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Corona in Baden-Württemberg: Immer mehr Risikogebiete – diese Regionen trifft‘s besonders schlimm

Corona in Baden-Württemberg: Das Virus kommt mit aller Kraft zurück, das Land droht die Kontrolle zu verlieren. Die aktuellen Entwicklungen, Zahlen und Regeln zur Corona-Lage im News-Ticker:

  • Baden-Württemberg: Bislang haben sich insgesamt 58.640 Personen mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 16. Oktober). 1.927 (+7) Patienten sind an oder mit Covid-19 gestorben.
  • Landesregierung setzt aufgrund des erhöhten Infektionsgeschehens die zweite Warnstufe in Kraft – diese zieht strengere Corona-Maßnahmen nach sich.
  • Ab Montag (19. Oktober) gilt an Schulen Maskenpflicht im Unterricht.
  • Alle aktuellen Zahlen und News zum Coronavirus in Baden-Württemberg im Ticker:

Update vom 16. Oktober, 21:34 Uhr: In Baden-Württemberg haben sich insgesamt 58.640 Personen mit Corona infiziert, das sind 1.198 mehr als am Vortag. Zum Vergleich: Im Bundesland gibt es am Freitag insgesamt 47.818 Genese, das sind 392 mehr als am Tag zuvor. Laut dem Sozialministerium gibt es noch 8.895 aktive Fälle. Die Zahl der Todesfälle steigt um sieben auf 1.927. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 42,2.

Die aktuellen Zahlen für alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg:

  • Alb-Donau-Kreis: 1.065 Infizierte, 26 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 35,5
  • Biberach: 952 Infizierte, 38 Todesfälle (+1), 7-Tage-Inzidenz: 15,9
  • Böblingen: 2.501 Infizierte, 50 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 44,6
  • Bodenseekreis: 622 Infizierte, 8 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 18,9
  • Breisgau-Hochschwarzwald: 1.683 Infizierte, 72 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 23,9
  • Calw: 1.043 Infizierte, 28 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 33,9
  • Emmendingen: 810 Infizierte, 44 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 31,8
  • Enzkreis: 1.007 Infizierte, 29 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 34,1
  • Esslingen: 3.615 Infizierte, 123 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 82,4
  • Freudenstadt: 713 Infizierte, 39 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 27,9
  • Göppingen: 1.400 Infizierte, 41 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 39,1
  • Heidenheim: 713 Infizierte, 41 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 8,3
  • Heilbronn: 1.535 Infizierte, 44 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 28,7
  • Hohenlohekreis: 917 Infizierte, 47 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 30,2
  • Karlsruhe: 1.698 Infizierte, 92 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 20,4
  • Konstanz: 885 Infizierte, 17 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 18,2
  • Lörrach: 984 Infizierte, 65 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 17,5
  • Ludwigsburg: 3.424 Infizierte, 77 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 51,2
  • Main-Tauber-Kreis: 666 Infizierte, 11 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 27,9
  • Neckar-Odenwald-Kreis: 632 Infizierte, 23 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 36,2
  • Ortenaukreis: 1.975 Infizierte, 127 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 31,3
  • Ostalbkreis: 2.042 Infizierte, 45 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 29,9
  • Rastatt: 840 Infizierte, 19 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 17,7
  • Ravensburg: 990 Infizierte, 7 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 13,3
  • Rems-Murr-Kreis: 2.677 Infizierte, 99 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 38,9
  • Reutlingen: 2.181 Infizierte, 82 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 44,6
  • Rhein-Neckar-Kreis: 1.939 Infizierte, 41 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 30,5
  • Rottweil: 833 Infizierte, 26 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 20,7
  • Schwäbisch Hall: 1.317 Infizierte, 60 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 51,3
  • Schwarzwald-Baar-Kreis: 869 Infizierte, 35 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 56
  • Sigmaringen: 946 Infizierte, 36 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 19,9
  • Tübingen: 1.771 Infizierte, 60 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 63,4
  • Tuttlingen: 719 Infizierte, 25 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 35,5
  • Waldshut: 495 Infizierte, 35 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 17
  • Zollernalbkreis: 1.470 Infizierte, 78 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 12,1
  • Baden-Baden (Stadtkreis): 275 Infizierte, 19 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 52,6
  • Freiburg im Breisgau (Stadtkreis): 1.470 Infizierte, 80 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 37,2
  • Heidelberg (Stadtkreis): 634 Infizierte, 7 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 33,4
  • Heilbronn (Stadtkreis): 883 Infizierte, 17 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 58,5
  • Karlsruhe (Stadtkreis): 861 Infizierte,, 14 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 23,4
  • Mannheim (Stadtkreis): 1.455 Infizierte, 13 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 56,7
  • Pforzheim (Stadtkreis): 706 Infizierte, 10 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 27,8
  • Stuttgart: 3.803 Infizierte, 67 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 82,9
  • Ulm (Stadtkreis): 706 Infizierte, 10 Todesfälle, 7-Tage-Inzidenz: 44,2
  • Summe: 58.640 Infizierte (+1.198), 1.927 Todesfälle (+7), 7-Tage-Inzidenz: 42,2
    (Quelle: Ministerium für Soziales und Integration, RKI-Dashboard, Stand: 16. Oktober, 21 Uhr)

Update vom 16. Oktober: Das Coronavirus kommt mit aller Kraft zurück, das Land droht die Kontrolle zu verlieren. Die Landesregierung in Baden-Württemberg verschärft deshalb die Maskenpflicht an Schulen. An weiterführenden Schulen wird die Maskenpflicht ab Montag auch auf den Unterricht ausgeweitet. „Die Erweiterung der Maskenpflicht ab Klasse 5 auf den Unterricht gilt ab einer landesweiten 7-Tages-Inzidenz von über 35“, teilte eine Sprecherin des Kultusministeriums am Freitag mit. „Wir werden heute die Schulen darüber informieren, dass dies dann ab kommenden Montag zu beachten ist.“

Bislang gilt die Maskenpflicht ab Klasse fünf und an weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg lediglich auf sogenannten Begegnungsflächen wie Schulfluren, Aula und Toiletten. Am Donnerstag lag die Inzidenz im Südwesten bei 38 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Stuttgart war dieser Wert mit 82,9 am höchsten. 

Die Maskenpflicht im Unterricht sei in dem im September eingeführten dreistufigen Alarm-System der Landesregierung im Kampf gegen eine zweite Welle für die kritische Phase vorgesehen worden, sagte die Sprecherin des Ministeriums. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kündigte am Freitag an, dass die Bürger damit rechnen müssten, dass spätestens am Montag die dritte Pandemiestufe ausgerufen werde.

Corona in Baden-Württemberg: Infektionen steigen weiter drastisch – jetzt schon 17 Hotspots

Update vom 15. Oktober, 19:25 Uhr: Innerhalb eines Tages gibt es in Baden-Württemberg 967 neue Fälle. Das berichtet das Sozialministerium des Landes am Donnerstagabend. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben sich 57.442 Personen mit dem Virus infiziert. Davon sind bereits wieder 47.426 wieder genesen. In Baden-Württemberg gibt es 8.096 aktive Fälle.

Es gibt einen neuen Todesfall im Landkreis Biberach. Somit sind 1.920 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 38 pro 100.000 Einwohner.

Besonders kritisch ist die Lage in diesen Städten und Landkreisen hinsichtlich der Inzidenz:

7-Tage-Inzidenz von mehr als 35:
Landkreis Böblingen
Stadtkreis Freiburg i. Breisgau
Landkreis Göppingen
Neckar-Odenwald-Kreis
Rems-Murr-Kreis
Landkreis Reutlingen
Landkreis Tuttlingen
Stadtkreis Ulm
7-Tage-Inzidenz von mehr als 50:
Stadtkreis Baden-Baden
Landkreis Esslingen
Stadtkreis Heilbronn
Landkreis Ludwigsburg
Stadtkreis Mannheim
Landkreis Schwäbisch Hall
Schwarzwald-Baar-Kreis
Stadt Stuttgart
Landkreis Tübingen

Update vom 15. Oktober, 13:45: Der Verwaltungsgerichtshof in Baden-Württemberg hat einem Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot stattgegeben. Dieses gilt bislang für Gäste aus deutschen Regionen, in denen 50 oder mehr neue
Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen registriert wurden.

Corona in Baden-Württemberg: Beherbergungsverbot nicht verhältnismäßig

Mit dem Beschluss des Verwaltungsgerichts in Mannheim ist das Beherbergungsverbot in Baden-Württemberg damit vorläufig mit sofortiger Wirkung außer Vollzug gesetzt. Es können allerdings noch Rechtsmittel eingelegt werden. Die Antragsteller kommen aus dem Kreis Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen und haben einen Urlaub im Kreis Ravensburg gebucht.

Das Gericht in Mannheim sieht den Einschnitt in das Grundrecht auf Freizügigkeit als unverhältnismäßig an. Das Land habe nicht belegen können, dass Hotels und Pensionen die Infektionszahlen so erhöhen, dass ein solcher drastischer Schritt nötig ist. Zudem sei es den Gästen nicht zumutbar, einen Corona-Test innerhalb von 48 Stunden zu erhalten.

Corona in Baden-Württemberg: Kritik gegen Corona-Kontrollen in Tübingen

Update vom 15. Oktober: Ende August hat sich Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, für eine Pflicht der Nutzung der Corona-Warn-App ausgesprochen – jedoch ohne Erfolg. Nun gibt es Kritik über das Vorgehen der Corona-Kontrollen in der baden-württembergischen Stadt. Das Ordnungsamt darf seit letzter Woche öffentlichen Plätzen Personalien von Gruppen mit mehr als zehn Personen aufnehmen, die die App nicht auf dem Handy haben.

Der Datenschutzbeauftragte Stefan Brink kritisiert diese Vorgehensweise und besteht darauf, dass die Nutzung der App freiwillig bleiben müsse. Es dürfe kein Druck durch Vergünstigungen entstehen. Oberbürgermeister Boris Palmer sieht das allerdings anders. Es sei ein völlig falsches Signal, wenn sie der Datenschutz gegen den Corona-Schutz stelle. „Bisher sind alle benachteiligt, die in einem Café oder Restaurant einkehren und ihre Daten hinterlassen müssen, während alle, die stattdessen Take-away konsumieren, das nicht müssen“, sagt Boris Palmer. Für das Virus mache dieses Vorhaben keinen Unterschied.

Corona in Baden-Württemberg: Fünf tote Senioren in Marxzell

Unterdessen sind in Marxzell im Landkreis Karlsruhe fünf Bewohner eines Seniorenheims mit Covid-19 gestorben. Das Landratsamt Karlsruhe rechnet mit weiteren Todesfällen in der Einrichtung. Aktuell seien 39 Bewohner und 15 Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt leben dort knapp 100 Senioren. Versäumnisse der Beschäftigten oder der Heimleitung seien nicht festgestellt worden. Das Heim hat bereits bei den ersten Infektionen mit einem Besuchsverbot und einen Aufnahmestopp reagiert.

Corona in Baden-Württemberg: Verschwärfungen kommen – Kontaktverbot wird eingeschränkt

Update vom 14. Oktober, 22:20 Uhr: Neben den bereits getroffenen Beschlüssen wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten die Kontaktverfolgung verbessern und bereits bei einer Inzidenz von 35 weitere Maßnahmen ergreifen. Lediglich beim Thema „Reisen“ kann keine gemeinsame Entscheidung gefunden werden. In zehn Tagen soll über das Geschehen in Deutschland neu entschieden werden. Möglicherweise können dann die Maßnahmen verschärft werden.

Update vom 14. Oktober, 18:50 Uhr: Die Konferenz mit Angela Merkel und den Ministerpräsidenten nimmt kein Ende. Laut Informationen der Bild-Zeitung und der Deutschen Presse-Agentur könne sie sich bis 21 Uhr hinziehen. Viele Maßnahmen sind noch nicht entschieden, doch bei ein paar Punkten haben sich die Beteiligten einigen können:

  • In Corona-Hotspots (7-Tage-Inzidenz: 50) wird eine Sperrstunde ab 24 Uhr gelten.
  • Ab einer Inzidenz von 35 soll eine „ergänzende Maskenpflicht“ gelten.
  • In Risiko-Gebieten (7-Tage-Inzidenz: 50) dürfen private Feiern mit maximal 10 Personen stattfinden, in der Öffentlichkeit nur noch 10. Falls die Maßnahmen nicht greifen dürfen sich nur noch 5 Personen in der Öffentlichkeit treffen.

Corona in Baden-Württemberg: Merkel-Konferenz – droht ein zweiter Lockdown in 10 Tagen?

Update vom 14. Oktober, 14:17 Uhr: Um 14 Uhr treffen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder, um über die weiteren Maßnahmen in der Corona-Krise zu sprechen. BILD liegt die Beschlussvorlage vor, darin heißt es unter anderem: „In diesen Tagen entscheidet sich die Frage, ob wir in Deutschland die Kraft haben, den Anstieg der Infektionszahlen wieder zu stoppen.“

Doch um einen Anstieg zu stoppen, müssen Maßnahmen ergriffen werden. So kann das Kontaktverbot wieder eingeschränkt, die Maskenpflicht erweitert und eine Sperrstunde eingerichtet werden. Außerdem wolle man sich einigen, dass schon bei einer 7-Tage-Inzidenz von 35 Infektionen auf 100.000 Einwohner strengere Regeln gelten sollen.

Weiter heißt es, dass diese am Mittwoch beschlossenen Verschärfungen nur 10 Tage Zeit haben, um sich zu bewähren. „Kommt der Anstieg der Infektionszahlen unter den vorgenannten Maßnahmen nicht spätestens binnen 10 Tagen zum Stillstand, sind weitere gezielte Beschränkungsschritte unvermeidlich, um öffentliche Kontakte weitergehend zu reduzieren. In diesen Fällen ist insbesondere im ersten Schritt eine Kontaktbeschränkung einzuführen, die den Aufenthalt im öffentlichen Raum nunmehr mit bis zu X Personen oder den Angehörigen zweier Hausstände gestattet“, zitiert die BILD die Beschlussvorlage.

Corona in Baden-Württemberg: Lage weiter kritisch – Alarmstufe Rot in diesen Städten

Update vom 13. Oktober, 18:36 Uhr: In Baden-Württemberg erhöht sich die Zahl der neu mit dem Coronavirus Infizierten im Vergleich zum Vortag um 700 erhöht. Damit liegt die Zahl der bestätigten Fälle bei 55.625, teilt das Landesgesundheitsamt am Dienstag mit. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Verstorbenen steigt um 6 auf 1.909. Als genesen gelten laut der Behörde 46.726 Menschen - 264 Personen mehr als am Montag.

