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Hubschrauber-Absturz bei Buchen: Staatsanwaltschaft äußert sich zu Attentat-Theorie

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Von: Daniel Hagen

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Buchen – In einem Waldstück im Odenwald stürzt ein Hubschrauber ab. Unter den Opfern ist auch IT-Unternehmer Wolfgang Haupt (†34). Wurde er Opfer eines Attentats?

Update vom 2. November: Nach dem tragischen Hubschrauberabsturz am 17. Oktober mit drei Toten sind Gerüchte laut geworden, die Männer um IT-Unternehmer Wolfgang Haupt (34) könnten einem Anschlag zum Opfer gefallen sein. Doch das hat die zuständige Staatsanwaltschaft Mosbach gegenüber dem SWR dementiert! Vielmehr gehen die Ermittler derzeit nicht von einem geglückten Attentat auf den Gründer des Start-Ups „Augustus Intelligence“ aus. Zu den Aussagen in einem „Focus“-Bericht, es habe „massive Morddrohungen“ erhalten, äußerte sich die Staatsanwaltschaft dagegen nicht.

Staatsanwaltschaft Mosbach und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BfU) in Braunschweig ermitteln in alle Richtungen. Da es jedoch keine konkreten Anhaltspunkte für einen Anschlag gäbe, gehe man bislang von einer technischen Ursache des Absturzes im Odenwald aus, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dem SWR bestätigt hat. Die BfU will Ende des Jahres einen ersten Zwischenbericht verkünden.

Hubschrauber-Absturz bei Buchen: Wurde IT-Gründer Opfer eines Bomben-Anschlags?

Update vom 29. Oktober: War der Hubschrauber-Absturz bei Buchen im Odenwald, bei dem IT-Gründer Wolfgang Haupt (†34) und zwei weitere Menschen ums Leben kamen, doch kein Unfall? Das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet jetzt über „erste Hinweise auf ein mögliches Attentat“ an der Absturzstelle. Leichenteile von Haupt und den beiden 61 und 18 Jahren weiteren Insassen sollen in einem Umkreis von 200 Metern um die Absturzstelle herum verstreut gewesen sein. Spaziergänger in der Nähe von Buchen hatten am Tag es Absturzes gegen 13 Uhr einen lauten Knall gehört. Danach sei der Hubschrauber in das Waldstück gestürzt.

Drei Tote bei Hubschrauberabsturz in Buchen
Trümmerteile eines Hubschraubers vom Typ Robinson R44 und Feuerlöscher liegen in einem Wald nahe der Grenze zu Hessen und Bayern. Bei einem Hubschrauberabsturz sind drei Menschen im Norden Baden-Württembergs ums Leben gekommen. © Sebastian Gollnow

Die Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung versuche herauszufinden, ob es in der Luft eine „vorsätzlich herbeigeführte Detonation“ gegeben habe, so „Focus“. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Mosbach erklärte gegenüber dem Nachrichtenmagazin, man „ermittle in alle Richtungen“. Haupt, Mitgründer von „Augustus Intelligence“, soll Wochen vor dem Hubschrauber-Absturz Morddrohungen erhalten haben. „Focus“ beruft sich auf Angehörige und Mitarbeiter des deutschen IT-Unternehmers. Demnach soll ein Mann mit arabischem Akzent Haupt mehrfach angerufen und massive Gewalt angedroht haben.

Hubschrauber-Absturz mit 3 Toten – Gründer von Augustus Intelligence unter den Opfern

Update vom 20. Oktober, 12:15 Uhr: Mittlerweile soll auch die Identität des dritten Toten geklärt sein. Laut NTV und RTL handelt es sich um Wolfgang Haupt (†34), Mitgründer von Augustus Intelligence. Das US-amerikanische IT-Unternehmen, das sich auf Künstliche Intelligenz spezialisiert hat, ist in Deutschland vor allem durch die Lobby-Affäre im Zusammenhang mit dem CDU-Politiker Philipp Amthor in den Schlagzeilen gewesen. Im April hat die Firma Insolvenz beantragen müssen. Freunde von Haupt hätten in den sozialen Medien bereits ihre Trauer zum Ausdruck gebracht.

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Hubschrauber-Absturz in Baden-Württemberg: Identität von zwei Toten geklärt

Update vom 20. Oktober, 10 Uhr: Am Sonntag sterben drei Männer bei einem tragischen Hubschrauber-Absturz bei Buchen. Die Polizei hat mittlerweile das Alter der Verstorbenen enthüllt – aber nicht die Identitäten. Wie BILD erfahren hat, soll es sich beim ältesten Opfer um einen Unternehmer aus Bayern namens Frank M. handeln. Der 61-Jährige soll Chef einer Entsorgungsfirma gewesen sein. Beim jüngsten Toten soll es sich zudem um seinen 18-jährigen Sohn handeln.

