Alle Entwicklungen im News-Ticker

Corona in Baden-Württemberg: Bald noch härtere Regeln? Kretschmann mit krasser Warnung

Corona in Baden-Württemberg: Während Minister Thomas Strobl härtere Maßnahmen fordert, appelliert Winfried Kretschmann an die Bürger. Alle aktuelle Entwicklungen im Überblick:

  • Baden-Württemberg: Nach Angaben aus dem Landesgesundheitsamt haben sich 3.329 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 6. November/16 Uhr).
  • Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen steigt um 15 auf 2.106 (Stand: 6. November/16 Uhr).
  • Patienten in intensivmedizinischer Behandlung: 302 Personen – 151 von ihnen werden über einen Schlauch beatmet (Stand: 6. November/16 Uhr).
  • 75 Prozent der Intensivbetten in Baden-Württemberg sind belegt.

Update vom 9. November: Im Kampf gegen Corona werden Schnelltests immer wichtiger. Damit Hersteller ihre Tests weiter verbessern können brauchen sie dringend Abstriche von bereits positiv getesteten Menschen. Patientenproben von akut infizierten Personen mit Viruslast sind für die Entwicklung von schnellen und aussagekräftigen Tests unverzichtbar. Daher ruft das Heidelberger Unternehmen Biomex Corona-Patienten, bei denen vor Kurzem ein positiver Covid-19-Befund diagnostiziert wurde, zu einer „Abstrich-Spende“ auf. Interessenten können anonym von zuhause aus einen Abstrich vornehmen. Ein Kurierdienst holt die Probe im Anschluss ab.

Corona in Baden-Württemberg: Ministerpräsident mit Appell an Bevölkerung

Update vom 8. November: Aufgrund der immer weiter steigenden Corona-Zahlen in Baden-Württemberg mahnt Ministerpräsident Winfried Kretschmann zur Vernunft – sonst könnte eine weitere Verschärfung der Regeln eintreten. Man dürfe nicht warten, bis die Intensivbetten mit Patienten volllaufen. „Wenn droht, dass diese rote Linie überschritten wird, kommen wir um härtere Maßnahmen - unter Umständen sehr harte Maßnahmen - überhaupt nicht herum“, erklärt der Minister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. So könnte zum Beispiel die Anzahl der Person, mit denen man sich treffen darf, weiter gesenkt werden.

Es hänge von jedem einzelnen ab, ob wir im Dezember „lockern können oder verschärfen müssen“, wie Kretschmann betont. Zudem halte der 72-Jährige Weihnachtsmärkte in diesem Winter für völlig ausgeschlossen. Auch für Silvester sieht der grüne-Politiker schwarz. Zwar könne man mit der Familie feiern, allerdings nicht groß oder feucht-fröhlich mit Freunden. „Mit so etwas warten wir bitte, bis wir einen Impfstoff haben und die Bevölkerung auch durchgeimpft ist“, meint Winfried Kretschmann dazu. Sollte der Teil-Lockdown über den November hinaus verlängert werden, müssten zudem die Hilfen für Kultur, Kunst und Gastronomie verlängert werden.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Baden-Württemberg ist unterdessen erneut angestiegen – und zwar um 2.447 auf insgesamt 99.043. Von diesen sind 62.574 Menschen bereits wieder gesund und 2.110 mit dem Virus verstorben. Die 7-Tages-Inzidenz für das Bundesland liegt nun bei 135,1. Die meisten Fälle gibt es in Stuttgart (6.760) und den Landkreisen Ludwigsburg (6.309) und Esslingen (5.930).

Corona in Baden-Württemberg: Minister fordert Zwangseinweisungen – und erntet Kritik

Update vom 7. November: Wie erwartet sorgt die radikale Forderung des baden-württembergischen Innenministers Thomas Strobl für Kritik und Gegenwehr. Zu den Kritikern gehört auch der Georg Maier, Vorsitzende der Innenministerkonferenz. „Die
Einrichtung geschlossener Krankenhäuser für Quarantäneverweigerer ist für mich absolut inakzeptabel“, meint der SPD-Politiker in einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Mit solchen „Drohgebärden und massiven Grundrechtseingriffen“ werde eher Vertrauen zerstört als geschaffen.

Corona in Baden-Württemberg: Radikale Forderung – Zwangseinweisung für Quarantäne-Verweigerer

Update vom 6. November, 14:45: Während sich der Großteil der Menschen an die Corona-Maßnahmen hält, gibt es andere, die die Regeln nicht ernst nehmen. Sei es das Verweigern einer Maske in geschlossenen Räumen oder das Ignorieren einer verordneten Quarantäne. In Grevenbroich hat das im April sogar dazu geführt, dass ein gesamter Hochhaus-Komplex auf das Virus getestet werden musste, weil zwei Familien unerlaubt ihre Wohnungen verlassen hatten.

Baden-Württembergs Innenminister und CDU-Bundesvize Thomas Strobl hat dagegen nun eine radikale Lösung – die auf viel Gegenwehr stoßen dürfte. Demnach sollen Quarantäneverweigerer zwangsweise in ein geschlossenes Krankenhaus eingewiesen werden. Bereits seit Mai werde im Ministerium über einen solchen Vorschlag diskutiert. Das erklärt Strobl in einem Schreiben an den baden-württembergischen Sozialminister Manfred Lucha und Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Das Innenministerium sieht den Bedarf für ein solches geschlossenes Krankenhaus“, heißt es weiter in dem Brief. Bereits nach dem ersten bekannten Quarantäne-Verstoß soll die Polizeibehörde das gerichtliche Verfahren zur „zwangsweisen Absonderung in einem geschlossenen Krankenhaus einleiten“, wie Strobl fordert.

Corona in Baden-Württemberg: Tausende Proben noch unbearbeitet – Test-Labore heillos überfordert

Update vom 6. November: Die Labore in Baden-Württemberg kommen nicht mehr hinterher und sitzen auf einem Berg an abzuarbeitenden Corona-Tests. Alleine in der vergangenen Woche habe es laut Gesundheitsministerium einen Rückstau von 6.182 noch offenen Proben gegeben. Aber: Man habe zuletzt einen Teil des Rückstaus abarbeiten können – in der Vorwoche waren es in Baden-Württemberg noch 9.384 Proben gewesen.

Aktuell sei nicht vorhersehbar, wie sich das weiter entwickle, so ein Sprecher des Ministeriums weiter. Derzeit seien die Labore im Südwesten zu 122 Prozent ausgelastet. „Wir haben inzwischen Befundlaufzeiten von zum Teil mehreren Tagen.“ Man tue alles, damit jeder sein Ergebnis schnell bekomme.

In ganz Deutschland kamen immer weniger Corona-Labore mit dem Auswerten der Tests hinterher. Laut Robert-Koch-Institut meldeten alleine in der vergangenen Woche 69 Labore einen Rückstau von insgesamt 98.931 abzuarbeitenden Proben. Von den 185.390 in Baden-Württemberg durchgeführten Tests vergangene Woche waren 8,1 Prozent positiv und damit höher als im Bundesschnitt. Hier lag die Quote bei 7,3 Prozent.

Corona in Baden-Württemberg: Aktuelle Fallzahlen

Update vom 5. November, 19:50 Uhr: In Baden-Württemberg haben sich nach jüngsten Angaben aus dem Landesgesundheitsamt 2529 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Damit steigt die Zahl Infizierten auf 93.267, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. 299 schwer Erkrankte befinden sich demzufolge derzeit in intensivmedizinischer Behandlung, 156 von ihnen werden den Angaben zufolge invasiv - also etwa über einen Schlauch - beatmet. 75 Prozent der Intensivbetten im Südwesten sind belegt. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen steigt um 20 auf 2.091. Als genesen gelten den Angaben zufolge 59.997 Menschen.

Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen inzwischen bei 122,4, das ist etwas höher als an den Vortagen. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50. Die mit Abstand höchsten Werte weisen weiter der Stadtkreise Heilbronn (217,2) und Pforzheim (215,9) auf.

Baden-Württemberg: Wenn Ärzte Corona leugnen – etliche Beschwerden gegen Mediziner

Update vom 5. November: Vor dem Hintergrund der immer weiter steigenden Infektionszahlen in Baden-Württemberg arbeitet ein Großteil der Ärzte - sei es in der medizinischen Versorgung in Kliniken, Praxen, Behörden oder an anderen Stellen - am Rande der Belastbarkeit. Umso weniger Verständnis ruft bei ihnen der Umstand hervor, dass vereinzelte Kollegen die Risiken und Gefahren der Corona-Pandemie heruntergespielt oder gar geleugnet werden – und im schlimmsten Falle in Verschwörungstheorien eingebettet werden. Die Landesärztekammer Baden-Württemberg berichtet in diesem Zusammenhang von zahlreichen Beschwerden über Corona-Leugner. „Diese Ärztinnen und Ärzte äußern sich unter anderem dahingehend, dass sie Covid-19 als ungefährlich deklarieren sowie aktuelle Forschung zum Virus und die Sinnhaftigkeit von Impfungen infrage stellen“, so ein Sprecher der Kammer in Stuttgart. Dabei handele es sich um persönliche Einzelmeinungen.

Der Großteil der mehr als 70.000 Ärzte im Land finde es mehr als bedauerlich, dass Vertreter des Berufsstandes Gefahren durch das Coronavirus verharmlosten, den Glauben an angeblich dahinter steckende „dunkle Mächte“ verbreiteten und wissenschaftlich erwiesenermaßen falsche Informationen streuten.

Sie empfinden das Verdrehen der Wirklichkeit als Zumutung - insbesondere vor dem Hintergrund, dass sie selbst die Corona-Gefahr tagtäglich miterleben, mit erhöhtem Ansteckungsrisiko konfrontiert sind und nicht nur Patienten, sondern auch Mitarbeiter bestmöglich vor dem Virus schützen müssen und wollen“, sagte der Sprecher der Landesärztekammer weiter.

Corona in Baden-Württemberg: Fast 3.000 Neuinfektionen – Inzidenz steigt weiter

Update vom 4. November, 19:09 Uhr: In Baden-Württemberg haben sich nach jüngsten Angaben aus dem Landesgesundheitsamt 2.840 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Damit steigt die Zahl der nachweislich mit Corona angesteckten Personen auf 90.738, wie die Behörde am Mittwoch mitteilt. 276 schwer Erkrankte befinden sich demzufolge derzeit in intensivmedizinischer Behandlung, 146 von ihnen werden den Angaben zufolge invasiv - also etwa über einen Schlauch - beatmet. 76 Prozent der Intensivbetten im Südwesten sind belegt. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen steigt um 16 auf 2071. Als genesen gelten den Angaben zufolge 58 960 Menschen.

Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen inzwischen bei 121,4, etwas höher als an den Vortagen. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50. Den höchsten Wert weist weiter der Stadtkreis Heilbronn (190,4) auf.

Corona in Baden-Württemberg: Zahl der Infizierten rast nach oben – der Stand von Dienstag

Update vom 3. November, 20:44 Uhr: In Baden-Württemberg haben sich nach jüngsten Angaben aus dem Landesgesundheitsamt 2.450 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Damit steigt die Zahl der nachweislich mit dem
Corona angesteckten Personen auf 87.898, wie die Behörde am Dienstag mitteilt. 253 schwer Erkrankte befinden sich demzufolge derzeit in intensivmedizinischer Behandlung. 139 von ihnen würden invasiv beatmet. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen steigt um elf auf 2.055. Als genesen gelten den Angaben zufolge 57.828 Menschen.

Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen inzwischen bei 119,6, etwas höher als am Vortag (116,7). Den höchsten Wert weist den Angaben zufolge weiterhin der Stadtkreis Heilbronn mit 192 auf.

Corona in Baden-Württemberg: Gesundheitsminister mit Schock-Aussage – Virus außer Kontrolle?

Update vom 3. November, 8 Uhr: Die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg haben nach Einschätzung von Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) noch nicht völlig die Kontrolle beim Nachvollziehen von Coronainfektionen verloren. „Aber wir haben keine komplette Kontrolle mehr“, sagte er der Stuttgarter Zeitung. Im Südwesten könne bei etwa 60 Prozent der Infektionen der Ursprung nicht mehr festgestellt werden. Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht bundesweit von 75 Prozent aus. Die Landesregierung unternehme alles, um die Gesundheitsämter mit mehr Personal auszustatten, sagte der Minister. „Am 1. Dezember müssen wir jede Infektionslage kennen, einschätzen und nachvollziehen können.“

Corona in Baden-Württemberg: Fallzahlen geben Grund zur Sorge

Update vom 2. November, 20 Uhr: In Baden-Württemberg gibt es 1.851 neue Fälle. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf insgesamt 85.448 an. Als genesen gelten bereits 56.935 (+676). Das Sozialministerium Baden-Württemberg bestätigt am Montag, dass es noch 2.044 aktive Fälle im Land gibt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona steigt um 14 auf 2.044. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 116,7. Eine Übersicht aller Fälle findest Du auf der Seite des Sozialministeriums.

Meldung vom 2. November, 13 Uhr: In Baden-Württemberg gab es bis zum 1. November 83.597 bestätigte Corona-Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner lag am Sonntag bei über 116. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird das öffentliche Leben in ganz Deutschland seit Montag wieder massiv eingeschränkt. Der Teil-Lockdown hat am 2. November auch in Baden-Württemberg begonnen. Die verschärften Maßnahmen werden bis zum 30. November bestehen bleiben. Welche harten Regeln während des Lockdowns gelten – und welche Bußgelder beim Verstoß gegen die Corona-Verordnung von Baden-Württemberg drohen:

Corona in Baden-Württemberg: Diese Regeln gelten im Lockdown-November

Ab dem 2. November gilt in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung, die unter anderem auch die Schließung von vielen Dienstleistungs- und Kultureinrichtungen vorsieht. Die neuen Regeln und Maßnahmen im Überblick:

  • Kontakte: Treffen oder Feiern im privaten oder öffentlichen Raum mit maximal 2 Haushalten oder wenn alle miteinander verwandt sind. In allen Fällen gilt: höchstens 10 Personen.
  • Einzelhandel: Bleibt unter Hygieneauflagen geöffnet. Maximal ein Kunde auf 10 Quadratmetern Verkaufsfläche. Gesteuerter Zutritt, Warteschlangen sollen vermieden werden.
  • Gastronomie: Schank- und Speisegaststätten, Bars, Clubs, Kneipen aller Art werden geschlossen. Ausnahmen für Speisen zur Abholung oder Lieferung. Betriebskantinen bleiben unter Hygieneauflagen weiter geöffnet.
  • Kultur: Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, sind verboten. Kultur-, und Freizeiteinrichtungen (Theater, Kinos, Museen, etc.) werden geschlossen. Spielplätze im Freien dürfen genutzt werden.
  • Dienstleistungen: Kosmetik-, Tattoo- und Piercingstudios werden geschlossen. Medizinische Behandlungen (z.B. Physiotherapie, medizinische Fußpflege oder Massagen) sind möglich. Friseure und Sonnenstudios bleiben unter Hygieneauflagen geöffnet. Bordelle müssen schließen.
  • Sport: Öffentliche und private Sportstätten werden geschlossen (zum Beispiel Fitnessstudios, Tanzschulen, Sportvereine). Schimmbäder sind für Schul- und Studienbetrieb geöffnet. Sport alleine, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushaltes auf öffentlichen oder privaten Sportanlagen erlaubt. Spitzen- und Profisport ohne Zuschauer möglich. Sport auf weitläufigen Anlagen wie Golf- oder Tennisplätzen sowie Reitanlagen ist erlaubt. Auch Hundesport und Rehasport sind erlaubt.
  • Bildung und Betreuung: Alle Schulen und Kindergärten bleiben geöffnet. Weiterbildungseinrichtungen für theoretische Seminare bleiben geöffnet. Sportkurse oder ähnliches sind verboten.
  • Gesundheit und Soziales: Schutzvorkehrungen in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen. Keine Isolation der Betroffenen. Übernahme der Kosten von regelmäßigen Corona-Schnelltests für Patienten und Besucher.
  • Religion und Todesfälle: Gottesdienste und Beerdigungen sind unter Hygieneauflagen erlaubt.
  • Arbeiten: Home Office überall dort, wo es möglich ist. Notwendige Geschäftstreffen im Rahmen des Arbeitsbetriebes möglich. Betriebe müssen Hygieneauflagen anpassen.
  • Reisen und Beherbergung: Verzicht auf private Reisen sowie Besuche von Verwandten; Keine überregionalen touristischen Ausflüge; Keine Busreisen zu touristischen Zwecken; Fahrgemeinschaften zur Schule oder Arbeit erlaubt; Übernachtungsangebote nicht für touristische Zwecke erlaubt; Dauercamping weiter erlaubt; Geschäftliche, notwendige Reisen und Übernachtungen erlaubt.

