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Corona-Hotspots von Baden-Württemberg: Harter Lockdown und ganztägige Ausgangssperre

Corona in Baden-Württemberg: Die Zahl der Infektionen immer weiter. Für Hotspots hat die Regierung extrem harte Regeln vorgesehen – diese Landkreise sind betroffen: 

  • Coronavirus in Baden-Württemberg: Die Zahl der Infizierten steigt auf 174.946 (+4.042).
  • Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 160,2
  • Seit Beginn der Corona-Pandemie sind 3.292 Menschen (+64) mit oder an Covid-19 gestorben (Stand: 10. Dezember).

Update vom 11. Dezember, 9:30 Uhr: Jetzt ist es offiziell: Die Landesregierung von Baden-Württemberg will einen harten Lockdown nach Weihnachten. In einer Sondersitzung wird am Freitag in Stuttgart über die Verschärfung der Corona-Maßnahmen beraten. Anschließend will Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Öffentlichkeit über die weiteren Entscheidungen informieren.

Corona-Hotspots von Baden-Württemberg: In diesen Städten gilt eine ganztägige Ausgangssperre

Update vom 10. Dezember, 20:55 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 4.208 Fälle gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 179.154 Ansteckungen registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Donnerstag mitteilt. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg um 64. Insgesamt wurden bisher 3.292 Corona-Tote im Südwesten gezählt. Als genesen gelten 125.715 Menschen.

Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 168,8 und damit nochmals höher als an den Vortagen. Alle 44 Stadt- und Landkreise liegen über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. 13 davon überschreiten die 200er-Marke pro 100.000 Einwohner, die Stadtkreise Heilbronn und Pforzheim liegen sogar über der 300er-Marke. 516 schwer an Covid-19 erkrankte Patienten mussten im Südwesten zuletzt auf Intensivstationen behandelt werden, 294 von ihnen wurden künstlich beatmet. Von derzeit 2904 verfügbaren Intensivbetten im Land sind fast 81 Prozent belegt.

Die Landesregierung sieht vor, dass für Kommunen mit einer 7-Tage-Inzidenz von 300 eine ganztägige Ausgangssperre gilt. Es darf dann nur noch zum Einkaufen, für die Arbeit oder Arztbesuche das Haus verlassen werden.

Corona in Baden-Württemberg: Diese 12 Orte haben extrem hohe Zahlen

Update vom 10. Dezember, 11:25 Uhr: Mehr als 22 Prozent der Baden-Württemberger leben aktuell wegen steigender Infektionszahlen in Corona-Hotspots. Als Hotspot gelten Stadt- und Landkreise, wenn dort innerhalb einer Woche 200 oder mehr Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner registriert wurden. Betroffen davon sind nach Angaben des Landesgesundheitsamts aktuell zwölf Kommunen in Baden-Württemberg. In ihnen leben nach Angaben des Statistischen Landesamts zusammen knapp 2,5 Millionen der mehr als 11 Millionen Baden-Württemberger. Die Landesregierung hat Kreise mit länger anhaltendem, hohem Infektionsgeschehen zu schärferen Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Pandemie verpflichtet. Diese Kommunen in Baden-Württemberg zählen aktuell zu den Corona-Hotspots:

  • Calw (226,8)
  • Enzkreis (Inzidenzwert 215)
  • Freudenstadt (217,3)
  • Heilbronn (215,1)
  • Heilbronn Stadt (298,6)
  • Lörrach (205)
  • Mannheim (238,8)
  • Pforzheim (337,4)
  • Rems-Murr-Kreis (213,5)
  • Rottweil (211,6)
  • Tuttlingen (211,7)
  • Ulm (210,6)

Corona in Baden-Württemberg: Impfzentren bereit – aber kein Impfstoff vor Weihnachten

Update vom 10. Dezember, 8:15 Uhr: Die zentralen Impfzentren sind ab dem 15. Dezember bereit für die ersten Patienten und die europäische Arzneimittelbehörde EMA berät aktuell darüber, ob der Impfstoff von BioNTech und Pfizer eine Notfallzulassung erhält. Das Land Baden-Württemberg geht unterdessen davon aus, dass die erste Lieferung des Vakzins bis Ende des Jahres eintreffen wird – aber nicht vor Weihnachten. „Die Signale gehen eher Richtung Ende des Monats“, sagt eine Sprecherin des Sozialministeriums gegenüber der dpa.

Baden-Württemberg rechnet auf Grundlage einer Berechnung durch den sogenannten Königsteiner Schlüssel in einer ersten Tranche mit gut 600.000 Impfstoff-Dosen. Bevor dieser allerdings eingesetzt werden kann, muss er erst eine Notfallzulassung der EMA erhalten. Wie mittlerweile bekannt geworden ist, ist die Behörde Ziel einer Cyber-Attacke gewesen, bei der es auch um Daten von BioNTech und Pfizer geht.

Corona in Baden-Württemberg: Zahlen explodieren – über 4.000 Neuinfektionen

Update vom 9. Dezember: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg steigt innerhalb eines Tages um 4.042. Seit Beginn der Pandemie sind damit 174.946 Fälle registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Mittwoch mitteilt. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus steigt um 59. Insgesamt werden bisher 3.228 Corona-Tote gezählt. Als genesen gelten 123.190 Menschen.

Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 160,2 und damit höher als am Vortag. Alle 44 Stadt- und Landkreise liegen weiter über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. 12 davon überschreiten die kritische 200er-Marke pro 1000.00 Einwohner. 489 schwer an Covid-19 erkrankte Patienten müssen im Südwesten zuletzt auf Intensivstationen behandelt werden, 286 von ihnen werden über einen Schlauch beatmet. Von derzeit 2927 verfügbaren Intensivbetten im Land sind fast 81 Prozent belegt.

Corona in Baden-Württemberg: Die Fallzahlen der letzten Tage

Update vom 8. Dezember: Bisher gibt es in Baden-Württemberg 170.904 bestätigte Corona-Fälle mit positivem Testergebnis (+2.639) und 3.169 Todesfälle (+72).

Update vom 7. Dezember, 20:22 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg steigt innerhalb eines Tages um 1.625 an. Seit Beginn der Pandemie werden damit 168.265 Fälle registriert, wie das Landesgesundheitsamt am Montag mitteilt. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus steigt um 76. Insgesamt werden bisher 3.097 Corona-Tote gezählt. Als genesen gelten 118.933 Menschen.

Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 152,1. Alle 44 Stadt- und Landkreise liegen über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. Acht davon überschreiten die kritische 200er-Marke pro 100.000 Einwohnern - darunter Pforzheim, Mannheim, Heilbronn sowie die Landkreise Calw, Tuttlingen und Lörrach. An manchen der betroffenen Orte gelten schon strengere Regeln wie nächtliche Ausgangssperren oder sie sind im Gespräch.

471 schwer an Covid-19 erkrankte Patienten müssen im Südwesten zuletzt auf Intensivstationen behandelt werden, 270 von ihnen werden über einen Schlauch beatmet. Von derzeit 2.949 verfügbaren Intensivbetten im Land sind 78,7 Prozent belegt.

Corona in Baden-Württemberg: Jetzt über 166.000 Infizierte – Kretschmann überzeugt von Maßnahmen

Update vom 7. Dezember: Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hat die Corona-Lockerungen rund um Weihnachten und die Verschärfung an Silvester verteidigt. „Weihnachten ist ein eher ruhiges Fest der Familie. Silvester ist ausgelassen“, so Kretschmann gegenüber dem Südkurier. Und da Silvester kein Feiertag sei, könne man die beiden Feste auch nicht vergleichen, so Kretschmann weiter. Dennoch seien die Corona-Lockerungen vom 23. bis zum 27. Dezembernicht risikoarm“.

Nach dem Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern wurde festgelegt, dass sich an den Weihnachtstagen bis zu zehn Personen unabhängig vom Verwandtschaftsgrad treffen dürfen. Kinder unter 14 Jahren zählen dabei nicht mit. Außerdem sind Hotelübernachtungen für Familienbesuche erlaubt. Vor dem 23. Dezember und nach dem 27. Dezember gilt wieder eine Kontaktbeschränkung von maximal fünf Personen aus insgesamt zwei Haushalten.

