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Coronavirus in Baden-Württemberg: Über 1.000 Tote - kommt jetzt die Masken-Pflicht?

In Baden-Württemberg gelten ab dem 20. April neue Corona-Verordnungen. Viele Geschäfte dürfen nun wieder öffnen. Doch müssen Kunden schon bald eine Maske tragen?

  • Das Coronavirus sorgt auch in Baden-Württemberg für Ausnahmezustand.
  • Mittlerweile haben sich 28.537 Personen (Stand: 20. April) in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus infiziert, 16.337 Personen sind bereits wieder genesen.
  • Die Zahl Covid-19-Toten in Baden-Württemberg liegt inzwischen bei 1.014.
  • Ab dem 20. April gelten neue Corona-Maßnahmen für Betriebe, Schulen, Friseure, Eisdielen, Kitas und Veranstaltungen.
  • Kommt eine Masken-Pflicht? Gesundheitsminister Manne Luche ist dafür. 

+++ Update vom 21. April: Ab sofort findest Du alle News und aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Baden-Württemberg in unserem neuen News-Ticker. +++

Update, 20:04 Uhr: Die Zahl der Todesfälle steigt über Tausend. Wie das Sozialministerium bekannt gibt, sind in Baden-Württemberg mittlerweile 1.014 Menschen mit und am Coronavirus gestorben. Insgesamt haben sich 28.537 Personen mit Covid-19 infiziert. Davon sind bereits 16.337 wieder genesen. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,6 angegeben. Ein R von 0,6 bedeutet, dass im Mittel jeder mit SARS-CoV-2 Infizierte deutlich weniger als eine weitere Person ansteckt und somit die Zahl der Neuerkrankungen abnimmt.

Ab dem 4. Mai geht in Baden-Württemberg die Schule wieder los. Allerdings verläuft der Rest des Schuljahres unter strengen Regeln und Hygienemaßnahmen ab. Alles was Du darüber wissen musst

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kommt die Masken-Pflicht? 

Update vom 20. April,17:48 Uhr: Wie die Deutsche Presseagentur aus Regierungskreisen erfährt, will das Kabinett von Ministerpräsident Winfried Kretschmann schon am Dienstag über eine Masken-Pflicht für Baden-Württemberg beraten. Die Pflicht könne dann im Nahverkauf und beim Einkaufen bestehen.

Update vom 20. April, 16:40 Uhr: Kommt nun doch die Masken-Pflicht für Baden-Württemberg? Nachdem Sulz am Neckar, Kirchheim unter Teck und nun mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Tübingen in den nächsten Tagen eine Mundschutz-Pflicht einführen, spricht sich auch Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) dafür aus. „Ich befürworte eine Verpflichtung zum Mund-Nasen-Schutz beim Einkaufen, im ÖPNV und in den Pausen auf den Schulhöfen, wenn die Schulen wieder öffnen", sagt er der Deutschen Presse-Agentur. 

Bislang ist das Tragen einer Maske ledigliche eine „dringende Empfehlung.“ Bürger sollen einen Mundschutz beim Einkaufen in Geschäften oder in Bussen und Bahnen tragen. Dabei reiche es aus, wenn sie zu Alltagsmasken, Schals oder Tücher greifen. 

Wenn aber ab Montag die Geschäfte nach und nach wieder eröffnen und die Wirtschaft hochgefahren wird, müsse die Infektionsrate im Griff gehalten werden, sagt ein Regierungsprecher. Sollte man den Eindruck haben, dass die Masken-Empfehlungen nicht hinreiche, müsse womöglich im Südwesten eine Maskenpflicht kommen. In Sachsen und bald auch in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern gibt es bereits eine landesweite Mundschutz-Pflicht. 

Lucha macht sich keine Sorgen über einen mangelnde Masken-Angebote: „Es ist ja so, dass sich die Bürgerinnen und Bürger diese Masken selbst besorgen. Wir empfehlen ja keine medizinischen Produkte, sondern die oft selbst gemachte oder zu kaufende normale Schutzmaske."

In Sulz am Neckar sollen die Einwohner eine Maske aber nicht nur zum Einkaufen anziehen. Auch im Geschäft ist sie verpflichtend, wenn keine Einzelbüros zur Verfügung stehen und sich Kollegen zu nahe kommen. Ein Bußgeld droht den Bürgern, die keine Maske anziehen, aber vorerst nicht. Man wolle die Menschen zunächst beraten und nicht gleich bestrafen. 

Unterdessen führt die Wiedereröffnung einiger Geschäfte auf den Mannheimer Planken zu langen Schlagen vor den Ladentüren.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Die Ausbreitung im Überblick

Stadt/LandkreisInfizierteTodesfälle
Alb-Donau-Kreis4768
Baden-Baden (Stadtkreis)16213
Biberach45916
Böblingen1.25033
Bodenseekreis2747
Breisgau-Hochschwarzwald97536
Calw59413
Emmendingen50833
Enzkreis42511
Esslingen1.53262
Freiburg im Breisgau (Stadtkreis)90452
Freudenstadt51323
Göppingen67024
Heidelberg (Stadtkreis)2626
Heidenheim40329
Heilbronn78322
Heilbronn (Stadtkreis)38610
Hohenlohekreis70133
Karlsruhe81841
Karlsruhe (Stadtkreis)3154
Konstanz3948
Lörrach50131
Ludwigsburg1.43843
Main-Tauber-Kreis3207
Mannheim (Stadtkreis)4206
Neckar-Odenwald-Kreis2939
Ortenaukreis91373
Ostalbkreis99214
Pforzheim (Stadtkreis)1884
Rastatt46911
Ravensburg5005
Rems-Murr-Kreis1.05838
Reutlingen1.26216
Rhein-Neckar-Kreis83923
Rottweil52510
Schwäbisch Hall70138
Schwarzwald-Baar-Kreis43212
Sigmaringen70929
Stuttgart1.24639
Tübingen1.15335
Tuttlingen39510
Ulm (Stadtkreis)2283
Waldshut27826
Zollernalbkreis87348
insgesamt28.537 Infizierte1.014 Todesfälle 

(Stand: 20. April)*

*Aufgrund des Meldeverzugs zwischen Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der Übermittlung ans Sozialministerium Baden-Württemberg, kann es zu deutlichen Abweichungen zu den kommunalen Gesundheitsämtern kommen.

Die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg (Stand 19. April 2020)

Die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg (Stand 19. April 2020)

Coronavirus in Baden-Württemberg: Schon fast 1.000 Tote im Bundesland

Update vom 20. April/8:50 Uhr: Am Sonntag ist die Zahl der Corona-Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 28.078 angestiegen. Davon sind ungefähr 15.861 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Damit ist die Zahl der Genesenen weiterhin höher als jene der noch Erkrankten. Die Zahl der Todesopfer in Baden-Württemberg ist außerdem auf 965 angestiegen. 

Das Durchschnittsalter der Infizierten beträgt laut Sozialministerium Baden-Württemberg 51 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 102 Jahren. Unter den nach übermittelten Covid-19-Fällen war für 1.388 Personen angegeben, dass sie in medizinischen Einrichtungen gemäß tätig sind. Zu den Einrichtungen zählen z. B. Krankenhäuser, Arztpraxen, Dialyseeinrichtungen, ambulante Pflegedienste und Rettungsdienste. Der Anteil der Fälle unter Personal in medizinischen Einrichtungen an allen übermittelten Fällen liegt bei mindestens 4,9 Prozent.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Reproduktionszahl liegt bei 0,6

Die Verdopplungszahl beträgt momentan 34 Tage. Bei dieser Zahl handelt es sich um die Zeitspanne, in der sich die Fallzahlen in einer Epidemie verdoppeln. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,6 angegeben. Das bedeutet, dass im Mittel jeder mit dem Coronavirus Infizierte deutlich weniger als eine weitere Person ansteckt und somit die Zahl der Neuerkrankungen abnimmt.

Übrigens: In Karlsruhe ereignet sich am 31. Juli 2020 im Industriegebiet in Grünwinkel eine folgenschwere Explosion: Eine Person wird schwer verletzt – Hubschrauber im Einsatz!

Coronavirus in Baden-Württemberg: Ministerpräsident Kretschmann verteidigt neue Verordnung

Update um 16:30 Uhr: Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die bevorstehende Öffnung von Geschäften verteidigt. Zuvor hat es Kritik daran gegeben, dass in der neuen Corona-Verordnung von Baden-Württemberg nur Läden unter 800 Quadratmetern öffnen dürfen. „Sinn dieser Regelung ist es, dass nicht alle Geschäfte gleichzeitig öffnen, weil das einen Sog auf unsere Haupteinkaufsstraßen und Einkaufszentren zur Folge hätte“, erklärt der Politiker. In der Rechtsprechung gälten Einzelhandelsbetriebe mit mehr Fläche als großflächig. 

Innenminister Thomas Strobl hätte sich auch eine andere Lösung vorstellen können, in der es nicht um Größe, sondern um Infektionsschutz geht. Das hätte sich auch der Einzelhandelsverband gewünscht. FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke sieht in der aktuellen Regelung sogar Ungerechtigkeiten und bürokratische Streitfälle voraus. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Das besagt die neue Verordnung

Laut der neuen Verordnung müssen bei der Berechnung der Verkaufsfläche Windfänge, Bedienungstheken, Standflächen für Einrichtungsgegenstände einbezogen werden – nicht aber Flächen für Lagerung von Ware, vor Notausgängen und für die Einkaufswagen. Eine Trennung eines zu großen Raumes ist zudem verboten. 

Zu den Hygiene-Regeln gehören Möglichkeiten der Handdesinfektion für Kunden und Beschäftigte, Markierungen zum Einhalten des Mindestabstands an den Kassen, Abtrennung der Kassenarbeitsplätze etwa durch Plastikwände sowie mehrfache Reinigung der Kassenarbeitsplätze sowie der Handläufe und Türgriffe. Zurückgegebene Ware muss eine Woche separat aufbewahrt werden.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Zwei Städte führen Maskenpflicht ein

Update vom 18. April: Nachdem die Bundesländer Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gestern eine Maskenpflicht beschlossen haben, folgen kurz darauf die ersten beiden Städte in Baden-Württemberg diesem Beispiel. Es handelt sich um Sulz am Neckar und Kirchheim unter Teck. Die Masken sollen an Orten getragen werden, an denen engerer Kontakt zwischen Menschen unvermeidlich ist – also beim Einkaufen, Arztbesuchen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, im öffentlichen Raum und in vergleichbaren Situationen.

Mit der Maskenpflicht, die die Abstandsregelungen ergänzt, verhindern wir die weitere Ausbreitung des Virus und fördern damit gleichzeitig die sukzessive Öffnung unserer Geschäfte. Eine einheitliche Regelung für alle Geschäfte sowie den Wochenmarkt schafft für unsere Bürgerinnen und Bürger, aber auch den Einzelhandel Klarheit“, erklärt Dr. Pascal Bader, Oberbürgermeister von Kirchheim unter Teck. Dort soll die Pflicht erst im Laufe der kommenden Woche vollkommen umgesetzt werden. In Sulz muss jeder Bürger bereits seit gestern eine Maske tragen. Es kann allerdings auch Ersatzweise ein Schal, ein Tuch oder ein anderes geeignetes Hilfsmittel sein. Wichtig sei es, diese richtig zu tragen und regelmäßig zu waschen. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Eisdielen dürfen wieder öffnen

Update vom 17. April, 20 Uhr: Zusammen mit vielen Geschäften sollen am Montag in Baden-Württemberg nun auch die Eisdielen wieder öffnen dürfen. Waren bislang nur Abhol- oder Lieferservice erlaubt, soll künftig auch der direkte Verkauf an der Theke wieder möglich sein, teilt das Wirtschaftsministerium am Freitag auf dpa-Anfrage mit. Voraussetzung sei allerdings, dass sämtliche Hygienevorschriften eingehalten würden. Dazu zählt nach allgemeiner Vorgabe zum Beispiel, dass keine Warteschlangen entstehen und die Kunden ausreichend Abstand zueinander halten können und das auch tun. Das Ministerium hatte sich nach eigenen Angaben seit längerer Zeit für eine Öffnung eingesetzt. Der endgültige Beschluss der Landesregierung steht allerdings noch aus. 

Die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg und auch die Auslegungshinweise dazu würden aber noch am Wochenende entsprechend überarbeitet, hieß es. Speziell um Eisdielen hatte es in den vergangenen Wochen viel Verwirrung gegeben. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Eisdielen sollen bald wieder Eis über die Theke verkaufen können.

Grundsätzlich galt bislang: Nur wer am Telefon oder per Internet bestellt und dann erst hingeht, bekommt sein Eis. Auch ein Lieferservice war erlaubt. Wer dagegen ohne vorherigen Anruf erscheint und seine Bestellung über den Tresen ruft, bekommt bisher kein Eis. Allerdings konnten die Kommunen eigene, schärfere Regeln erlassen. „Lediglich ein Lieferdienst an eine Adresse ist möglich“, heißt es beispielsweise in den Vorgaben der Stadt Karlsruhe zum Thema Eisdielen. So ein Sonderweg sei auch künftig möglich, betonte das Wirtschaftsministerium.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Mehr Genesene als Kranke!

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Freitag (17. April) vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg weitere 698 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 16 Uhr). Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 27.328 an. Davon sind ungefähr 14.464 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Damit ist die Zahl der Genesenen weiterhin höher als jene der noch Erkrankten.

Geschäfte, Schulen und Friseure: Die neuen Corona-Regeln für Baden-Württemberg

Update, 13:17 Uhr: Am Donnerstagnachmittag halten Ministerpräsident Winfried Kretschmann zusammen mit Kultusministerin Susanne Eisenmann und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut eine Pressekonferenz, um über die neuen Corona-Verordnungen für Baden-Württemberg zu sprechen. Kretschmann macht zu Beginn klar, dass diese neuen Maßnahmen nur getroffen werden können, „weil wir eine Überbelastung des Gesundheitssystems verhindern konnten.“ Es sei ein erster Erfolg in der Pandemie, allerdings ein „fragiler“. Deshalb könne man nur schrittweise eine Lockerung möglich machen, damit die täglichen Infektionszahlen nicht weiter ansteigen. Außerdem betont der Ministerpäsident: „Wenn die Pandemie aus dem Ruder läuft, sind die wirtschaftlichen Schäden gigantisch!“ Darum haben sich Bund und Länder darauf verständigt, alle 14 Tage die Corona-Krise in Deutschland neu zu bewerten. Für Baden-Württemberg ergeben sich für die nächsten Tage folgende neue Corona-Regelungen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Die neuen Regelungen für Geschäfte, Friseure und Händler

Ab dem 20. April dürfen Geschäfte bis zu 800 Quadratmeter sowie Bibliotheken, Buchhandlungen, Archive, Fahrrad- und Kfz-Händler ihre Arbeit wieder aufnehmen. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut verspricht, bis Samstag (18. April) den betroffenen Geschäften eine Checkliste zur Verfügung zu stellen. Darin sollen die strengen Hygieneregelungen aufgelistet werden. Nur wer diese einhalten kann, darf auch öffnen. Läden, die ebenfalls die 800-Quadratmeter-Grenze nicht überschreiten, sich allerdings in einem Einkaufszentrum befinden, dürfen laut der Wirtschaftsministerin ebenfalls wieder ihre Türen öffnen. 

Die rund 30.000 Friseure in Baden-Württemberg dürfen ab dem 4. Mai wieder ihre Arbeit aufnehmen. Allerdings gelten dann auch hier Hygienemaßnahmen. Ein entsprechendes Konzept wird ebenfalls erarbeitet. 

Gastonomie, Hotellerie sowie botanische Gärten und Zoos bleiben weiterhin geschlossen. Wann diese wieder aufmachen dürfen, ist nicht klar. Man sei sich bewusst, dass viele Betriebe um ihre Existenz fürchten. Allerdings erklärt Winfried Kretschmann: „Wir sind mit den Öffnungen eher an die Grenze gegangen.“ Man beobachte weiterhin den Verlauf, wenn sich dieser positiv entwickle, seien weitere Öffnungen aber möglich. „Eine Rückkehr zur Normalität, wie sie vor der Pandemie war, wird noch Monate dauern“, so Kretschmann.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Die neuen Regelungen für Schulen, Kitas und Unis

Schüler, die dieses oder nächstes Jahr ihren Abschluss machen, dürfen ab dem 4. Mai wieder die Schule besuchen. Für alle anderen Klassen – darunter zählen bislang auch die vierten Klassen von Grundschulen – findet der Unterricht in Schulgebäuden nicht statt. Schüler, die zwar die Schule besuchen dürfen, jedoch am Coronavirus erkrankt sind oder infizierte Eltern haben, sollen nicht kommen. Kultusministerin Susanne Eisenmann macht klar, dass weiterhin der Gesundheitsschutz an erster Stelle stehe. Lehrer, die zur Risikogruppe zählen, sollen ebenfalls nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Schulen sollen frühestens am 27. April geöffnet werden.

Für die Schulen stellt diese neue Situation eine große organisatorische Herausforderung dar, weshalb zwei Wochen Vorlaufzeit unbedingt benötigt seien. Man sei weit weg von einem klassischen Normalbetrieb, betont die Kultusministerium. Pausen müssen neu strukturiert werden, es werden voraussichtlich nur Pflichtfächer unterrichtet, Klassen werden aufgesplittet und das gesamte Schulgebäude soll genutzt werden, um Abstandsmaßnahmen einhalten zu können. Das Kultusministerium werde in den nächsten Tagen ein Konzept erarbeiten. Dabei werde auch berücksichtigt, wie die Schüler zur Schule kommen (gesonderte Busse, etc.)

Kitas bleiben wegen „des hohen Infektionsrisikos weiter geschlossen“, so Kretschmann. Die Notfallbetreuung gelte jetzt auch für Kinder bis zur siebten Klassenstufe – nicht wie bislang noch bis einschließlich der sechsten Klassenstufe. Außerdem soll die Liste der systemrelevanten Berufsgruppen erweitert werden.

Hochschulen dürfen ab dem 20. April wieder starten, jedoch nur digital. Präsenzunterricht ist nur erlaubt, wenn er dringend notwendig ist, wie zum Beispiel in technischen oder naturwissenschaftlichen Bereichen. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Großveranstalungen und Masken-Pflicht

Wie bereits vom Bund verordnet, bleiben Großveranstaltungen bis zum 31. August weiterhin verboten. Ab wann eine Großveranstaltung als solche gilt, ist noch nicht genau definiert. Es gibt für Baden-Württemberg außerdem keine Masken-Pflicht. Winfried Kretschmann betont jedoch, dass es eine geben könnte, je nachdem was Epidemiologen raten und wie sich die Bevölkerung verhält. So empfiehlt der Ministerpräsident das Tragen eines Mundschutzes beim Einkaufen oder im ÖPNV. 

Update vom 16. April, 7:25 Uhr: Geschäfte bis 800 Quadratmeter dürfen wieder öffnen und Schulen können schrittweise den Betrieb wieder aufnehmen. Hochschulen, Kitas und Zoos hingegen müssen noch weiter warten, bis auch bei ihnen wieder Normalität zurückkehren kann. Die Zukunft für Hotellerie und Gastronomie ist ebenfalls ungewiss. Winfried Kretschmann sagt am Mittwochabend, der „Sog in die Innenstädte und Shopping-Center" würde zu groß und das Risiko einer erneuten Infektionswelle zu hoch werden. „Wir fahren auf Sicht, weil es solch eine Pandemie ja noch nie gab."

Corona-Lockerungen in Baden-Württemberg: Die Beschlüsse im Überblick 

Nach dem Beschluss von Bund und Ländern gibt es in Deutschland eine grobe Orientierung, wie es in den nächsten Wochen weitergehen wird. Nun liegt es aber an den eigenen Bundesländern, diese Maßnahmen zu konkretisieren. Denn bislang ist noch unklar, wann beispielsweise die Geschäfte in Baden-Württemberg wieder aufmachen dürfen. Am Donnerstag, ab 12 Uhr, will sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann in einer Video-Pressekonferenz melden und weitere Details nennen. 

Update 18:44 Uhr: Dass wir heute überhaupt mit einer vorsichtigen Öffnung beginnen könnten, sei laut Ministerpräsident Winfried Kretschmann ein großer Erfolg. Wir könnten alle dankbar sein, dass es gelungen sei, die Ausbreitung des Virus in Deutschland und in Baden-Württemberg rechtzeitig zu verlangsamen. 

Es sei jedoch wichtig, eine zweite Infektionswelle aufzuhalten. Deswegen werde man sich langsam vortasten und immer wieder überprüfen, ob die Maßnahmen greifen. 

  • Unter strengen Regeln und unter Einhaltung des Mindestabstands und der Hygienevorschriften wolle man frühestens nächste Woche kleinere Geschäfte bis 800 Quadratmeter wieder öffnen. Darunter fallen Buch-, Fahrrad und Kfz-Händler.
  • Dienstleister wie Friseure könnten unter der strengen Einhaltung von Hygienemaßnahmen frühestens ab dem 4. Mai öffnen. 
  • Ab dem 4. Mai werden die Abschlussklassen wieder zur Schule gehen. Sie seien alt genug, um sich an die Abstandsregeln zu halten. Auch die Viertklässler könnten frühestens ab dem 4. Mai wieder zur Schule. 
  • Kitas bleiben wegen des hohen Infektionsrisikos weiter geschlossen. 
  • Restaurants, Bars, Kinos und Theater bleiben weiterhin geschlossen. 
  • Kirchen, Synagogen und Moscheen müssen weiterhin geschlossen bleiben. Man wolle mit den Glaubensgemeinschaften jedoch in Kontakt treten, wie man die Abstands- und Hygieneregeln in Gotteshäusern umsetzen könnte.
  • Großveranstaltungen, darunter auch Fußballspiele, sind bis zum 31. August verboten.
  • Die Kontaktbeschränkungen werden auch weiterhin bestehen bleiben. Man dürfe sich auch zukünftig nur zu zweit in der Öffentlichkeit aufhalten und müsse die Abstandsregel von 1,5 Metern einhalten. 
  • Winfried Kretschmann ruft die Menschen in Baden-Württemberg zum Tragen einer sogenannten „Alltagsmaske“ auf. Die Menschen sollten dort eine Maske tragen, wo man nicht den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten könne. Dies wäre beispielsweise beim Einkaufen und im Öffentlichen Nahverkehr der Fall. Es könne sein, dass es bald ein Gebot gibt, solche Alltagsmasken zu tragen.
Coronavirus - In einer Pressekonferenz verkündet Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Corona-Lockerungen. (Archivbild)

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Mittwoch (15. April) vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg weitere 761 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 16 Uhr). Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 26.050 an. Davon sind ungefähr 12.834 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Die Verdopplungszahl beträgt momentan 34 Tage. Bei dieser Zahl handelt es sich um die Zeitspanne, in der sich die Fallzahlen in einer Epidemie verdoppeln.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Großveranstaltungen bis Ende August verboten 

Update 17:05 Uhr: Laut Bild-Informationen sollen Großveranstaltungen bis zum 31. August verboten bleiben. Außerdem sollen sich Bund und Länder gegen eine Maskenpflicht, sondern lediglich für eine Empfehlung ausgesprochen haben. 

Alle Entscheidungen über die Lockerung der Corona-Maßnahmen gibt‘s in unserem Live-Ticker!

Update, 15:50 Uhr: Die Kontrollen an deutschen Grenzen sollen bis zum 4. Mai fortgeführt werden. Das teilt das Bundesinnenministeriums am Mittwoch in Berlin mit. Über die Einzelheiten will Bundesinnenminister Horst Seehofer (CDU) mit den Ministerpräsidenten der betroffenen Bundesländer sprechen. 

Coronavirus Baden-Württemberg: Geschäfte bis 800 Quadratmeter sollen bald wieder eröffnen

Update, 14:40 Uhr: Geschäfte bis zu 800 Quadratmeter, Zoos, Bibliotheken, Archive, Friseure, Buchhandlungen, Fahrrad- und Kfz-Händler – sie alle dürften laut der Beschlussvorlage des Corona-Kabinetts schon bald wieder eröffnen. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Wie lange bleiben die Kontaktbeschränkungen bestehen?

Die Vorlage, die der Deutschen Presse-Agentur zur Verfügung gestellt wurde, sehe außerdem vor, dass Schüler von Abschlussklassen wieder zurück in die Schule und auch dass vierte Klassen von Grundschulen wieder wie gewohnt unterrichtet werden dürfen. In allen Bereichen müssen aber weiterhin strenge Corona-Maßnahmen berücksichtigt werden. Ob die Ministerpräsidenten den Beschluss vom Bund zustimmen werden, zeigt sich im Laufe des Tages. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Luftbrücke in Stuttgart eingerichtet

Update, 12:35 Uhr: Die Landesregierung will die Einfur von Corona-Schutzausrüstung aus China beschleundigen. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) teilt am Mittwoch in Stuttgart mit: „Seit dem 9. April besteht eine Luftbrücke, die wir gemeinsam für Baden-Württemberg und Sachsen eingerichtet haben.“ Nahezu täglich kämen im Stuttgarter Zwischenlager Masken, Brillen und Schutzanzüge an. 

Laut dem Sozialministerium sind in dem Zwischenlager via Frankfurt un Mündchen eine halbe Million OP-Masken, 130.000 Schutzbrillen, 85.000 FFP2-Masken sowie 60.000 Schutzanzüge angekommen. Weitere Ware sei im Lager in Shanghai. Allein in dieser Woche starten demnach mindestens sechs Flugzeuge in Shanghai. „Wir werden die Schutzausrüstung umgehend über unseren Spediteur im Land verteilen und an unsere Partner im Gesundheitswesen ausliefern lassen", kündigt Lucha an.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Heute Bund und Länder – Kontaktverbot bis Mai?

Update, 11:45 Uhr: Der Bund will laut Informationen der Süddeutschen Zeitung den Ländern vorschlagen das Kontaktverbot bis zum 3. Mai zu verlängern. Nur wenige Ausnahmen soll es geben, beispielsweise für Geschäfte im Einzelhandel bis zu 400 Quadratmeter. Ab Anfang dürften dann Geschäfte ab 2.500 Quadratmeter sowie Friseure aufmachen. Eine Lockerung für die Gastronomie sei nicht vorgesehen. Wie der Vorschlag bei den Ländern ankommt, wird sich zeigen. 

Update vom 15. April, 6:17 Uhr: Am Mittwoch entscheiden Bund und Länder über die weiteren Corona-Maßnahmen. Bereits am Vormittag will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Mitgliedern des Corona-Kabinetts die Bund-Länder-Schalte vorbereiten. Fokus der Konferenz werden die Themen Schul- und Kita-Eröffnungen sowie eine mögliche Mundschutz-Pflicht in manchen Bereichen sein. „Wir brauchen einen Konsens der 16 Länder. Gerade in der Schulpolitik darf es keine Alleingänge geben", betont Laschet der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Denn: Viele Bundesländer haben ihre eigenen Ansichten, wann und wie die Schulen und Kitas wieder eröffnet werden sollen. Die einen wollen beispielsweise zunächst mit der Grundschule anfangen und nach und nach die weiteren Klassen wieder in die Schule lassen, andere wollen mit den oberen Stufen beginnen. Das Robert-Koch-Institut hält die sukzessive Wiederaufnahme des Schulbetriebs für die höheren Klassen als die bessere Lösung, da man vermutet, dass ältere Schüler sich eher an die Abstandsmaßnahmen halten und Abschlüsse Vorrang haben. Baden-Württemberg will die Schulen im Land frühestens am 27. April eröffnen, andere Bundesländer sofort nach den Osterferien. Es wird also interessant, wie sich Bund und Länder am Mittwochnachmittag entscheiden.

Auch die Frage, ob es eine Masken-Pflicht in Deutschland geben wird, wird besprochen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder könne sich vorstellen, dass es in den nächsten zwei bis drei Wochen Erleichterungen, etwa im Handel, geben könnte. Dies könne aber nur durchgesetzt werden, wenn es klare Auflagen wie Hygiene-Konzepten, Abstandsgeboten, Obergrenzen für Personenzahlen pro Quadratmeter und Schutzmasken existieren. Er fordert mit Blick auf den Einzelhandel „mindestens ein Maskengebot, ein Mundschutzgebot“.

Update vom 14. April, 21 Uhr: Wie das Sozialministerium Baden-Württemberg am Dienstagabend mitteilt, steigt die Zahl der am Coronavirus Infizierten auf 25.289 an. Auch die Zahl der Todesfälle erhöht sich von 702 auf 756.  

Coronavirus in Baden-Württemberg: Schulen sollen frühestens am 27. April öffnen  

Die baden-württembergische Landesregierung will die Schulen im Land frühestens am 27. April wieder öffnen. Das geht aus einem Papier des Staatsministeriums für die Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet. In der Schaltkonferenz will Merkel an diesem Mittwoch mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beraten. „In der 18. oder 19. Kalenderwoche soll zuerst der Unterricht für die Jahrgänge, die vor Abschlussprüfungen stehen, beginnen“, heißt es in dem Schreiben. „Dann folgen die Jahrgänge, die unmittelbar danach folgen." 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Schulen sollen frühestens am 27. März geöffnet werden. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Schulen sollen frühestens am 27. April geöffnet werden.

Besonders in Kindergärten und in den unteren Grundschulklassen werde es nicht gelingen, die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln in der Praxis zu garantieren. Bei den Schülern älterer Jahrgänge könne man mehr Verständnis voraussetzen. Eine Kürzung oder Verschiebung der Sommer- oder Pfingstferien zieht man den Überlegungen in dem Papier zufolge nicht in Betracht.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Vorsichtige Öffnung der Dienstleistungsbereiche 

„Das Abflachen der Infektionskurve wird es uns in absehbarer Zeit ermöglichen, erste Schritte zurück in die Normalität zu gehen“, heißt es in dem Papier. Darin ist auch die Rede von ersten vorsichtigen Öffnungen in verschiedenen Dienstleistungsbereichen. Allerdings müssten die Kontaktbeschränkungen vorerst bestehen bleiben - etwa der Mindestabstand von 1,5 Metern in der Öffentlichkeit und das Verbot von Menschenansammlungen von mehr als zwei Personen. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kommt die „Maskenpflicht?“

Auch von einem „Maskengebot“ ist die Rede: Im öffentlichen Raum - etwa im öffentlichen Nahverkehr, in Schulen oder beim Einkaufen - sollen künftig möglichst alle Menschen im Land einfache Stoffmasken tragen, um sich und andere zu schützen. „Wenn genügend professionelle Masken für den medizinischen Bereich etc. vorhanden sind, wird in Bereichen des öffentlichen Lebens, in denen die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können, aus dem Maskengebot eine Maskenpflicht."

Coronavirus in Baden-Württemberg: Minister klärt auf – Diese Mittel schützen nicht vor Infektion

Update vom 14. April, 14:30 Uhr: Der baden-württembergische Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) warnt am Dienstag vor unlauteren Werbeaussagen. „Nahrungsergänzungsmittel können generell weder Erkrankungen verhindern noch heilen", betont er. „Sie sind Lebensmittel und dienen dazu, die allgemeine Ernährung zu ergänzen." Auch Online-Marktplätze und Social-Media-Betreiber wurden laut Hauk sensibilisiert, ein Auge auf solche Produktangebote sowie die entsprechende Werbung zu werfen. 

„Schwarze Schafe und Betrüger nutzen die aktuelle Krisensituation insbesondere im Onlinehandel aus, um Kasse zu machen“, heißt es bei den Untersuchungsämtern für Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit. „Wir haben in Deutschland, aber auch weltweit, (meistens) freiverkäufliche Produkte im Internet gefunden, die mit irreführenden und haltlosen Wirkversprechen gegen Infektionen mit dem Coronavirus angeboten werden.“ 

Der baden-württembergische Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) warnt vor unlauteren Werbeaussagen. (Archivbild)

Es gebe aber keine seriösen Studien über eine solche Wirksamkeit von Vitaminen, Mineralstoffen oder bestimmten Pflanzen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Fast 25.000 Infizierte – über 700 Covid-19-Tote

Update vom 13. April, 21:10 Uhr: Am Ostermontag wurden dem Gesundheitsministerium weitere 467 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 24.898 an. Davon sind ungefähr 11.045 Personen bereits wieder genesen. Das Durchschnittsalter der Infizierten beträgt 51 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 102 Jahren.

Die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg (Stand 13. April 2020)

Das Gesundheitsamt von Baden-Württemberg meldet am Montag außerdem 33 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle im Land auf 702 an. Die neuen Todesopfer stammen aus den Landkreisen Biberach, Böblingen, Emmendingen, Enzkreis, Esslingen, Heilbronn, Ortenaukreis, Schwäbisch Hall, Schwarzwald-Baar-Kreis, Sigmaringen, Tübingen und Waldshut sowie aus den Städten Freiburg, Stuttgart und Ulm.

Coronavirus: Leopoldina-Wissenschaftler mit Zeitplan für Ende der Kontaktsperren

Update vom 13. April, 16:30 Uhr: Die Erkenntnisse der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina gelten als wichtige Leitlinie in der Diskussion um die Lockerung der Corona-Maßnahmen. Die Wissenschaftler präsentieren in ihrer Studie, die am Montag veröffentlicht wurde, einen Zeitplan zurück zur Normalität – und raten dazu, Schulen so bald wie möglich wieder zu öffnen. Nach Ostern will Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit Ministerpräsidenten auf Basis der Leopoldina-Studie diskutieren, wie es in der Coronavirus-Krise weitergeht. Der Fahrplan der Leopoldina-Forscher für das Ende der Kontaktsperre zum Nachlesen.

Coron-Kontrollen in Baden-Württemberg: Polizei überprüft 27.000 Menschen

Update vom 13. April, 14:05 Uhr: Die Polizei in Baden-Württemberg hat die Corona-Verordnung in den vergangenen Tagen massiv kontrolliert. Mit dem Ergebnis, dass sich die weit überwiegende Zahl der Menschen im Land an die Vorgaben gehalten hat, wie das Innenministerium in seiner Bilanz am Montag in Stuttgart festhielt. Von Karfreitag bis zum Morgen des Ostermontags wurden demnach mehr als 4.000 Fahrzeuge und mehr als 27.000 Menschen kontrolliert. Dabei wurden knapp 2.500 Verstöße gegen das Bundesinfektionsschutzgesetz festgestellt. Vier von fünf Verstößen hätten den Angaben nach das Verweilen im öffentlichen Raum in zu großen Gruppen betroffen. 

Corona-Kontrollen in Baden-Württemberg: Polizei überprüft mehr als 27.000 Menschen (Symbolfoto)

Coronavirus in Baden-Württemberg: Innenminister – „Man kann ein Land nicht ewig lahmlegen“

„Indem man sich an die Regeln hält, rettet jede und jeder das Leben anderer Menschen", sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU). Nach Ostern müsse man nun drangehen, das Leben und das Arbeiten wieder planvoll und vorsichtig hochzufahren. „Man kann ein Land nicht ewig lahmlegen. Das würden die Menschen nicht verkraften, und auch unsere Wirtschaft nicht“, sagte Strobl. 

Feste, Partys und Versammlungen mit Hunderten oder gar Tausenden von Menschen sieht Strobl auf absehbare Zeit deswegen nicht. „Was wir sicher weiter brauchen, gerade in Baden-Württemberg an der Grenze zum Elsass, sind die strikten Kontrollen an den Grenzen, inklusive Zurückweisungen.“ Es müsse ein detailliertes Konzept geben, wie man die besonders betroffenen Personengruppen schützen könne. „Besonders wichtig ist dafür eines: ausreichend viel Schutzausrüstung und vor allem koordinierte und großflächige Testungen. Lockern heißt vor allem: Testen, Testen, Testen." Hier sei noch Luft nach oben - die Kapazitäten seien größer als die tatsächlich durchgeführten Tests. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: 24.431 Infizierte – ältester Patient ist 102

Update vom 13. April, 10:30 Uhr: Am Ostersonntag hat das Sozialministerium Baden-Württemberg rund 500 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg ist auf mindestens 24.431 angestiegen. Das Durchschnittsalter der Coronavirus-Infizierten beträgt aktuell 51 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 102 Jahren. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Rund 10.500 Menschen im Bundesland sind bereist wieder genesen

Dem Landesgesundheitsamt wurden am Sonntag leider auch 28 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die Todesopfer stammen aus den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Calw, Emmendingen, Esslingen, Heidenheim, Heilbronn, Hohenlohekreis, Lörrach, Ludwigsburg, Ortenaukreis, Ostalbkreis, Schwarzwald-Baar-Kreis, Tübingen, Waldshut und Zollernalbkreis sowie aus den Städten Baden-Baden, Heilbronn, Mannheim und Stuttgart. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 669 an. Unter den Verstorbenen waren 410 Männer und 258 Frauen, ein Todesfall ohne Angabe zum Geschlecht. Das Alter lag zwischen 36 und 102 Jahren. 61 Prozent der Toten waren 80 Jahre oder älter.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Die Zahlen vom Ostersonntag

Update vom 12. April, 20:20 Uhr: Das Sozialministerium Baden-Württemberg meldet am Ostersonntag 493 neue Coronavirus-Fälle. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf insgesamt 24.431 an. Außerdem wurden 28 weitere Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Covid-19-Toten in Baden-Württemberg liegt nun bei 669.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kretschmann liest aus „Grüffelo“ vor – auf Schwäbisch!

Update vom 12. April, 10:40 Uhr: Der baden-württembergische Ministerpräsidentin dürfte aufgrund der Corona-Krise aktuell kaum zur Ruhe kommen. Trotzdem hat er sich zu Ostern Zeit genommen, um vor allem Kindern eine Freude zu machen. Auf YouTube hat die Landesregierung von Baden-Württemberg nun ein Video veröffentlicht, in dem Winfried Kretschmann aus seinem Lieblings-Buch vorliest: „Der Grüffelo“. Und das natürlich auf Schwäbisch! Es sei „ein kleines Geschenk für Kinder und im Herzen jung gebliebene, um von den Alltagssorgen in dieser Zeit abzulenken“, zitiert der SWR Kretschmann. Für alle, die der „schwäbischen Sprache“ nicht mächtig sind, gibt es natürlich auch noch eine Version in Hochdeutsch. 

Update vom 12. April, 9:10 Uhr: Können die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus nach Ostern endlich gelockert werden? Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut machen jetzt Hoffnung. Sie sagen: Die Wende ist geschafft. Der Beweis ist eine Grafik, die das Institut nach einer Studie veröffentlicht hat. Darin sehe man die klare Wirkung der Corona-Maßnahmen. Die Forscher geben auch eine Prognose, wann die Lockerung der Maßnahmen stattfinden sollte.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Fast 24.000 Infizierte – Zahl der Toten steigt weiter

Update vom 11. April, 20:10 Uhr: Nach dem extremen Anstieg von über 1.200 Fällen von Donnerstag auf Freitag wurden dem Gesundheitsministerium in Baden-Württemberg am Samstag „nur“ 460 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf mindestens 23.938 an. Davon sind etwa 9.856 Menschen wieder genesen. 

Die Zahl der Covid-19-Toten in Baden-Württemberg ist am Samstag von 564 auf 641 angestiegen. Unter den Verstorbenen sind 394 Männer und 246 Frauen. Das Alter liegt zwischen 36 und 100 Jahren. 61 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Kretschmann mit Schock-Aussage: „Die Menschen werden nach der Corona-Krise ärmer sein“ 

Update vom 11. April, 15:35 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann erwartet für die Zeit nach der Corona-Krise harte Verteilungskämpfe. „Machen wir uns nichts vor: Das wird eine harte Debatte geben, wer die Kosten für die Rettungspakte trägt“, sagte der Grünen-Politiker der FAZ. Letztlich werde die gesamte Bevölkerung dafür bezahlen: „Die meisten Menschen werden nach der Corona-Krise erstmal ärmer sein.“ Baden-Württemberg zum Beispiel spanne für fünf Milliarden Euro einen Schutzschirm, der Betrag sei binnen zehn Jahren zu tilgen. „Das heißt: Eine halbe Milliarde im Jahr muss im Haushalt anderswo eingespart werden. Das Geld fällt ja nicht vom Himmel.“

Coronavirus in Baden-Württemberg: Schock-Statistik – über 1.200 Fälle in 24 Stunden

Update vom 11. April, 9:50 Uhr: Nachdem die Zahl der Neu-Infektionen die Tausender-Marke tagelang nicht überschritt, wurden in Baden-Württemberg am Karfreitag wieder 1.180 Coronavirus-Fälle bestätigt. Die Zahl der Infizierten im Bundesland liegt damit bei mindestens 23.478 – Baden-Württemberg liegt damit auf Platz 3 der Bundesländer mit den meisten Infizierten. Das Durchschnittsalter der Patienten betrage laut Sozialministerium 51 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 102 Jahren. Die gute Nachricht: Es sind bereits rund 9.180 Menschen wieder genesen und haben Covid-19 überstanden. 

Leider ist auch die Zahl der Corona-Toten innerhalb von 24 Stunden erneut um 50 gestiegen. Insgesamt gibt es in Baden-Württemberg nun 614 Todesopfer – darunter 384 Männer und 229 Frauen. Das jüngste Corona-Opfer war 36 und das älteste 100 Jahre alt. 60 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Extremer Anstieg – über 1.200 Neu-Infizierte! 

Update vom 10. April, 21:20 Uhr: Am Karfreitag wurden dem Gesundheitsministerium Baden-Württemberg insgesamt 1.180 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit steigt die Zahl der Covid-19 Erkrankten in Baden-Württemberg auf 23.478. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden zudem 50 weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Corona-Toten in Baden-Württemberg liegt damit aktuell bei 564.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Regierung erneuert Corona-Verordnung

Update vom 10. April, 13:30 Uhr: Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat die aktuelle Corona-Verordnung des Landes vor Ostern erneut angepasst. Die Änderungen der Regeln im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg wurden am Donnerstagabend vom Ministerrat beschlossen. Die neue Corona-Verordnung enthält einige wesentliche Anpassungen der Maßnahmen und Regeln, die ab Ostern gelten. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Hier öffnet das Quarantäne-Zentrum für Flüchtlinge

Update vom 10. April, 12:20 Uhr: Mit dem Coronavirus infizierte Flüchtlinge aus Unterkünften in ganz Baden-Württemberg können ab Samstag in Althütte in Quarantäne gehen. Das teilt das Regierungspräsidium Stuttgart am Karfreitag mit. Der Start der Einrichtung solle für eine Entlastung in den vier Landeserstaufnahmeeinrichtungen (LEA) sorgen. 

In der Unterkunft im ehemaligen Freizeitzentrum des Süddeutschen Gemeinschaftsverbandes in Althütte-Sechselberg sollen vorübergehend Flüchtlinge aus den Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht werden, die positiv auf Covid-19 getestet wurden. Sie werden dort entsprechend der Vorgaben des örtlichen Gesundheitsamts untergebracht. Im Freizeitzentrum im Rems-Murr-Kreis können zwischen 30 bis 60 Geflüchtete - Einzelpersonen und gegebenenfalls Familien - ohne Symptome oder mit milden Symptomen untergebracht werden. Schwerer erkrankte Personen werden vorrangig in den Krankenhäusern im Umfeld der jeweiligen LEA behandelt, beispielsweise in Freiburg, Sigmaringen oder Ellwangen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Erster Impfstoff-Test im Frühsommer!  

Update vom 10. April, 10:50 Uhr: Das Pharmaunternehmen CureVac in Tübingen arbeitet seit Januar an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Nun wurden erste Tests im Frühsommer angekündigt„Im Juni, spätestens im Juli wollen wir mit rund 100 Personen starten“, sagt ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag. Erste Ergebnisse der klinischen Studie werden dann ein paar Wochen später erwartet. Sollten sie positiv sein, soll der nächste Impfstoff-Test mit ein paar Tausend Versuchsteilnehmern starten. Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Wolfgang Reinhart, sagte, CureVac sei ein positives Signal aus Baden-Württemberg für die ganze Welt. „Diese Meldung ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie wichtig es ist, dass Forschung und Entwicklung, gerade im medizinisch-pharmazeutischen Bereich, in Deutschland wieder einen breiteren Raum einnimmt.“

Coronavirus in Baden-Württemberg: Fast 22.300 Infizierte – Zahl der Toten steigt

Update vom 9. April um 19:30 Uhr: Am Gründonnerstag wurden dem Gesundheitsministerium Baden-Württemberg insgesamt 808 weitere bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit steigt die Zahl der an Covid-19 Erkrankten in Baden-Württemberg auf 22.298. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden zudem 50 weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Corona-Toten in Baden-Württemberg liegt damit aktuell bei 564.

Die neuen Todesfälle wurden dem Gesundheitsamt des Landes heute aus den Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Biberach, Böblingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Heidenheim, Heilbronn, Hohenlohekreis, Karlsruhe, Lörrach, Ludwigsburg, Main-Tauber-Kreis, Ortenaukreis, Ravensburg, Rems-Murr-Kreis, Reutlingen, Schwäbisch Hall, Sigmaringen, Tübingen, Tuttlingen und Zollernalbkreis sowie aus den Städten Freiburg und Heilbronn gemeldet.

Die Zahl der geheilten Personen liegt derzeit bei rund 8.482 – nicht wie vom Gesundheitsministerium am Vortag gemeldet bei 12.267. Diese Differenz erkläre sich „durch einen bedauerlichen Berechnungsfehler des Landesgesundheitsamt“. Das Landesgesundheitsamts veröffentlicht den Schätzwert der Covid-19-Genesenen in Baden-Württemberg auf Grundlage eines durch das Robert Koch-Institut in Berlin angepassten neuen Algorithmus. Dabei werden Fälle ohne Angabe des Erkrankungsbeginns anhand des Meldedatums berücksichtigt.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Ministerpräsident Kretschmann bittet um Geduld

Das Land sei nach Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Bekämpfung des Coronavirus auf dem richtigen Weg, aber noch nicht über den Berg – auch wenn sie das Virus deutlich langsamer verbreite als noch vor drei Wochen. „Mir ist völlig bewusst, dass Sie sich nach einer Rückkehr in Ihr normales Leben sehnen“, so Kretschmann in einer vorab übermittelten Rede, die am Karfreitag im SWR ausgestrahlt werden soll. „Doch zum jetzigen Zeitpunkt kann ich Ihnen noch keinen seriösen Vorschlag für Lockerungen machen, auch wenn wir selbstverständlich intensiv an Lösungen arbeiten.“  

Covid-19 in Deutschland (09.04.2020)

Am kommenden Mittwoch (15. April) beraten sich Bundeskanzlerin Angela Merklen und die Ministerpräsidenten der Länder über das weitere vorgehen. Sicher sei aber schon jetzt, dass die Lockerungen der Corona-Maßnahmen nur schrittweise erfolgen.

Update vom 9. April, 9:15 Uhr: Wegen des Infektionsschutzes will das Land Baden-Württemberg die Pflicht, Leichen vor einer Feuerbestattung erneut zu untersuchen, für Corona-Tote aussetzen. Die zweite Leichenschau werde für mit dem Coronavirus infizierte Verstorbene für drei Monate ausgesetzt, sagt ein Sprecher von Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne). „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, sie erfolgte nach einem schwierigen Abwägungsprozess.“ Wie die „Südwest Presse" am Donnerstag berichtet, lehnte Lucha Forderungen nach einer Aussetzung noch Ende vergangener Woche ab. Die Bestatter und die CDU-Abgeordnete Nicole Razavi hätten dagegen argumentiert, dass die zweite Leichenschau für Bestatter, Mitarbeiter der Krematorien und Amtsärzte ein hohes Infektionsrisiko bedeute. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Dunkler Tag in der Statistik – 50 Tote an einem Tag

Update vom 8. April um 19:45 Uhr: Dem Gesundheitsamt Baden-Württemberg wurden 855 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden gemeldet – somit steigt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Baden-Württemberg auf 21.490. Davon sind rund 12.250 Personen bereits wieder genesen. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle im Land steigt auf 514 an, da sind 50 mehr als noch am Tag zuvor.

Die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg (Stand 8. April 2020)

Die 50 Corona-Toten wurden dem Gesundheitsamt aus den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Enzkreis, Esslingen, Göppingen, Heidenheim, Hohenlohekreis, Karlsruhe, Lörrach, Ostalbkreis, Rastatt, Reutlingen, Schwäbisch Hall, Tübingen, Waldshut und Zollernalbkreis sowie aus den Städten Baden-Baden, Freiburg, Heilbronn, Mannheim und Stuttgart gemeldet.

Update vom 8. April, 15 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg gibt es auch im Supermarkt wichtige Regeln, die alle beachten müssen. Weil ein Kunde in Waiblingen sich weigerte, an der Kasse den Mindestabstand einzuhalten, eskalierte am Dienstag ein Streit – bis die Polizei anrücken musste. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kretschmann und Spahn über Lockerung der Maßnahmen

Erstmeldung vom 8. April, 11:30 Uhr: Seit fast drei Wochen lebt die Bevölkerung von Baden-Württemberg wegen dem Corona-Krise in einem eingeschränkten Alltag. Das Kontaktverbot, das seit dem 23. März deutschlandweit herrscht, zwingt die Menschen, mehr zu Hause zu bleiben. Wer gegen die Einschränkungen verstößt, muss mit Bußgeldern rechnen. Das wirft bei vielen die Frage auf, wann die Einschränkungen und Maßnahmen endlich wieder gelockert werden können. Darum geht es auch in der gemeinsamen Pressekonferenz von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Freitag. „Die Infektionskurve flacht ab. Aber Entwarnung kann noch nicht gegeben werden“, erklärt Kretschmann zu Anfang der Konferenz. Er teilt mit Spahn eine eindeutige Meinung zur Lockerung des Kontaktverbots:

Coronavirus in Baden-Württemberg: So könnte eine Lockerung der Maßnahmen aussehen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht ebenfalls wie der baden-württembergische Ministerpräsident einen positiven Trend in der Entwicklung der Infektionskurve. Die Neuinfektionen mit Coronavirus sinken, dafür steigt die Zahl der Genesenen. Laut Spahn könne das Gesundheitssystem außerdem bisher gut mit der Krise umgehen. „Wir dürfen uns jetzt aber nicht in falscher Sicherheit wiegen“, mahnt er. Die Lage sei nach wie vor ernst. 

Gerade weil die Maßnahmen Wirkung zeigten, müsse man nun konsequent bleiben und beobachten, ob sich dieser Trend stabilisiere. „Diese Krise ist kein Sprint sondern ein Marathon. Wir sind erst am Anfang der Epidemie“, so der Bundesgesundheitsminister am Freitag. „Auch nach Ostern wird nicht alles auf einmal vorbei sein.“ Viel mehr gehe es um eine schrittweise Rückkehr zur Normalität, bei der man sich auch die Frage stellen müsse, was am wenigsten verzichtbar sei. Was laut Spahn als letztes wieder möglich werde, sei im Zweifel die Party oder das Volksfest

Übrigens: Die aktuellen Zahlen und Entwicklungen der Corona-Krise in Hessen und Rheinland-Pfalz findest Du in unseren anderen News-Tickern!

Coronavirus in Baden-Württemberg: Zahl der Infizierten und Todesopfer steigt täglich

Am 25. Februar 2020 wurde der erste Fall von Coronavirus in Baden-Württemberg bestätigt. Seitdem ist die Zahl der Infizierten und Todesopfer schnell gestiegen, immer mehr Menschen werden positiv getestet. Aktuell (Stand 7. April) sind 20.635 an Covid-19 erkrankt. Das Durchschnittsalter der Infizierten in Baden-Württemberg liegt laut Gesundheitsamt bei 50 Jahren. Die Zahl der Corona-Toten liegt bei 464 – zuletzt gab es 37 Todesopfer an nur einem Tag. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Ministerpräsident Kretschmann wünscht sich „eiserne Geduld“ zu Ostern

In der Pressekonferenz am Freitag ermahnt Ministerpräsident Kretschmann die Bevölkerung von Baden-Württemberg erneut, sich auch an den Oster-Feiertagen streng an die Kontaktbeschränkungen zu haben. „Je mehr sie sich daran halten, desto höher ist die Chance, dass die Maßnahmen gelockert werden können“, so Kretschmann. Was jetzt zähle sei „eiserne Geduld“ – egal wie schwer es falle. Der Ministerpräsident verspricht, dass erste Szenarien einer Lockerung der Maßnahmen bereits diskutiert würden, jedoch nicht öffentlich. Spätestens nach Ostern soll es zu dem Thema Neuigkeiten geben. 

Aufgrund von Covid-19 herrschen Kontaktsperren und viele Plätze sind geschlossen. Zahlreiche Menschen fragen sich nun, was sie an Ostern überhaupt noch machen dürfen, ohne gegen das Gesetz zu verstoßen. Oberbürgermeister Eckart Würzner hat daher einen Appell an alle Heidelberger.

kab/dpa/jol

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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