Das Sozialministerium Baden-Württemberg hat die Regeln während des Corona-Lockdowns noch einmal in einer Übersicht zusammengefasst.

Corona-Lockdown in Baden-Württemberg: Diese Strafen drohen beim Regel-Verstoß

Wie hoch Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen von Baden-Württemberg bestraft werden, ist im Bußgeldkatalog für Ordnungswidrigkeiten nach dem Infektionsschutz im Zusammenhang mit der Corona-Verordnung geregelt. Der aktuelle Bußgeldkatalog gilt seit dem 26. Oktober – und sieht folgende Strafen vor:

VerstoßStrafe/Bußgeldrahmen
Nichteinhaltung des Mindestabstands in der Öffentlichkeit50 bis 250 Euro
Nichteinhaltung der Maskenpflicht in Bus, Bahn etc. 100 bis 250 Euro
Nichteinhaltung der Maskenpflicht in der Schule25 bis 250 Euro
Nichteinhaltung der Maskenpflicht in anderen Fällen50 bis 250 Euro
Falsche Angaben auf Listen zur Kontaktverfolgung50 bis 250 Euro
Teilnahme an einer Ansammlung von mehr als 10 Personen100 bis 500 Euro
Abhalten einer gewerblichen Veranstaltung ohne Hygienemaßnahmen500 bis 5.000 Euro
Abhalten einer privaten Veranstaltung ohne Hygienemaßnahmen50 bis 2.500 Euro
Abhalten einer privaten Veranstaltung mit zu vielen Teilnehmern250 bis 10.000 Euro
Abhalten einer sonstigen Veranstaltung mit zu vielen Teilnehmern500 bis 15.000 Euro
Abhalten einer Tanzveranstaltung500 bis 1.000
Betrieb eines Clubs oder einer Disco2.500 bis 10.000 Euro
Betrieb von Prostitutionsstätten oder Bordellen2.500 bis 10.000 Euro

Der Bußgeldrahmen dient einem einheitlichen Vollzug bei der Verfolgung und Bestrafung von Corona-Verstößen. Je nach Einzelfall können die Strafen innerhalb dieses Rahmens höher oder niedriger ausfallen – je nach Ermessen der Bußgeldbehörde. Dabei wird unter anderem berücksichtigt, wie groß die Gefahr war, die durch den Verstoß für die öffentliche Gesundheit entstanden ist und wie fahrlässig oder rücksichtslos sich jemand verhalten hat. Im Wiederholungsfall eines Verstoßes gegen das Infektionschutzgesetz kann sogar eine Geldstrafe von bis zu 25.000 Euro verhängt werden. (kab)

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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