Zwar sind die Corona-Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag zurückgegangen, doch mit insgesamt 1.797 neuen Fällen am Sonntag (6. Dezember) bleibt die Zahl der Neuansteckungen weiter hoch. Seit Beginn der Pandemie haben sich in Baden-Württemberg bislang 166.640 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Dem Landgesundheitsamt wurden zudem 15 neue Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 gemeldet. Insgesamt wurden bisher 3.021 Corona-Tote gezählt. Als genesen gelten 17.655 Menschen.

In Baden-Württemberg liegt die 7-Tage-Inzidenz durchschnittlich bei 149,9. Alle 44 Stadt- und Landkreise liegen über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. Traurige Spitzenreiter sind Pforzheim (316,8), Heilbronn (279,6) und Mannheim (239,2).

Corona in Baden-Württemberg: Über 3.000 Tote – Intensivbetten zu 80 Prozent ausgelastet

Update vom 6. Dezember: Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg hat weitere 2.455 Neuinfektionen gemeldet. Damit steigt die Zahl der Fälle auf 164.843. Von diesen sind 115.645 bereits wieder genesen und 46.192 akut erkrankt. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 144,2. Zudem sind 28 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf 3.006. Nach Informationen des DIVI-Intensivregisters von Krankenhaus-Standorten mit Intensivbetten sind aktuell 444 Menschen in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung – 262 davon sogar beatmet. Von insgesamt 2.947 Betten auf Intensivstationen sind 2.378 belegt. Das entspricht 80,7 Prozent.

Corona in Baden-Württemberg: Ausgangssperre in Pforzheim – harter Shutdown im Januar?

Update vom 5. Dezember: In ganz Baden-Württemberg soll es ab nächster Woche Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Verordnung geben. Vom 7. bis 13. Dezember werden Beamte der Polizei verschärft überprüfen, ob die Maskenpflicht und die Abstandsregeln eingehalten werden. „Die meisten Menschen halten sich daran“, sagt der Innenminister Thomas Strobl. Doch es gebe weiterhin „Unvernünftige, Rücksichtslose und Verantwortungsverweigerer“. Die Polizei werde aber eher den Dialog suchen und den Sinn der Maßnahmen ins Bewusstsein rufen.

Corona in Baden-Württemberg: Peter Kurz wirbt für harten Shutdown

In seinem Amt als Präsident des baden-württembergischen Städtetags hat der Mannheimer Oberbürgermeister Peter Kurz zudem einen weiteren Vorschlag eingebracht. So wirbt der SPD-Politiker für einen harten Shutdown im Januar. Dieser solle auf zwei Wochen begrenzt werden. „Die wirtschaftlichen Schäden, die man dann ausgleichen müsste, wären auch nicht so hoch wie bei einer andauernden Verlängerung bisheriger Maßnahmen. Und es gäbe für alle eine klare Perspektive, dass nach zwei Wochen dies wieder vorbei wäre“, erklärt Kurz. Der Politiker sehe die Ferien im Januar als geeigneten Zeitpunkt dafür.

Unterdessen ist Pforzheim dem Beispiel Mannheims gefolgt und hat eine nächtliche Ausgangssperre erlassen. Diese tritt heute in Kraft und soll bis zum 14. Dezember gehen. Zwischen 21 Uhr und 5 Uhr dürfen nur noch Menschen auf der Straße unterwegs sein, die einen triftigen Grund dafür vorweisen können. Pforzheim hat mit 272,3 den höchsten 7-Tage-Inzidenz-Wert aller Städte und Kreise in Baden-Württemberg.

Corona in Baden-Württemberg: Zwei Landkreise verschärfen Regeln – das gilt ab heute

Update vom 4. Dezember, 19:45 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 3.391 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie wurden damit 162.388 Fälle registriert. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg um 60. Insgesamt wurden bisher 2.978 Corona-Tote gezählt. Als genesen gelten 113.267. Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 140. 434 schwer an Covid-19 erkrankte Patienten mussten im Südwesten zuletzt auf Intensivstationen behandelt werden, 258 von ihnen wurden über einen Schlauch beatmet. Von derzeit 2.962 verfügbaren Intensivbetten im Land sind 81,8 Prozent belegt.

Corona in Baden-Württemberg: Zwei Landkreise verschärfen Regeln – das gilt ab morgen

Update vom 4. Dezember: Der Kreis Tuttlingen und der Schwarzwald-Baar-Kreis haben am Freitag Allgemeinverfügungen veröffentlicht, die das öffentliche Leben weiter drastisch einschränken. Öffentlich und privat darf sich ab Samstag (5. Dezember) dort nur noch ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen, maximal fünf Personen. Veranstaltungen sind mit wenigen
Ausnahmen untersagt. An Beerdigungen dürfen zudem nur noch bis zu 50 Personen teilnehmen und Besucher von Krankenhäusern und Pflegeheimen müssen eine FFP2-Maske tragen sowie vor Ort einen Antigen-Schnelltest machen.

Auch die Maskenpflicht wird noch einmal verschärft. Im Umfeld von Schulen und Kitas sowie auf Friedhöfen und auf ausgewählten Straßen im Innenstadtbereich von Tuttlingen, Trossingen, Villingen-Schwenningen und Donaueschingen müssen nun zu bestimmten Zeiten Masken getragen werden. Sofern die Sieben-Tages-Inzidenz nicht innerhalb einer Woche unter 200 fällt, gelten die Regeln bis zum 20. Dezember. In den beiden Kreisen leben knapp 350 000 Menschen.

Corona in Baden-Württemberg: Nach Lockdown-Verlängerung – jetzt auch Ausgangssperren für Hotspots

Update vom 3. Dezember, 19:45 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 3.063 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie wurden damit 158.997 Fälle registriert. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg um 36. Insgesamt wurden bisher 2.918 Corona-Tote gezählt. Als genesen gelten 110.742. Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 133,6. 425 schwer an Covid-19 erkrankte Patienten mussten im Südwesten zuletzt auf Intensivstationen behandelt werden, 262 von ihnen wurden über einen Schlauch beatmet. Von derzeit 2.985 verfügbaren Intensivbetten im Land sind über 80 Prozent belegt.

Update vom 3. Dezember, 15:37 Uhr: In Corona-Hotspots in Baden-Württemberg dürfen die Bürger künftig nachts nur noch aus triftigen Gründen das Haus verlassen. Die Landesregierung hat sich am Donnerstag auf eine nächtliche Ausgangssperre für Kreise mit mehr als 200 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche geeinigt. Alle Infos zu den Ausgangssperren und welche Corona-Hotspots jetzt betroffen sind.

Corona in Baden-Württemberg: Lockdown bis 2021 verlängert – neues Enddatum für Schließungen

Update vom 2. Dezember, 21 Uhr: Angesichts anhaltend hoher Corona-Zahlen wird der Teil-Lockdown bis zum 10. Januar verlängert. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch beschlossen, wie Merkel am Mittwochabend im Anschluss mitteilte. „Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist“, sagte sie. Deutschland sei in der Corona-Pandemie noch „sehr weit entfernt“ von Zielwerten. Man habe eine sehr hohe Zahl von Todesopfern zu beklagen. Erreicht werden solle ein Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, bekräftigte Merkel.

Das Landesgesundheitsamt von Baden-Württemberg hat am Mittwoch 2.160 Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden damit 155.934 Fälle registriert. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg um 58. Insgesamt wurden in Baden-Württemberg bisher 2.882 Corona-Tote gezählt. Als genesen gelten 108.186 Menschen.
Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen wieder gestiegen und liegt nun bei 133,9.

Corona in Baden-Württemberg: Weihnachtsferien werden nicht verlängert

Update vom 2. Dezember, 14:40 Uhr: Kommando zurück in Baden-Württemberg. Die Weihnachtsferien werden nun doch nicht, wie zuvor angekündigt, auf den 19. Dezember vorverlegt. „Die Kultusministerin wollte das nicht und hat es nicht für sinnvoll gehalten, das jetzt mit den Betreuungen durch Lehrerinnen und Lehrern zu machen. Deshalb haben wir uns nun auf einen anderen Weg geeinigt“, erklärt Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Kultusministerin Susanne Eisenmann hat zuvor harsche Kritik an dem Vorschlag geäußert.

Stattdessen sollen in diesem Zeitraum nur noch Schüler von der 1. bis zur 7. Klasse Präsenzunterricht erhalten. Ältere Schüler sollen zu Hause Fernunterricht bekommen. Sollten Eltern allerdings ihre Kinder vor Weihnachten nicht in die Schule schicken wollen, gebe es keine Präsenzpflicht. Die Ferien beginnen in Baden-Württemberg also nun doch wie geplant ab dem 23. Dezember.

Corona in Baden-Württemberg: Jetzt über 150.000 Infizierte – ab sofort neue Regeln

Update vom 1. Dezember: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 2.068 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 152.774 Fälle registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Dienstag mitteilt. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg um 49 an. Insgesamt wurden in Baden-Württemberg bisher 2.824 Corona-Tote gezählt. Als genesen gelten 105.486 Menschen. Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen auf 131,8 leicht gesunken.

Corona in Baden-Württemberg: Diese Regeln gelten ab sofort

Erstmeldung vom 30. November: Seit vergangenem Mittwoch ist klar, dass der am 2. November ausgerufene Teil-Lockdown in Deutschland verlängert wird. Darauf einigten sich Bund und Länder beim Corona-Gipfeltreffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder verkündeten im Anschluss, dass die Maßnahmen bis mindestens 20. Dezember verlängert werden, um der weiteren Ausbreitung des Coronavirus effektiv entgegenwirken zu können.

Bis dahin bleiben private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten oder Bekannten auf den eigenen und einen weiteren Haushalt mit insgesamt maximal fünf Personen begrenzt. Diese Maßnahme wird bundesweit über die Weihnachtstage gelockert. Dann sind Treffen im engsten Familien- und Freundeskreis mit bis zu maximal zehn Personen erlaubt. Wie auch während der Regelung bis dahin sind bei dieser Maßnahme Kinder bis 14 Jahren ausgenommen.

Bund und Länder hatten vergangene Woche kommuniziert, dass diese Corona-Lockerung höchstens bis zum 1. Januar andauern wird. Wie ein Sprecher der Landesregierung Baden-Württemberg nun gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, werden die Kontaktbeschränkungen jedoch direkt nach den Feiertagen wieder verschärft.

Corona in Baden-Württemberg: Gelockerte Maßnahmen werden nach Weihnachten wieder verschärft

Zwar hatten sich Bund und Länder vergangene Woche auf gelockerte Kontaktbeschränkungen vom 23. Dezember 2020 bis zum 1. Januar 2021 verständigt, doch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann war dieser Zeitraum vor dem Hintergrund des aktuellen Infektionsgeschehens im Südwesten zu lange. Die grün-schwarze Landesregierung will die Corona-Regeln lediglich vom 23. bis zum 27. Dezember aufweichen. Ab dem 28. Dezember gilt dann also wieder die Kontaktbeschränkung von maximal fünf Personen.

An Silvester gelten in Baden-Württemberg somit die Corona-Regeln von vor Weihnachten: Es dürfen sich nur fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.

Die Landesregierung will noch am heutigen Montag die neuen Regeln verkünden. In Kraft treten soll die neue Verordnung nach Angaben des Staatsministeriums dann am Dienstag (1. Dezember).

Corona in Baden-Württemberg: Entscheidung über Hotelübernachtungen über Weihnachtstage gefallen

Lange war unklar, wie es sich mit Hotelübernachtungen für Familienbesuche über die Weihnachtstage in Baden-Württemberg verhält. Entgegen der Empfehlungen aus dem Kanzleramt hatten zum Wochenende die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Schleswig-Holstein Berlin und Mecklenburg-Vorpommern angekündigt, Hotelübernachtungen für Familienbesuche über die Weihnachtstage zu erlauben.

Auch Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann hatte im Vorfeld klargemacht, dass sie Hotelübernachtungen vom 23. bis zum 27. Dezember ermöglichen will: „Es gibt nicht wenige Familien, die kein Gästezimmer in ihrem Haus oder in ihrer Wohnung haben“, so die CDU-Politikerin gegenüber der Heilbronner Stimme. „Gerade für eine Familie mit zwei Kindern, die an Weihnachten Oma und Opa in deren kleiner Wohnung besucht, wäre es angenehmer und entspannter, wenn sie in einem Hotelbett statt auf dem Sofa oder mit dem Schlafsack auf dem Boden im Wohnzimmer schlafen dürften“, so Eisenmann weiter.

Die Landesregierung sieht es ähnlich – und hat sich nun darauf geeinigt, Hotelübernachtungen für Familienbesuche in Baden-Württemberg über die Weihnachtstage vom 23. bis zum 27. Dezember zu erlauben, wie ein Sprecher bestätigte.

Corona: Hotspots

Neben den allgemeinen Regeln, die ab dem 1. Dezember in ganz Baden-Württemberg gelten werden, wird aktuell noch an härteren Regeln für die Corona-Hotspots im Bundesland gearbeitet. Hotspots sind Regionen, wo der Inzidenzwert über 200 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen einer Woche steigt. Ein Entwurf für den Hotspot-Erlass sieht folgende Maßnahmen vor:

  • Verlassen der Wohnung nur „bei triftigen Gründen“ wie Job, Schule, Sport, Einkauf oder Arztbesuchen
  • Öffentlich wie privat nur noch Treffen von 5 Personen aus zwei Haushalten, wobei sich ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen darf: also maximal ein 4-Personen-Haushalt plus eine weitere haushaltsfremde Person
  • Besuch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen nur nach vorherigem Antigen-Test oder mit
    FFP2-Maske erlaubt

Nach Stand von Sonntagnachmittag wären mehrere Kreise in Baden-Württemberg von diesen Regelungen betroffen: Tuttlingen, Lörrach, Heilbronn, Mannheim, Pforzheim und der Schwarzwald-Baar-Kreis. Die Bawü-CDU hat sich jedoch gegen diese harten Regelungen ausgesprochen. Sie kritisiert die Strategie von Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha (Grüne) und äußert juristische Bedenken mit Blick die Formulierung einiger Maßnahmen. Die geplanten Ausgangsbeschränkungen seien zudem zu pauschal und weitgehend. Deshalb wird der Erlass auf Bitte der CDU noch nicht verabschiedet, sondern soll im Corona-Lenkungskreis der Regierung noch einmal besprochen werden. Die normalerweise am Mittwoch stattfindende Sitzung des Lenkungskreises wurde deshalb auf diesen Montag vorverlegt.

Zur Regelungen im Bereich „Schule“ bei sehr hohen Inzidenzen sind sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) noch nicht einig geworden. Kretschmann spricht sich für sogenannten Wechselunterricht aus, das heißt, dass in Hotspots Klassen halbiert und abwechselnd zu Hause und in der Schule unterrichtet werden sollen. Eisenmann nennt Wechselunterricht hingegen einen „existenziellen Fehler” und warnte vor Betreuungs- und Organisationsproblemen. Dazu will das Kultusministerium noch eine eigene Verordnung herausgeben.

Corona: Mehrheit der Deutschen geht von Verlängerung des Teil-Lockdowns aus

Während in Baden-Württemberg die Verschärfung der kurzfristig gelockerten Corona-Maßnahmen zu Kontaktbeschränkung nun doch bereits wieder ab dem 28. Dezember erfolgen wird, zeigt eine neue Umfrage von INSA, dass der Großteil der Deutschen sogar davon ausgeht, dass der Teil-Lockdown noch verlängert wird.

Laut Umfrage halten insgesamt 69 Prozent der Befragten die verschärften Kontaktbeschränkungen mit bis zu maximal fünf Personen aus zwei Haushalten für richtig, 21 Prozent halten diese für falsch.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa / Sozialministerium Baden-Württemberg

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