Im Schnitt haben sich in den vergangenen sieben Tagen 32,3 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus angesteckt. In Stuttgart liegt der Wert fast unverändert bei 69,7 und damit weiter deutlich über der kritischen Schwelle von 50. Für den Landkreis Esslingen ist am Dienstag eine Inzidenz von 77,6 angegeben. Fünf Stadt- beziehungsweise Landkreise liegen mit mehr als 45 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern nur noch knapp unter dem kritischen Wert von 50. Am nächsten dran am Warnwert ist die Stadt Mannheim mit 48,3 Infizierten pro 100 000 Einwohner.

Corona in Baden-Württemberg: „Lockdwon durch die Hintertür“ – Hotelgewerbe in großer Sorge

Update vom 13. Oktober, 14:12 Uhr: Ein Beherbergungsverbot für Menschen aus Risikogebieten findet das Gastgewerbe für unsinnig, unpraktikabel und unverhältnismäßig. Das sagt ein Sprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Baden-Württemberg am Dienstag in Stuttgart. Die bereits gebeutelte Branche werde damit massiv beschädigt und spricht von einem „Lockdown durch die Hintertür“.

Es sei nicht einzusehen, dass Menschen aus Risikogebieten sich in anderen Orten den ganzen Tag aufhalten, aber nicht im Hotel übernachten dürften. Zudem seien Hotelübernachtungen bislang nicht als Ansteckungsherde bekannt geworden und es sei nicht untersagt, etwa bei Freunden zu schlafen. Der Verband lehnt auch die Verpflichtung des Hoteliers ab, die Herkunft seiner Gäste zu kontrollieren.

Wichtige Fragen seien ungelöst, betont der Sprecher. Ungeklärt sei etwa, wie der Hotelier mit einem Gast aus einem Gebiet umgehen soll, wo erst am Anreisetag der kritische Wert überschritten wird. „Soll er ihn dann unter die Brücke schicken?
Eine Übernachtung in Hotels oder Pensionen im Land ist Menschen aus Risikogebieten derzeit nur erlaubt, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen können, der nicht älter als 48 Stunden ist. Als Risikogebiete gelten Städte oder Landkreise, in denen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner gab.

Corona in Baden-Württemberg: Alarmstufe rot – in diesen Hotspots explodieren die Zahlen

Update vom 12. Oktober, 21 Uhr: Die Zahl der aktiven Fälle in Baden-Württemberg steigt auf 6.560 an. Insgesamt haben sich somit 54.925 Personen mit Corona infiziert, davon sind 46.462 wieder genesen. Es gibt 1.903 Todesfälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Durchschnitt bei 31,5 pro 100.000 Einwohner der letzten sieben Tage.

Update vom 12. Oktober, 7:50 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg ist am Sonntag im Vergleich zum Vortag um 477 gestiegen. Insgesamt gebe es im Land nun 54.330 bestätigte Fälle, teilte das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg am Sonntag mit. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Verstorbenen liegt weiter bei 1.901. Die Zahl der Genesenen gab das Landesgesundheitsamt mit 46.295 an. Im Schnitt haben sich in den vergangenen sieben Tagen 28,6 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus angesteckt. In Stuttgart lag der Wert bei 55,8 und damit über der kritischen Schwelle von 50. Für den Landkreis Esslingen wurde am Sonntag sogar eine Inzidenz von 74,4 angegeben.

Corona in Baden-Württemberg: Frau hustet Senior an Kasse an – Anzeige wegen Körperverletzung

Update vom 11. Oktober: An der Ladenkasse hat eine Kundin in Baden-Württemberg ihre Maske abgenommen und einem Mann aus nächster Nähe ins Gesicht geniest. Auslöser für die Tat in Oberteuringen nördlich von Friedrichshafen soll der fehlende Abstand des etwa 60-jährigen Mannes gewesen sein, der nur wenige Zentimeter hinter der Frau in der Kassenschlange stand, wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag der Deutschen-Presse Agentur mitgeteilt hat. Nach dem Vorfall am Samstag (10. Oktober) habe die laut Polizei etwa 30 Jahre alte Frau ihre Maske wieder aufgesetzt. Eine Zeugin soll die Polizei auf den Vorfall aufmerksam gemacht haben. Anhand von Bildern einer Videokamera sucht die Polizei nun nach den beiden Beteiligten. Sollte sich herausstellen, dass die Frau etwa mit dem Coronavirus infiziert ist, müsse sie mit einer Anzeige wegen Körperverletzung rechnen, so der Sprecher der Polizei.

Corona in Baden-Württemberg: Kretschmann rät Bürgern mehr „Opfer“ zu bringen

Update vom 10. Oktober: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann rät Bürgern angesichts steigender Corona-Infektionszahlen auf den Herbsturlaub zu verzichten. „Vielleicht sollten die Bürger in den Herbstferien nicht groß in der Gegend herumreisen. Weder im Inland, noch im Ausland - und schon gar nicht in Risikogebiete“, sagt der Grünen-Politiker im Interview mit der „Heilbronner Stimme“, dem „Mannheimer Morgen“ und dem „Südkurier“. Wegen der hohen Infektionszahlen in Berlin sei er selbst am Freitag auch nicht zur Bundesratssitzung nach Berlin gereist.

Um die Kernbereiche der Gesellschaft, wie Bildung, Wirtschaft und Gesundheit aufrecht zu erhalten, müsse man an anderer Stelle Verzicht üben: „Bei verzichtbaren Events sollten wir eher Opfer bringen, um den Kernbereich aufrechterhalten zu können. Wir müssen mit Blick auf Restriktionen in den Freizeitbereichen härter und in den Kernbereichen softer sein“, sagt er. Der Politiker appelliert an die Bürger, die Corona-Regeln einzuhalten. „Aber die Akzeptanz von Regeln ist erst dann stärker, wenn die Menschen schlimme Bilder sehen. Die Bilder aus Bergamo hatten eine abschreckende Wirkung.“

Corona in Baden-Württemberg: Keine Weihnachtsmärkte in 2020?

Der Hoffnung auf Weihnachtsmärkte in diesem Jahr verpasst der Ministerpräsident einen Dämpfer: „Wenn die Infektionszahlen weiter so ansteigen, dann wird es sehr schwierig, Weihnachtsmärkte zu veranstalten. Da sollten wir uns mal nichts vormachen.“

Corona in Baden-Württemberg: Alarmstufe Rot – in diesem Landkreis explodieren die Zahlen

Update vom 9. Oktober, 18:30 Uhr: Der Landkreis Esslingen ist weiterhin der Corona-Hotspot in Baden-Württemberg. Die Stadt Stuttgart hat dagegen die kritische Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bisher nicht überschritten. Der Wert sank in Stuttgart im Vergleich zum Vortag von 43,7 auf 41,2, wie das Landesgesundheitsamt am Freitag mitteilte. In Esslingen stieg der Wert von 54,6 auf 56,3. Schwäbisch Hall (37,6) liegt als einziger sonstiger Landkreis in Baden-Württemberg über der Vorwarnstufe von 35.

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen ist im Südwesten um 527 Fälle angestiegen. Insgesamt haben sich nun 53.333 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus hat sich um 1 auf 1.899 erhöht. Die Sieben-Tages-Inzidenz für das ganze Land liegt bei 23,6.

Corona in Baden-Württemberg: Alarmstufe Rot – an diesem Ort explodieren die Zahlen

Update vom 9. Oktober, 15:50 Uhr: Der Kreis Esslingen bleibt weiterhin der Corona-Hotspot von Baden-Württemberg. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist mittlerweile auf 54,6 gestiegen. Daher müssen ab heute dort auf öffentlichen Plätzen wie in der Fußgängerzone oder auf Wochenmärkten Masken getragen werden, wenn kein Abstand eingehalten werden kann. Private Feiern im öffentlichen Raum dürfen zudem nur noch mit höchstens 25 Teilnehmern durchgeführt werden – im privaten Raum sogar nur noch mit zehn.

Update vom 8. Oktober, 19:42 Uhr: Die Corona-Lage in Baden-Württemberg bleibt angespannt. Der Landkreis Esslingen liegt als Corona-Hotspot weiter über der wichtigen Kennziffer von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Der Wert ist am Donnerstag sogar auf 54,6 gestiegen, wie die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mitteilten. Die Landeshauptstadt Stuttgart bewegt sich mit 43,7 weiter auf diese kritische 50er-Marke zu. Der Kreis Esslingen hatte die Stufe bereits am Vortag als erste Region im Land überschritten - und verschärft nun die Auflagen. Ansonsten lag kein Landkreis über der Vorwarnstufe von 35 – mehrere aber knapp darunter, wie der Kreis Göppingen mit 34,9 oder der Ortenaukreis mit 32,7.

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen im ganzen Land stieg am Donnerstag im Vergleich zum Vortag um 584 Fälle. Insgesamt haben sich nun 52.806 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus blieb bei 1.898.

Corona in Baden-Württemberg: Land schirmt sich gegen innerdeutsche Hotspots ab

Update vom 8. Oktober, 18:00 Uhr: Nach der Besprechung der Länder mit dem Bund hat das Land Baden-Württemberg das Beherbergungsverbot für Reisende aus inländischen Corona-Hotspots bekräftigt. Im Klartext bedeutet das: Reisende aus innerdeutschen Hotspots dürfen nicht in Hotels, Ferienwohnungen und ähnlichen Beherbergungsbetrieben aufgenommen werden! Bewohnern der innerdeutschen Hotspots rät das Land, in ihrer Heimat zu bleiben. Ein Land-, Stadtkreis oder eine kreisfreie Stadt in Deutschland gilt als Hotspot, wenn 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten werden.

Corona in Baden-Württemberg: Landkreis überschreitet kritischen Grenzwert

Update vom 7. Oktober, 19:08 Uhr: Die Corona-Lage in Baden-Württemberg spitzt sich zu. Erstmals überschreitet nun eine Region einen kritischen Grenzwert. Der Landkreis Esslingen die Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Das teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Der Wert liege bei 52,3.

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen hat sich in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vortag um 652 Fälle erhöht. Am Dienstag waren es noch 388 neue Fälle. Insgesamt hätten sich im Land nun 52.222 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, teilte das Landesgesundheitsamt mit. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 4 auf 1.898. Die Lage spitzt sich seit Tagen gefährlich zu. Mehrere Regionen haben bei der sogenannten Sieben-Tages-Inzidenz die Vorwarnstufe von mehr als 35 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen erreicht – darunter die Landeshauptstadt. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz lag in Stuttgart am Mittwoch bei 38,4 und somit über der kritischen Marke von 35. Auch Mannheim (37,3) und der Stadtkreis Heilbronn (35,5) liegen in der Vorwarnstufe. Die Sieben-Tages-Inzidenz für das ganze Land stieg am Mittwoch auf 20,6.

Corona in Baden-Württemberg: 24 Bewohner in Seniorenheim infiziert

Update vom 7. Oktober, 17:30 Uhr: In einem Pflegeheim in Baden-Württemberg haben sich 24 von 29 Bewohnern mit dem Coronavirus angesteckt. Außerdem sind sieben Mitarbeiter der Einrichtung in Freudental infiziert, wie Geschäftsführerin Andrea Nisi-Binder am Mittwoch mitteilte. Bei der Einrichtung handelt es sich um ein Kompetenzzentrum für hochdemente Menschen. Die negativ getesteten Bewohner wurden in einen abgetrennten Bereich verlegt.

Corona-Ausbruch in Seniorenheim (Symbolfoto).

Die Infizierten zeigten zunächst nur leichte Symptome. Das Bürgermeisteramt hat ein Besuchsverbot und eine Ausgangssperre für die Bewohner angeordnet. Die Demenzstation liegt im Erdgeschoss eines Gebäudes. In der oberen Etage betreibt der Anbieter ein weiteres Pflegeheim. Von dessen Bewohnern hat sich keiner angesteckt. Nachdem sich am Samstag zwei Mitarbeiter mit einem positiven Testergebnis gemeldet hatten, wurden insgesamt 130 Hausbewohner und Mitarbeiter getestet.

Baden-Württemberg: Alarmstufe erreicht – das sind die Corona-Hotspots

Mit der Zahl der Corona-Infizierten in Baden-Württemberg steigt auch der Druck auf Land und Kommunen, Konsequenzen zu ziehen und Auflagen zu verschärfen. Mehrere Städte und Kreise sind inzwischen zu neuen Einschränkungen gezwungen. Rathäuser und Landratsämter nehmen zunächst die privaten Feiern ins Visier. Nach Mühlacker, dem Kreis Esslingen und Mannheim schränkt auch Stuttgart die Teilnehmerzahlen ein. Dort sind Feiern in privaten Räumen von Freitag an und für die kommenden zwei Wochen nur noch erlaubt, wenn weniger als 25 Menschen zusammenkommen. In der Öffentlichkeit oder in angemieteten Räumen liegt die Grenze bei 50 Teilnehmern, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Ähnliche Einschränkungen haben auch die anderen Kommunen und der Kreis erlassen. 

Zuvor hatte nach dem Kreis Esslingen auch die Landeshauptstadt die sogenannte Vorwarnstufe erreicht. Während die Lage im benachbarten Kreis Esslingen mit 45,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und innerhalb von sieben Tagen besonders kritisch ist, lag sie zuletzt in Stuttgart bei 35,4 neuen Fällen und somit ebenfalls über der kritischen Marke von 35. Mannheim hatte die vom Land definierte „Vorwarnstufe“ am Wochenende überschritten, lag am Dienstag aber mit einem Wert von 34,1 wieder knapp darunter. 

Corona in Baden-Württemberg: Alarmstufe Gelb – diese Maßnahmen kommen jetzt

Update vom 6. Oktober: Die Corona-Lage in Baden-Württemberg bleibt weiter angespannt, in der Großstadt Mannheim und dem Landkreis Esslingen wurden kritische Werte in der 7-Tages-Inzidenz überschritten und somit die Vorwarnstufe erreicht. Doch auch andernorts verhält sich das Infektionsgeschehen weiterhin äußerst dynamisch, die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen mit dem Sars-CoV2-Erreger steigt täglich an – bislang haben sich in Baden-Württemberg 51.570 mit dem Coronavirus infiziert. Mit dem Ziel, die Pandemie weiter einzudämmen, hat die Landesregierung in Stuttgart nun die zweite Corona-Alarmstufe in Kraft gesetzt. Wie ein Regierungssprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, will Sozialminister Manne Lucha am Dienstag (6. Oktober) im Kabinett in Stuttgart den Eintritt in die sogenannte Anstiegsphase verkünden.

Mit dieser Phase der Corona-Alarmstufe (bw24.de* berichtete ebenfalls) einhergehend seien unter anderem strengere Kontrolle von Maßnahmen, Appelle an die Öffentlichkeit und das bedarfsabhängige Hochfahren von Corona-Ambulanzen und Teststellen. Auch die von Bund und Ländern beschlossenen Verschärfungen der Corona-Regeln für Feiern und Besuche von Gaststätten sollen nun greifen. Erst Ende September hatte eine große Hochzeitsfeier in Lahr im Ortenaukreis eine wahre Corona-Welle losgetreten. Darüber hinaus droht in Baden-Württemberg künftig ein Bußgeld, wenn Gäste beim Besuch im Restaurant falsche persönliche Angaben machen.

Wie echo24.de* berichtet, hat Ministerpräsident Kretschmann die Bedeutung der zweiten Pandemiestufe in Baden-Württemberg deutlich hervorgehoben. „Das ist jetzt die Hab-Acht-Stunde“, erklärte er. Die Bürger sind wegen der aktuellen Lage nun dringend zu mehr Wachsamkeit und Sorgfalt verpflichtet.

Corona in Baden-Württemberg: Kritischer Wert erreicht – hier drohen strengere Maßnahmen

Update vom 5. Oktober um 12:30 Uhr: Während dem Gesundheitsministerium Baden-Württemberg am Sonntag (4. Oktober) mit 170 Neuinfektionen nur verhältnismäßig wenig neue Corona-Fälle gemeldet wurden, sieht es vor allem in einem Stadt- und einem Landkreis ganz anders aus. Hier wurde der Schwellenwert von 35 bei der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner überschritten – und somit die Vorwarnstufe erreicht.

Dabei handelt sich um die Großstadt Mannheim, die eine 7-Tage-Inzidenz von 36,8 erreichte, und den Landkreis Esslingen, wo der Wert gar bei 40,6 liegt. Somit ist dort gemäß des Stufenplanes zur Eindämmung der Corona-Pandemie die „kritische Phase“ erreicht. Ab dem Schwellenwert von 35 besteht ein starker, möglicherweise exponentieller Anstieg der Fallzahlen mit diffusen, häufig nicht mehr nachvollziehbaren Infektionsketten.

Corona in Baden-Württemberg: Vorwarnstufe in Mannheim und Esslingen erreicht – jetzt drohen strengere Maßnahmen

Verschärfte Maßnahmen, die zur Verhütung und Bekämpfung von SARS-CoV-2 geeignet, erforderlich und verhältnismäßig sind, werden umgesetzt“, heißt es dazu im dreistufigen Pandemiekonzept des Landes Baden-Württemberg. In Mannheim und dem Landkreis Esslingen drohen künftig wieder strengere Corona-Maßnahmen wie eine Ausweitung der Maskenpflicht und weitere Einschränkung der Anzahl von Personen, die sich gleichzeitig in Geschäften oder Gaststätten aufhalten dürfen.

Corona in Baden-Württemberg: Neue Todesfälle gemeldet

Update vom 5. Oktober: Während die Zahl der Menschen, die sich in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus infiziert haben um 170 Fälle auf nun insgesamt 50.925 gestiegen ist, wurden dem Landesgesundheitsamt zudem zwei neue Todesfälle, die in Verbindung mit dem Virus stehen, gemeldet. Damit sind in Baden-Württemberg bislang 1.890 an oder mit Covid-19 gestorben. Derzeit gelten 44.545 Menschen als genesen – 134 mehr als am Vortag.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert stieg laut Landesgesundheitsamt auf 1,17 (Vortag: 0,99). Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

Corona in Baden-Württemberg: Wieder über 350 Neuinfektionen - mehr als 300 Klassen nicht im Unterricht

Update vom 4. Oktober: In Baden-Württemberg gibt es 355 weitere nachgewiesene Coronavirus-Fälle – das teilte das Gesundheitsministerium am Samstagabend (3. Oktober) mit. Somit haben sich bislang 50.755 Menschen im Land mit dem Sars-Cov2-Erreger angesteckt, die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist auch in den vergangenen 24 Stunden bei 1.888 geblieben. 44.411 Personen (87,5 Prozent) gelten als genesen, 6.344 sind somit noch in Baden-Württemberg aktiv.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert, der angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt, liegt laut Landesgesundheitsamt bei 0,99.

Corona in Baden-Württemberg: Schulbetrieb kann größtenteils aufrecht erhalten werden

Wie im Rest Deutschlands hat auch in Baden-Württemberg der überwiegende Teil der Schulen den Betrieb
trotz Corona bislang wie geplant aufrechterhalten können. Das ergab die Auswertung einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Kultusministerien der Länder und die Auswertung aktuell zugänglicher Meldungen der Ministerien. Zwar kommt es vereinzelt zu deutlichen Einschränkungen für Tausende Schüler und Lehrer in Deutschland, mit Blick auf die Gesamtzahl von bundesweit rund 40.000 Schulen mit 11 Millionen Schülern und rund 800.000 Lehrern, sind die Zahlen dennoch vergleichsweise überschaubar.

