Pandemie-Ticker

Corona in Baden-Württemberg: Nur drei Bundesländer haben schlechtere Inzidenz

Baden-Württemberg - Wie hoch ist die Inzidenz und wie viele Neuinfektionen gibt es? Alle Antworten zu den aktuellen Corona-Entwicklungen und dem Thema Impfungen im Land:

  • In Baden-Württemberg gab es bisher 487.003 (+1.250) Infektionen mit dem Coronavirus. (Stand: 23. Mai, 3:11 Uhr, RKI)
  • Bislang sind 9.841 (+13) Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 80,4 (-0,1). (Stand: 23. Mai, 3:11 Uhr, RKI)
  • Ergebnisse aus Impf-Gipfel: Impfreihenfolge soll aufgehoben werden – Merkel kündigt Verordnung zu Freiheiten für Geimpfte an. (Update vom 26. April, 19:04 Uhr)

Update vom 23. Mai: Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 80,4 hat Baden-Württemberg den vierthöchsten Wert im ganzen Land. Nur im Saarland (81,1), Sachsen (81,7) und Thüringen (101,2) ist der Wert noch schlechter. Die niedrigste Inzidenz hat Schleswig-Holstein mit 31,5. Innerhalb der letzten 24 Stunden sind in Baden-Württemberg 1.250 Neuinfektionen gemeldet worden, wodurch im Bundesland nun 487.003 mit dem Coronavirus infiziert gewesen sind.

Corona in Baden-Württemberg: Inzidenz leicht gestiegen – 17 neue Todesfälle

Update vom 21. Mai, 6:53 Uhr: Wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Freitagfrüh meldet, sind in Baden-Württemberg 1.451 neue Corona-Fälle zu verzeichnen. Die 7-Tage-Fallzahl beträgt 8.898, die Zahl der Gesamtinfektionen seit Pandemie-Beginn klettert auf 484.507. Seit Beginn der Pandemie vor rund 14 Monaten sind 9.811 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben – somit sind 31 Opfer mehr zu beklagen als noch am Vortag. Die wichtige 7-Tage-Inzidenz sinkt leicht um 1,6 auf aktuell 80,2. Im inoffiziellen Corona-Ranking der Bundesländer verharrt Baden-Württemberg auf dem 14. Platz – mit relativem geringem Rückstand auf Hessen (75,2). Nur Sachsen (86,6) und Thüringen (106,4) haben noch höhere Inzidenzen.

Wegen Impftermin – Darum bringt Anruf beim Hausarzt aktuell nichts

Update vom 19. Mai, 14:43 Uhr: In einem geradezu flammenden Appell wendet sich die Kassenärztliche Vereinigung (KV) an den bislang ungeimpften Teil der Bevölkerung, wenigstens diese Woche darauf zu verzichten, Hausärzte mit telefonischen Terminanfragen zu überschütten. „Die Haus- und Facharztpraxen in Baden-Württemberg werden von Telefonanrufen Impfwilliger überrannt“, mahnt der stellvertretende KV-Vorsitzende Johannes Fechner im SWR. Die Telefonleitungen würden dadurch massiv überlastet und blockiert.

Der Wegfall der Priorisierungsgruppen habe die Hoffnung der Menschen auf einen rasche Corona-Impfung geschürt: „Aktuell sind aber keine Erstimpfungen möglich, weil kein Impfstoff zur Verfügung steht und die Kapazitäten für die Zweitimpfungen benötigt werden“, so Fechner. Aktuell gibt es also schlichtweg nicht genug Impfstoff, wie HEIDELBERG24 berichtet. Voraussichtlich ab Juni soll sich die mehr als angespannte Lage wieder entspannen, wenn die Liefermengen an Vakzinen für Hausarzt-Praxen steigen. Zudem werden immer mehr Betriebsärzte in die Impfkampagne einbezogen.

Corona in Baden-Württemberg: Inzidenz fällt weiter – immer mehr Impfungen in Arztpraxen

Update vom 15. Mai: Das RKI verzeichnet für Baden-Württemberg am Samstag (15. Mai) 1.165 neue Fälle einer Corona-Infektion. Insgesamt haben sich bislang 476.489 Menschen im Bundesland mit dem Virus angesteckt. Derweil fällt die 7-Tage-Inzidenz um 12 Punkte auf 107,1. Damit hat Baden-Württemberg immer noch die dritthöchste Inzidenz aller Bundesländer. Im Land war am Freitag (14. Mai) eine aktualisierte Fassung der Corona-Verordnung in Kraft getreten. Sie sieht für Stadt- und Landkreise einen dreistufigen Öffnungsplan vor, wenn sie die Inzidenz von 100 an fünf Tagen in Folge unterschreiten. Dann dürfen beispielsweise Gastronomie und Hotels, Bäder und Freizeiteinrichtungen wieder öffnen.

In Baden-Württemberg sind 35 weitere Menschen im Zusammenhang einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Die Gesamtzahl der Corona-Toten im Südwesten beläuft sich auf 9.686. Derweil steigt das Impftempo besonders seit Einbezug der Arztpraxen in die Impfkampagne weiter an: Laut Daten des digitalen Impfmonitoring (DIM) haben niedergelassene Ärzte in Baden-Württemberg am 13. Mai 107.192 Impfungen durchgeführt, in den Impfzentren im Land waren es am selben Tag 33.079. In den vergangenen sieben Tagen wurden im Ländle insgesamt 1.182.529 Impfdosen verabreicht, 291.844 davon in Arztpraxen.

Corona in Baden-Württemberg: Zahl der Infizierten steigt auf 475.000 – Inzidenz sinkt

Update vom 14. Mai, 6:53 Uhr: Wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Freitagfrüh meldet, sind in Baden-Württemberg 2.041 neue Corona-Fälle zu verzeichnen. Die 7-Tage-Fallzahl beträgt 13.219, die Zahl der Gesamtinfektionen seit Pandemie-Beginn klettert über 475.000. Seit Beginn der Pandemie vor rund 15 Monaten sind 9.651 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben – somit sind elf Opfer mehr zu beklagen als noch am Vortag. Die wichtige 7-Tage-Inzidenz sinkt deutlich um 12,7 auf aktuell 119,1. Im inoffiziellen Corona-Ranking der Bundesländer verharrt Baden-Württemberg auf dem 14. Platz – mit kleinem Rückstand auf Hessen (109,0). Nur Sachsen (133,9) und Thüringen (148,5) haben noch höhere Inzidenzen.

Corona in Baden-Württemberg: Über 2.500 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt deutlich

Update vom 11. Mai, 8:53 Uhr: Gleich Hunderte Corona-Verstöße bei Einreisenden beschäftigen die Bundespolizei an den Grenzen zu Frankreich und der Schweiz. Ob fehlende digitale Anmeldung oder Einreise ohne Corona-Test: So hat die Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein hat in ihrem Zuständigkeitsbereich in den ersten Monaten des Jahres viel mehr Beanstandungen bei der digitalen Anmeldung als bei den Tests feststellen müssen, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Inspektion deckt demnach rund 200 Kilometer der baden-württembergischen Grenze zur Schweiz ab und rund 90 Kilometer der Grenze zu Frankreich.

Die Bilanz: Im Zeitraum vom 14. Januar bis zum 28. April hätten Beamte an der deutsch-schweizerischen Grenze etwa 350 Verstöße und Mängel bei der digitalen Einreiseanmeldung registriert, hieß es. An der deutsch-französischen Grenze lag die Zahl im selben Zeitraum demnach bei etwa 100. Bei der Test- und Nachweispflicht lagen die Verstöße an beiden Grenzen im einstelligen Bereich. An der Grenze zur Schweiz gab es den Angaben zufolge sieben Fälle, an der Grenze zu Frankreich neun.

