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Corona in Baden-Württemberg: „Um Gottes willen, ja nicht“ – Innenminister entsetzt über Wunsch der Deutschen

Corona in Baden-Württemberg: Die aktuellen Entwicklungen im Kampf gegen die Pandemie, die neuesten Fallzahlen und Regeln im Überblick:

  • In Baden-Württemberg haben sich bislang 113.535 (+ 2.905) Menschen mit dem Coronavirus infiziert
  • Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt aktuell bei einem Wert von 134,8 (Stand: 14. November)
  • Innenminister Thomas Strobl entsetzt über Urlaubswunsch der Deutschen

Update vom 14. November:Um Gottes willen, ja nicht“ – so lautet die Antwort von Baden-Württembergs Innenminister Thomas Stobl auf die Frage hin, ob die Deutschen in diesem Jahr in den Weihnachtsurlaub fahren können. Im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ zeigt sich der CDU-Politiker verwundert darüber, wie viel in Anbetracht der aktuellen Corona-Lage über den Urlaub geredet werde – „gerade so, als gäbe es nicht Wichtigeres im Leben“.

Strobl hält es für fahrlässig, Erwartungen in der Bevölkerung zu wecken, dass die Menschen im Dezember oder Januar zum normalen Leben zurückkehren könnten, die Fahrt in den Weihnachtsurlaub sollte dieses Jahr demnach ausfallen. Stattdessen müsse man gewarnt sein von einem verschärften Lockdown: „Falls es jetzt nicht gelingt, das Infektionsgeschehen zurück zu drängen, müssen wir weitere, härtere Maßnahmen ergreifen.“ Die Lage sei inzwischen nicht ernst, „sondern sehr ernst“, so Strobl weiter.

Der Innenminister von Baden-Württemberg nimmt den Bürgerinnen und Bürgern zudem die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in einen Normalbetrieb – der werden so schnell nicht wieder kommen. „Wir müssen uns darauf einstellen, mit dem Virus zu leben.
Die gute Botschaft ist: Das geht!

Corona in Baden-Württemberg: 17 Tote – Inzidenz weiterhin viel zu hoch

Update vom 13. November: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg steigt um 2.905 auf 113.535. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen steigt um 17 auf 2.241, wie das Landesgesundheitsamt am Freitag in Stuttgart mitteilt. Als genesen gelten den Angaben nach geschätzt 70.309 Menschen, 1.436 mehr als einen Tag zuvor.

Der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt bei 134,8 und bleibt damit ähnlich wie zuvor (Vortag: 134,3). Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50. Am höchsten ist die 7-Tage-Inzidenz mit 224,3 in der Stadt Heilbronn. Die Zahl schwer Erkrankter in intensivmedizinischer Behandlung steigt den Angaben nach von 357 auf 375. Davon würden 214 invasiv - also etwa über einen Schlauch - beatmet, heißt es. 2.322 von 3.019 Intensivbetten seien belegt, eine Auslastung von 77 Prozent.

Corona in Baden-Württemberg: Die aktuellen Fallzahlen vom Donnerstag

Update vom 12. November 21 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg steigt um 2.984 auf 110.630. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen steigt um 36 auf 2.224, wie das Landesgesundheitsamt am Donnerstag in Stuttgart mitteilt. Als genesen gelten den Angaben nach geschätzt 68.873 Menschen, 1.562 mehr als einen Tag zuvor.

Der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt bei 134,3 und bleibt damit fast gleich (Vortag: 134,4). Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50. Am höchsten ist die 7-Tage-Inzidenz mit 236,2 in der Stadt Heilbronn. Die Zahl schwer Erkrankter in intensivmedizinischer Behandlung steigt den Angaben nach von 347 auf 357. 207 davon würden invasiv - also etwa über einen Schlauch - beatmet, heißt es. 2.349 von 3.046 Intensivbetten seien belegt, eine Auslastung von 76 Prozent. Welche Folgen hat der Lockdown eigentlich auf das Leben der Menschen? Ärzte aus Baden-Württemberg haben sich im Rahmen einer Studie erstmals damit beschäftigt – mit brisanten Ergebnissen.

Update vom 12. November: Während die Corona-Lage in Baden-Württemberg weiter kritisch bleibt, erlauben sich Unbekannte im Internet einen üblen Scherz. Das Sozialministerium warnt aktuell über Twitter vor einer E-Mail, die eine dreiste Falschmeldung enthält. In der Mail ruft die „Landesregierung“ angeblich eine neue Pandemiestufe aus. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass dahinter ein Fake steckt. „Aufgrund der sich weiter verschärfenden Corona-Situation ruft die Landesregierung die Pandemiestufe 3a aus“, lautet es in der Fake-Mail. Diese gelte angeblich ab dem 9. November 2020. Im nächsten Absatz, in dem die „neuen Regeln“ beschrieben sind, wird der üble Scherz dann erst deutlich – denn dort ist vom „Tragen eines umschließenden Augenschutzes“ die Rede. „Das ist falsch! Bitte verbreiten sie diese Mail nicht weiter“, warnt das Sozialministerium auf Twitter.

Unterdessen zieht die Polizei ein Baden-Württemberg eine schockierende Bilanz: So viele Verstöße gegen die Corona-Verordnung wurden seit Beginn der Pandemie bereits gezählt.

Corona in Baden-Württemberg: Die aktuellen Fallzahlen vom Mittwoch

Update vom 11. November: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg steigt um 2.944 auf 107.646. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen steigt um 22 auf 2.188, wie das Landesgesundheitsamt am Mittwoch in Stuttgart mitteilt. Als genesen gelten den Angaben nach geschätzt 67.311 Menschen, 1.462 mehr als einen Tag zuvor.

Der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt bei 134,4 und ist der Mitteilung zufolge damit leicht gestiegen (Vortag: 132,2). Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50. Am höchsten ist die 7-Tage-Inzidenz mit 242,1 in der Stadt Pforzheim. Die Zahl schwer Erkrankter in intensivmedizinischer Behandlung sinkt den Angaben nach von 352 auf 347. 203 davon würden invasiv - also etwa über einen Schlauch - beatmet, heißt es. 2291 von 3.036 Intensivbetten seien belegt, eine Auslastung von 75 Prozent. Welche Folgen hat der Lockdown eigentlich auf das Leben der Menschen? Ärzte aus Baden-Württemberg haben sich im Rahmen einer Studie erstmals damit beschäftigt – mit brisanten Ergebnissen.

Corona in Baden-Württemberg: Der Corona-Stand vom 10. November

Update vom 10. November, 19:56 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in Baden-Württemberg steigt um 2.414 auf 104.702 . Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen steigt um 34 auf 2.166, wie das Gesundheitsamt am Dienstag (Stand 16 Uhr) in Stuttgart mitteilt. Als genesen gelten den Angaben nach geschätzt 65.849 Menschen, 1.334 mehr als einen Tag zuvor.

Der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt bei 132,2 und ist der Mitteilung zufolge damit leicht gesunken (Vortag: 135,7). Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50. Am höchsten ist die 7-Tage-Inzidenz mit 234,6 in der Stadt Heilbronn.

Die Zahl schwer Erkrankter in intensivmedizinischer Behandlung steigt den Angaben nach von 343 auf 352. 195 davon würden invasiv - also etwa über einen Schlauch - beatmet, hieß es. 2.291 von 3.036 Intensivbetten seien belegt, eine Auslastung von 75 Prozent.

Corona in Baden-Württemberg: Zahlen steigen – Land hält Schnelltests als Notreserve bereit

Update vom 10. November: Trotz Lockdown steigen die Corona-Zahlen in Baden-Württemberg weiter an. Wie Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag mitteilt, ordnet das Land deshalb Corona-Schnelltests als Notreserve an. Diese Tests könnten auch bei großen Ausbrüchen etwa in Krankenhäusern und Pflegeheimen genutzt werden.

Antigen-Tests funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie Schwangerschaftstests: Sie suchen in Abstrichproben nur nach
Molekülen, die charakteristisch für die Viren sind. Das Ergebnis liegt normalerweise in bis zu 30 Minuten vor. Bei den sonst üblichen PCR-Tests wird das Erbgut der Viren so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es nur in geringen Mengen vorliegt. Die Tests mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) sind genauer als Schnelltests, aber auch aufwendiger etwa in puncto Zeit.

