno bei einer Holzfabrik in Bruchsal. © Einsatz-Report24/Fabian Geier

Gegen 22:25 Uhr hat ersten Erkenntnissen zufolge ein Mitarbeiter an einer Verladerampe der Firma ein Feuer wahrgenommen, das sich trotz erster Löschversuche schnell ausbreitete und auf die Produktionshalle übergriff. Zeitweilig schlugen die Flammen bei starker Rauchentwicklung bis zu 50 Meter in die Höhe. Es kam unterdessen zu mehreren Verpuffungen, in deren Folge Kunststoffschlacke in die Luft geschleudert wurde und in der näheren Umgebung zu Boden fiel. Gebäudeteile stürzten aufgrund der starken Brandzehrung in sich zusammen. Ein Übergreifen auf eine daneben stehende Halle war von den Einsatzkräften der Feuerwehr, die aus den umliegenden Ortschaften und Bruchsal selbst zusammengezogen wurden, zu verhindern.

Bruchsal: Bahnstrecke Heidelberg-Karlsruhe vorsorglich gesperrt

Vorsorglich wurde die Bahntrasse auf der Strecke Heidelberg-Bruchsal-Karlsruhe bis gegen 1 Uhr in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt. Nachdem das Brandgeschehen durch die Bekämpfung der Wehrleute weitgehend unter Kontrolle und im Wesentlichen eingedämmt war, konnte die Strecke wieder freigegeben werden.

Das Inferno bei einer Holzfabrik in Bruchsal.
Das Inferno bei einer kunststoffverarbeitenden Firma in Bruchsal. © Einsatz-Report24/Fabian Geier

Zur Brandbeobachtung war auch bis kurz vor 1 Uhr ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Darüber hinaus sind bis zu sieben Streifenbesatzungen der Polizei mit Absperr- und Verkehrslenkungsmaßnahmen eingesetzt. Zusätzlich sind die Rettungsdienste mit etwa 30 Kräften zu aller Vorsorge präsent.

StadtBruchsal
BundeslandBaden-Württemberg
Fläche93,03 km²
Einwohnerzahl44.776 (Stand: 31. Dez. 2019)
OberbürgermeisterinCornelia Petzold-Schick (parteilos)

Vor Ort machten sich die Bruchsaler Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick (parteilos) und Bürgermeister Glaser ein Bild von dem Geschehen und von der Brandbekämpfung. Wie es zu dem Feuer kam, ist derzeit noch völlig unklar. Die Kriminalpolizei hat hierzu erste Ermittlungen aufgenommen. (pol/pek)

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