Bei Verstößen werde das zuständige Gesundheitsamt informiert, das gegebenenfalls ein Bußgeldverfahren einleiten könne. Regelmäßige Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich und der Schweiz gibt es derzeit nicht. Die Bundespolizei überprüft die Einhaltung der der Coronavirus-Einreiseverordnung stichprobenartig. Diese sieht vor, dass sich Einreisende aus Risikogebieten wie der Schweiz und Hochinzidenzgebieten wie Frankreich im Regelfall vorab digital anmelden müssen. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet einreist, muss zusätzlich schon bei Übertreten der Grenze einen negativen Corona-Test vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden alt ist – es sei denn, er kann bestimmte Ausnahmeregelungen für sich geltend machen.

Corona in Baden-Württemberg: Inzidenz sinkt – Nur zwei Bundesländer im Ranking noch schlechter

Update vom 10. Mai, 6:59 Uhr: In Baden-Württemberg gibt es 980 neue Corona-Fälle, wie das Robert-Koch-Institut am Montagmorgen meldet. Seit Pandemie-Ausbruch haben sich somit insgesamt 466.881 Menschen mit Covid-19 infiziert. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie an oder mit Covid-19 gestorben sind, erhöht sich um elf 9.537. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 145,s – dies ist gegenüber dem Vortag ein minimaler Rückgang um 0,2. Baden-Württemberg verharrt im inoffiziellen Corona-Ranking von HEIDELBERG24 auf Platz 14. Nur Sachsen (176,4) und Schlusslicht Thüringen (177,2) haben eine noch höhere Inzidenz in Deutschland.

Corona in Baden-Württemberg: Impfquote schlechter als der bundesweite Durchschnitt

Update vom 5. Mai, 6:53 Uhr: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen! Die Impfkampagne geht auch in Baden-Württemberg eher schleppend voran, doch so langsam läuft‘s. Seit Montag (3. Mai) hat das drittgrößte Bundesland die Vergabe von Impfterminen auf alle Menschen mit Vorerkrankungen erweitert (unter anderem Herzkrankheiten, Rheuma, Asthma, HIV, Adipositas, behandlungsfreie Krebserkrankungen und Autoimmunerkrankungen).

Laut Impf-Dashboard des renommierten Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin haben in Baden-Württemberg bislang 28,2 Prozent der Bevölkerung mindestens ihre Erstimpfung erhalten. Im bundesweiten Vergleich bedeutet dies den eher enttäuschenden 9. Platz. Ihre Zweitimpfung haben bereits 842.868 Menschen intus, wie das Landesgesundheitsamt (LGA) in Stuttgart (Stand: 4. Mai) mitgeteilt hat. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt derweil erfreulicherweise erneut deutlich um 11,7 auf aktuell 161,4 – also unter die wichtige Marke von 165.

Corona in Baden-Württemberg: Inzidenz fällt – Landesweit nur wenige Neuinfektionen

Update vom 3. Mai, 6:51 Uhr: Wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Montagfrüh meldet, sind in Baden-Württemberg 1.399 neue Corona-Fälle zu verzeichnen. Die 7-Tage-Fallzahl beträgt 20.488, die Zahl der Gesamtinfektionen seit Pandemie-Beginn klettert über 450.000. Seit Beginn der Pandemie vor rund 14 Monaten sind 9.390 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben – somit sind 13 Opfer mehr zu beklagen als noch am Vortag. Die für die „Notbremse“ wichtige 7-Tage-Inzidenz steigt leicht um 1,2 auf aktuell 184,6. Im inoffiziellen Corona-Ranking der Bundesländer verharrt Baden-Württemberg auf dem 14. Platz – der Rückstand auf Nordrhein-Westfalen (158,5) ist schon beträchtlich. Nur Sachsen (215,5) und Thüringen (221,1) haben noch höhere Inzidenzen.

Corona in Baden-Württemberg: Trauriger Spitzenplatz – Dritthöchste Inzidenz von Deutschland

Update vom 2. Mai, 9:24 Uhr: In Baden-Württemberg gibt es 2.856 neue Corona-Fälle, wie das Robert-Koch-Institut am Sonntagmorgen meldet. Seit Pandemie-Ausbruch haben sich insgesamt 449.178 Menschen mit Covid-19 infiziert, etwa 45.900 sind bereits genesen. Die Zahl der Todesfälle steigt um 11 auf 9.377. Die 7-Tage-Inzidenz bleibt ähnlich wie die letzten Tage – aktuell hat sie einen Wert vom 183,4. Baden-Württemberg hat neben Thüringen (217,8) und Sachsen (208,7) die höchste Inzidenz in Deutschland.

Corona in Baden-Württemberg: Reise-Rückkehrer mit Indien-Variante

Update vom 29. April, 7:17 Uhr: Außer in Nordrhein-Westfalen ist die neuartige indische Mutation B.1.617 jetzt auch in Baden-Württemberg bei zwei Reiserückkehrern aus Indien nachgewiesen worden. „Beide Infizierte waren isoliert und enge Kontaktpersonen der Erkrankten befinden sich in Quarantäne. Bisher sind keine Folgefälle aufgetreten“, so das Sozialministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Darüber hinaus gab es demnach im Labor fünf weitere Nachweise der Mutante. Die Gesundheitsämter und das Landesgesundheitsamt ermitteln dazu, hieß es. Bisher ist noch nicht wissenschaftlich erwiesen, ob die Variante besonders ansteckend ist. Allerdings wütet in Indien eine heftige Infektionswelle. Deshalb sei „große Vorsicht“ geboten, erklärte das Ministerium. Seit etwa einer Woche kämpft das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt mit Neuinfektionszahlen von bis zu 350.000 pro Tag! Das dortige Gesundheitssystem kollabiert.

Nach Daten des DIVI-Intensivregisters von Krankenhaus-Standorten mit Intensivbetten zur Akutbehandlung sind in Baden-Württemberg 616 Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung – davon werden 353 invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2.210 Intensivbetten von betreibbaren 2.461 Betten belegt (Stand: 28. April).

Corona in Baden-Württemberg: Anfang Mai – So laufen Abi-Prüfungen unter Pandemie-Bedingungen

Update vom 28. April, 11:46 Uhr: Bei Prüfungen in einem Pandemie-Schuljahr steht der Infektionsschutz an erster Stelle. Das gilt auch für die Abitur- und Zwischenprüfungen, die im Südwesten am 4. Mai starten. Wie das Kultusministerium am Mittwoch in Stuttgart mitgeteilt hat, werden Corona-Tests vor den Prüfungen an allgemeinbildenden Gymnasien, Gemeinschaftsschulen und beruflichen Gymnasien angeboten. Nicht getestete Schüler müssten ihre Prüfungsarbeiten in einem anderen Raum schreiben als die bereits negativ getesteten Prüflinge. Die Schulen sollten daher zusätzlich ausgestattete Räume und eine entsprechendes
Aufsichtspersonal organisieren. Zudem gelte in allen Prüfungsräumen ein Mindestabstand von 1,5 Metern.

Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske sei während der Prüfungen obligatorisch. „Zum Essen und Trinken darf die Maske
abgenommen werden, wodurch „Maskenpausen“ für die Schülerinnen und Schüler möglich sind“, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Schülern sollen demnach auch darüber hinausgehende „Tragepausen“ während der Prüfungszeit im Freien oder in dafür vorgesehenen Räumen ermöglicht werden. Alle Schüler, die sich der zweimal in der Woche angebotenen Tests unterziehen, erfüllen die Voraussetzung zur Teilnahme in der Gruppe der Getesteten - „unabhängig davon, an welchen Wochentagen der jeweiligen Prüfungswoche die Prüfungen stattfinden“, heißt es weiterhin vom Ministerium.

BundeslandBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
Fläche35.751,46 km²
Einwohnerzahl11.100.394 (Stand: 31. Dezember 2019)
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)

Zeige sich bei einem Schnelltest ein positives Ergebnis, ist die Teilnahme an Zwischen- und Abschlussprüfungen sowie an schriftlichen Leistungstests nicht möglich. Die jungen Frauen und Männer müssten dann bei einem Ersatztermin geprüft werden. Dies gelte indes nicht, wenn das zunächst positive Testergebnis eines Schnelltests durch einen negativen PCR-Test widerlegt wird. In diesen Fällen erfolgt die Probenentnahme durch medizinisches Personal, ausgewertet werden die Tests durch Labore. Der Nachweis über einen negativen Schnelltest könne auch durch einen sogenannten „Bürgertest“ erfolgen. Dabei handelt es sich um PoC-Antigen-Tests, die alle Bürger auf Kosten des Bundes in Anspruch nehmen könnten.

Corona in Baden-Württemberg: Fast 4.000 Neuinfektionen – Inzidenz deutlich unter 200

Update vom 26. April, 19:04 Uhr: Nach dem Impf-Gipfel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen informiert. Laut Merkel soll die Impfpriorisierung in Deutschland spätestens im Juni aufgehoben werden. Nicht jeder könne dann jedoch sofort geimpft werden. „Aber jeder kann sich um einen Termin bemühen“, erklärte sie. Zum Thema Lockerungen für Geimpfte und Genesene kündigte Merkel eine Verordnung an, die vom Bundestag und Bundesrat beschlossen werden solle. Konkrete Angaben zu den Plänen machte sie allerdings nicht. Zuvor hatte das Land Baden-Württemberg auf bundeseinheitliche Lockerungen für Geimpfte gedrängt – besonders in Alten- und Pflegeheimen.

Corona in Baden-Württemberg: Vor Impfgipfel – Landesregierung drängt auf Freiheiten für Geimpfte

Erstmeldung vom 26. April, 14 Uhr: Das Land Baden-Württemberg hat vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern am Montagnachmittag (26. April) auf bundesweit einheitliche Regeln für Geimpfte und Genesene gedrängt und möchte diesen auch Öffnungen etwa von Schwimmbädern oder Museen ermöglichen. „Aus unserer Sicht ist dringlich eine wissenschaftliche Erklärung erforderlich, warum diese Einrichtungen nicht für Geimpfte/Genesene geöffnet werden können“, heißt es in einem Schreiben des Sozialministeriums in Stuttgart, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Ohne entsprechende Begründungen sei es schwierig, in bereits anhängigen Gerichtsverfahren bestehen zu können, begründet das Land dies in dem Brief an das Bundesgesundheitsministerium.

Corona in Baden-Württemberg: In Alten- und Pflegeheimen – Landesregierung plädiert für Lockerungen bei 80 Prozent Geimpften

Auch mit Blick auf die Impfquote in Alten- und Pflegeheimen, die bald bundesweit als Grundlage für Erleichterungen gelten soll, mahnt das Land eine „nachvollziehbare Darlegung zum wissenschaftlichen Hintergrund der Quote“ an. Eine Quote von 90 Prozent geimpfter Bewohner ist aus Sicht des Landes zu hoch und könnte sich in der Praxis als eine nicht erreichbare Hürde erweisen, heißt es. Es solle deshalb auch eine Quote von 80 Prozent Geimpfter als Voraussetzung für Erleichterungen geprüft werden. Zudem möchte das Sozialministerium Ausnahmen für die kurzzeitige Unterschreitung der Quote, etwa wenn bereis Geimpfte in ein anderes Heim verlegt werden oder noch nicht Geimpfte neu aufgenommen werden.

Impfreihenfolge und Freiheiten für Geimpfte sind die beiden großen Themen am Montag. (Symbolbild)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidenten der 16 Länder wollten sich am Montagnachmittag für einen sogenannten Impfgipfel zusammenschalten. Bei der Videokonferenz sollte im Mittelpunkt stehen, welche Corona-Beschränkungen für Geimpfte und für von Covid-19 Genesene wegfallen könnten. Bereits im Vorfeld des Impfgipfels stehen einige Lockerungen für Geimpfte zur Diskussion. (dpa/pek)

Rubriklistenbild: © Hannibal Hanschke/dpa

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare