„CEO Fraud“ – der neue Enkeltrick?

Falsche Bürgermeisterin in Bürstadt will rund 70.000 Euro ergaunern

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„CEO Fraud“ der neue – der neue „Enkeltrick“?

Bürstadt - Eine falsche Bürgermeisterin versucht durch einen Trick, einen hohen Betrag aus der Stadtkasse zu ergaunern. Was es mit der neuen Betrugsmasche auf sich hat – und wie Du Dich schützen kannst:

Analoges Betrügen war gestern – denn auch Betrüger werden jetzt digital. Die neue Masche heißt „CEO Fraud“:

Der aktuelle Fall: 

Kriminelle kontaktierten am Montag (24. September) per Mail den Kassenverwalter der Stadt Bürstadt. Sie geben sich als Bürgermeisterin Bärbel Schader aus. Durch die geschickte Schilderung angeblich dringlicher Umstände, soll der städtische Mitarbeiter dazu verleitet werden, 68.350 Euro auf ein Konto im Ausland zu überweisen. Glücklicherweise reagiert der Kassenverwalter goldrichtig und hält Rücksprache mit der Rathauschefin.Der Schwindel fliegt auf! 

Die Betrüger sehen kein Geld, dafür eine Strafanzeige wegen versuchten Betruges. Jetzt ermittelt das das Kriminalkommissariat K 23 in Heppenheim. 

Das Vorgehen der Kriminellen ist oft gleich: Sie geben sich als Führungskraft eines Unternehmens aus und fordern per E-Mail Mitarbeiter dazu auf, größere Summen von einem Unternehmenskonto auf ein fremdes Konto im Ausland zu überweisen. Mit dieser Masche konnten die Gauner bereits mehrere Millionen erbeuten.

Die Täter gehen raffiniert vor: Sie informieren sich zunächst genau über das ins Visier genommene Unternehmen und nehmen anschließend Kontakt zu „ausgeforschten“ Mitarbeitern auf. Die Betrüger geben sich dann als leitende Angestellte, Geschäftsführer oder Handelspartner aus. Ihre Opfer sind in der Regel Mitarbeiter aus der Buchhaltung oder dem Rechnungswesen, die berechtigt sind, Überweisungen zu tätigen. Die Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel über Telefon oder per verfälschten E-Mails.

So kannst Du den Betrug vermeiden: 

  • Achte darauf welche Infos Du über dein Unternehmen veröffentlichst. 
  • Informiere deine Mitarbeiter über die Betrugsmasche „CEO-Fraud“.
  • Führe klare Abwesenheitsregelungen und interne Kontrollmechanismen ein.
  • Bei ungewöhnlichen Überweisungsaufträgen vor einer Transaktion prüfen, ob die Absenderadresse der E-Mail korrekt ist und die Zahlungsaufforderung auch tatsächlich vom genannten Auftraggeber stammt. Rufe am Besten zurück!

Bei Auffälligkeiten oder Fragen, wende dich an die örtliche Polizeidienststelle. 

pol/jmb

Quelle: Mannheim24

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