Neue Details zum Unfallhergang

Eine Woche nach Stromschlag-Tragödie: Jugendlicher (16) weiterhin in Lebensgefahr

+
Schreckliches Unglück an S-Bahn-Haltestelle in Bruchsal

Bruchsal - Dramatische Szenen an einer Bahnhaltestelle: Ein Jugendlicher will auf einen Güterzug aufspringen und gerät in die Oberleitung. Er erleidet lebensgefährliche Verbrennungen.

  • Schreckliches Unglück in Bruchsal
  • Jugendlicher will auf Güterzug springen und wird lebensgefährlich verletzt
  • Augenzeugen müssen vor Ort von Seelsorgern betreut werden

Update vom 30. Oktober: Etwa eine Woche nach dem schrecklichen Unglück in Bruchsal gibt es immer noch keine neuen Erkenntnisse zum Gesundheitszustand des 16-Jährigen. Er schwebt weiterhin in Lebensgefahr und wird in einer Spezialklinik  intensiv behandelt. Die Betroffenen werden weiterhin seelsorgerisch betreut, um das Ereignis zu verarbeiten.

Wie die Polizei Karlsruhe berichtet, haben Ermittlungen bislang herausgefunden, dass die beiden Jugendlichen sich zum Rauchen an der Haltestelle getroffen hatten. Als der Güterzug dort hielt, kletterte der 15-jährige Kumpel auf ein kleines Plateau eines Waggons, kletterte aber schnell wieder hinunter. Der 16-Jährige bestieg daraufhin den Waggon. Ohne irgendwelche Aufforderungen von anderen klettert er weiter nach oben. Als der Oberkörper des Jugendlichen den Kesselwagen überragte, kam es trotz großem Abstand zur Oberleitung zu einem Spannungsüberschlag.

Schwerste Verbrennungen nach Stromschlag: Jugendlicher (16) schwebt in akuter Lebensgefahr

Update, 7:34 Uhr: Nach der schrecklichen Stromschlag-Tragödie in Bruchsal weist die Bundespolizei eindringlich auf die Gefährlichkeit dieses Handelns hin: „Die Oberleitung hat eine Spannung von 15.000 Volt. Nicht nur das Berühren der Oberleitung mit dem Körper oder mit Gegenständen aller Art, sondern schon die bloße Annäherung ist lebensgefährlich. Die Bundespolizei und auch die Deutsche Bahn AG weisen bereits seit Jahren gezielt durch Präventionsprogramme auf diese unsichtbare Gefahr hin.“

Update vom 24. Oktober, 6:16 Uhr: Es war die spontane Aktion zweier Teenager, die am Mittwochabend zu einer furchtbaren Tragödie führte. Wie die Polizei Karlsruhe bestätigt, stand gegen 19:51 Uhr ein Güterzug an der Haltestelle Tunnelstraße. Der Jugendliche und sein 15-jähriger Kumpel kamen zu diesem Zeitpunkt gerade aus einem dortigen Jugendtreff. Sie beschlossen spontan auf den Zug aufzusteigen. Während der Freund nur kurz hochkletterte und dann wieder absprang, stieg der 16-Jährige weiter auf das Dach eines Waggons und kam dort mit der etwa ein Meter darüberliegenden Oberleitung in Berührung. Durch die extreme Spannung der Oberleitung erlitt der junge Mann starke Verbrennungen

Zeugen, die das schreckliche Unglück miterlebten, löschten den schwer verletzten Jugendlichen. Ein Arzt, der in der Nähe der Tunnelstraße lebt, eilte zu Hilfe und versorgte den 16-Jährigen solange, bis der Rettungshubschrauber kam. Laut der Polizei sind über 50 Prozent der Hautoberfläche verbrannt. Es besteht akute Lebensgefahr. Weitere Ermittlungen dauern an.

Gefährliche Mutprobe? Jugendlicher springt auf Güterzug – und gerät in Oberleitung

Update, 22:50 Uhr: Laut ersten Angaben der Polizei waren es drei Jugendliche, die an der S-Bahn-Haltestelle in Bruchsal auf den Güterzug gelangen wollten. Einer der Jugendlichen geriet dabei zu nah an die Oberleitung und wurde schwer verbrannt. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht. 

Schreckliches Unglück an Bahn-Haltestelle – Jugendlicher in Bruchsal lebensgefährlich verletzt

Erstmeldung von 21:40 Uhr: An der S-Bahn-Haltestelle „Tunnelstraße“ in Bruchsal ereignet sich am Mittwochabend ein schrecklicher Unfall. Offenbar wollte ein Jugendlicher auf einen vorbeifahrenden Güterzug springen – dabei gerät er gegen die Oberleitung. Es entsteht ein heller Lichtbogen und er stürzt mit schweren Verbrennungen zu Boden. Mehrere Zeugen beobachten das Unfalldrama und wählen den Notruf. Der lebensgefährlich verletzte Jugendliche wird vor Ort notärztlich versorgt und dann ins Krankenhaus gebracht. 

Bruchsal: Jugendlicher will an Bahn-Haltestelle auf Zug springen – Zeugen unter Schock

Nach dem schrecklichen Unfall muss die Bahnstrecke zwischen Bruchsal und Bretten in beide Richtungen gesperrt werden. Die Unfallstelle ist abgeriegelt. Dutzende Passanten und Fahrgäste an der Bahnhaltestelle haben das Unglück miterlebt und müssen vor Ort von mehreren Notfallseelsorgern betreut werden. 

Einen Albtraum erleben auch die Fahrgäste eines ICE bei Waghäusel. Weil Unbekannte einen Kürbis gegen den Zug werfen, reißt die Oberleitung ab. 119 Menschen müssen evakuiert werden. 

Bruchsal: Sprung auf Güterzug kostet Jugendlichen fast das Leben – Polizei ermittelt

Die Polizei hat nach dem Unglück in Bruchsal die Ermittlungen aufgenommen. Noch ist völlig unklar, wieso der Jugendliche sich in eine solch gefährliche Situation gebracht hat. Ob es sich bei dem Sprung auf den Zug um eine spontane Aktion oder sogar eine Mutprobe gehandelt hat, ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Unklar ist auch, ob noch weitere Jugendliche involviert waren. 

kab

Quelle: Mannheim24

Das könnte Dich auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare