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Neckargemünd: Wegen „The Länd“-Kampagne – Bußgeld für Baden-Württemberg

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Von: Daniel Hagen

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Fotomontage Ortsschild Neckargemünd/“Willkommen in The Länd“
In Neckargemünd nicht willkommen: „The Länd“ (Fotomontage) © dpa/Ronald Wittek/Montage HEADLINE24

Neckargemünd - Die Gemeinde bittet das Land Baden-Württemberg zur Kasse. Es geht um ein illegal angebrachtes Plakat zur Kampagne „The Länd“. Um welche Summe es nun geht.

Das Land Baden-Württemberg wollte mit ihrer Kampagne „Welcome to the Länd“ eigentlich Fachkräfte aus der ganzen Welt anlocken, indem auf Englisch die Vorteile des Bundeslandes aufgezeigt werden. Doch am Ende erntet die Landesregierung um Winfried Kretschmann nur Spott für die Umsetzung. Der Landesvater posiert sogar in Taxis, die extra für ein paar Stunden durch London gefahren sind und die Aufschrift „Engländ“ tragen. Die Kosten für das Projekt liegen wohl bei etwa 21 Millionen Euro. Jetzt kommt noch ein weiterer Betrag dazu – und zwar 75 Euro!

Neckargemünd: Bürgermeister macht Land schweren Vorwurf

Grund für die „teure“ Strafe ist ein Bußgeldbescheid der Gemeinde Neckargemünd im Rhein-Neckar-Kreis. Denn zahlreiche Plakate der Aktion sind als „Guerrilla-Marketing“ aufgehängt worden – also ohne Erlaubnis oder Vorwissen von betroffenen Orten. Hinzu kommt, dass eines der Plakate sogar noch unter einem Verkehrsschild angebracht worden ist. Das bringt den Bürgermeister von Neckargemünd, Frank Volk, im Oktober 2021 auf die Barrikaden. „Plakatieren an Verkehrsschildern ist nicht erlaubt. Auch nicht dem Staatsministerium“, schreibt er damals auf Facebook.

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Neckargemünd: Land Baden-Württemberg muss Bußgeld bezahlen

Weil das Ministerium sich also nicht an geltendes Recht gehalten und mit ihrer Aktion sogar noch Autofahrer in Gefahr gebracht hat, geht die Gemeinde einen knallharten Schritt – in Form eines Bußgeldverfahrens! Nachdem der Bürgermeister mit den Verantwortlichen gesprochen hat, glätten sich die Wogen allerdings wieder und es ist nicht klar, ob das Verfahren wirklich eingeleitet worden ist. Das hat sich jetzt aber geändert. Wie ein Sprecher des Staatsministeriums in Stuttgart der Deutschen Presse-Agentur mitteilt, sei ein Bußgeldbescheid angekommen. Die ausstehende Summe von 75 Euro werde „zeitnah“ bezahlt. Einen Einspruch wird das Land also nicht einlegen. (dpa/dh)

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