In Baden-Württemberg waren bis Anfang Oktober 194 von 4.500 Schulen von Corona-Maßnahmen betroffen. 304 Klassen waren wegen Infektionen oder Verdachtsfällen nicht im Präsenzunterricht, zwei Schulen waren vollständig geschlossen. Nach den vorliegenden Daten der Landesbehörden oder Kultusministerien der Länder waren bundesweit zuletzt knapp 40.000 Schüler und fast 4.000 Lehrer wegen Infektionsfällen, Verdachtsfällen oder eigener Infektion in Quarantäne oder als Vorsichtsmaßnahme im Fernunterricht. Daneben meldeten Bundesländer, die keine Einzelzahlen zu Schülern veröffentlichen, insgesamt rund 700 Klassen oder Lerngruppen, die zuletzt nicht in der Schule waren. Komplett geschlossen waren den aktuellen Zahlen zufolge 23 Schulen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Seltenes Phänomen führt zu tragischem Tod – wieder über 300 Neuinfektionen

Update vom 3. Oktober: In den vergangenen 24 Stunden haben sich in Baden-Württemberg 303 weitere Personen mit dem Coronavirus infiziert. Damit steigt die Zahl der Menschen, die sich nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt haben, auf 50.000. Aktuell gibt es im Land noch 6.262 aktive Fälle, 44.138 Personen gelten als genesen. Dem Gesundheitsministerium in Baden-Württemberg wurde zudem ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit sind mittlerweile 1.888 Patienten an oder mit Covid-19 gestorben. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Behörde weiter bei geschätzt 1,06.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Patientin steckt sich bei Zimmernachbarin an – jetzt ist sie tot

Erstmeldung vom 2. Oktober: Das Robert-Koch-Institut (RKI) nimmt an, dass etwa 81% der mit Covid-19 diagnostizierten Personen einen milden, etwa 14% einen schwereren und etwa 5% einen kritischen Krankheitsverlauf zeigen. Insgesamt sind 3,8% der bestätigenten Corona-Infizierten, an den Folgen der Covid-19-Erkrankung verstorben. Das Tückische am Coronavirus ist, dass auch Infizierte ohne Symptome andere anstecken können. Der Anteil solcher unscheinbaren Übertragungen wird auf rund 45% beziffert.

Genau dieser Umstand wird einer Krankenhaus-Patientin im Kreis Lörrach in Baden-Württemberg zum Verhängnis. Laut Angaben des Landkreises Lörrach wird eine 79-jährige Frau wegen eines geplanten Eingriffs Mitte September ins Krankenhaus eingeliefert. Informationen des SWR zufolge liegt die Frau bereits einige Tage im Krankenhaus, als eine über 70-Jährige im Bett neben ihr untergebracht wird. Sie wird dort jedoch nur untersucht und kann die Klinik schon am nächsten Tag wieder verlassen. Erst einige Tage nach ihrer Entlassung entwickelt die Frau Covid-19-Symptome und lässt sich bei ihrem Hausarzt auf das Coronavirus testen – das Ergebnis ist positiv.

Coronavirus in Lörrach: 79-Jährige verweigert Behandlung auf Intensivstation

Um die Infektionsketten schnell nachverfolgen zu können, benachrichtigt ihr Hausarzt die Klinik in Lörrach. Obwohl die 79-Jährige keine Symptome aufweist, werden sie und eine Mitarbeiterin des Krankenhauses positiv getestet. Die Patientin wird schnell von den anderen isoliert, entwickelt aber einen schweren Krankheitsverlauf. Nachdem sie eine Behandlung auf der Intensivstation abgelehnt hat, stirbt sie in der Nacht auf Donnerstag, 1. Oktober. Wie der Landkreis Lörrach in einer Mitteilung bekannt gibt, litt sie an Vorerkrankungen.

Coronavirus: Erster Fall einer Patient-zu-Patient-Ansteckung in Baden-Württemberg

„Das ist ein tragischer Fall und ein seltenes Phänomen, das mir zumindest aus Baden-Württemberg nicht bekannt ist“, sagt Bernhard Hoch, medizinischer Geschäftsführer, am Freitag in Lörrach. Der Übertagungsweg des Coronavirus sei ihm ein Rätsel. In der Klinik herrscht allgemeine Maskenpflicht, wegen der Abstandsregeln gibt es nur noch Zweibettzimmer. Bei der Aufnahme wird nach möglichen Kontakten zu Erkrankten oder Menschen, die mit Erkrankten in Berührung gekommen sind, gefragt.

Krankenhaus in Lörrach. Im Landkreis sind die vier Krankenhäuser in Schopfheim, Rheinfelden und in Lörrach zu einem Zentralklinikum zusammengeführt (30. März 2017).

Die 70-Jährige hat diese Punkte bei ihrer Aufnahme zu Recht verneint. Da auch Menschen das Virus in sich tragen können ohne Symptome zu zeigen, sei „immer ein Restrisiko vorhanden“, so Hoch.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Patientin nach Ansteckung in Klinik gestorben – Klinik zieht Konsequenz

Als Konsequenz erwägt die Klinik im Kreis Lörrach bei Patienten mit geplanten Behandlungen einen negativen Coronavirus-Test zu verlangen. „Da kann man zumindest ein paar Erkrankte rausfinden und somit das Übertragungsrisiko in der Klinik reduzieren“, sagte Hoch. Er appellierte an alle Klinik-Patienten: „Haltet Abstand.“ (kp/dpa) *bw24 und *echo24 sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa

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