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Commerzbank: Finanz-Beben! Jede 2. Filiale im Südwesten wird geschlossen

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Von: Daniel Hagen

Commerzbank Hochhaus in Frankfurt.
Die Commerzbank will jede zweite Filiale im Südwesten schließen. © Frank Rumpenhorst/dpa

Baden-Württemberg - Die Commerzbank schließt im Südwesten hunderte Standorte. Kündigungen soll es aber nicht geben – sondern spezielle Anreize.

Bis Ende 2022 will die Commerzbank jede zweite Filiale im Südwesten schließen. Zum Jahresende 2024 zudem jede dritte Stelle in Deutschland gestrichen sein. Ab Oktober sollen die ersten rund 240 Filialen wegfallen, der Rest dann im Laufe des nächsten Jahres. Davon betroffen sind auch Niederlassungen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Auf Kündigungen will das Unternehmen mit Hauptsitz in Frankfurt am Main aber nicht zurückgreifen. Viel mehr plane man Anreize für die Mitarbeiter. Welche das sind und welche Filialen wohl bald dicht machen werden:

NameCommerzbank
HauptsitzFrankfurt am Main
CEOManfred Knof (1. Jan. 2021–)
Gründung26. Februar 1870, Hamburg

Commerzbank schließt Niederlassungen im Südwesten

In Baden-Württemberg sollen 40 Niederlassungen der Commerzbank übrig bleiben. Auf ganz Deutschland verteilen werden am Ende noch 450 Standorte die Schließungen überstehen. Nach Informationen des Mannheimer Morgens sollen die Niederlassungen in Landau, Ludwigshafen-Hemshof, Mannheim-Sandhofen, Viernheim, Schwetzingen, Sinsheim, Mosbach und Wertheim aber zu denen gehören, die geschlossen werden.

„Das hat auch Auswirkungen für Baden-Württemberg, hier haben wir derzeit 1.080 Stellen im Privat- und Unternehmerkundengeschäft“, erklärt Commerzbank-Bereichsvorstand Mario Peric den „Stuttgarter Nachrichten“ und der „Stuttgarter Zeitung“. Für die Zukunft werde die persönliche Beratung ohne Filiale ausgebaut. Die betroffenen Mitarbeiter sollen aber nicht gekündigt werden, sondern Abfindungen und Altersprogramme angeboten bekommen. Die Gespräche mit Arbeitnehmervertretern beginnen in Kürze.

Commerzbank: Jede zweite Filiale im Südwesten macht dicht

Mit ihrer „Strategie 2024“ will die Commerzbank ihre Kosten im Jahr 2024 im Vergleich zu 2020 um rund 20 Prozent reduzieren – was etwa 1,4 Milliarden Euro entspricht. „Dafür müssen wir die Bank in den kommenden Jahren tiefgreifend restrukturieren. Unsere „Strategie 2024“ steht für Kundenorientierung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Profitabilität. Wir werden unseren Plan mit aller Konsequenz umsetzen und dabei keine Zeit verlieren“, erklärt Manfred Knof, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, im Februar. (dpa/dh)

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