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Corona in Baden-Württemberg: Planen zwei irre Laboranten Anschlag mit mutiertem Virus?

Corona in Baden-Württemberg – Bei einem Handballverein und Landrat Stefan Dallinger aus Hirschberg-Leutershausen sind zwei unheilvolle Briefe gleichen Inhalts eingegangen. Planen zwei Irre einen Anschlag mit dem Coronavirus?

  • Coronavirus: Die aktuellen Entwicklungen und Fallzahlen in Baden-Württemberg.
  • Ab 29. Juni Rückkehr zum Regelbetrieb an Kitas und Grundschulen – dem 1. Juli gilt in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung.
  • Maskenpflicht und Abstandsregel bleiben, Großveranstaltungen bis November verboten.
  • Corona in Baden-Württemberg: 35.755 Infizierte, 33.375 Genesene, 1.838 Tote, noch 542 aktive Fälle. (Stand 1. Juli)

Update vom 3. Juli: Planen zwei Laboranten einen Corona-Anschlag im kurpfälzischen Hirschberg-Leutershausen? Glaubt man den Inhalt eines anonymen Briefes, welcher sowohl beim Handballverein SG Leutershausen als auch bei Landrat Stefan Dallinger eingegangen ist, soll genau das der idyllischen Gemeinde bevorstehen. Wie die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet, schildert darin der Absender: „Sein bester Freund" plant gemeinsam mit einem Studienkollegen das Corona-Virus bei Handball-Spielen in der Heinrich-Beck-Halle als Aerosol zu verbreiten.

Beide Arbeiten an verschiedenen Standorten in Kliniklaboren (Heidelberg/Bonn) und konnten auf diesem Weg eine Virusprobe entwenden. Doch damit nicht genug! Bei der Virusprobe aus dem Labor in Bonn soll es sich zudem, um eine Mutation des bekannten Virus Sars-CoV-2 handeln.

Von einer Gefährdung der Bevölkerung gehen wir derzeit nicht aus

Dieter Klumpp, Polizei-Pressesprecher Mannheim

Auch die vermeintliche Motivation für die heimtückische Tat wird in dem Brief erwähnt: „Sie planen, unseren Wohnort durch eine Vielzahl von Superspreadern mit hohen Neuinfektionen des Coronavirus weltweit bekannt zu machen“, zitiert die RNZ. Neben der Sporthalle soll auch das Rathaus sei für diese Aktion in der Diskussion stehen.  

Inwieweit die Anschuldigungen in dem unheilvollen Brief glaubwürdig sind, dazu will sich die Polizei Mannheim gegenwärtig nicht äußern – fest steht, die Ermittlungen laufen. Aber von einer „Gefährdung der Bevölkerung gehen wir derzeit nicht aus“, betont Polizeisprecher Dieter Klumpp gegenüber HEIDELBERG24.

Corona-Ausbruch in Karlsruhe – besteht Grund zur Sorge?

Update vom 2. Juli: Wie das Gesundheitsamt Karlsruhe mitteilt, sind innerhalb einer Woche (22. bis 29. Juni) 40 Neuinfektionen in Karlsruhe gemeldet worden. Grund zur Panik besteht jedoch nicht: Dieser Wert ist weit von dem festgelegten Schwellenwert der Bundesregierung von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern entfernt. Für die Stadt mit seinen 300.000 Einwohnern liegt dieser Schwellenwert bei 157 Neuinfektionen, für den Landkreis und die Stadt zusammen bei 379 Neuinfektionen innerhalb einer Woche.

Coronavirus in Karlsruhe: Die meisten Neuinfektionen gehen auf Gottesdienst zurück

22 dieser gemeldeten Fälle gehen auf einen freiheitlichen Gottesdienstbesuch in Karlsruhe zurück. Die betroffenen Personen und ihre Kontaktpersonen sind unter Quarantäne gestellt worden. Nachdem an diesem Gottesdienst auch Personen aus anderen Regionen Deutschlands teilgenommen hatten, gestalten sich die Ermittlungen des Gesundheitsamt Karlsruhe aufwändig. Weitere Infektionen können nicht ausgeschlossen werden. Laut BNN-Informationen hat der Gottesdienst mit anschließender Familienfeier bereits am 20. Juni stattgefunden.

Corona-Ausbruch in Karlsruhe: 5 Infektionsfälle an Brettener Schule

Fünf Infektionsfälle haben sich an einem Kurs am Edith-Stein-Gymnasium in Bretten ergeben. Schule und Schulträger haben bis zum Ergebnis der weiteren Testungen der Kontaktpersonen vorsorglich den Schulbetrieb ausgesetzt. Am 2. Juli kann der Schulbetrieb jedoch wieder fortgeführt werden.

Ist der Corona-Ausbruch in Karlsruhe auf Lockerungen der Corona-Beschränkungen zurückzuführen?

Inwieweit die steigende Infektionszahl auf die Lockerungen der Corona-Beschränkungen zurückzuführen ist, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen, „begünstigt werden aber auf jeden Fall Folgefälle, wenn die nach wie vor geltenden Abstands- und Hygieneregeln gar nicht oder nicht mehr so konsequent beachtet werden“, so der Leiter der Gesundheitsamtes Dr. Peter Friebel.

Update vom 1. Juli: Am Dienstag, 30. Juni werden dem Gesundheitsamt Baden-Württemberg weitere 70 bestätigte Fälle mit dem Coronavirus gemeldet – davon alleine 30 im Stadt-und Landkreis Karlsruhe. Die meisten davon stehen im Zusammenhang mit dem Treffen einer Glaubensgemeinschaft. Zum anderen gibt es Infektionsfälle an vier Schulen.

Innerhalb eines Tages werden dem Gesundheitsamt zahlreiche Neuinfektionen aus Karlsruhe gemeldet.

Zehn der 30 gemeldeten Fälle sind länger zurückliegende Infektionen aus dem Kreis Karlsruhe, die technisch bedingt erst jetzt übermittelt wurden.

Corona in Baden-Württemberg: Kontaktbeschränkung ab 1. Juli gelockert – Treffen mit 20 Personen erlaubt

Update vom 30. Juni: Am 1. Juli werden die Kontaktbeschränkungen in Baden-Württemberg weiter gelockert. Von diesem Mittwoch an dürfen sich in der Öffentlichkeit und im privaten Raum, statt bisher 10, wieder 20 Menschen aus mehreren Haushalten treffen. Bei privaten Veranstaltungen gibt es keine zahlenmäßigen Beschränkungen, wenn alle Personen miteinander verwandt sind.

Ab dem 1. Juli ist bei privaten Veranstaltungen mit nicht mehr als 100 Teilnehmenden kein Hygienekonzept mehr nötig. Dies gilt etwa für Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern, Taufen und Familienfeiern.

Außerdem sind ab dem 1. Juli Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen möglich, wenn den Teilnehmenden für die gesamte Dauer der Veranstaltung feste Sitzplätze zugewiesen werden und die Veranstaltung einem im Vorhinein festgelegten Programm folgt. Also etwa Kulturveranstaltungen, Vereinstreffen oder Mitarbeiterversammlungen.

Corona in Baden-Württemberg: So viele aktive Fälle gibt es im Land

Am Montag (29. Juni) ist die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 35.630 gestiegen. Davon sind ungefähr 33.335 Personen bereits wieder genesen. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle im Land steigt auf 1.830 an. Der letzte gemeldete Tote kommt aus Karlsruhe. Derzeit sind geschätzt noch 465 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert. Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages R-Wert wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,81 angegeben

Corona in Baden-Württemberg: Kitas und Grundschulen starten Regelbetrieb – diese Regeln gelten

Erstmeldung vom 29. Juni: Am Montag (29. Juni) kehren die Grundschulen und Kitas in Baden-Württemberg zum Regelbetrieb zurück, soweit dieser in Corona-Zeiten möglich ist. Die Gewerkschaft GEW rechnet aber weiter mit Einschränkungen. Einige Kitas hätten zum Beispiel ihre Öffnungszeiten reduziert, sagt GEW-Landesgeschäftsführer Matthias Schneider am Freitag (26. Juni) in Stuttgart.

In den Grundschulen gebe es einen veränderten Stundenplan. Grund dafür sei der Mangel an Personal und geeigneten Räumen. Der Fachkräftemangel – auch in den Kitas – habe sich im Zuge der Corona-Pandemie noch verschärft, bemängelt Schneider.

Erwartungsgemäß positiv beurteilt Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner die Situation: „Das ist ein dringend notwendiger Schritt gerade für berufstätige Eltern, die auf eine verlässliche Betreuung angewiesen sind. Aber auch für die Kinder, die den sozialen Kontakt zu Freunden und Erzieherinnen und Erziehern und eine geregelte Tagesstruktur brauchen“ so der OB am Montag in der Kindertageseinrichtung „Kanzleigasse“ in der Heidelberger Altstadt.

Baden-Württemberg: Rückkehr in Grundschule und Kita am Montag – diese Regeln gelten

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat im Vorfeld von einer Rückkehr zu einem Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen gesprochen. Das Abstandsgebot wird in Kitas und Grundschulen nicht gelten. Kinder aus einer Gruppe sollen sich aber in den Kitas und auch in den Grundschulen nicht mit Kindern aus anderen Gruppen durchmischen. In Grundschulen soll der tägliche Unterricht zeitlich versetzt für die verschiedenen Klassen beginnen.

Schwerpunkte des Unterrichts sollen Mathe, Deutsch und Sachkunde sein. Es gilt aber weiterhin keine Schulpflicht: Kinder, die etwa aus gesundheitlichen Gründen nicht in die Schule kommen möchten, sollen weiter zu Hause unterrichtet werden.

Wie Zerbrechlich die neue Normalität „unter Pandemie-Bedingungen" ist, zeigt ein Fall aus Göppingen. Dort ist eine Grundschule wegen eines Corona-Falls geschlossen worden. Bei einem Kind in der Uhland-Grundschule sei eine Infektion mit dem Virus festgestellt worden, teilt ein Sprecher der Stadt Göppingen am Freitagabend (26. Juni) mit.

In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt bleibe die Grundschule daher bis einschließlich Mittwoch (1. Juli) geschlossen. An diesem Samstag sollten Schüler und Lehrer auf das Coronavirus getestet werden. An der Uhland-Grundschule werden rund 250 Schüler in zwölf Klassen unterrichtet, wie auf der Internetseite der Stadt zu lesen ist.

Corona-Pandemie: Schulen und Kitas in Baden-Württemberg seit Mitte März geschlossen

Mitte März sind die Schulen in Baden-Württemberg wegen des Coronavirus komplett geschlossen worden. Die Abschlussklassen sind bereits seit dem 4. Mai zurück in die Schulen gekehrt, die Viertklässler seit Mitte Mai. Seit Mitte Juni gibt es an allen Schulen in Baden-Württemberg einen Unterricht im Schichtbetrieb im Wechsel mit dem Fernunterricht und mit einem abgespeckten Stundenplan. (esk/*HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks)

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