Update vom 18. Oktober, 13 Uhr: Nach Informationen der Staatsanwaltschaft Mosbach und des Polizeipräsidiums Heilbronn handelt es sich bei den Toten um drei Männer im Alter von 61, 34, und 18 Jahren, die aus Mittelfranken kommen. Eigentümer des Hubschraubers vom Typ Robinson R 44 ist der 61-jährige Mann. Eine Obduktion soll die genauen Identitäten klären. Nachdem die Leichen am Sonntagabend geborgen worden sind, geht heute die Untersuchung des Absturzortes bei Buchen weiter.

Buchen: Hubschrauber-Absturz mit 3 Toten – Identitäten weiterhin ungeklärt

Update vom 18. Oktober, 7 Uhr: Wie die Staatsanwaltschaft Mosbach und das Polizeipräsidium Heilbronn mitteilen, ist der verunglückte Hubschrauber am Sonntag im bayrischen Herzogenaurach gestartet. Gegen 13 Uhr ist der Absturz von zahlreichen Zeugen gemeldet worden. Die Maßnahmen an der Unfallstelle werden auch am Montag weitergeführt. Laut einem Sprecher der Polizei handelt es sich bei den Toten um drei Männer. Nähere Angaben zur Identität und Herkunft macht er zunächst nicht.

Update vom 17. Oktober, 17 Uhr: „Wir gehe davon aus, dass in dem Hubschrauber ein Pilot und zwei Passagiere waren“, sagt ein Sprecher der Polizei. Zu Identität der Toten könne er aber noch keine Angaben machen. Der Hubschrauber soll aus Richtung Osten gekommen sein. Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) wollen die Absturzstelle untersuchen. Zahlreiche Ermittler der Polizei, der Kriminaltechnik sowie Feuerwehr und ein Staatsanwalt sind vor Ort. „Es geht jetzt nicht mehr ums Suchen, sondern ums Bergen“, ergänzt der Sprecher. Das werde sich vermutlich so lange in den Abend ziehen, dass die Feuerwehr das Gelände ausleuchten müsse.

Buchen: Hubschrauber-Absturz mit 3 Toten – Rettungskräfte untersuchen Absturzstelle

„Das wird schon lange dauern, bis alle Spuren gesichert und ausgewertet sind“, erklärt der Sprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn weiter. Oft brauchen die Ermittler nach solchen Unfällen mehrere Tage, bis sie erste Vermutungen zur Unglücksursache veröffentlichen. Bis ein endgültiger Abschlussbericht der BFU-Experten vorliegt, vergehen meist mehrere Monate. Einige Wrackteile liegen nach dem Hubschrauberabsturz am Boden, andere hängen in den Bäumen. Während die Reste eines Rotorblatts noch zu erkennen sind, erscheinen andere Trümmerteile massiv zusammengedrückt. Ein Leichnam ist gut 50 Meter von der Absturzstelle entfernt entdeckt worden. DIe Stelle in einem Wald ist daher weitläufig abgesperrt worden.

Bei Buchen stürzt ein Hubschrauber ab – drei Menschen sterben.
Bei Buchen stürzt ein Hubschrauber ab – drei Menschen sterben. © Julian Buchner/Einsatz-Report24

Update vom 17. Oktober, 15:15 Uhr: Bei der Unglücksmaschine handelt es sich um einen Hubschrauber vom Typ Robinson R44. Noch ist aber unklar, wo dieser gestartet ist. Erst wenn das herausgefunden wird, wäre auch klar, wie viele Menschen sich insgesamt an Bord befunden haben. „Das Trümmerfeld ist riesig“, sagt ein Polizeisprecher vor Ort. Es erstrecke sich über mehrere hundert Meter mitten in einem Wald bei Buchen, direkt an der Grenze zu Hessen und Bayern. Zur Identität der Toten kann derzeit noch keine Angabe gemacht werden.

Buchen: Hubschrauber-Absturz über Wald – drei Menschen gestorben

„Die Situation ist enorm bedrückend“, sagt der Polizeisprecher. Auch Roland Burger, Bürgermeister von Buchen, soll laut der „Fränkischen Nachrichten“ vor Ort sein und sich ein Bild der Katastrophe machen. Hubschrauberunfälle sind nach Daten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung eher selten. Für das vergangene Jahr weist sie nur vier Unfälle mit Hubschraubern in der zivilen Luftfahrt in Deutschland aus, davon keiner mit Schwerverletzten oder Toten. 2019 gab es der Statistik zufolge fünf Hubschrauberunfälle mit insgesamt drei Schwerverletzten. Ende September hat es allerdings einen Gyrocopter-Absturz im Rhein-Neckar-Kreis gegeben. Dabei haben zwei Männer ihr Leben verloren.

Nach ersten Informationen soll sich am Sonntag (17. Oktober) ein Horror-Unfall im Neckar-Odenwald-Kreis ereignet haben. Auf der K3916 zwischen Steinbach und Stürzenhardt bei Buchen soll ein Leichthubschrauber abgestürzt sein. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei befindet sich derzeit dort im Einsatz. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn der dpa bestätigt, sind nach ersten Erkenntnissen drei Menschen bei dem Absturz ums Leben gekommen. Aktuell sei unklar, ob es noch weitere Verletzte gebe oder was genau passiert ist. (dpa/dh)

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