Derzeit können die Labore im Südwesten den Angaben nach rund 156.000 PCR-Tests pro Woche durchführen. Bei dem aktuellen Testaufkommen seien die Kapazitäten aber zunehmend ausgeschöpft, heißt es. Wegen der weltweit hohen Nachfrage zeichne sich ein Engpass bei benötigten Chemikalien und Labormaterialien ab. Zudem fehle Fachpersonal.

Baden-Württemberg: Polizei auf Corona-Streife – die schockierende Bilanz

Meldung vom 9. November: Seit sieben Monaten hält uns das Coronavirus fest im Griff. Seit mehr als 28 Wochen ist unser Leben massiv eingeschränkt und durch den zweiten Lockdown kehren sehr strenge Regeln zurück. So haben zahlreiche Einrichtungen wieder geschlossen und der Kontakt zu anderen wird noch mehr verboten. Eine andere Corona-Maßnahmen, die in Baden-Württemberg ausgeweitet wurde, ist das Tragen einer Maske. Seit November müssen wir nicht nur in Läden einen Mundschutz tragen, sondern auch in Fußgängerzonen. In manchen Städten sogar auf Spielplätzen und beim Spaziergang.

BundeslandBaden-Württemberg
Einwohner11,07 Millionen
Stadt- und Landkreise9 Stadt- und 35 Landkreise

Die meisten Bewohner in Baden-Württemberg halten sich an diese Verschärfungen. Es gibt jedoch wenige einzelne, die sich dagegen sträuben. Das Problem: Das Infektionsgeschehen lasse sich nur gemeinsam senken, um eine drohende Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Das erklärt Thomas Strobl, Innenminister von Baden-Württemberg, am Montag (9. November).

Corona in Baden-Württemberg: Maskenverweigerer gefährden Gesundheitssystem - Großkontrolle am Wochenende

Erst am Wochenende (7. und 8. November) führt die Polizei in ganz Baden-Württemberg Corona-Kontrollen durch. Jene, die meinen sich nicht an die Vorschriften zu halten, werden mit einem Bußgeld bestraft. Insgesamt werden 36.420 Menschen von den Beamten überprüft. Das Fazit: Rund 5.500 Personen halten sich nicht an die Corona-Regeln.

Einen Großteil der Corona-Verstöße in Baden-Württemberg betrifft die Maskenpflicht. Über 4.800 Fälle moniert Thomas Strobl und sagt: „Leider gibt es einen kleinen, zunehmend aggressiven, Teil in der Bevölkerung, der die Corona-Regeln fortgesetzt missachtet und vorsätzlich die Allgemeinheit gefährdet.“ Die Polizei werde weiterhin intensive Kontrollen fortsetzen und damit die Gesundheit der Bevölkerung schützen.

Corona in Baden-Württemberg: Warnung vor Fake-Mails – es gibt keine weitere Pandemiestufe

Aber nicht nur die Menschen, die sich nicht an die Corona-Regeln in Baden-Württemberg halten, bereiten Polizei und Regierung Kopfzerbrechen. Auch Betrüger, die diese schwere Zeit ausnutzen, sind ein Dorn im Auge. Die Landesregierung von Baden-Württemberg warnt derzeit vor Internet-Tätern, die gefälschte Mails mit einer angeblich drohenden weiteren Pandemiestufe in der Corona-Krise ausrufen.

Die E-Mail mit Hinweis auf eine Stufe 3a sei frei erfunden, heißt es in einem Twitter-Beitrag von Montag (9. November). Die Landesregierung erklärt darin, Menschen immer über offizielle Kanäle und nicht über derartige Mails zu warnen. „Bitte verbreiten Sie die Mail nicht weiter und verlassen Sie sich ausschließlich auf verlässliche Quellen wie unsere Webseiten und seriöse Medien“, rät die Regierung.

Corona in Baden-Württemberg: Alle Fallzahlen auf einen Blick

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Baden-Württemberg ist erneut angestiegen – und zwar um 2.447 auf insgesamt 99.043. Von diesen sind 62.574 Menschen bereits wieder gesund und 2.110 mit dem Virus verstorben. Die 7-Tages-Inzidenz für das Bundesland liegt nun bei 135,1. Die meisten Fälle gibt es in Stuttgart (6.760) und den Landkreisen Ludwigsburg (6.309) und Esslingen (5.930). (jol)

Rubriklistenbild: © dpa/Sebastian Gollnow/Lino Mirgeler (Fotomontage)

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